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Ghostfacelooker
Level 16
XP 4.589
Eintrag: 03.03.2018

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The Push

(Originaltitel: Darren Brown: The Push)
Genre:Dokumentation

Bewertung unserer Besucher:
Note: 2,00 (1 Stimme) Details
inhalt:
Der Mensch ist bekanntlich ein Herdentier und so folgt er brav allen gesellschaftlichen Normen, Gepflogenheiten oder eben staatlichen Richtlinien eines Landes, weil es die gesellschaftliche Ordnung entweder so vorsieht oder aber um des geregelten Lebens Willens. Aber kann man Menschen, die von sich behaupten mündige Bürger zu sein und über Recht und Unrecht, Gut und Böse frei entscheiden zu können, ohne ihr Wissen manipulieren? Was erzeugt Autorität und Gehorsam und sind dies Hebel, die man auch umlenken kann und für seine perfiden Zwecke mißbrauchen kann, ähnlich wie es Diktatoren tun? Dies will Derren Brown mit diesem Experiment beweisen.
eine kritik von ghostfacelooker:

Derren Brown selbst ist laut Biographie, Mentalist, Zauberkünstler und Maler, somit kein Psychologe und auch keiner der in irgendeiner Art dazu fähig wäre diese Situation psychologisch auch nur halbwegs real einschätzen zu können, wirkt in diesem Experiment mit.

Er will dem Zuschauer glauben machen, das man durch geschickt inszenierte Situationen und einer Art Gruppenzwang sowie emotionaler Bindung einen Menschen derart in seiner eigenen Überzeugung manipulieren kann, dass dieser entgegen seines Charakters handelt und sogar bis zum Äußersten zu gehen bereit ist.

Dabei schart er eine vermeintlich riesige Menge Komparsen um sich, die mit Make up und Stuntexperten die Illusion der Realität die man dem „Opfer“ vorgaukeln will, perfekt machen sollen.

Die Frage, die man sich bei diesem Experiment selbst stellt, respektive stellen sollte, ist nicht die, wie glaubwürdig es inszeniert ist, sondern wie sehr würde man selbst in dieser Situation, an die Situation selbst glauben.

Ist es eine Frage des Gruppenzwangs, der eigenen Einstellung und Überzeugungsfähigkeit anderer, die im unklaren über die wahre Natur der Situation gelassenen Protagonisten zu führen und es scheinbar zu schaffen deren Folgetrieb oder Gehörsamsfähigkeit zu manipulieren?

Oder will der Mensch in seinem Inneren tatsächlich geführt werden, wenn es die Situation erfordert und im Extremen sich lieber auf die Führung durch andere verlassen als selbst zu führen?

Beim Zusehen empfindet man stellenweise eine Art des Irrglaubens, denn okay man würde vielleicht noch die ein oder andere Sache genauso handhaben, sprich Taschen herumtragen, Getränke bringen, Fähnchen in vegane Häppchen stecken, in der Gewissheit sie sind nicht vegan, aber doch nicht wirklich alle dargebotenen Aktionen.

Der Protagonist sieht aus wie Jedermann und ich vermute, dass ist es was man dem Zuschauer glauben machen will, dass jeder alles tut, wenn nur die richtige Situation und Motivation es erfordert. Jedoch finde, dass dieses scheinbare Experiment, anders als Experimente im Gefängnis, das Stanford Prison Experiment oder Wahrnehmungsexperimente eher lächerlich, als glaubwürdig wirkt.

Und nur weil etwas fingiert ist und man es scheinbar mit allen Tricks und Können inszeniert, und dann auch noch sagt was fiktiv ist und was nicht, um es glaubhafter aussehen zu lassen, es nicht unbedingt gleichsam glaubhafter machen. Heißt also, nur weil ein Mentalist, oder Zauberkünstler wie Derren Brown, sagt es sei so, muss es nicht bedeuten, dass es ein tatsächlich psychologisch fundiertes Experiment ist, dessen Ergebnis etwas auszusagen hat.

Die ganze Inszenierung erinnert doch sehr an zweitklassige Dokumentationen über Big Foot und Außerirdische und nur weil man ein paar Prominente ein paar Sätze in eine Kamera sprechen lässt, muss es für den Zuschauer nicht gleich bedeuten, dass er dem Protagonisten nun all seine Handlungen abkauft.

Auch die Komparsen wirken deutlich überspitzt und erwecken nicht wirklich den Eindruck, man sei auf einer Top Charity Veranstaltung, auf der es um eine hohe Summe Geld für Wohltätige Zwecke ginge.

Die Motivation des „Opfers“ der scheinbar seine eigenen Ideale und Einstellungen mitsamt seinem Gehirn an der Eingangstür abgegeben zu haben scheint, wirken zwar als sei er tatsächlich unbedarft in der Situation, aber dann auch wieder so gekünstelt, dass man nur kopfschüttelnd lächeln kann.

Meine Meinung zu dieser Studie der „manipulativen Illusion“ ist, dass wer diese Story auch nur im Kern so annimmt, ohne zu Zweifeln, dass es tatsächlich in jeder Minute so passiert ist, der glaubt auch, dass ein Aluhut ihn vor imaginären Wellen der Geheimdienste und außerirdischer Gedankenkontrolle schützt, die es in seiner Welt mit absoluter Sicherheit gibt.

Interessant ist für mich wirklich nur am Ende, die ebenso schockierende Tatsache wie viele „Opfer“ dieses indirekten Gedankenkontrollexperimentes, tatsächlich bis zum Äußersten zu gehen bereit wahren, aber die Schritte die man als Zuschauer bis zu diesem Punkt zu sehen bekommt, haben zumindest mit dem in der Handlung agierenden Opfer nicht wirklich funktioniert

Es fehlte einerseits der schon angesprochenen Glaubwürdigkeit, andererseits schien mir die spürbare Naivität des Protagonisten zu deutlich und zu guter Letzt fehlt mir einfach der nötige Stumpfsinn um dies alles so hinnehmen zu können und zu sagen, ja das glaube ich.

Eine Sendung die man vielleicht aus reiner Neugier anspielt oder eben nach diesem Review gerade deswegen, um einen gegenteiligen Kommentar zu schreiben. Entscheiden Sie  

2/10
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Kommentare

03.03.2018 21:28 Uhr - Insanity667
DB-Helfer
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Was du nicht alles ausgräbst... Also, wirklich nicht mein Thema, aber immerhin hat es ja zu einer soliden Besprechung geführt!

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