SCHNITTBERICHTE | # | A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z
Titel suchen:
Red Dead Redemption · Uncut Westernfeeling für PS4 und Xbox One · ab 67,99 € bei gameware Just Cause 4 · für PS4, Xbox One und PC · ab 64,99 € bei gameware
Horace Pinker
Level 20
XP 8.390
Eintrag: 15.01.2018

Amazon.de

  • The Blacklist - Season 5
Blu-ray
29,99 €
DVD
25,99 €
Amazon Video
27,98 €
  • Flashback - Mörderische Ferien
  • Blu-ray Directors Cut
Blu-ray
10,99 €
DVD
9,99 €
  • Ash vs. Evil Dead - Season 2
Blu-ray
21,99 €
DVD
21,99 €
Amazon Video
ab 2,99 €
  • The Watcher - Willkommen im Motor Way Motel
Blu-ray
13,99 €
DVD
10,99 €
Amazon Video
11,99 €
  • The Warriors
  • Blu-ray/DVD Mediabook
Cover A
38,99 €
Cover B
37,73 €

Blade of the Immortal - Tausend Tote gegen die Unsterblichkeit

(Originaltitel: Mugen no jûnin)
Herstellungsland:Japan, Großbritannien (2017)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Action, Drama

Bewertung unserer Besucher:
Note: 8,33 (6 Stimmen) Details
inhalt:
Manji ist Samurai und er kann nicht sterben. Sein Körper regeneriert sich immer wieder, selbst abgetrennte Gliedmaßen wachsen wieder an. Dabei würde Manji gerne seiner ermordeten kleinen Schwester Machi in den Tod folgen. Er ist voller Reue, weil er sie nicht beschützen konnte. 50 Jahre später bittet ihn das Mädchen Rin um Hilfe. Der Schwertkämpfer Anotsu hat ihre Eltern getötet und Rin brennt vor Rachedurst. Doch Anotsu hat eine mächtige Gefolgschaft und ist ein fast unbesiegbar guter Krieger. Rin lässt die Erinnerung an Machi wieder lebendig werden und so willigt Manji ein, ihr Leibwächter zu sein. Das ungleiche Duo zieht in einen sehr blutigen Kampf…
eine kritik von horace pinker:

Mit Blade of the Immortal lieferte Vielfilmer Takashi Miike sein inzwischen hunderstes Werk ab. Wie bereits bei Ichi the Killer und Terraformars ließ er sich von einem Manga inspirieren, in diesem Fall der bereits als Anime adaptierte Mugen no jûnin von Hiroaki Samura. Das Drehbuch wurde von  Tetsuya Oishi (Death Note Reihe) beigesteuert. Der Film handelt von dem ehemaligen Samurai Manji, der durch den Fluch einer Hexe Unsterblichkeit erlangte. Jahrzehnte später wendet sich das junge Mädchen Rin an ihn, um ihn zu bitten sie bei der Suche nach den Mördern ihrer Familie zu unterstützen. Wiederwillig stimmt Manji zu und begibt sich damit auf eine Reise voller Gefahren.

Wie schon im Trailer ersichtlich wurde, handet es sich hier weniger um einen Historienfilm, als einen Fantasy-Actioner im historischen Gewand. Die fantastischen Elemente bleiben dabei meistenteils im Hintergrund und beschränken sich meistenteils auf die sogenannten Blutwürmer, die Manji (und auch anderen Figuren) beschleunigte Wundheilung und ewige Jugend ermöglichen. Die Actionsequenzen sind hingegen reichlich vorhanden und gut über den Film verteilt. Dabei ist auch für Abwechslung gesorgt und von Duellen, über kleinere Scharmützel bis zu hunderte Krieger umfassenden Massenschlachten ist alles vertreten. Die Choreografien wurden ebenfalls ansprechend ausgeführt und neben gewöhnlichen Schwertern kommt auch noch eine Vielzahl anderer Waffen wie Äxte, Wurfmesser, Speere und sogar eine Art Muskete zum Einsatz. Der Härtegrad lässt sich dabei ungefähr auf mittlerem Niveau verorten, da zwar die Tode allesamt On Screen stattfinden, aber von blutspritzenden Einschnitten und unsachgemäßer Amputation von Körperteilen, bis zum komplett unblutigem Ableben alles vertreten ist. Die verwendeten Effekte schienen mir zum Großteil aus dem Computer zustammen,gehen aber soweit qualitativ in Ordnung. Bemerkenswert sind noch die recht cool und detailliert gestalteten Narben der Hauptfigur. Trotz dem Fokus auf die Auseinandersetzungen wurden auch Handlung und Charaktere nicht vernachlässigt, so liefert uns  Miike zwei sympathische Protagonisten, die aber auch ihre menschlichen Schwächen und Fehler haben, sowie einen dreidimensionalen Antagonisten, dessen Handlungen und Beweggründe man nachvollziehen kann. Zudem wird auch (wenngleich eher im Hintergrund) auf die Unterdrückung der Bauern durch die Samurai  eingegangen und die Nachteile der Unsterblichkeit (wie etwa der Verlust aller geliebten Menschen) und die damit einhergehende Todessehnsuch aufgezeigt. Zudem gelingt es auch trotz der scheinbaren Unverwundbarkeit unseres "Helden" für Spannung zu sorgen, da dieser mehrfach auf überlegene Wiedersacher trifft die seine Unzerstörbarkeit in Frage stellen.

