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TheRealAsh
Level 8
XP 963
Eintrag: 28.02.2018

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Mute

Herstellungsland:Großbritannien, Deutschland (2018)
Genre:Science-Fiction, Thriller, Mystery

Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,00 (3 Stimmen) Details
inhalt:
Ein stummer Mann mit einer gewalttätigen Vergangenheit wird gezwungen, die wimmelnde Unterwelt eines nahen Berlins zu übernehmen, während er nach seiner vermissten Freundin sucht.
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von therealash:

Ich finde es persönlich etwas unfair, dass Mute allgemein so schlechte Bewertungen erhält und mit dem - wie behauptet wird - viel besseren Moon des gleichen Regisseurs verglichen wird. Dann noch zu behaupten, dass Mute in einer Reihe mit schlechten Netflix-Produktionen stände, die beweisen, dass Netflix wahllos irgendwo drauflosballert, halte ich schlichtweg für falsch. Mute ist ein ambitionierter, künstlerisch wertvoller und guter Film, wie die "Netflix-Produktionen" The Bad Batch oder I Am the Pretty Thing That Lives in the House, um nur diese beiden aktuellen zu nennen. Ich denke, dass man miteinbeziehen muss, dass Netflix neben geplanten Krachern wie The Cloverfield Paradox durchaus in der Förderung von abseits des Mainstreams stehenden Produktionen mal hervorzuheben ist. Dies berührt nicht die Diskussion, dass es schöner wäre manche Filme lieber auf der großen Leinwand anzusehen.

Duncan Jones hat als Sohn des großen Ausnahmemusikers David Bowie sicher kein leichtes Erbe zu tragen, aber eine künstlerische Integrität muss man ihm unumwunden zugestehen. Mit seinem 2009 gedrehten Moon hat er bereits vor knapp zehn Jahren eine von ihm geplante Trilogie ins Leben gerufen, bei der Mute den zweiten Teil darstellen soll. Trilogie nicht im Sinne einer Fortsetzung, sondern eher im Rahmen einer gemeinsamen Welt. Diese Welt wurde schon damals und wird heute mit der von Blade Runner verglichen. Bei Moon wurde eine kleine Doppel- oder Multigängergeschichte mit Klonen erzählt, die mit einer gewissen Haltbarkeitszeit ausgestattet wurden, um den Menschen zu ersetzen, aber nicht ein eigenenes Leben, geschweige denn ein eigenes Bewusstsein zu entwickeln. Parallelen im Gedanken- und Ideengut von Philip K. Dick sind da definitiv. Die dargestellte Welt in Moon glich aber aufgrund seiner Mondbasis eher nicht der Welt von Ridley Scotts Blade Runner

Bei Mute sieht das anders aus. Man sieht zwar, dass Mute sicher nicht so viel Produktionsbudget hatte, als seinerzeit Blade Runner, aber von den Farben, der Stimmung, den Kostümen, Gebäuden und insgesamt der etwas retromäßigen Zukunftstechnologie besteht hier eine ganz klare Referenz. Man kann sich tatsächlich vorstellen, dass Mute in der gleichen Welt wie Blade Runner spielt, nur dass hier keine große Geschichte erzählt wird, sondern eher eine privatere Story. Die Verbindung von Mute und Moon wird nun ganz deutlich aufgemacht, indem Sam Rockwell als Sam Bell aus Moon einen kleinen, aber wieder multiplen Cameo-Auftritt hat, was durchaus etwas darüber erzählt, wie es nach der Handlung von Moon weitergeht.

