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Cloud Atlas

Herstellungsland:Deutschland, USA (2012)
Standard-Freigabe:FSK 12
Genre:Abenteuer, Drama, Science-Fiction
Alternativtitel:Der Wolkenatlas
Bewertung unserer Besucher:
Note: 8,30 (20 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

1849: Ein amerikanischer Anwalt auf hoher See, der die Schrecken des Sklavenhandels kennenlernt. 1936: Ein junger Komponist, mit dessen Hilfe ein alterndes Genie ewigen Ruhm erlangen könnte. 1973: Eine aufstrebende Journalistin, die eine Atom-Intrige enthüllt. 2012: Ein Verleger, der in einem Altersheim erkennt, was Freiheit bedeutet. 2144: Eine geklonte Kellnerin, die ihre Wirklichkeit verändert. 2346: Ein Sonderling, der sich in einer post-apokalyptischen Welt mutig gegen übernatürliche Kräfte stellt. (X-Verleih Internetseite)

Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von kaiser soze:

Wie üblich, muss ich darauf hinweisen, dass ich den Roman nicht gelesen
habe und somit den Film als Werk für sich, nicht als Romanverfilmung, bewerte.

Da haben wir ihn, den brutalsten Film mit einer FSK ab 12 Jahren Freigabe, den ich je gesehen habe!
Ob ein „durchschnittlicher“ 12jähriger diesen 172 Minuten langen Film (Laufzeit Blu-Ray Disc) verstehen kann, überhaupt die Zielgruppe stellt und ob hier eine andere (FSK) Freigabe angemessener gewesen wäre, darf jeder für sich selber entscheiden.

Sechs einzelne, quer durcheinander gewürfelte Episoden in sechs verschiedenen Zeitepochen - beginnend im 19. Jahrhundert bis über 100 Jahre nach dem „(Welt-) Untergang“ (gemäß des Abspanns das 24. Jahrhundert) - begleiten wir die immer selben Darsteller in unterschiedlichen Rollen, stets mit Querverweisen auf die vorige Episode.
Der deutsche Untertitel „Alles ist verbunden“ passt wie die Faust aufs Auge!

Es wandeln die Schwachen den Starken in den Rachen.

Die Rede ist hier von

Cloud Atlas
- Alles ist verbunden -

aus dem Jahre 2012, der von gleich drei Regisseuren, den Wachowski Geschwistern sowie dem deutschen Tom Tykwer inszeniert wurden. Diese Regisseure drehten später auch die Serie „Sense8“ zusammen bzw abwechselnd.
Das dieser Film, der einer der teuersten Independendfilme ist, nur knapp 30 Mio Dollar mehr einspielte als kostete - Budget: 100 Mio, Einspielergebnis: rund 130 Mio - ist wirklich sehr bedauerlich und zeigt, dass man mit dem immer gleichen Marvelfilmen bedauerlicherweise viel mehr Geld einnimmt, als mit solchen Meisterwerken...

Bei den Dreharbeiten zu „V wie Vendetta“ (2005) hatte Natalie Portman den Roman wohl an die späteren Regisseure weiter gegeben. Dann dauerte es aber noch sieben Jahre bis zur Veröffentlichung dieses Films, der wenn ich das richtig recherchiert habe, einen Roman verfilmt, der aufgrund seines Umfangs als unverfilmbar gilt bzw für mich nun: galt!

Da die sechs Episoden zeitgleich gedreht wurden, hatten die Schauspieler, u.a. Oscarpreisträger Tom Hanks, Halle Berry und Hugo Weaving, alle Handvoll zu tun, die gerade dargestellte Rolle angemessen zu verkörpern - und es ist allen hervorragend gelungen! Nehmen wir Tom Hanks als Beispiel: vom Bösewicht (Dr. Goose) im 19. Jahrhundert, der aus Gier seinen Patienten vergiften will, um diesen im Anschluss zu berauben, über die Nebenrollen der mittleren Episoden bis hin zum ängstlichen, guten Hauptdarsteller der letzten Episode (Zachry) - immer passen die Rollen und es wirkt sehr überzeugend. Im Großbritannien in 2012 spielen sogar einige deutsche Darsteller - u.a. Walter... äh ich meine natürlich Katy Karrenbauer eine kleine Nebenrolle. Diese Szene, in der Bar, wie auch viele andere komödiantische Einwürfe, lockern die Film sehr auf und lassen das Gesehene auch entspannter wirken; wobei Humor natürlich immer Geschmackssache ist - meiner wurde jedenfalls getroffen.

