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tschaka17
Level 7
XP 752
Eintrag: 13.03.2018

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Die Unbestechlichen

(The Untouchables)
Herstellungsland:USA (1987)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Drama, Krimi, Thriller
Alternativtitel:The Untouchables - Die Unbestechlichen

Bewertung unserer Besucher:
Note: 8,95 (19 Stimmen) Details
inhalt:
Chicago 1931: Die Stadt wird von einem Mann beherrscht: Al Capone (Robert De Niro). Und er kennt nur ein Recht - das des Stärkeren. Das organisierte Verbrechen verwandelte die Stadt in ein blutiges Schlachtfeld und Eliot Ness (Kevin Costner), ein junger Polizist, stellt sich dem ungleichen Kampf. Er hat nur drei Männer, auf die er sich verlassen kann. Sie kennen keine Angst und sie sind unbestechlich. Um Capone den Prozess machen zu können, brauchen sie einen Zeugen. Der König der Unterwelt setzt seine Killer auf sie an. Doch sein Triumph ist von kurzer Dauer. DIE UNBESTECHLICHEN sind ernst zu nehmende Gegner. Mut und Gerechtigkeitssinn sind ihr Kapital. Nach mehr als einem Jahrzehnt uneingeschränkter Herrschaft geht es Capone an den Kragen ...
eine kritik von tschaka17:

Du kommst mit freundlichen Worten und einer Waffe weiter als mit freundlichen Worten.

The Untouchables lehrt den Zuschauer so einige, teilweise fragwürdige Lektionen. Wobei auch Hauptfigur Eliot Ness zu Beginn ordentlich Lehrgeld zahlen muss. Mit dem Schirm in der Hand sieht er auf dem Foto nämlich aus wie ein begossener Pudel. Eigentlich wollte er ja geschmuggelten Alkohol aus der Holzkiste ziehen. Stattdessen höhnt die Zeitung nun "Kreuzritterpolizist haut daneben". War wohl nichts mit der Razzia! Tja, Al Capone das Handwerk zu legen ist eben kein Zuckerschlecken. Doch unser Mann vom Schatzamt denkt garnicht ans Aufgeben. Mit kleinerem Team und ohne lästige Korruption hat er seine erste Lektion bereits gelernt: Willst du etwas geheim halten, sag nichts deinem Chef!

Brian de Palmas Film aus dem Jahr 1987 gilt wohl zu Recht als Klassiker. Auch wenn dieser Begriff heutzutage fast inflationär benutzt wird und somit seine Wirkung allmählich verliert steht er doch für einen gewissen Aspekt: Kult. In The Untouchables wird dies beispielsweise an der berühmt-berüchtigten Bahnhofsszene deutlich, welche einerseites extrem langatmig und fast langweilig erscheint und auf der anderen Seite  sauspannend und toll inszeniert ist. Generell kann ich persönlich bei älteren Schinken ein Grinsen oft nicht verkneifen. Wie das kleine Mädchen zu Beginn dem "Mister Mister" seinen Koffer bringen will oder der Bösewicht wild mit den Armen rudernd vom Dach fällt ist einfach irgendwie erheiternd. Jedoch nicht auf eine lächerliche Art, sondern mit ganz viel gutmütigem Charme. Solche Streifen machen richtig Spaß.

Tatsächlich ähnelt die Geschichte der Unbestechlichen anderen Vertretern dieses Genres, wie andere Vertreter wiederum ihr ähneln. El Cheffe, in diesem Werk genial überzogen von Robert De Niro gemimt, prunkt und protzt in seinem Palast, sich seiner Überlegenheit gewiss. Der einfache Fußsoldat Eliot Ness gegen den großen Al Capone. Doch der junge Kevin Costner mausert sich natürlich vom ambitionierten Greenhorn zum regelbeugenden Supercop. Selbstredend nicht ohne von Capone Stolpersteine in den Weg gelegt zu bekommen. La Familia steht doch eben immer an erster Stelle. Dazu gibt es den weisen, alternden Hasen Sean Connery, der sich seiner Rolle wohl bewusst ist: "Mister Ness, ich wünschte, ich hätte Sie vor 10 Jahren kennengelernt und 20 Kilo leichter." Gewürzt wird mit einem frischen Andy Garcia, dessen Kennenlernen ein köstliches Frage-Antwort-Spiel mit standartiserten Phrasen und wunderlichen Beschimpfungen ist. Obendrauf darf der Schreiberling mit Brille, Charles Martin Smith, seine Lust an Knarren und Knallen erfahren. Herzschmerz hier und da fehlt ebenso wenig wie derbe Sprüche: "Na, das kann ja nur ein Spaghettifresser sein. Ha! Kommt mit nem Messer zu ner Schiesserei!"