Ich finde, dass es gerade diese kleinen Details sind, die Mute zu einem ungewöhnlichen, poetischen und vor allem stillen Science-Fiction-Film machen, der mehr erzählt, als es zuerst den Anschein macht. Wir befinden uns diesmal nicht in Los Angeles, sondern im zukünftigen Berlin. Dort lebt der Barmann Leo, der aufgrund eines Unfalls und einer fatalistischen Mutter seit seiner Kindheit stumm ist. Leo ist verliebt in die blauhaarige Naadirah, mit der er eine etwas unsichere Beziehung führt, da diese wohl - wie man annehmen muss - als Prostituierte arbeitet, worüber sie allerdings nicht glücklich ist und weshalb sie nicht mit Leo zusammen bleiben will oder kann. Als Naadirah plötzlich verschwindet, tut Leo allles, um sie wiederzufinden.

Das ist so im Grunde die Rahmenhandlung. Als weiteres wichtiges Element gibt es da Cactus Bill und Duck, die als Chirurgen auf dem Schwarzmarkt arbeiten, um Mafiosis Kugeln aus dem Hintern zu ziehen. Duck betreit außerdem eine Klinik für Kinderprothesen. Hierzu muss gesagt werden, dass Duck ziemlich offenkundig pädophile Neigungen hat. Dies gefällt Bill insgesamt nicht, aber vor allem nicht aufgrund seiner kleinen Tochter Josie. Im Laufe des Films werden diese zwei Handlungen verbunden, doch das kann jeder selbst erkunden.

Negativ muss gesagt werden, dass Mute beim ersten Mal wirklich extrem lang und vor allem langweilig ist. Man weiß nicht genau, wie die zwei Handlungen zusammenpassen und fragt sich oft, was das nun für ein elegisches Zeug sein soll. Ist man allerdings mal in dieser Zukunftswelt drin und kennt man die Charaktere besser, dann stellt sich eine Spannung und ein Interesse her, das einen nicht mehr loslässt. Ich habe mir den Film mittlerweile drei Mal angesehen und noch einmal Moon dazwischengeschmissen und bin beeindruckt wie begeistert zugleich.

Mute ist ein ganz anderer Science-Fiction-Film und braucht Zeit. Ich musste meinen anfänglichen Widerwillen gegen Blade Runner 2049 ja revidieren und bin von diesem ultralangsamen Science-Fiction-Märchen mittlerweile sehr begeistert. Bei Mute ist es ähnlich. Mute ist selbst eine Art Märchen, bei dem es nicht nur böse Onkels gibt, sondern glücklicherweise auch gute Onkels. Der Inszenierungsstil von Jones ist wirklich sehr fein und ausgeklügelt, da es ganz viele kleine Details gibt, die den Film interessant halten.

Über die Schauspieler braucht man eigentlich nichts zu sagen. Alexander Skarsgård kann nicht nur lianenschwingende Dschungelhelden spielen (Legend of Tarzan), sondern ebenso leise Helden. Paul Rudd (Ant-Man) ist als Cactus Bill echt eine superschnauzbärtige Offenbarung und bleibt trotz seiner positiven Besetzung letztlich ambivalent. Die Rolle des pädophilen Chirurgen Duck sticht heraus und es ist mutig und wichtig von Justin Theroux, den ich seit Mulholland Drive sehr schätze, diese Rolle übernommen zu haben. Die restlichen Schauspieler sind ebenfalls sehr gut und zeigen, wie schon gesagt, dass das hier gar kein schlechter Film sein kann. Freunde des Wrestling dürfen sich sogar über eine kleine Rolle von Ulf Herman The German freuen.

Der Soundtrack von Clint Mansell, der nicht nur mit Requiem for a Dream einen unvergesslichen Score gezaubert hat, der sogar in Lord-of-the-Rings-Trailer Einzug hielt, ist träumerisch, druckvoll und wie immer hervorragend komponiert, wie übrigens schon der zu Moon. Das etwas krautrockige und retroelektronische Element kann als direktes Zitat von Mansell auf die Musik des Berlin der 80er verstanden werden.

Klar, dieser Film polarisiert und viele werden ihn sehr schlecht finden und schnell vergessen, aber trotzdem ist das ein Film, der gut gemacht ist und wachsen wird. Warten wir mal auf den in zehn Jahren erscheinenden dritten Teil der Trilogie und schauen dann nochmal weiter.