Die Idee am Ende des Films im Abspann dann die Darsteller in all Ihren Rollen zu zeigen, begeistert mich auch bei jedem Anschauen. Teils hatte ich die Leute gar nicht erkannt - z. B. Halle Berry als Chirurgin.

Die Verbindungen der einzelnen Episoden sind teilweise „offensichtlich“, so etwa das Muttermal oder das Lesen des Tagebuchs, das in der vorigen Episode geschrieben wird. Meist sind es aber versteckte, kleine Hinweise - und genau das macht diesen sehr guten Film zu einem Meisterwerk! Ob man nun die ähnlichen Verhaltensweisen eines Darstellers als Beispiel nimmt, das ein Wesen quasi in allen Zeitepochen gut oder böse ist, wie etwa Hugo Weavings Rollen, vom skrupellosen Sklavenhändler, über Auftragsmörder bis hin zum dämonisch-imaginären Teufel, oder die wiederkehrenden, ähnlichen Ereignisse nimm, wie dass Jim Broadbent als Wyvyan Ayrs 1936 den schwulen Komponisten Robert Fischer (Ben Whishaw) nicht aus seiner Villa gehen lassen will, er (Jim Broadbent) in der übernächsten Episode in 2012 aus dem Altenheim Haus Aurora ausbrechen will, für das dasselbe Anwesen genutzt wurde, das schon „seine“ Villa war.
Es gibt zig solcher Verweise - mal leichter, mal schwieriger zu erkennen.

Selbstverständlich gibt es aber auch Verweise auf andere Film / Werke. In der (zeitlich) vorletzten Episode ist Somni 451 eine der Hauptdarstellerinnen. Diese Episode handelt u.a. von Freiheit und einer Meinung, die verboten werden soll. 451 ist in Fahrenheit 451 die Temperatur, bei der Bücher verbrannt werden (können), um diese und die Meinung zu verbieten und unterbinden.

Freiheit ist das einfältige Mantra unserer Zivilisation.
Aber nur die, denen sie genommen wurde, haben eine Ahnung, was sie bedeutet.

Neben den bereits oben erwähnten, komödiantischen Szenen geizt „Cloud Atlas“ auch nicht mit Actionszenen.
Gerade die Episoden 1973, 2144 und 2321 fallen hier brutaler aus - etwa kriegerische Auseinandersetzungen mit feindlichen, mörderischen Stämmen in der letzten Episode, deren Gewaltgrad und der handlungstechnischen Einordnung meiner Meinung nach wirklich sehr grenzwertig für einen 12er Film sind. Hier kommt natürlich das SFi- bzw Fantasiegenre erweiternd dazu. Die anderen drei Episoden (1849, 1936 sowie 2012) würde ich eher in Drama / Komödie, denn Action klassifizieren - aber definitiv nicht minder großartig!

Der Soundtrack ist ebenfalls sehr gut gewählt. Ob ruhige Musikeinlagen, die das Wolkenatlassextet - nenne ich einfach mal so - oder all die anderen Werke. Passend und sehr schön anzuhören.

Man darf bei diesem Film nur nicht den Fehler begehen, mal kurz weg zu schauen o.ä. alles ist wichtig!
Also: Hinsetzen, gucken, begeistert sein!
 

10 von 10 Punkten

 

 

10/10
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Kommentare

06.05.2018 12:21 Uhr - sonyericssohn
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Der hat mich eigentlich nie interessiert...bis jetzt.
DU bist schuld !!!!

06.05.2018 13:04 Uhr - Kaiser Soze
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06.05.2018 12:21 Uhr schrieb sonyericssohn
Der hat mich eigentlich nie interessiert...bis jetzt.
DU bist schuld !!!!