Spannend bleibt der Streifen durchgehend, räumt aber auch genug Platz für Humor ein. Und sei es nur Sean Connery, der eine Leiche befragt. Irgendwie hätte man den Haufen gerne persönlich kennengelernt, wobei die wie ein Bordell bei Ebbe stinkende Stadt mir auch gerne gestohlen bleiben kann! Geballer und Geblute kam 1987 noch brav von den Menschen der FX, nur der "Hat er sich so angehört?"-Moment stammt aus den kriminellen Zeiten der Computerfuscherei. Oder was auch immer da verwendet wurde. Den Soundtrack bekommt man schon nach dem Intro nicht mehr aus dem Kopf, da helfen weder Justin Bieber noch Death Metal. Allen Synchro-Freunden möchte ich noch ans Herz legen, sich die Schimpftirade von Al Capone über Ness einmal im Original anzusehen. Hier bekommt "tot" eine komplett neue Dimension. Und De Niros Gestik ist pures Gold.

Nach diesen Zeilen voller Allem und doch irgendwie Nichts hebe ich noch einmal den Daumen für den Klassiker. The Untouchables geht immer! In Punkten ausgedrückt sind dies 8/10, abschließen möchte ich jedoch mit dem Zitat, welches den Film am Besten beschreibt:

 

Es heißt, die Prohibition soll aufgehoben werden. Was werden Sie dann tun? - Dann werde ich was trinken.

8/10
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Kommentare

13.03.2018 19:13 Uhr - TheRealAsh
2x
User-Level von TheRealAsh 8
Erfahrungspunkte von TheRealAsh 977
Ungewöhnlich kurze Rezi von dir, aber bei so Klassikern verzweifle ich auch regelmäßig daran, dass man einfach viel zu viel sagen müsste. Ist ne Gratwanderung.

Das mit der Bahnhofsszene und dem Kinderwagen ist dir schon klar, dass das von DePalma ein direktes Zitat für Sergei Eisenstein ist? Google mal, falls du es nicht schon kennst, Panzerkreuzer Potemkin und Treppenszene.

DePalma macht das ja ständig, vor allem mit Hitchcock, aber auch sonst wurschtelt er sich ja gerne durch die ganze Filmgeschichte. Von mir kriegt der natürlich ne 10, aber 8 sind für dich ja auch sehr gut in deiner Wertungsskala.

13.03.2018 22:23 Uhr - tschaka17
2x
User-Level von tschaka17 7
Erfahrungspunkte von tschaka17 752
Tatsächlich war mir die genaue Hommage noch nicht bekannt. Wirklich interessant. Hatte die Tage einfach Lust den Streifen mal wieder zu schauen und wie immer richtig Spaß dabei. Deswegen auch eher weniger von dem bekannten analytischen Geschreibe und eher ein kleiner Tribut. Die Connery-Zitate sind schlichtweg genial :D

14.03.2018 01:06 Uhr - Pratt
1x
DB-Helfer
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Erfahrungspunkte von Pratt 10.505
Nett zu lesen, kurz und knapp, vielleicht etwas zu knapp für so einen Film!!! Deinen humorigen Ansatz finde ich gut ;-)

14.03.2018 21:37 Uhr - DriesVanHegen
User-Level von DriesVanHegen 5
Erfahrungspunkte von DriesVanHegen 364
War meine erste Berührung mit de Palma, die ich als sehr gut in Erinnerung behalten habe.
Ist mir sogar als über und über grandios im Kopf geblieben, aber ich glaube diese Einschätzung ist doch als etwas verklärt zu beurteilen.
Da müsste wirklich ganz dringend ein Rewatch her - welch Glück, dass de gerade bei Prime Video im Angebot steckt :)

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