Auf einer anderen Ebene kann man sich fragen, was diese Zukunftsvision von Berlin mit den Gedanken von Duncan Jones über seinen Vater zu tun hat, für den Berlin ja eine absolut prägende Zeit in seiner Karriere und in seinem Leben war. Witzigerweise und sicher nicht ohne Grund führt Cactus Bill ein Bowie-Messer mit sich und viele Charaktere stehen der Welt des Ziggy Stardust and the Spiders from Mars, eines Aladdin Sane oder anderen Scary Monsters and Super Creeps in nichts nach.

Mute ist wohl aus diesen Gründen sowohl dem 2016 verstorbenen Vater von Duncan Jones gewidmet, als auch seinem Kindermädchen Marion Skene, die ein Jahr später ebenfalls an Krebs verstarb und für ihn während der Scheidung seiner Eltern von großer Bedeutung war. Eine allgemeine Widmung geht an alle Eltern. Gerade mit der Thematisierung des Kindesmissbrauchs spricht Jones hier ein sehr wichtiges Thema an, für das ich ihm unumwundenen Respekt zugestehen muss.

Alles in allem also ein sehr persönlicher Film, der manchen bestimmt gut gefallen wird. Die ganzen schlechten Wertungen und Verweise auf Netflix-Politik hat er wirklich nicht verdient. Anschauen!

Wie sagte David Bowie in einem seiner letzten Songs so schön:

"Look up here, I'm in heaven."

8/10
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Kommentare

28.02.2018 14:03 Uhr - Nubret
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Glaub, wir ergänzen uns irgendwie ganz gut. Du packst auch öfter mal was aus, wovon ich nie gehört hab..und die Qualität Deiner Arbeit ist durchgehend auf hohem Niveau!

28.02.2018 14:22 Uhr - DerRezensierer
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ACHTUNG! Kontroverse Meinung!

Ich habe den Film auch gerade angeschaut, bin aber mit der Kritik nicht einverstanden, weil er genau das Gegenteil darstellt, was du beschreibst.
Alexander Skarsgard spielt hier nicht gekonnt Helden oder gar Leise sondern eher jemanden der ständig treu doof durch die Gegend blickt und NULL Regung zeigt. Sam Bell lebt nicht im zukünftigen Berlin sondern in den zukünftigen Staaten, da er über diesen ja auch abstürzt...
Mute ist eben NICHT ein ambitionierter, künstlerisch wertvoller und guter Film sondern eher generisch und auch nicht zu verkennen, lauter Anschlussfehler in den Szenen.
Das Lichtspiel langweilt gekonnt den Zuschauer auf lange Strecken und kommt einfach nicht vorwärts, da wir uns ständig mit Kleinigkeiten aufhalten, die nicht weiterführend sind.
Plumpe szenische Anspielungen von Blade Runner reichen nicht aus um dem Gezeigten etwas Wertigkeit zu verleihen, da alles in der Bedeutungslosigkeit verschwindet und eine gewisse Regiearbeit überhaupt nicht erkennbar ist. Da ist Moon um Welten besser gelungen und viel differenzierter, als dieses Machwerk, welches mich überhaupt nicht überzeugt hat und eher im Keller der nicht bedeutsamen Filme verschwindet.
Wenn der Autor den Film so gesehen hat, dann wohl mit einer gewissen Verklärtheit dem Regiesseur gegenüber. Objektiv betrachtet ist das alles andere als ein Kunstwerk von Film und bedarf der dringenden Überarbeitung.

28.02.2018 18:05 Uhr - dicker Hund
3x
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28.02.2018 14:22 Uhr schrieb DerRezensierer
ACHTUNG! Kontroverse Meinung!
(...) Objektiv betrachtet (...)


