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TheRealAsh
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XP 1.012
Eintrag: 13.02.2018

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The Night Of - Die Wahrheit einer Nacht

(The Night Of)
Herstellungsland:USA (2016)
Genre:Drama, Krimi
Alternativtitel:Criminal Justice

Bewertung unserer Besucher:
Note: 9,00 (1 Stimme) Details
inhalt:
Der Student Nasir „Naz“ Khan, Amerikaner mit pakistanischen Wurzeln, lebt bei seinen Eltern in Queens und leiht sich das Taxi seines Vaters, um damit eine Party in Manhattan zu besuchen. Was als perfekte Partynacht beginnt, endet für Naz in einem Albtraum. Er wird des Mordes beschuldigt und festgenommen. Die Serie beleuchtet sowohl die polizeilichen Ermittlungen und das Gerichtsverfahren, sowie das Justizsystem und das Gefängnis Rikers Island, in dem Naz auf seine Verhandlung wartet.
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von therealash:

Nachdem ich diese achtteilige Mini-Serie fertig geschaut habe, dachte ich mir mal wieder, dass HBO einfach am Ende doch die besten High-End-Serien macht, die es gibt. Leider muss ich da ganz wehmütig daran denken, dass ich schon lange keine so geniale Serie wie Die Sopranos mehr gesehen habe und dass bei Game of Thrones aller Voraussicht nach der Drachenofen nächstes Jahr ebenfalls aus sein wird. Der Clou an The Night of ist nun ein passender und vor allem trauriger. James Gandolfini (der einzig wahre Tony Soprano) wollte diese Serie ursprünglich produzieren und sollte den detektivischen Anwalt John Stone spielen. Leider verstarb der gute Jim 2013 unerwartet und nach einigem hin und her wurde schließlich John Turturro als Ersatz gewählt, den man aus diversen Coen-Brüder-Filmen wie Barton Fink oder The Big Lebowski kennt, aber auch aus einer Stephen-King-Verfilmung wie Das geheime Fenster.

Zäumen wir das Pferd mal von hinten auf. Turturro spielt die Rolle des Loser-Anwalts mit Neurodermitis wirklich herausragend und ich kann mir persönlich gar nicht vorstellen wie das alles mit Gandolfini ausgesehen hätte, da Turturro die Rolle lebt. Ähnlichkeiten zu Better Call Saul oder Breaking Bad sind bei diesem Charakter zwar durchaus vorhanden, aber John Stone ist mehr der integere und rechtschaffene Pflichtverteidiger, der seinen Job trotz der Fallstricke seines persönlichen Lebens vielleicht manchmal hasst, aber dem die Menschen hinter den Prozessen wichtig sind (ob nun schuldig oder nicht).

Dabei können wir gleich zum Zentrum dieser Serie kommen. Das US-amerikanische Rechtssystem ist schon recht speziell und kann nicht erst seit der vierten Filmversion von Die zwölf Geschworenen ein Lied davon singen. Da ich mich nicht auskenne, stießen mir einige Dinge vor Gericht schon recht sauer auf und ich kann leider nicht beurteilen, ob das in den USA wirklich so ist, oder ob das nun übertrieben ist. Im Zweifel nehme ich mal an, dass es wirklich so verrückt ist und dass einfach viele Unschuldige aus genau diesem Grund verurteilt werden.

Die Story von The Night of dreht sich um den US-Pakistaner Naz (gespielt von Riz Ahmed, dem Bodhi Rook aus Rogue One), der eigentlich eher ein Mauerblümchen vom College ist. Dieser will mit dem Taxi seines Vaters eines Nachts (die Nacht, die alles verändert) zu einer Party fahren, nimmt auf dem Weg dorthin aber etwas unfreiwillig die schöne Andrea mit, die ihn zu sich nach Hause einlädt, um den ein oder anderen Drink zu nehmen und etwas rumzumachen. Was dann passiert, das erfährt weder der Zuschauer, noch Naz. Da einige Drogen im Spiel waren, wacht Naz mit einem Messer in der Hand auf und die schöne Andrea gibt nur noch ein schönes und blutüberströmtes Mordopfer ab, das mit über 80 Stichen im Herzen kaum überlebt hätte. Wie sich die Dinge eben entwickeln, braucht es nicht lange bis Naz gefasst wird und er vorerst mal ins Gefängnis kommt, während ihm der Prozess gemacht wird.

