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Leatherface

Herstellungsland:USA (2017)
Standard-Freigabe:SPIO/JK geprüft: keine schwere Jugendgefährdung
Genre:Horror
Alternativtitel:Leatherface - The Source of Evil
Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,18 (61 Stimmen) Details
inhalt:
In den frühen 70er Jahren, also zeitlich direkt vor Blutgericht in Texas, brechen drei Jugendliche aus einer Psychiatrie aus. Dabei nehmen sie eine Krankenschwester als Geisel und entführen sie auf einen gewalttätigen Roadtrip quer durchs Land. Doch den jungen Psychopathen, von denen einer später den Namen Leatherface tragen wird, ist bereits das Gesetz auf den Fersen. Ein nicht weniger gestörter Texas Ranger (Stephen Dorff) mit unkonventionell brutalen Methoden nimmt die Verfolgung auf.
eine kritik von pinhead_x:

Kurzer Inhalt:

Texas, 1955: Der Film erzählt die Jugend und die darauffolgenden Vorkommnisse von Jed "Leatherface" Sawyer die ihn zu dem Monster machen, welches wir kennen. Darunter zählt die Erziehung von Mutter Verna und die ersten Opfer ihrer Sprösslinge. "Leatherface" empfängt uns bei einem typischen Geburtstags-Dinner der Familie Sawyer incl. Ehrengast. Dieser erfährt auch ganz stilecht die besondere Sawyer Gastfreundschaft. Als Geschenk für den kleinen Jed gibt's nämlich eine formschöne Kettensäge.

Wenig später wird auf der Sawyer Farm die brachial zugerichtete Leiche einer Betty gefunden. Bei Betty handelt es sich um die Tochter des ortsansässigen Sheriffs. Weil er keine handfesten Beweise finden kann, entzieht der Sheriff Verna vorsorglich das Sorgerecht für die Kinder und der kleine Jed wandert in die Psychiatrie ein. Dort erhalten alle andere Namen um sie vor ihren "degenerierten" Familien zu schützen.

Einige Jahre später versucht Verna mit Rechtsbeistand ihren Sohn zu bereifen, aber der Chefarzt erinnert sich nicht mehr, welcher der Jungs ihr Jed gewesen ist.

In dieser Nacht eskaliert die Lage in der Anstalt. Die Insassen Ike, Clarice, Jackson und der stumme Bud können mit einer Geisel fliehen.

Jede weitere Kleinigkeit würde einen Spoiler darstellen, darum muss das bis hierhin reichen. Der Clou des Films ist, dass der Zuschauer selber nicht weiß, bei welchem Insassen es sich um Jed Sawyer handelt.

Mit Prequels ist das so eine Sache. Die einen sind gelungen und bringen einem Franchise eine neue Note, die anderen sind misslungen und spalten das Fanlager oder beschädigen im schlimmsten Fall die alten Filme.

Leatherface gehört definitiv zu ersterem, wobei man hier und da einige Figuren noch hätte besser ausarbeiten können. Aber egal, es geht ja nicht um ein Biopic, sondern um einen Horrorfilm. "Leatherface" kommt in gewohnter "Texas Chainsaw" Optik daher. Gelb, dreckig und heiß. Man hat quasi den Geruch des Landes in der Nase, man fühlt, es sind locker 35 Grad heiß und man fühlt sich dadurch ekelig. Kurzum, die Atmosphäre passt einfach zu der Reihe und ist durchaus intensiv und rotzig.  Ich fühlte mich hier und da an "The Devil's Rejects" erinnert, zumal auch der Stil und Story des Films sehr in die Richtung Rob Zombie geht. Es geht aber grade noch so als Verneigung an ihn durch. 

Die durchaus derben Gewalt-und Ekelszenen sind hart, nicht zu sehr drüber, aber dennoch schockierend. Wenn man denn ein zart gebautes Gemüt hat. Mich hat eine gewisse Szene in einem Wohnwagen eher überrascht. Nicht falsch verstehen, der Film trieft vor Blut.  