Danke sehr! Das ist schon einmal ein nettes Kompliment. ich hoffe, du - als Kurzfilmschauer (?!) - wirst auch bestens unterhalten werden. Gib dem Film ruhig zwei Chancen: Beim ersten schauen wirste fast erschlagen, ab dem zweiten versteht man die Genialität besser!
Viel Spaß!


06.05.2018 13:22 Uhr - sonyericssohn
2x
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Kurzfilme ? Ich ? ;-)

06.05.2018 14:47 Uhr - Laughing Vampire
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Ein Film, den ich wirklich hasse und den ich auf jeder Ebene für komplett mißlungen halte. Ich denke, hier wurde ein sehr interessantes Buch von drei talentlosen, aber leider Gottes erfolgreichen Regisseuren verhunzt. Die Wachowski-Br...Schw...Menschen mit ihren fürchterlichen "Matrix"-Fortsetzungen, Tom Tykwer mit seinem grausam schlechten und prätentiösen "Lola rennt", dem Zenit unerträglicher deutscher 1990er-Ästhetik, den manche tatsächlich für einen guten Film halten... Traurig, daß Bae Doona für so einen zudem inhärent rassistischen Blödsinn zur Verfügung stand und dann auch noch weiterhin mit diesen Leuten zusammenarbeitete.

Aber so gehen die Meinungen auseinander! Ob ich mir "Cloud Atlas" jemals wieder anschauen werde, keine Ahnung. Aber zumindest hast du mich mit deiner begeisterten Kritik gerade für einen Sekundenbruchteil mit dem Gedanken spielen lassen, und das ist schon mal was. :)

06.05.2018 15:23 Uhr - Kaiser Soze
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Naja, auch wenn unsere Meinungen hier grundverschieden sind, freut es mich, dass dir mein Review zumindest etwas gefallen hat. Ich kann deine Meinung zwar nicht nachvollziehen, weder dass der Film schlecht ist, noch rassistisch, aber so ist das mitm Geschmack. Wenn ich das richtig verstehe, kennst du aber den Roman und siehst den Film dann als Romanverfilmung im Gegensatz zu mir?!

06.05.2018 16:13 Uhr - Ghostfacelooker
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Review mal WIEDER interessanter als der Film selbst. Hätte mir damals mehr davon erwartet.

06.05.2018 16:32 Uhr - Laughing Vampire
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06.05.2018 15:23 Uhr schrieb Kaiser Soze
Naja, auch wenn unsere Meinungen hier grundverschieden sind, freut es mich, dass dir mein Review zumindest etwas gefallen hat. Ich kann deine Meinung zwar nicht nachvollziehen, weder dass der Film schlecht ist, noch rassistisch, aber so ist das mitm Geschmack. Wenn ich das richtig verstehe, kennst du aber den Roman und siehst den Film dann als Romanverfilmung im Gegensatz zu mir?!

Na ja, "rassistisch" auf einer ganz banalen Ebene: Daß etwa die Bewohner von "Seoul" fast ausschließlich von Weißen mit miserablem "asiatischen" Make-up dargestellt werden. Man stelle sich mal vor, es wäre Afrika gewesen und da laufen Weiße mit Blackface herum! Mag ja sein, daß für die Wachowskis sowieso alles Äußere und Gegebene nur zweitrangig und überwindbar ist (Ich meine, zwei Brüder, die mit Mitte/Ende 40 einfach mal Frauen sein wollen?), aber das ist für alle etwas konventioneller denkenden Menschen zumindest irritierend. Aber auch ganz abgesehen davon gefällt mir der Film wirklich nicht, ich finde ihn langweilig und prätentiös. Daher habe ich deine Kritik auch gerne gelesen! :)

Den Roman habe ich leider noch nicht gelesen, aber ich habe es vor. Könnte mir nämlich durchaus gefallen, und zudem ist der Autor, der mehrere Jahre in Japan lebte, auch mit einer Japanerin verheiratet, was mir eh schon sympathisch ist -- ich habe da ja selbst einen sehr engen Bezug.

