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Brautalarm

Originaltitel: Bridesmaids

Herstellungsland:USA (2011)
Genre:Komödie
Bewertung unserer Besucher:
Note: 6,38 (16 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

Das Leben der mit sich selbst unzufriedenen Annie (Kristen Wiig) geht gerade drunter und drüber. Geldnot und Liebeskummer sind nur zwei der Sorgen, mit denen sich die Mitdreißigerin rumärgern muss. Doch nicht, dass sie mit sich selbst schon genug beschäftigt ist: jetzt eröffnet Freundin Lillian (Maya Rudolph) auch noch freudestrahlend, sie wolle heiraten und Annie solle ihre Trauzeugin werden. Selbstverständlich möchte Annie ihre langjährige Freundin nicht enttäuschen, sondern deren Hochzeit so perfekt wie möglich gestalten. Um den Schein vor den anderen Brautjungfern zu wahren, heißt es für Annie, in den sauren Apfel zu beißen und die absonderlichen und kostspieligen Hochzeitsrituale über sich ergehen zu lassen. Wenn sie gewusst hätte, auf was sie sich da eingelassen hat... (Universal Pictures)

eine kritik von derrezensierer:

                                                                       Brautalarm

 

Dauer: 125 Min

Genre: Dramedy

FSK: ab 12

Produktionsland: USA

Produziert: Apatow und Relativity Media

Filmverleih: Universal

Vorwort:

Komödien sind leider in der heutigen "modernen" Zeit ein schwieriges Thema. Oft ist in diesem Metier eine "Over the Top" Stimmung mit exklusiv inszeniertem Prekariats-Humor ala Hausmeister Krause oder schlimmeres verpackt. Beispiele hierfür sind das Ghostbuster-Remake-auch von Paul Feig, wie Brautalarm oder wie jüngst Kingsman: The Golden Circle.  Da fragt man sich schon, was das für Gemüter sind, die solch einen maximalst überdrehten Klamauk, für gut befinden. Was sind die Gründe für solch ein Verhalten?

Kritik:

Natürlich stellt sich auch die Frage, ob Brautalarm in die gleiche Kerbe schlägt oder hier eine Ausnahme die Filmbühne erschaffen hat. Bei betrachten des Covers oder aber auch der Trailer kann man tatsächlich davon ausgehen, das diese Fiktion alle Kriterien erfüllt um davon auszugehen oder der Meinung verfallen zu sein, es handele sich hier um einem generischen Klim Bim Verschnitt mit übelsten Filmaussetzern. Doch weit gefehlt!

Jedenfalls weichen Trailer und Film absolut voneinander ab und sind NICHT zu vergleichen! Klamauk? Fehlanzeige! Überdrehte szenische Elemente? Nein! Hangover-Plagiat? Nein! Die verwendeten Szenen im Trailer handeln nur um den zehn minütigen "Junggesellinnen-Abschied" und der wurde so editiert, das man meinen könnte, das das ein klassischer Filmveriss wird. Dabei ist alles viel geordneter und strukturierter als man vielleicht denken mag, denn es handelt sich um ein Dramedy mit klassischen Stilelementen, wo der Charakter auch was erzählen darf, wo er eine Entwickelung findet, was seine Beweggründe sind und nicht zuletzt, wo kommt er eigentlich her und wo geht die Reise hin. Die Handlung jedenfalls führt auch ganz woanders hin.

Im Mittelpunkt haben wir hier Annie(Kristen Wiig). Annie ist eine unzufriedene Frau, die von Geldnot und Liebeskummer umgeben ist und die Aufgabe hat eine Hochzeitsfeier und Junggesellinnen-Abschied zu planen. Darunter ist auch Helen, die glaubt besser mit Annies bester Freundin umgehen zu können als Annie selbst und das obwohl Helen diese erst seit acht Monaten kennt. Somit wird ein Konkurrenzmodell aufgebaut wo jeder Charakter gerne als die bessere Freundin dastehen möchte, als der jeweilige Opponent. Dieses führt dann zwangläufig zu Situationskomiken, die es wirklich in sich haben und man auch unweigerlich lachen muss!

Natürlich finden wir auch in diesem Genre auch etwas vereinfachten Humor, der aber niemals over the Top ist und nicht, wie in anderen Filmen dieser Zunft, gerne mal über das Ziel hinausschießt. Man hat hier nicht den Eindruck als wenn Cindy aus Marzan hier ihr Unwesen treibt oder andere Zoten dieser Gattung, nein, man hat stets den Eindruck, das der Humor manchmal in wohl dosierten Augenblicken geschieht als auch in etwas derber Form daherkommt. Doch niemals so, das es einfach unpassend wirkt und alles nur unterstes Niveau ist. Die wenigen Szenen die den etwas derberen Humor heraufbeschwören sind rar gesät und sind aber zur Geschichte passend.

Melissa McCarthy spielt natürlich ihre Paraderolle als extrem selbstbewusste übergewichtige Dame und selbst ihr Mann, auch im wahren Leben, der Air Marshall Jon (Ben Falcone) spielt seinen Part. Sicherlich ein kontroverses Thema, wenn es um Melissa geht, nicht alle Filme mit ihr waren das Geld Wert und meist ist auch bei ihr strunz dummes Acting im Vordergrund. Doch hier passt einfach alles!

Tatsächlich ist der Film anders und wenn man einen Blick darauf geworfen hat auch weit besser als man vermuten dürfte. Von dem Titel sollte man sich nicht blenden lassen, auch wenn er alles andere als Klug gewählt ist. Als Fazit kann man durchaus sagen, das auch Frauen Komödie können und das es in weiten Teilen des Film um Unterforderung als auch Überforderung im weitesten Sinne geht mit einem erfrischenden Cast und Lachsalven die es in sich haben.

 

8/10
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