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tschaka17
Level 7
XP 738
Eintrag: 13.01.2018

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The Villainess

(Aknyeo)
Herstellungsland:Südkorea (2017)
Standard-Freigabe:FSK keine Jugendfreigabe
Genre:Action, Drama, Thriller

Bewertung unserer Besucher:
Note: 6,50 (10 Stimmen) Details
inhalt:
Als Tochter eines Gangsters hat Sook-hee früh gelernt, Feinde aus dem Weg zu räumen. Nachdem sie eine komplette gegnerische Bande im Alleingang niedermetzelt und im Gefängnis landet, wird eine geheime Regierungsbehörde auf die Einzelgängerin aufmerksam, die junge Frau wird zwangsweise zur Profikillerin ausgebildet. Der nicht verhandelbare Deal: „Du tötest zehn Jahre lang jeden, den wir dir auf die Abschussliste setzen, dann lassen wir dich frei.“ Sook-hee erhält eine neue Identität samt Gesichts-OP und gnadenlosem Drill. Wieder auf die Menschheit losgelassen, trifft sie unerwartet auf zarte Gefühle und alte Widersacher...
eine kritik von tschaka17:

Ich werde dir zeigen, was Du aus mir gemacht hast!

Es hätte so Hardcore werden können! Nur verspricht der Trailer zu The Villainess zudem noch eine tiefergehende Geschichte. Denn sind wir ehrlich: Der Action-Kracher von 2015 ist innovativ, brutal und dezent humorvoll - eine echte Spektakel-Grante. Seine Story ist jedoch mau, selbst für meinen Geschmack. Abhilfe schaffen kann hier in bedingtem Rahmen der sehr gute Comic Hardcore Akan.

"Ein eigenständiger, mit zahllosen WTF!?-Momenten gespickter Instant-Kulthit." (Fantasy Filmfest).

Werbeteaser übertreiben oftmals? Dieser tatsächlich sehr wenig. Eigenständig? Ja. Zahllose WTF-Momente? Ja, aber oftmals an den falschen Stellen. Instant-Kulthit? Naja, zumindestens ist das Werk außergewöhnlich und dadurch diskutabel. Doch woran liegt es, dass der The Villainess eher Mittelmaß bleibt, trotz des großen Potenzials?

Für mich scheitert es eben zum Großteil an der Geschichte, welche eigentlich dieses Mal besser sein sollte. Dieser Killer-Geheimageten-Rache-Eskalations-Wirrwarr ist eben letzteres, ein Wirrwarr. Mit unzähligen Flashbacks wird eine arg komplexe Story erzählt, die in vielen Situationen den Zuschauer einfach erschlägt und überfordert. Gegen Ende macht das Konstrukt zwar durchaus Sinn, jedoch löst dies den zwischenzeitlichen Knoten im Kopf nicht mehr auf. Wer einen wuchtigen, mit kleinen Pausen inszenierten Action-Knaller erwartet wird dafür enorm gefordert! Insgesamt findet der Film außerdem kein eigenes Tempo. Zwischen totaler Eskalation und minutenlangen, ruhigen Dialogen ist zufällig Alles zu finden. Auf die Brettbremse am Vorderkopf folgt direkt der Arschtritt zur Beschleunigung. Unrhytmisch und deswegen anstrengend! Wie die Inszenierung dieses Problem noch verstärkt - später mehr dazu. Jedoch ist nicht die komplette Story schlecht, der Grundgedanke ist wirklich gelungen. Oftmals unvorhersehbar wird eine interessante Geschichte erzählt, bei welcher die Motivation vieler Leute nie ganz offengelegt wird. Wer ist jetzt momentan Guter, wer Böser? Hier macht das Auf & Ab Sinn und großen Spaß.

Auch der Cast ist überzeugend. Namen spare ich mir, Südkorea ist kein heimisches (Kino-)Pflaster für mich. Die Hauptdarstellerin wirkt manchmal überdreht, zu keiner Sekunde zweifelt man allerdings an ihrer physischen Fähigkeit, ganze Gegnerhorden niederzumetzeln. Akzeptabel sympathisch und mit ordentlich Hintergrund ausgestattet ist hier endlich mal eine gute Femme-Fatale zu sehen. Nicht perfekt, aber gut. Ihr Hauptgegner gefällt, gerade da er nicht nur als Bösewicht auftritt. Schwarz und Weiß verschwimmen hier sehr originell. Mein Favorit ist der nette Geheimdienstmann. Keine Spoiler, der Kerl ist aber einfach ein netter Typ und solche Figuren bieten in einer verwirrenden Geschichte ein wenig Halt. Insgesamt eine solide Leistung der Schauspieler. Und die Schergen lassen sich brav abstechen ;)