Was stimmt an diesem Bild nicht?

28.02.2018 18:05 Uhr - dicker Hund
3x
User-Level von dicker Hund 12
Erfahrungspunkte von dicker Hund 2.071
28.02.2018 14:22 Uhr schrieb DerRezensierer
ACHTUNG! Kontroverse Meinung!
(...) Objektiv betrachtet (...)


Was stimmt an diesem Bild nicht?

Verdammte Doppelposts...

28.02.2018 18:15 Uhr - sonyericssohn
1x
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Man schreibe eine eigene Kritik...

Saubere Arbeit wie immer Ash. Den Film kenn ich nicht. Weiss auch ned ob der mir taugen würde, aber das stell ich hinten an.

28.02.2018 20:58 Uhr - TheRealAsh
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Danke euch, Jungens, vor allem für die Schützenhilfe;-)

@DerRezensierer: ich habe nirgends geschrieben, dass Sam Bell in Berlin lebt, sondern lediglich auf einen Cameo-Auftritt dieser Figur hingewiesen, der zeigt, dass wir uns in derselben Zeit befinden (Berlin und USA). Ich wollte lediglich nicht spoilern wie dieser Cameo aussieht. Hast du ihn überhaupt bemerkt?

28.02.2018 21:10 Uhr - NoCutsPlease
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Da ich den FIlm nicht kenne, kann ich nicht beurteilen wer von euch näher an der objektiven Wahrheit liegt, aber die Kritik in jedem Falle launig geschrieben und die polarisierende Wirkung sprichst du ja auch an. Also: vielen Dank an den Waldhüttenwart.

28.02.2018 22:12 Uhr - Insanity667
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Da mir "Moon" sehr gefallen hat und ich solchen Szenarios gegenüber eigentlich immer offen bin, werde ich mir den die Tage mal anschauen! Vielen Dank für den wohlbeschriebenen Tipp! :)

28.02.2018 23:52 Uhr - TheRealAsh
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Tanke, Freunde, Insi, gib dann Bescheid.

01.03.2018 10:01 Uhr - DerRezensierer
1x
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28.02.2018 20:58 Uhr schrieb TheRealAsh
Danke euch, Jungens, vor allem für die Schützenhilfe;-)

@DerRezensierer: ich habe nirgends geschrieben, dass Sam Bell in Berlin lebt, sondern lediglich auf einen Cameo-Auftritt dieser Figur hingewiesen, der zeigt, dass wir uns in derselben Zeit befinden (Berlin und USA). Ich wollte lediglich nicht spoilern wie dieser Cameo aussieht. Hast du ihn überhaupt bemerkt?


Hallo Ash,
nach deinem Hinweis habe ich darauf geachtet, wo Sam Bell auftaucht, doch leider ohne Erfolg. Im Abspann ist auch nichts zu lesen. War das auch Sam Rockwell?
Die Telefonbücher die Skarsgard durchwühlt-Fehlanzeige, steht er auch nicht drin, konnte man auch nicht lesen, war eh zu klein.
Ich meinte das Sam Bell über den USA abgestürzt war und die Geschichte ja in Berlin spielt und somit Sam Bell ja nicht vorkommen kann, es sei denn er ist nach Berlin gereist.....war wohl wieder des Regiesseurs freie Interpretation.
Ich bin entäuscht von dieser Posse die Duncan Jones fabriziert hat.
Wie gesagt, da war Moon um Welten besser inszeniert und produziert. Einer meiner Top Ten Filme mit 09/10 Punkten.
Was mich bei Mute besonders gestört hat war die Art des Charakteraufbau, da man von diesem kaum bis gar nichts erfahren hat. Wer war der "Barman"? Wo kam er her? Was ist der Hintergrund?
Außerdem war die lahme Spielweise von Skarsgard auch maßgebend warum der Film bei mir durchfiel.
Dann noch der Umstand das der Barman ständig eins auf die Fresse bekommt und sich bisweilen gar nicht wehrt, obwohl er vor Wut schäumt. Bei Netflix steht in der Beschreibung: ....durch seine dunkle Vergangenheit.....da kann man davon ausgehen, das er in der Zeit das Wehren oder Kämpfen erlernt hat...
Die ganze Machart des Films ging mir extrem auf den Zeiger, weil eben NICHTS gestimmt hat aus meiner Sicht. Aber egal, was solls.