Mehr möchte ich erstmal nicht zur Handlung sagen. Die Tatsache, dass wir als Zuschauer eigentlich von Beginn an irgendwie wissen, was passiert ist, macht für mich die Spannung der Serie aus. Außerdem hält man Naz irgendwie für unschuldig und die Sympathien sind ganz klar auf ihn verteilt. Das Geniale an der Serie ist für mich nun die Zeit, die der völlig unbedarfte Naz nun in der harten Parallelgesellschaft des Gefängnisses erlebt. Was hier geboten wird, ist eine Art Entwicklungs- oder Bildungsroman von der anderen Seite. Der brave College-Student wird nämlich ein richtig guter Knasti und befreundet sich mit Gangsterchef Freddy, der im Gefängnis alle Stricke in der Hand hat. Freddy wird übrigens grandios von Michael K. Williams gespielt, den viele als den pfeifenden Omar aus The Wire kennen dürften.

Leider gibt es von The Night of nur eine Staffel, aber irgendwie gefällt mir das sogar ganz gut. Die über 9 Stunden sind quasi wie eine Art Roman, der dann auch mal zu Ende ist. Immer nur Jahre auf eine neue Staffel zu warten, nervt ja ebenfalls. Erwähnen muss ich noch, dass The Night of auf der ersten Staffel der britischen Serie Criminal Justice beruht, die allerdings den Fokus etwas anders legt und nicht die unglaublich düstere und hoffnungslose Stimmung von The Night of hat.

Ich muss The Night of jedem Fan von guten und knackigen Crime-Justice-Thrillern rundum empfehlen. Was einem hier geboten wird, ist filmische Hochglanzoptik par excellence, die mit einer hervorragenden Story punkten kann, einem skurrilen Anwalt, den ich gerne noch öfter gesehen hätte und einem Verurteilen, dessen Leben aufgrund einer falschen Entscheidung völlig aus den Fugen gerät. Und ja, nochmal zurück zum Anfang, HBO erzählt irgendwie einfach bessere Stories, als andere Produktionsgesellschaften. Hier wird ernsthafter, verstrickter und anders erzählt. The Night of arbeitet eben kein einfaches Whodunit ab, sondern folgt der unwiderruflichen Sozialisation eines College-Studenten aus der Arbeiterklasse, hin zum hoffnungslos verlorenen und toughen Knasti, dem letztlich nur noch der Weg ins kriminelle Milieu bleibt, weil er im Gefängnis eben das lernt, was man im Gefängnis lernt:

überleben.

Wäre also echt schade, wenn diese Serie untergehen sollte.

9/10
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Kommentare

13.02.2018 12:58 Uhr - Stoi
1x
Klingt interessant und macht neugierig.
Die Story ist aber komplett abgeschlossen, oder?

13.02.2018 18:49 Uhr - TheRealAsh
1x
User-Level von TheRealAsh 9
Erfahrungspunkte von TheRealAsh 1.012
Ja, ist abgeschlossen, auch wenn es ein echt fieses Ende ist, aber ich verrate nichts.

Anscheinend gibt es halbgare Pläne für eine weitere Staffel, das würde aber wohl eher so wie True Detective laufen, auch wenn John Stone wohl dabei bleiben würde, aber komplett anderer Fall. Die Produzenten sagen aber, dass sie warten, bis sie wirklich was haben, das sich lohnt. Find ich gut.

13.02.2018 21:40 Uhr - Insanity667
1x
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Macht wahrscheinlich ähnlich viel (oder besser gesagt wenig?) Sinn, wie eine 2. Staffel "Tote Mädchen lügen nicht" oder "Akame ga Kill"! ^^
Deine Review jedenfalls, lieber Ash, gibt Interessenten definitiv einen perfekten Eindruck von der Serie! Auch wenn ich kein Interessent bin (nicht wirklich mein Thema) sondern "nur" ein Fan von dir, kann ich doch sagen: Good Job! :) Schön, dass du wieder da bist!

13.02.2018 23:33 Uhr - Stoi
1x
13.02.2018 18:49 Uhr schrieb TheRealAsh
Ja, ist abgeschlossen, auch wenn es ein echt fieses Ende ist, aber ich verrate nichts.

Ok, danke, das macht neugierig. :)

13.02.2018 18:49 Uhr schrieb TheRealAsh
Anscheinend gibt es halbgare Pläne für eine weitere Staffel, das würde aber wohl eher so wie True Detective laufen...

Daran hatte ich auch gedacht.
Aber warum nicht, ich finde es angenehm, dass ein Staffel auch ml eine abgeschlossene Geschichte sein kann.

14.02.2018 10:20 Uhr - JasonXtreme
1x
DB-Helfer
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Ok, die Rezi macht mich echt neugierig, bisher nix von gehört!!!

14.02.2018 14:03 Uhr - TheRealAsh
1x
User-Level von TheRealAsh 9
Erfahrungspunkte von TheRealAsh 1.012
Der Charakter, den Turtorro spielt, ist schon sehr gut, da ist es schon ein bisschen schade, dass es nicht mehr gibt. Einen so detektivisch vorgehenden Juristen mit ganz schlimmer Neurodermitis habe ich noch nie gesehen. Völlig integerer Charakter, der aber gleichzeitig echt ne arme Sau ist.

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