Kommen wir also zur Inszenierung, welche etwas Bauschmerzen verursacht. Die Ego-Perspektive wird nur in den ersten Minuten verwendet, dabei jedoch in einer One-Take. An die Kreativität von Hardcore kommt diese Szene nicht heran und auch die Waffenwahl ist relativ eingeschränkt, aber hey: One-Take-Ego-Geschnetzel! Worüber jammer ich eigentlich? Ach ja, das Gewackel. Der Streifen ist oft nah, sehr nah, am Geschehen dran. Was zu schöner Dynamik führen könnte sorgt stattdessen für Chaos. Augenschmerzendes Chaos! Die Kamera bewegt sich manchmal so schnell, überkopf oder vor und zurück, dass es unübersichtlich wird. Dementsprechend anstrengend ist mancher Kampf anzusehen. Mangelnde Kreativität kann man The Villainess allerdings nicht vorwerfen, insbesondere die Kamera versucht neue, ungewöhnliche Positionen zu finden und so sind kleiner Mankos besser verschmerzbar. Einige Bilder sind dabei wirklich cool,  so etwa die Fahrt auf der Motorhaube des Autos. Auch gibt es oftmals nahtlose Übergänge zwischen Vergangenheit und Gegenwart - beispielhaft einen 360° Schwung, der den Schnitt bei den Haaren verdeckt. Passendes Element, gut eingesetzt.

Zum Zungeschnalzen ist die Effektlage. Handgemachte Wunden & suppende Blutpaktete! Teilweise kann man von härterem Splatter sprechen: Herrlich brutal und dank netter Choreographien auch wenig ermüdend in seiner Darstellung. Axt, Pistole, Maschinengeweher, Snipergeweher und besonders häufig verschiedentse Messersorten sorgen für viele Tote. Musikalisch ist der Film generell passabel unterlegt, manchmal wirkt der Soundtrack jedoch arg aggressiv. Die Abmischung ist jedoch sehr fein.

Meine Lieblingsstelle ist jedoch keine der unzähligen brutalen Kampfhandlungen. Eine kleine, ganz ruhige und herzliche Situation mit menschlichem Dialog hat mich wirklich gepackt. So schön dies ist, so schwierig ist es eben auch. Die Verfolgungsjagd auf Motorrädern - eigentlich immer einer meiner Favoriten - ist hier nur solide, aber nicht umwerfend. Ebenso die restliche Action: Innovativ? Ja. Faszinierend. Eher weniger. Am Ende fällt das Fazit daher schwierig aus.

Anschauen sollte man sich The Villainess auf jeden Fall. Besonders eben als Action-Fan. Die Dosierung der Action & Gewalt ist sehr gut, es gibt viel auf und in die Fresse. Blutig, mit handgemachten Effekten. Auch hat der Film eine Geschichte zu erzählen. Diese ist jedoch sehr schwer zu verstehen und unzählige Flashbacks machen es einem hart zu folgen. Eine hektische Inszenierung mit oftmals fehlender Übersicht nimmt einem die Freude an der guten Action ebenfalls ein wenig. Schade, ein Fokus auf etwas ruhiger dargestellte Action - die Fights sind wirklich klasse - und eine stringentere Story hätten mir besser gefallen. Die Diskrepanz zwischen Versprechen und Erfüllung ist daher leicht enttäuschend. Vielleicht ist es beim nächsten Mal besser, den Spaß hatte ich und eine Wiederholung ist sicher geplant. Erwartungen sollten eher gesenkt werden. Leider nur...

Solide 7/10

Allen Sammlern sei noch das Mediabook von Splendid ans Herz gelegt. Die VÖ ist extrem gelungen!

7/10
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Kommentare

13.01.2018 21:28 Uhr - Insanity667
DB-Helfer
User-Level von Insanity667 10
Erfahrungspunkte von Insanity667 1.592
Dafür wurde ja reichlich dick aufgetragene Werbung gemacht, also musste er ja ins Haus geholt werden. Und der Film hat definitiv was zu bieten, ABER bei mir hinterließ er stellenweise einen faden "Style over Substance"-Beigeschmack. Dass die FSK hier so "gnädig" war, ist fast schon ein kleines Wunder! :) Ich vergebe, als anerkannter Asia-Muffel, trotzdem solide 7/10 Punkte, weil sich der Film was traut. Dein Review bekommt 10/10 mit Sternchen! :D

14.01.2018 22:31 Uhr - tschaka17
1x
User-Level von tschaka17 7
Erfahrungspunkte von tschaka17 738
Besten Dank :) Aber FSK 18 geht voll in Ordnung.

15.01.2018 07:30 Uhr - DriesVanHegen
User-Level von DriesVanHegen 5
Erfahrungspunkte von DriesVanHegen 351
Ich glaube hier hat sich mittlerweile ohne es zu wollen, eine große Erwartung meinerseits eingeschlichen.
Werde heute mein MB bei Müller abholen und mich dann in den nächsten Tagen überraschen lassen...

25.01.2018 21:30 Uhr - Calahan
User-Level von Calahan 2
Erfahrungspunkte von Calahan 60
Erinnert mich von der Story an *Nikita* mit Anne Parillaud von Luc Besson.
Der hat mir sehr gut gefallen. Daher werde ich den mal im Auge behalten.

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