01.03.2018 10:31 Uhr - UncleBens
1x
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Gute Rezi, aber ein guter Film ist echt was anderes. Keine Figurenetablierung, Optisch von Blade Runner abgeguckt und die Story zieht sich wie ein alter Kaugummi durch diesen Film. Die Musik macht auch nicht wirklich viel und die Liebesnummer war ebenfalls für die Katz!

01.03.2018 11:04 Uhr - TheRealAsh
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Danke für die Rückmeldungen, versteh euch schon, ich habs ja auch erwähnt, dass den Film viele scheiße finden werden und insgesamt die Kritik auch scheiße ausfällt in den Medien. Ich sehe es eben anders und halte diesen Film unnötig runtergemacht, da er einfach andere Qualitäten hat, als die sonst so gewünschten. Er erfüllt bewusst nicht eine herkömmliche Dramaturgie. Auf sowas muss man sich schon sehr sehr wohlwollend einlassen, John Wick ist das nicht.

Aber Bens, die Musik von Clint Mansell (einem der besten Soundtrackkomponisten der letzten Jahre Reqiem for a Dream, Doom, The Fountain, Stoker, High-Rise, Loving Vincent) ist schon sehr gut, da gibt es nichts. Geschmackssache ja, aber kompositorisch auf sehr hohem Level.

Rezensierer, ich schick dir ne PM mit dem Cameo.


03.03.2018 12:54 Uhr - DerRezensierer
1x
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Erfahrungspunkte von DerRezensierer 165
Was mir noch aufgefallen ist, war das ständige verkomplizieren von Storysträngen. Auch die beiden "Doktoren" waren absolut im Vordergrund, diese Charaktere waren wesentlich mehr ausgearbeitet als der Barman. Aber in diesem Film ging es doch um Skarsgard, nur wurde dieser völlig oberflächlich und stumpf behandelt.
Ständig musste man überlegen wer was noch einmal war, weil vor 20 Minuten mal ein Hinweis erschienen ist wer zum Beispiel Oswald war und dieser nur namentlich erwähnt wurde.
Genauso wie das Setting. Aufgrund der Auflösung der Kamera konnte man gut die Props erkennen und was für ein billiges Zeugs verwendet wurde. Selbst die Szenen waren zu häufig auf Halb-Totalen getrimmt ohne räumliche Tiefe, die Farbgebung war einafch nur Matsch...
Ich reg mich schon wieder auf :-D
Jedenfalls fiel der Film bei den Kritiken durch.

03.03.2018 13:45 Uhr - TheRealAsh
User-Level von TheRealAsh 8
Erfahrungspunkte von TheRealAsh 963
hahaha, so soll es doch sein, na ja, bei mir in der Kritik fiel er eben nicht durch;-)

das mit der Kamera kann ich nicht beurteilen, aber Kameramann Gary Shaw war ja auch bei Moon dabei. Und klar, der Film hatte nicht so das riesenbudget, da mach ich gerne abstriche, wir sind hier ja nicht bei BR 2049.

Von deinen Kritikpunkten denke ich, dass du hier einfach akzeptieren solltest, dass manche Regisseure die Dinge einfach anders machen und sich bewusst einer "herkömmlicheren" Erzählweise entziehen. Manchmal klappt das super, manchmal weniger gut. Immerhin beschäftigt dich der Film, das ist doch auch was, wart ab, nach dem 5. Mal sehen wirst du ihn lieben;-P

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