Zu den Darstellern. Ich freue mich Stephen Dorff endlich mal wieder zu sehen. Für die meisten ist er wohl aus Blade bekannt. Seine Leistung hier ist grundsolide, allerdings bietet seine Figur auch kaum Möglichkeit zur Entfaltung, da sie rein rachegetrieben agiert. Als weibliche Rolle sehen wir Lili Taylor als Verna Sawyer. Sie ist ja schon eine feste Genregröße. Ihre Darstellung gefällt mir sehr gut, zumal sie die einzige ist, die ihrer Figur etwas Farbe geben kann. Alle anderen Darsteller liefern eine gute Leistung ab. Ich kann zum "Jed" Darsteller nichts sagen, es würde zuviel über seine Identität verraten.

Der Film selber bietet viele Schauplätze. "Leatherface" ist ein Mix aus Roadmovie und klassischem Redneckhorror. Wir sehen daher eine Psychiatrie, alte Landwege, Straßen, Wälder, die Farm und einen bereits erwähnten heruntergekommenen Wohnwagen. Alle klasse zurecht gemacht und sieht absolut nach 1955 aus. 

Der Soundtrack ist dezent, Schnitt und Kamera sind handwerklich gut. Auch wenn keine außergewöhnlichen Dinge probiert wurden.

Fazit: Der Film lebt vom Mitfiebern welcher der Insassen sich als Jed Sawyer schlussendlich zu erkennen gibt. Ansonsten reißt die Optik einem vom Hocker. "Leatherface" ist wirklich mit Liebe zum Detail gestaltet und rotzt dem Zuschauer ins Gesicht wo es nur geht. Grade das Ende ist sehr konsequent.

Abzüge gebe ich bei der Charakterzeichnung. Man lernt die Figuren und grade die Insassen so gut wie nicht kennen. Somit ist einem das Schicksal der Akteure fast egal. 

Nichts desto trotz ein gelungener, kurzweiliger Film. Wer Filme von Rob Zombie mag und grundsätzlich die "Chainsaw " Reihe liebt darf einen Blick riskieren. Wer allerings das neu erfundene Rad erwartet, wird enttäuscht.

7/10 Punkte.

 

7/10
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Kommentare

23.01.2018 18:50 Uhr - gok
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Jup bin ganz bei dir tolle rezi super film mit nem hang zur 8.
Nochmal drüberlesen wäre nicht schlecht sind ein paar flüchtigkeitsfehler drin.

24.01.2018 00:30 Uhr - leichenwurm
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Gerade gesehen... ich bin entsetzt und schockiert...beinahe völlig misslungen das Teil... DIESE Vorgeschichte passt doch nun wirklich in keiner Szene zum originalen "Texas Chainsaw Massacre". Sorry, aber das Rätselraten wer denn hier nun "Leatherface" ist bzw. wird, sabotiert sich doch durch eine dermassen offensichtliche falsche Fährte selbst...! Und die hier gezeigte Figuren-Entwicklung will so überhaupt gar nicht zu Gunnar Hansens originalem "Leatherface" passen... maximal 3 Punkte meinerseits...

24.01.2018 07:11 Uhr - Pinhead_X
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24.01.2018 00:30 Uhr schrieb leichenwurmGerade gesehen... ich bin entsetzt und schockiert...beinahe völlig misslungen das Teil... DIESE Vorgeschichte passt doch nun wirklich in keiner Szene zum originalen "Texas Chainsaw Massacre". Sorry, aber das Rätselraten wer denn hier nun "Leatherface" ist bzw. wird, sabotiert sich doch durch eine dermassen offensichtliche falsche Fährte selbst...! Und die hier gezeigte Figuren-Entwicklung will so überhaupt gar nicht zu Gunnar Hansens originalem "Leatherface" passen... maximal 3 Punkte meinerseits...


Ich denke, dass sie sich auf das Remake beziehen. Wie mit dem Sequel vor 3 Jahren auch schon.

