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dicker Hund
Level 12
XP 2.180
Eintrag: 12.02.2018

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BloodRayne - The Third Reich

(BloodRayne)
Herstellungsland:USA, Kanada, Deutschland (2010)
Standard-Freigabe:FSK keine Jugendfreigabe
Genre:Abenteuer, Action, Horror, Fantasy,
Splatter
Alternativtitel:BloodRayne 3: Warhammer

Bewertung unserer Besucher:
Note: 5,38 (8 Stimmen) Details
inhalt:
2. Weltkrieg, 1943: An der Ostfront, am Abgrund der Apokalypse, stellen sich die Widerstandskämpfer Nathaniel (Brendan Fletcher), Vasyl (Willam Belli) und Magda (Annett Culp) gegen die Besatzer. Doch der nie enden wollende Nachschub an Soldaten unter der Leitung des gewissenlosen Kommandanten Brandt (Michael Paré) sichert die deutsche Stellung und somit auch die Durchfahrt von Transportzügen in die Todeslager, in denen der psychotische Lagerarzt (Clint Howard) entsetzliche Experimente an den Gefangenen durchführt. Seine größte Vorliebe ist es, Vampire aufzuschneiden. Rayne (Natassia Malthe) – halb Mensch, halb Vampir – stellt sich auf die Seite der Widerstandskämpfer und gerät in einen blutigen Kampf mit dem teuflischen Kommandanten Brandt. Zunächst ahnt Rayne nicht, dass Brandt sich mit ihrem Blut infiziert hat und eine Armee der Untoten zum Leben erweckt. Rayne und der Widerstand müssen die Vampirtruppen ausschalten, bevor die Untoten nach Berlin gelangen und Hitler zum unsterblichen Diktator krönen.
eine kritik von dicker hund:

Zwischen dem zweiten und dem hier besprochenen dritten Teil seiner "BloodRayne"-Trilogie drehte Uwe Boll qualitativ für seine Verhältnisse hochwertige Filme wie "Rampage" und "Darfur". Danach fühlte er sich offenbar gestärkt, um nach dem doch eher mäßigen Ausflug in den Wilden Westen nunmehr dort abzuschließen, wo auch die spielbare Vorlage ihr Zuhause hat: im III. Reich.

Man hat es also mit Naziploitation zu tun - und das nicht so vornehm wie in Tarantinos nur ein Jahr zuvor veröffentlichtem "Inglourious Basterds". Nein, bei der Sichtung werden eher Erinnerungen an Werke wie "Salon Kitty" oder "Ilsa - She Wolf of the SS" wach. Ohne dass deren provokative Wucht erreicht würde, sind Ansätze in diese Richtung mindestens vorhanden. Gerade als deutscher Zuschauer kann man es als grenzwertig empfinden, in einem actionlastigen Werk solche Inhalte wie einen Deportationszug oder willkürliche Tötung von jüdischen Gefangenen geboten zu bekommen. Spätestens in einem Alptraum mit einem Adolf-Hitler-Vampir greift der Unernst Platz, ob nun gewollt oder nicht, ist schwer zu beurteilen (Humor 3/10). Schräg wirkt das Ganze auf jeden Fall. Doch wenn ein Mengele-Verschnitt an einem Untoten "experimentiert" oder der Kommandant nach seiner Verwandlung in eines der gefürchteten Zwischenwesen immer entsetzlicher ausschaut, kommt der Horror (5/10) trotzdem nicht zu kurz.

Und was wäre ein Exploiter ohne Sex (5/10) und Gewalt (6/10)? Richtig, Tonnenfutter. Also gehen die halbwegs dynamischen Kämpfe über die obligatorischen Schwinger mit der Doppelklinge zu fadem CGI-Blut hinaus und bieten vereinzelt durchaus Rustikaleres. Angesichts der genannten Vergleichsobjekte mag man folgendes für noch wichtiger halten: Es gibt wieder ein laszives Treiben in einem Bordell zu betrachten. Dieses sorgt für den im Vorgänger schmerzlich vermissten Sleaze, ohne die Erotik verkümmern zu lassen. Von Natassia Malthe sieht der aufrecht unanständige Rezipient nun ausgiebig das, was ihm drei Jahre zuvor noch versagt worden war. Zu alledem ertönt passende Musik - und die Örtlichkeiten wurden ebenfalls sorgsam abgestimmt. So residieren die Nazis in marmoriertem Prunk, während die Straßenzüge der besetzten Gebiete verfallen erscheinen.