Hinter der Kamera war Nobuyasu Kita (Wara no tate, 13 Assasins) tätig, dieser fängt sowohl ruhigere Szenen als auch actionintensivere Momente passend ein. Visuell darf man sich zudem noch über einige Spielereien, wie einen komplett in schwarz-weiß gehaltenen Prolog, freuen. Hinzu kommt ein interessanter Kontrast zwischen den auffallend bunten Kostümen und den meistenteils braunen oder grünen Hintergründen.

Vor der Kamera sticht vor allem Takuya Kimura (I Come with the Rain, Love and Honor) als Manji hervor. Er schafft es hier sowohl die effektive und gnadenlose Tötungsmaschine, als auch den melancholischen und seines Lebens müden Mann darzustellen und dabei an manchen Stellen auch seinen Charme durchstrahlen zu lassen. Eine ebenfalls sehr gute Leistung liefert Jungdarstllerin Hana Sugisaki (Mozu). Sie bringt wunderbar sowohl den Zwiespalt zwischen Rachedurst und Selbstzweifeln als auch ihre Naivität und im Laufe der Handlung ihre schwesterliche Zuneigung zu Manji zum Ausdruck und sorgt auch für den ein oder anderen Lacher. Die weiteren Darsteller schaffen es ebenfalls mit ihrem engagiertem Schauspiel ihre Figuren dem Zuschauer näher zu bringen, dem ein oder anderen könnten dabei vielleicht Chiaki Kuriyama (Kill Bill, Battle Royale) und Kazuki Kitamura (The Raid 2, Godzilla Final Wars) ein Begriff sein.

Passend zum Jubiläum des japanischen Kultregisseurs gibt es auch hierzulande Grund zum Feiern, Blade of the Immortal kam nämlich ungkürzt durch die hiesige Freigabestelle und erhielt so das 16er Siegel.

Blade of the Immortal ist ein enorm kurzweiliger und unterhaltsamer Actionfilm geworden, der auch noch interessante Figuren und eine schöne Optik zu bieten hat. Dafür gibt es verdiente 8/10  Schwerter.

 

 

 
 
8/10
mehr reviews vom gleichen autor
Ryuzo
Horace Pinker
8/10
Getting
Horace Pinker
7/10
Meg
Horace Pinker
7/10
die neuesten reviews
Twister
sonyericssohn
8/10
Summer
JasonXtreme
8/10
Fan
Ghostfacelooker
4/10
Accident
Ghostfacelooker
8/10
Powerman
gorgiday
10/10
In
kokoloko
3/10

Kommentare

15.01.2018 16:07 Uhr - dicker Hund
3x
User-Level von dicker Hund 12
Erfahrungspunkte von dicker Hund 2.303
Das liest sich vielversprechend. Danke für den Tipp!

15.01.2018 17:03 Uhr - Insanity667
3x
DB-Helfer
User-Level von Insanity667 10
Erfahrungspunkte von Insanity667 1.592
Arigatō futatabi, Horace-san!

Die Box ist unterwegs! Ich bin mal gespannt!

