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kokoloko
Level 9
XP 1.113
Eintrag: 16.01.2018

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The Happening

Herstellungsland:USA, Indien (2008)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Fantasy, Thriller
Alternativtitel:Phénomènes

Bewertung unserer Besucher:
Note: 6,08 (65 Stimmen) Details
inhalt:
Es beginnt ohne erkennbare Vorwarnung. Es scheint aus dem Nichts zu kommen. Innerhalb von Minuten bricht eine Welle mysteriöser und grauenhafter Todesfälle über große amerikanische Metropolen herein, die sich jeder Erklärung entziehen und in ihrer schockierenden Destruktivität unvorstellbar sind. Was ist verantwortlich für diesen plötzlichen totalen Zusammenbruch menschlichen Verhaltens? Ein neuer Terroranschlag, ein fehlgeschlagenes Experiment, eine teuflische biochemische Waffe, ein Virus, der außer Kontrolle geraten ist? Und wie wird es übertragen - über die Luft, über das Wasser ... wie?
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von kokoloko:

You should be more interested in science, Jake. You know why? Because your face is perfect!

The Happening

Au backe, here we go...
Im Gegensatz zu meinen regulären Reviews achte ich hier, auf der Startseite, ja zumeist deutlich mehr auf den Film denn auf die Veröffentlichung oder die Extras und lasse letztere vorallem abgesondert nach der eigentlichen Filmbesprechung folgen und nicht einfließen, aber bei "The Happening" muss ich hier mal eine Ausnahme machen, denn es ist wirklich UNFASSBAR, was sich hier in den deleted scenes tummelt, wow!

Denn jeder der "The Happening", dieses Magnum Opus Shyamalan'scher Unfähigkeit und schauspielerischer Leere gesehen hat, der weiß, wie emotionsresistent und selten schockiert hier Marky Mark mit einer dauerhaft hohen und ungläubigen Stimme durch leere Straßen und Felder läuft und wie die sonst eigentlich so pleache und grundsympathische Stimmungsbombe Zooey Deschanel sich scheinbar enthirnt mit großen Augen und bar jedes Talents mit einem Script konfrontiert sieht, das von vorne bis hinten keinen Sinn ergibt und sich pacingtechnisch zwischen "The Room", "Knowing" und der Gobi-Wüste bewegt. Anyway, das war noch GARNIX, denn während die beiden im Film nie so wirklich eskalieren müssen oder aus sich raus kommen, so hat Shyamalan initial als geniale Anfangssequenz nicht etwa die schockierende Bewegungslosigkeit im Central Park gehabt, die es in der aktuellen Fassung zu sehen gibt, - uuh, Gänsehaut! - sondern einen eskalierenden Beziehungsstreit zwischen den beiden Hauptdarstellern zur Stärkung dieses spannenden Subplots und wow, wie hier Emotionen und Geschirr zu Bruch geht, das ist schon locker "Possession" ebenbürtig in seiner Intensität.
Meine Fresse was für eine grauenhaft gespielte und betonte Szene, ich bitte jeden Besitzer der DVD darum, sich diese Minuten mit Vorwort vom deillusionierten Inder zu geben, einmaliges Kino - Marky mit Sprechpause und seinem Honey Crunch-Müsli? Zooey, die angibt Mark fast getötet zu habe, indem sie eine Keramikfigur auf ihn geworfen hat? Marky, wie er dann versucht den Konflikt durch Eiscremegemeinsamkeiten zu lösen? Zooey, die danach quasi die vierte Wand durchbricht und von außen die Charakterbeschreibungen der beiden vorliest? Das ist großes, unbewusstes Avantgardetheater und M.Night, du bist ein krankes Genie.

Aber aber, das ist ja noch nicht alles? Denn nachdem Marky die erschütternde Nachricht im Zug erhalten hat ("We lost contact!" - ZU WEM DENN?) und sich mit anderen Bürgern im Kaffee trifft, erinnert ihr euch da an diese geil lächerliche Szene, in der die ältere Frau ihm völlig convenient ein just erschienenes Handyvideo zeigt von einem Mann, der sich regungslos und gestört brutal von zwei Tigern fressen lässt?  :)  Nun, auch hier hat Shyamalan ordentlich rumgeschnibbelt, denn ursprünglich war sein Blutdurst noch nicht gestillt und die Szene sollte noch deutlich länger sein, inklusive mehr Schmatzgeräuschen und fassungslosen Gesichtern - "What kinda terrorism is this?" Würde Mark nicht den ganzen Film mit diesem Gesichtsausdruck rumlaufen und sei das Video nicht so derart over-the-top splattrig, die Szene hätte für sich vielleicht sogar funktionieren können, aber nach diesem zufällig gefundenen Tigervideo, das schön die Effekte der Bedrohung zeigen konnte, ohne die Charaktere einer Gefahr auszusetzen, hat der indische Tittendachs unter den Regisseuren doch tatsächlich noch die geniale Idee gehabt, daneben NOCH einen Mann mit NOCH einem Handyvideo mit der gleichen Funktion zu setzen - allein die Idee, pures Gold! - in dem unfassbar unbeeindruckend und dilletantisch ein paar Leute bei nem Geigenkonzert vom Stuhl fallen, bevor der Geigenspieler dann den Bogen in Schwertschluckermanier runterzieht, I kid u not! Währenddessen gucken die Leute im Kaffee natürlich unfassbar concerned auf den Monitor als sei es das schockierendste Video seit der Erfindung des Internets.