06.05.2018 21:59 Uhr - NoCutsPlease
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Dieser heiß diskutierte Film ist bislang komplett an mir vorbeigegangen.
Das Review lässt ihn in einem sehr interessanten Licht erscheinen, die kritischen Gegenstimmen relativieren das Ganze. Vielleicht wage ich mal eine eigene Sichtung.

07.05.2018 09:04 Uhr - Kaiser Soze
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@Ghost
Vielen Dank! :)

@Laughing Vampire
Das die einzelnen Darsteller aber als symbolisch als Zeichen der Verbundenheit der Zeit in diverse Rollen geschminkt wurden und daher auch unterschiedliche Rassen widerspiegeln, ist dir schon klar, oder? Halle Barry etwa, spielt auch einen asiatischen Chirurgen, das hatte aber keine rassistischen Motive. Und ok, dann fehlen die Quotenfitschis halt; erinnert mich an eine Veranstaltung letztens, bei der eine Amerikanerin kritisiert wurde, weil Sie ein asiatisches Kleid trug und ihr Leute sagten, Sie dürfe dies nicht, weils nicht Ihre Kultur wäre. Nichts für Ungut, aber das ist Quatsch.

Ich habe mir den Roman auch fürn Euro aufm Trödel geholt. Aber ich lese nicht gerne... mal sehe.

@NCP
Vielen Dank! Ja, der Film und seine Qualität ist leider umstritten. Gib ihm aber zwei Chancen! DU wirst feststellen, dass der Film so viel zu bieten hat; also zumindest ab der Zweitsichtung. Beim ersten Mal Anschauen wird man zumeist durch die einzeln durcheinandergewürfelten Episoden verwirrt und muss das erst einmal für sich ordnen.

07.05.2018 13:38 Uhr - Taran
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Ich war vom genialen langen Trailer schon total begeistet und für mich hat der Film die dadurch entstandene hohe Erwartungshaltung voll erfüllt. Mindestens 9 würde ich da auch geben aber da muß definitiv ein Rewatch über die 10 entscheiden. Wenn ich nicht so viel fällige Erstsichtungen rumliegen hätte, wäre dank der Review die Lust wieder geweckt worden.

07.05.2018 13:56 Uhr - BFG97
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Moderator
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Ein Film, den ich schon seit Jahren vor mir herschiebe, da ich mir viel zu viele Kritiken durchgelesen habe, die absolut gegensätzliche Dinge über den Film erzählen. Deine Kritik Kaiser war aber die letzte, die ich mir durchgelesen habe, denn nun werde ich mir ihn endlich mal anschauen. Danke für die hervorragende Review, die mich nun endlich wieder bestärkt hat den Film zu schauen^^

07.05.2018 14:58 Uhr - Laughing Vampire
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07.05.2018 09:04 Uhr schrieb Kaiser Soze
@Laughing Vampire
Das die einzelnen Darsteller aber als symbolisch als Zeichen der Verbundenheit der Zeit in diverse Rollen geschminkt wurden und daher auch unterschiedliche Rassen widerspiegeln, ist dir schon klar, oder? Halle Barry etwa, spielt auch einen asiatischen Chirurgen, das hatte aber keine rassistischen Motive.

Ist klar, dennoch absolut mißlungen, zumal auch in den Nebenrollen vor allem Weiße auftreten. Ich verstehe es einfach nicht. Das ganze Konzept hätte auch mit verschiedenen Darstellern funktioniert (oder nicht funktioniert, weil ich den Film ja ganz abgesehen davon mißlungen finde).
Und ok, dann fehlen die Quotenfitschis halt; erinnert mich an eine Veranstaltung letztens, bei der eine Amerikanerin kritisiert wurde, weil Sie ein asiatisches Kleid trug und ihr Leute sagten, Sie dürfe dies nicht, weils nicht Ihre Kultur wäre. Nichts für Ungut, aber das ist Quatsch.