15.01.2018 21:11 Uhr - Horace Pinker
3x
User-Level von Horace Pinker 20
Erfahrungspunkte von Horace Pinker 8.390
Vielen Dank euch Beiden, hoffe Blade of the Immortal wird euch gefallen.

15.01.2018 21:41 Uhr - TheRealAsh
1x
User-Level von TheRealAsh 9
Erfahrungspunkte von TheRealAsh 1.047
Hab heute das Interview mit Miike in der Deadline gelesen. 100 Filme ist schon heftig und ich kenne höchstens 10, top geschrieben, Hokkaido

16.01.2018 09:49 Uhr - JasonXtreme
2x
DB-Helfer
User-Level von JasonXtreme 12
Erfahrungspunkte von JasonXtreme 2.489
Ja Miike hat schon einen VERDAMMT hohen Output! Hier gefiel mir der Trailer, daher war ich gespannt auf den Film. Ich würde mich Dir ziemlich anschließen, werten mit einer 7/10. Das liegt daran, dass ich den einfach zu lang fand, weil die Story die Länge einfach nicht hergibt. Irgendwann waren sogar die Kämpfe etwas ermüdend, vor allem wenn es gegen viele Gegner geht, da wurde es zudem etwas unübersichtlich.

Trotz allem für Miike Fans klar ein Muss, alle anderen werden auch gut unterhalten!

16.01.2018 15:09 Uhr - Horace Pinker
3x
User-Level von Horace Pinker 20
Erfahrungspunkte von Horace Pinker 8.390
Vielen Dank auch an den Herrn aus der dämonischen Waldhütte und Mr. Voorhees in Space freut mich das die Lektüre zu eurer Zufriedenheit ausgefallen ist.
Ash: Hab bis jetzt zwischen 30 und 40 Miikes gesehen und alle zu sichten ist tatsächlich nicht nur wegen der riesigen Menge sondern auch der Veröffentlichungslage gar nicht so einfach (glaube etwa seine ersten DtV Produktionen wurden nie in Europa veröffentlicht).

16.01.2018 16:43 Uhr - TheRealAsh
1x
User-Level von TheRealAsh 9
Erfahrungspunkte von TheRealAsh 1.047
16.01.2018 15:09 Uhr schrieb Horace Pinker
Vielen Dank auch an den Herrn aus der dämonischen Waldhütte und Mr. Voorhees in Space freut mich das die Lektüre zu eurer Zufriedenheit ausgefallen ist.
Ash: Hab bis jetzt zwischen 30 und 40 Miikes gesehen und alle zu sichten ist tatsächlich nicht nur wegen der riesigen Menge sondern auch der Veröffentlichungslage gar nicht so einfach (glaube etwa seine ersten DtV Produktionen wurden nie in Europa veröffentlicht).


Fast 40 Stück? Respekt!!!

23.01.2018 23:17 Uhr - Calahan
1x
User-Level von Calahan 2
Erfahrungspunkte von Calahan 60
Danke für den Tipp.
Auf jeden Fall mal wieder ein Miike zum anschauen.
Ausser seinem grandiosen *Audition*und dann die eher naja *Lessons of Evil*,*Sukiyaki Western Django*,*13 Assassins* hab ich nur mal mal in *Ichi, der Killer* reingeschaut.

24.01.2018 14:00 Uhr - Horace Pinker
User-Level von Horace Pinker 20
Erfahrungspunkte von Horace Pinker 8.390
23.01.2018 23:17 Uhr schrieb Calahan
Danke für den Tipp.
Auf jeden Fall mal wieder ein Miike zum anschauen.
Ausser seinem grandiosen *Audition*und dann die eher naja *Lessons of Evil*,*Sukiyaki Western Django*,*13 Assassins* hab ich nur mal mal in *Ichi, der Killer* reingeschaut.

Vielen Dank Calahan. Von Miike gibt es neben einem (wie bei einem so hohen Output erwartbaren) durchschnittlichen und schlechten Filmchen auch eine Menge lohnenswerte Werke, bei Interesse kannst du dir ja meine restlichen Miike Reviews durchlesen.

kommentar schreiben

Um Kommentare auf Schnittberichte.com veröffentlichen zu können, müssen Sie sich bei uns registrieren.

Registrieren (wenn Sie noch keinen Account hier haben)
Login (wenn Sie bereits einen Account haben)
© Schnittberichte.com (2018)