Also ein super Trash-Feuerwerk? Na ja, dafür gibt es dann doch zu viele Macken. Das geht bei der Schauspielkunst los, die nicht durchweg überzeugt. Steffen Mennekes als hakenkreuzgeschmückter Offizier liefert mit seiner Nachrichtensprechergestik und -mimik ziemlich schwach ab, was angesichts seiner passablen Leistung in "Siegburg" wirklich schade ist. Auf diese Weise verhält er sich wenigstens parallel zu seiner teilnahmslosen Synchronstimme. Clint Howard als Doctor Mangler fällt für seinen Teil nichts Besseres als unbeholfenes Overacting ein, obwohl der Darsteller schon seit den 60er Jahren Berufserfahrung aus Serien wie "Rauchende Colts" oder "Bonanza" hat und seitdem im Horrorgenre dank Rollen in "C2", "Humanoids from the Deep" oder Rob Zombies "Halloween" nun wirklich kein Unbekannter ist. Besser schneiden da schon Malthe, Michael Paré (zuletzt u. a. "Bone Tomahawk") als der gewandelte Kommandant und Brendan Fletcher (Bill aus den "Rampage"-Titeln) als Nathaniel ab. Letzterer darf erneut einen Widerstandskämpfer mimen, was ihm seit der kleineren Nebenrolle des Muller im Vorgänger vertraut gewesen sein dürfte. Er und die "Tagesläuferin" (an dieser Stelle ein Gruß an den Dolmetscher) gehen allerdings in den stupiden Dialogen unter, die sie miteinander zu durchleiden haben. Da wird der aussichtlos erscheinende Kampf gegen die faschistische Übermacht so unaufgeregt besprochen, als ginge es um die Farbe von Preisschildern im Supermarkt um die Ecke. Die Zeilen transportieren weder Melancholie, noch Heldenhaftigkeit oder wenigstens Nervosität.

Durch die deutsche Synchro werden solche Defizite noch einmal befeuert. Selbst hart erprobte Trashfans werden angesichts mancher Betonung mit den Augen rollen. Lag es an Fehlern im Skript?

"Kommen sie über den Pass erreichen. Sie auch Berlin."

So hört sich der Ausspruch "Kommen sie über den Pass, erreichen sie auch Berlin." hier an. Da wirken Dr. Manglers Übersetzungsperlen wie

"Wir werden handeln, falls und wenn ich es anordne."

oder

"Das Vaterland ist unvermeidlich.",

von welchen erstere auch noch unmittelbar wiederholt wird, fast schon wie lässige Routine. Noch tollpatschiger sieht die Storyline aus, die vor Unwägbarkeiten nur so strotzt, welche vielleicht zum Teil absichtlich so verhunzt wurden, aber doch oftmals für ungläubiges Staunen sorgen. So werden führende Staatsfeinde als Kriegsgefangene im hinteren Bereich eines Lastfahrzeuges unbewacht, gemeinsam und ohne Fesseln transportiert. Boll hat sich nicht einmal entschieden, ob in seinem Vampir-Universum die Gebissenen ihrem Verwandler nun loyal gegenüberstehen, frühere Gefolgschaft nach ihren bisherigen menschlichen Überzeugungen fortsetzen oder einfach wahllos feindselige Kreaturen werden. Die Varianten bemüht er vielmehr unreflektiert durcheinander, was unvermeidliche Widersprüche mit sich bringt. Und das waren jetzt wirklich nur zwei Extrembeispiele.

Sehen und staunen. Einerseits unglaublich unprofessioneller, ja geradezu amateurhafter Unfug, andererseits herrlich schmieriger Naziploitation-Fiesling. Wie hätte Dyanne Thorne mit 10 Millionen Dollar Budget ausgesehen? Hier erhält man eine gewisse Ahnung, soweit einen diese Frage interessieren sollte. Den trashigen Charme des zu Grunde liegenden Spiels fängt der Abschluss der Trilogie jedenfalls am Besten ein, und Freunde des schlechten Geschmacks kommen schon angemessen auf ihre Kosten. Hmm ... OK (6/10 Punkten). Ein kleines Wunder ist dagegen die FSK-Freigabe, wenngleich nur für Volljährige.

6/10
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Kommentare

12.02.2018 12:17 Uhr - Insanity667
1x
DB-Helfer
User-Level von Insanity667 10
Erfahrungspunkte von Insanity667 1.592
Bei der Nummer finde ich bemerkenswert, wie man aus weniger Budget mehr herausholen kann, als die beiden Vorgänger. Hier ist tatsächlich ein gewisser Charme vorhanden... (6/10 passt) Bei dir, lieber Hund, ist zu dem Charme auch noch die Qualität auf gleichbleibendem Niveau! Sehr schön. (11/10 für dich) Jetzt fehlt ja nur noch die Parodie,

12.02.2018 20:28 Uhr - Horace Pinker
2x
User-Level von Horace Pinker 20
Erfahrungspunkte von Horace Pinker 8.306
Schöner Abschluss deiner Blood Rayne Review Reihe, gute Arbeit dicker Hund! Ich muss jedoch gestehen das B R 3 für mich der schlechteste Teil der Reihe ist, das Dritte Reich Setting war nicht so mein Ding (habe allerdings auch die Games nie gespielt), die Schauspielleistung der meisten Darsteller war imho recht schlecht, die Effekte fand ich auch weder besonders brutal noch sonderlich kreativ (insbesondere im Vergleich zu Teil 1), wäre hier bei 4-5 Punkten. Bin ja jetzt schon gespannt auf deine Besprechung des "filmischen Meisterwerks" Blubberella.

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