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Punisher77
Level 13
XP 2.814
Eintrag: 02.03.2018

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Hatchet - Victor Crowley

(Originaltitel: Victor Crowley)
Herstellungsland:USA (2017)
Standard-Freigabe:FSK keine Jugendfreigabe
Genre:Horror, Splatter
Alternativtitel:Hatchet 4

Bewertung unserer Besucher:
Note: 5,19 (16 Stimmen) Details
inhalt:
Zehn Jahre ist der legendäre Axtmörder Victor Crowley nun schon tot, so glaubt man. Andrew, der einzige, der das grausame Massaker von damals überlebte, hat ein Buch über seine schrecklichen Erlebnisse geschrieben. Viele glauben aber dass nicht Victor Crowley all die Menschen abgeschlachtet hat, sondern Andrew selbst. Um nun seinem Buch zum Erfolg zu verhelfen, will seine Verlegerin eine Show direkt aus den Sümpfen senden. Andrew wollte aber nie wieder an den Ort des Geschehens zurück. Und das mit Recht. Denn kaum angekommen, geht das blutige Gemetzel von vorne los.
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von punisher77:

                                       HATCHET - VICTOR CROWLEY

Mit Hatchet (2007) versorgte Jungregisseur Adam Green unter dem Slogan Old School American Horror die Horror-Fangemeinde mit einem nostalgisch angehauchten Slashemovie, das eine neue, zum Franchise ausbaubare Figur präsentierte, die für viele mittlerweile Kult ist: Victor Crowley, dargestellt von Kane Hodder (Jason Voorhees in Freitag, Der 13. VII – X, 1987 – 2001). Neben dem axtschwingenden Riesen bot Hatchet eine gute Portion Humor, Gastauftritte von Genreikonen wie Robert Englund (Nightmare – Mörderische Träume, 1984) und Tony Todd (Candyman, 1992) und markerschütternde Splattereffekte in Divisionsstärke, die zwischen fieser Brutalität und derbem Trash hin und her pendelten. Der Film kam so gut an, dass zwei Sequels (2010 & 2013) folgten. Danach sollte für immer Schluss sein mit Victor Crowley.

Als zum zehnjährigen Jubiläum eine Neuaufführung von Hatchet mit bisher unveröffentlichten Material angekündigt wurde, ahnte noch niemand, welche Sensation da auf die Hatchet Army zukommen sollte: Statt der Präsentation einer Hatchet-Extended Version zeigte Green mit Hatchet – Victor Crowley einen brandneuen Film, den er in aller Heimlichkeit gedreht hatte, ohne dass etwas davon an die Außenwelt gelang...im Internet – und Smartphone-Zeitalter ein echtes Wunder. Angeblich soll der kürzlich verstorbene George A Romero (Dawn Of The Dead, 1978) Green dazu geraten haben, weitere Hatchet-Filme zu drehen, weshalb sich die Fans über einen weiteren Victor Crowley-Film freuen dürfen. Oder ist der vierte Teil hinterher kein Grund zur Freude? Schließlich hatte Hatchet III die Story um den im Sumpf lebenden Axtmörder plausibel abgeschlossen …

Im Zentrum des Films steht Andrew Yong (Parry Shen – Hatchet I – III, 2007-2013), der einzige Überlebende des Massakers, das Victor Crowley (Kane Hodder) vor exakt zehn Jahren angerichtet hat. Pünktlich zum zehnjährigen „Jubiläum“ dieses Ereignisses hat Yong eine Autobiographie veröffentlicht, mit der er durch drittklassige Talkshows und Autogrammstunden mit sehr skurrilen Besuchern tingelt. Seine Managerin Kathleen (Felissa Rose – Sleepaway Camp, 1983) überredet ihn, noch einmal für ein Interview-Special in Victor Crowleys Sumpf zurückzukehren. Dort befindet sich auch ein junges Filmteam, das Yong zur Teilnahme an einem Trailer überreden will. Als die Filmcrew das Netz nach einer korrekt ausgesprochenen Version des Victor Crowley-Fluchs durchforstet, beschwört sie damit großes Unheil herauf …

Als Fan der ersten drei Hatchet-Streifen habe ich mich sehr auf Hatchet – Victor Crowley gefreut und ihn sofort am Erscheinungstag in den Player geschoben – um enttäuscht festzustellen, dass der vierte Teil der Serie der für mich bisher schwächste ist. Dabei fängt Hatchet - Victor Crowley durchaus vielversprechend an.