Vollste Zustimmung, das habe ich auch gelesen und mich tierisch aufgeregt. Ich verstehe die Gedankengänge von Menschen nicht, die sich ernsthaft über so etwas empören können... Für diese Idioten ist wahrscheinlich kultureller Austausch generell "rassistisch", und am liebsten hätten sie wohl, wenn überall Rassentrennung herrscht, damit niemand auf welche Weise auch immer "unterdrückt" oder "verletzt" werden kann. "Cultural appropriation" ist der mit Abstand größte Unsinn, der die amerikanische Linke in den letzten Jahren hervorgebracht hat. Natürlich darf man alle Kleidung anziehen, die man möchte, und ein normaler Mensch freut sich auch darüber, wenn die eigenen Kulturgüter in anderen Kulturkreisen beliebt sind (egal ob Essen, Kleidung oder was auch immer), aber es ist dennoch etwas anderes, sich für einen 130-Millionen-Dollar-Film lächerliches Asiaten-Makeup auftragen zu lassen und dann ernsthaft einen "Koreaner" repräsentieren zu wollen. Genauso lächerlich übrigens, wie aus Bae Doona eine Weiße oder Mexikanerin zu machen, ich unterscheide da nicht. Vielleicht ist "rassistisch" der falsche Ausdruck, aber der Mensch ist nun mal nicht aus Knete und kann nicht alles sein, was er möchte, und wenn die Wachowskis wirklich eine solche Illusion erzeugen wollten, dann sollte man ihnen mal schleunigst ein Flugticket nach Seoul kaufen, damit sie sehen, wie die Menschen dort wirklich aussehen. Zumindest ist "Cloud Atlas" in der Hinsicht ein komplett mißglücktes Experiment.

07.05.2018 16:48 Uhr - Kaiser Soze
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@Taran

Danke sehr! Endlich (!) mal jmd, der den Film auch sehr gut findet; ich bin schon fast verzweifelt, da alle vorigen Kommentare "nur" mein Review, nicht aber den Film mochten :D
Ich habe "Cloud Atlas" mittlerweile in den letzten Jahre sechs Mal gesehen. Der Film bringt auch genug mit, um ihn mindestens einmal pro Jahr zu sehen ;-)


@BFG97

Sehr gut, danke dir!
Würde mich freuen, wenn nach der Sichtung ein paar Begeisterte dazu kommen!


@Laughing Vampire
Ich würde mal vermuten, dass du eher unrealistisch, gestellt oder unauthentisch meinst. Sowas regt einen natürlich auf. Ich als jmd, der Filme fast immer auf deutsch schaut, kenne das von etwa schlechten Synchronisationen. Man kennt es "richtig" (gut gemacht, passend, authentisch) und wenn es dann mal falsch ist, sticht es jedes Mal extrem heraus. Bei einer Quitschestimme o.ä. ist es genauso!

Trotzdem denke ich, dass diese klinische Darstellung, wie man es ja auch teils bezeichnen könnte, gewollt und beabsichtigt war / ist.
Aber du schreibst schon treffend - mir gefällt der Film in Gänze, dir eben gar nicht - da ist dies nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

08.05.2018 12:50 Uhr - JasonXtreme
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06.05.2018 21:59 Uhr schrieb NoCutsPlease
Dieser heiß diskutierte Film ist bislang komplett an mir vorbeigegangen.
Das Review lässt ihn in einem sehr interessanten Licht erscheinen, die kritischen Gegenstimmen relativieren das Ganze. Vielleicht wage ich mal eine eigene Sichtung.


Same here... aber die Rezi klingt gut, Interesse ist da - und nach einem sehr guten Kumpel nun die zweite 10 für das Ding hier. Ich bin mir der negativen Stimmen bewusst, aber ich denke ne Chance muss ich dem doch mal geben.

08.05.2018 13:30 Uhr - DriesVanHegen
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User-Level von DriesVanHegen 5
Erfahrungspunkte von DriesVanHegen 369
Habe ihn seit dem Kino nicht mehr gesehen, steht aber im Regal.
Fand ihn eigentlich sehr ansprechend, auch wenn nicht alle Handlungsstränge die gleiche Qualität besitzen.
Bildgewaltig aber allemal.
Der Soundtrack schwebt oft durch's Wohnzimmer.

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