24.01.2018 08:45 Uhr - leichenwurm
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Ähm...ne ne ... das soll schon die Vorgeschichte zum Originalen "TCM" sein... erkennt man ja u.a. recht schnell am Familiennamen und den jeweiligen Figuren: hier sind es die Sawyers... Im Remake heisst die Kettensägen- Familie Hewitt... "Leatherface" heisst hier Jedediah im Remake Thomas... ! Und auch "Texas Chainsaw 3D" sollte ein direktes Sequel zu Hoopers original sein und hatte mit den Remakes nix am Hut ;-) !

24.01.2018 11:37 Uhr - JasonXtreme
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Jap TCM 3D setzt doch DIREKT an den Ersten von damals an, das war kein Remake ;) er spinnt die Geschichte ja in der "Gegenwart" weiter nach dem Anfang

24.01.2018 18:09 Uhr - Pinhead_X
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24.01.2018 11:37 Uhr schrieb JasonXtremeJap TCM 3D setzt doch DIREKT an den Ersten von damals an, das war kein Remake ;) er spinnt die Geschichte ja in der "Gegenwart" weiter nach dem Anfang


Okay, ändert für mich jetzt nichts an der Sache ansich. Ich fand ihn sowohl vom Setting her passend, als auch von der restlichen Optik. Sicherlich wird Leatherface etwas entmystifiziert, aber schlimm ist's nicht.
Da schaden so manche Sequels dem Original mehr :D

25.01.2018 08:18 Uhr - JasonXtreme
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Ich wollte Dich damit nicht angreifen oder die Qualität der Rezi schmälern ;) ging mir nur um leichenwurms Aussage. Ich finds schade, dass man auf solche Sachen kein Augenmerk legt, wenn das hier eine Vorgeschichte sein soll.

Aber Du hast Recht, hat man in den Sequels ja auch nicht immer wirklich gemacht. Teil 4 war eigentlich schon ein Remake von Teil 1(und was für ein mieses) - die beiden Neuen find ich aber gut - ok 3D war maximal unterhaltsam, mehr nicht.

Ich bin gespannt auf den hier, ob die nun Sawyer oder Hewitt heißen :D

25.01.2018 09:14 Uhr - Pinhead_X
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25.01.2018 08:18 Uhr schrieb JasonXtremeIch wollte Dich damit nicht angreifen oder die Qualität der Rezi schmälern ;) ging mir nur um leichenwurms Aussage. Ich finds schade, dass man auf solche Sachen kein Augenmerk legt, wenn das hier eine Vorgeschichte sein soll.

Aber Du hast Recht, hat man in den Sequels ja auch nicht immer wirklich gemacht. Teil 4 war eigentlich schon ein Remake von Teil 1(und was für ein mieses) - die beiden Neuen find ich aber gut - ok 3D war maximal unterhaltsam, mehr nicht.

Ich bin gespannt auf den hier, ob die nun Sawyer oder Hewitt heißen :D


Ich habe es nicht als Angriff aufgefasst. Alles cool. Ich spreche hinterhehr gern darüber :)

03.02.2018 09:08 Uhr - McGuinness
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Ich konnte mit dem Film leider überhaupt gar nichts anfangen, zumal ich mir von den Regisseuren des wirklich düsteren und dermaßen harten " Inside " wesentlich mehr gewalttätige Ausschweifungen gewünscht habe.
Insbesondere das hier angesprochene Rätselraten um die wahre Identität von Leatherface, hat für mich den ganzen Film kaputt gemacht. Um Längen besser fand ich da doch allemal TCM - The Beginning.

12.02.2018 15:34 Uhr - (sic)ness_666
Moderator
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Review ist toll geschrieben. Ich gebe dem Film allerdings "nur" 6/10. War für mich jetzt nicht das Gelbe vom Ei, aber auch nicht das Braune vom Arsch. Auch ist der Film für eine Originstory mir etwas zu allgemein gehalten. Denn wenn man ein zwei Namen ändert und die Kettensäge weglässt, könnte das auch ein Film für sich allein sein. Da hatte TCM: The Beginning ein besserer Prequel abgeliefert.

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