Der Film beginnt – wie so manches andere Slashermovie auch – in der Vergangenheit und bietet schon nach wenigen Minuten derbe Splatterkost in typischer Hatchet-Manier, so dass die Erwartungshaltung diesbezüglich an den Rest des Films entsprechend groß ist. Aber nicht nur was Gore angeht, erweckt Hatchet – Victor Crowley große Erwartungen. Auch inhaltlich reißt der Film viele interessante Aspekte an. Wie geht man z.B. mit traumatisierenden Ereignissen um? Muss man diese unbedingt in einem Buch verarbeiten/ausschlachten? Und wie geht man mit den vielen Freaks um, die sich durch eine solche Lektüre angezogen fühlen? Obwohl diese Fragen durchaus ernste Hintergründe haben, werden sie im dritten von Adam Green inszenierten Hatchet-Film mit (überwiegend) passendem Humor aufgearbeitet.

Darstellerisch hat man mit Felissa Rose und Theaterschauspielerin Krystal Joy Brown (Motown: The Musical, 2014) zwei echte Glücksgriffe getan. Mit der Besetzung von Felissa Brown hat Adam Green nicht nur erneut seine Vorliebe für Darsteller/innen der klassischen Slashermovie-Ära unter Beweis gestellt – für die Figur der tablettensüchtigen, schrillen und extrem „geschäftstüchtigen“ Managerin Kathleen hätte der Hatchet-Schöpfer keine passendere Darstellerin finden können als Felissa Rose. Und auch Krystal Joy Brown spielt die widerwärtige Talkshowmoderatorin Sabrina, die ihrem Ex-Mann Andrew Yong bei jeder Gelegenheit das Leben schwer macht, so hervorragend hassenswert, so dass man sich wünscht, Victor Crowley möge sie auf möglichst drastische Art und Weise ins Jenseits befördern. Auch Parry Shen schlägt sich als leidgeprüfter Überlebender recht wacker und Kane Hodder ist – auch wenn er unter dem Make Up wie immer nicht zu erkennen ist – wie in den anderen drei Filmen auch eine echte Urgewalt. Bis hierhin liest sich doch alles bestens … was also stimmt nicht mit Hatchet – Victor Crowley?

Sobald die Handlung des Films in den Sumpf verlegt wird, verliert man ganz schnell (meiner Meinung nach) das Interesse am Film, da sich hier eine Schwäche ganz besonders zeigt: das offensichtlich knappe Budget des Films. Anstatt Crowleys Opfer (wie in früheren Teilen) durch den Sumpf zu hetzen, spielt sich das Geschehen hauptsächlich am/im Wrack des abgestürzten Flugzeugs ab. Das wäre im Grunde nicht allzu schlimm, wenn wenigstens etwas Spannendes passieren würde. Aber eine nicht unbeträchtliche Zeit des mit 79 Minuten Spieldauer ohnehin nicht gerade langen Films wird damit vergeudet, Figuren, die bis auf die oben genannten völlig uninteressant sind, dabei zuzusehen, wie sie sich gegenseitig ankeifen, was mit zunehmender Spieldauer schon etwas nervt. Um daran zu erinnern, dass sich die Figuren eigentlich in Lebensgefahr befinden, wird inflationär häufig gezeigt, wie Wasser in das Innere des Flugzeugs eindringt. Dumm nur, wenn die meisten der dort Eingeschlossenen so angelegt sind, dass man sich kaum für sie interessiert oder dass man von ihnen schnell genervt ist. Das gilt vor allem für den von Dave Sheridan (Scary Movie, 2000) dargestellten Dillon, der wie eine misslungene Kopie von Bruce Campbell in Ash Vs. Evil Dead (Seit 2015) wirkt. Mit etwas mehr Geld hätte man all das wahrscheinlich etwas abwechslungsreicher gestalten können.

Auch was den Blutgehalt und die Effekte angeht, hinkt Hatchet – Victor Crowley seinen Vorgängern hinterher. Der vierte Teil hat zwei Fehler, die ebenfalls dem nicht gerade üppigen Budget geschuldet sind, das man anscheinend einmal mehr reduziert hat – bisher wurde jede Hatchet-Fortsetzung günstiger produziert als der jeweilige Vorgänger, was auch hier deutlich wird. Natürlich enthält auch Hatchet – Victor Crowley wieder einige brachiale, einfallsreiche Effekte, die man gesehen haben muss, um sie zu glauben. Allerdings sind diese Effekte nicht mehr so zahlreich wie in den Vorgängern...selbst der erste Teil, der (im Gegensatz zu den Teilen 2 und 3) ebenfalls ungeschnitten mit einer 18er-Freigabe bedacht wurde, hatte goretechnisch mehr zu bieten. Dass der Mord an einer besonderen Figur quasi off-screen stattfindet, hätte es früher nicht gegeben. Außerdem ist es leider so, dass so mancher Effekt auch deutlich als solcher zu erkennen ist, was wiederum am mangelnden Etat des Streifens gelegen haben dürfte.

Außerdem wird man vom Ende des Films geradezu überrumpelt und was während des Abspanns folgt, sorgt für ein großes Fragezeichen. Gerade hat man sich eingewöhnt, da wird man auch schon aus dem eigentlichen Geschehen herausgerissen und in die Post-Credit-Sequenz entlassen, was ebenfalls zu einem nicht gerade zufriedenstellenden Gefühl führt. Echte Begeisterung bleibt aus.