Eine letzte gelöschte Stelle, die leicht an Shyamalans Geisteszustand zweifeln lässt, hab ich dann aber noch, auch wenn wir uns hier in Spoilerbereichen bewegen, was dieses filmische Meisterwerk angeht: Erinnert ihr euch an den Auftakt des schwachsinnig gepaceten dritten Aktes mit der nutty old lady im Farmhaus irgendwo im Nirgendwo? Da wird ja jedenfalls mit ungeahnter Brutalität und Sinnlosigkeit eins der beiden KINDER blutigst erschossen, richtig? Nun, als sei das noch nicht genug deplatzierter Gore, so hat Shymalan initial auch den schwarzen Kameraden erschießen wollen, nur nicht mit einer normalen Durchsiebung, nein, per Schrotflintenkopfschuß (!) ließ er hier die Schädeldecke aufplatzen und eine Mischung aus Hirn und Blut mit Hautfetzen Richtung Zuschauer fliegen, um auch den letzten Casualgucker abzuschrecken und das R-Rating ja zu rechtfertigen  Oo  Das ist geil getrickst, aber eben auch selten deplatziert und dient der Story kein bisschen, muss man gesehen haben um es zu glauben.

Abseits davon, was bleibt noch über diesen Trainwreck von einem Hollywood-Mainstream-Mysterystreifen zu sagen, das nicht schon gesagt wurde? Das Hirn haben die prinzipiell begabten Darsteller an der Kasse abgegeben, das Script wurde von esoterischen Affen auf Valium geschrieben, unsere Protagonisten laufen vor dem Wind weg während sie über ihre Eheprobleme reden, es gibt einen Tom Green nicht unähnlichen Farmertypen als Sidekick, der sich bestens in das Kuriositätenkabinett einfügt und wenn Markymark sich nicht gerade bei einer Topfpflanze oder mit heliumgetränkter Stimme bei einer alten, bösen Frau, entschuldigt, die alt und böse ist weil wegen der Milch, dann kann man auch schonmal bestens wegdösen, weil "The Happening" ist nicht nur äußerst dämlich, misslungen und hier und da lustig, sondern größtenteils leider einfach nur unfassbar langweilig und öde: Die Reise unserer Pflnzenopfer hat zwar durchaus die vielzitierten Trashhighlights und Beklopptheiten inne, besteht abseits davon aber eben auch einfach aus viel Rumgelaufe und emotionslos vorgetragenem Gelaber, das keine Sau juckt und auf keiner Ebene wirklich was hermacht - tausendfach danken kann ich allerdings nur YMS für seine großartige Review aus der Shyamalan-Reihe, weil sie den Film pointiert und absolut nachvollziehbar auf den Punkt bringt, was für eine Verschwendung von Ressourcen.

Alles in allem kann einem Mark Wahlberg nur leid tun, denn wie er im Making-Of so energisch mit Shyamalan diskutieren will, wieso die Gruppe Überlebender im Script denn bitte bei einem verlassenen Farmhaus nach Essen suchen will, wo doch alles zerfallen und scheinbar niemand vor Ort ist und Shyamalan diese berechtigte Kritik einfach nur ignoriert, "canned food" sagt und laut loslacht, bevor der ungläubige Marky wieder abzieht, ist auch eins der traurigen Highlights, die die DVD von "The Happening" so mit sich bringt.

Es bleibt großer Bockmist und ein unglaubliches Desaster von einem exzentrischen Regisseur, traumatisch für alle Beteiligten bis auf den verblendeten Shyamalan und einmalig sehenswert eigentlich nur für die Erfahrung und um glauben zu können, dass sowas Millionen verschlungen hat.

2/10 als ernsthafter Film
4/10 als Trash

2/10
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Kommentare

16.01.2018 03:57 Uhr - naSum
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Du unterhältst mit deiner Schreibe besser als jeder Komiker und deinen Zorn beim schreiben kann man richtig spüren. Ein bisschen hab ich mich beim lesen an den aktuellen Star Wars erinnert gefühlt, aber dann keimte in mir die Frage auf, was ein indischer Tittendachs ist... :-D

16.01.2018 09:45 Uhr - JasonXtreme
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Ja die Schreibe fand auch ich hier echt schwer unterhaltsam. Zwar fand ich den Film nicht so arg schlecht wie Du, aber Shamamaladingdong hat sicherlich nix schlechteres gedreht :D

16.01.2018 11:21 Uhr - naSum
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16.01.2018 09:45 Uhr schrieb JasonXtreme
Shamamaladingdong hat sicherlich nix schlechteres gedreht :D


Da hast du sicherlich Recht, aber Split war auch ein Graus von einem filmischen Rohrkrepierer. Der ist vor Klischees ja nur so übergelaufen.

16.01.2018 11:37 Uhr - JasonXtreme
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Den kenn ich noch nicht bisher - werd ich aber sicher noch sichten

16.01.2018 14:36 Uhr - kokoloko
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Mit Sicherheit hat er das, "The last airbender" ist ja wohl ein deutlich härterer Tritt in die Magengrube^^ Nie gesehen und kein Avatar-Fan, aber viiieell von gehört.
Danke für das Lob!

16.01.2018 17:44 Uhr - Insanity667
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Shamamaladingdong hat sich halt ein bisschen zu sehr auf seinen Lorbeeren zu "The Sixt Sense" und "Signs" ausgeruht... "The Lady in the Water" war dann schon der Anfang vom Ende! Treffende Beschreibung koko, allerdings gibt es schlimmeres und somit sehe ich diesen hier bei schwachen 5/10. (Es kann aber auch sein, dass ich mir da was schönrede, weil ich Geld dafür ausgegeben habe...:P)

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