Hatchet – Victor Crowley ist kein wirklich misslungener Film. Dafür enthält er dann doch einige zu gelungene Einfälle und ein, zwei Splattereinlagen bleiben dauerhaft im Gedächtnis. Trotzdem kann es das nachgeschobene Sequel nicht mit seinen drei Vorgängern aufnehmen, da man alles, was man im neuen Hatchet-Streifen geboten bekommt, in den ersten drei Teilen schon besser zu sehen bekommen hat. Sollten Adam Green und Co. noch einen fünften Teil anpeilen, muss sich die Hatchet-Crew schon gehörig anstrengen, denn der vierte Teil ist derart mittelmäßig, dass man sich wünscht, es wäre bei der Trilogie geblieben.

5-6/10

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Kommentare

02.03.2018 18:56 Uhr - Insanity667
3x
DB-Helfer
User-Level von Insanity667 11
Erfahrungspunkte von Insanity667 1.641
Ach schade... Naja, er ist jetzt trotzdem noch auf der Watchlist relativ weit oben, aber du hast meinen Erwartungen jetzt schon ein bisschen den Wind aus den Segeln genommen, was ich dir aber keinesfalls übel nehme!!! Schließlich hast du mir mit deiner Besprechung auch mal wieder eine große Lesefreude bereitet! :D

02.03.2018 19:26 Uhr - Knochentrocken
3x
User-Level von Knochentrocken 5
Erfahrungspunkte von Knochentrocken 374
Jo die ersten drei waren gute Unterhaltung, auf einen vierten hab ich mich eigentlich auch gefreut, aber... nee irgendwie doch nicht.

02.03.2018 19:51 Uhr - Nubret
4x
User-Level von Nubret 8
Erfahrungspunkte von Nubret 862
Hatte mich auch sehr auf den gefreut und war genauso skeptisch. Dank Deinem tollen Review weiß ich jetzt, daß ich mein Geld doch lieber in einen anderen Film investiere. Daumen hoch!

02.03.2018 22:29 Uhr - dicker Hund
2x
User-Level von dicker Hund 12
Erfahrungspunkte von dicker Hund 2.419
Erwartungen sind gedämpft, Lektüre dennoch angenehm;.)

02.03.2018 22:52 Uhr - naSum
2x
User-Level von naSum 11
Erfahrungspunkte von naSum 1.993
Deine kritisierenden Worte reihen sich in die leider enttäuschenden Bildmomente des Schnittberichtes ein, der hier mittlerweile online ist... Dennoch gut beschrieben und bestraft, Herr Punisher!

02.03.2018 22:55 Uhr - DriesVanHegen
2x
User-Level von DriesVanHegen 5
Erfahrungspunkte von DriesVanHegen 364
Ach, schlechter als der dritte Sumpfausflug kann es hier doch gar nicht werden, ich bleibe vorsichtig gespannt. Das Steelbook muss einfach zu den drei anderen.

02.03.2018 23:36 Uhr - TheRealAsh
2x
User-Level von TheRealAsh 9
Erfahrungspunkte von TheRealAsh 1.082
Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich noch keinen der Reihe kenne, weil mir die cover nicht zugesagt haben und ich das für billigmüll hielt. Dem ist wohl nicht so, deine wunderbar rezi macht mir jetzt vor allem Lust auf die anderen, ich meine, dass Kane Hodder da dabei ist, hab ich nicht gecheckt

03.03.2018 10:07 Uhr - Watchman013
1x
Sehr gut die Stärken und vor allem die zahlreichen Schwächen aufgeführt. Für mich leider auch der bisher schwächste Teil der Reihe. Teilweise hatte ich während des Filmes das Gefühl, als hätte irgend jemand kurz vor der Veröffentlichung schnell noch Szenen rausgeschnitten. Das ganze wirkte stellenweise einfach unfertig.

03.03.2018 20:37 Uhr - Punisher77
1x
DB-Helfer
User-Level von Punisher77 13
Erfahrungspunkte von Punisher77 2.814
Vielen Dank für Euer zahlreiches Feedback und dass Euch das Review gut gefallen hat.

@Ash:
Wenn Du die Möglichkeit hast, uncut an die ersten drei Teile zu kommen, riskier´ ruhig mal nen Blick. Die Filme sind zwar Low Budget-Produkte, machen aber Spaß, da man merkt, dass hier Genrefans am Werk waren.

07.03.2018 20:40 Uhr - RetterDesUniversums
Was war denn das für ein Murks an Film? Ich gehe mir nun die Hoden signieren lassen;-) Grauenhaft schlechter 4 Teil ! Und ich habe mich so gefreut:-( Ich habe den sogar für 14,99€ mitgenommen. Fehlkauf des Jahres bis jetzt bei mir !

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