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DerRezensierer
Level 3
XP 165
Eintrag: 04.03.2018

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The Foreigner

Herstellungsland:Großbritannien, China (2017)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Action, Drama, Thriller
Alternativtitel:The Chinaman
Ying Lun Dui Jue

Bewertung unserer Besucher:
Note: 8,22 (9 Stimmen) Details
inhalt:
Durch einen unglücklichen Zufall wird Fan, die Tochter des Geschäftsmanns Quan (Jackie Chan), bei einem Bombenattentat irischer Terroristen in London getötet. Durch dieses Ereignis traumatisiert sinnt Quan, einstiger Vietcong-Kämpfer, auf Rache. Auf seiner Suche nach der Identität der Terroristen, bittet er den britischen Regierungsbeamten Liam Hennessy (Pierce Brosnan) um Unterstützung. Nachdem er von offizieller Seite aber keine Hilfe bekommt, nimmt er das Gesetz selbst in die Hand und geht auf einen persönlichen Rachefeldzug…
eine kritik von derrezensierer:

The Foreigner

Erscheinungsdatum: 30. September 2017

Regisseur: Martin Campbell

Musik: Cliff Martinez

Einnahmen: 145,4 Millionen USD (Ca. 35 Millionen Us-Dollar Produktionskosten)

Produzenten:  Jackie Chan, Arthur Sarkissian, Cathy Schulman

Länge: 113 Minuten

Kritik:

Vielen ist Jackie Chan ja eher aus dem Comedy Bereich bekannt und das beweist er ja auch in seiner 57 jährigen Filmkarriere.  Mit 7 Jahren ergatterte er seine erste Filmrolle und hat mit 17 die Schule verlassen, um dann noch weitere 4 Filme zu drehen, bevor er als Stuntmen arbeitete, unter anderen auch in Bruce Lee Filmen wie Fist of Fury. Die Konkurrenz war zu damaligen Zeiten recht groß und man konnte sich nur mit waghalsigen Manövern auf sich aufmerksam machen. Eher war es selten zu verbuchen, das er auch seine "ernste" Seite als Schauspieler dargeboten hat. Zumeist eher in chinesischen Produktionen wie Police-Story, im Westen war er eher durch seine Comedy Filme bekannt. So wie es der Titel schon aufzeigt, stellt sich die Frage:" Kann man davon ausgehen, das Mister Chan auch als "Fremder" in einem ernsten Film sich behaupten kann oder versagt er auf ganzer Linie?

Um das herauszufinden schauen wir uns den Film einmal etwas genauer an! Was ist "The Foreigner"? Der Film basiert auf einer Grundlage von Stepehen Leathers Buch und ist mit dem Titel "Der Chinese" unterlegt, welcher in den 90er Jahren auf dem Markt erschien und sich mittlerer Beliebtheit erfreute. Leather schrieb den Roman, während er als Nachtnachrichtenredakteur der Times in London arbeitete, als die IRA auf dem Höhepunkt ihrer "Aktionen" war, quasi nebenher während der Arbeitszeit.  Der Rachethriller wurde von David Marconi 2015 adaptiert, Macroni arbeitet als amerikanischer Drehbuchautor seit 1983 als Ziehkind von Francis Ford Coppola.

Jackie Chan hat dieser Stoff sehr interessiert und stieg in die Produktion 2015 mit ein, quasi als Produzent und Schauspieler in einem, wobei auch hier der chinesische Produktionsanteil sehr hoch ist. Falls es noch nicht bekannt ist, "Relativity Media", ein seit 2004 bestehendes Medienunternehmen aus den vereinigten Staaten, welches in den vergangenen 13 Jahren über 20 Milliarden US Dollar in Filme gesteckt hatte erlitt im Jahr 2015 den Konkurs und wurde von einem Unternehmen aus Singapur und chinesischen Anteilseignern aufgekauft.

Doch wie es schon erwähnt wurde zurück zur Frage: "Kann Jackie Chan auch Schauspielen oder nur rumalbern?" Die Antwort darauf lautet eindeutig: "Ja, er kann! Zumindest aus meiner Sicht." Denn mit diesem Film beweist er nicht nur schauspielerisches Talent sondern auch Mimik und Körperhaltung, die der Rolle sehr angepasst ist und das ist nicht seinem Alter geschuldet! Denn auch Regisseur John Campbell (James Bond, Auftrag Rache, Green Lantern) hat hier seinen Fingerabdruck deutlich hinterlassen. Auch ist hervorzuheben, das der Film fast ganz ohne CGI auskommt und eher auf practical effects setzt und selbst die Szene auf der Brücke, wo ein Doppeldecker-Bus explodiert, real gedreht wurde. Denn während des Drehs gingen einige Meldungen und Fragen bei der Polizei ein, dass ein Bus explodiert sei und ob es sich dabei um einen Anschlag handele.

Die Handlung an sich und die Umsetzung sind sehr überzeugend dargestellt und verlieren nicht an Spannung und man fühlt regelrecht das Düstere und Dreckige Grundgerüst. Was in meinen Augen überhaupt nicht zutrifft ist die Annahme aus einigen Kritiken, das es eine Mischung aus MacGyver und John Rambo handelt. Nur weil der Plot ab und an mal im irischen Wald spielt muss man nicht zwangsweise davon ausgehen und wenn man bedenkt das Jackie Chan einen ehemaligen ausgebildeten chinesischen "Guerillia-Kämpfer" spielt, der damals eben zumeist im Dschungel von Kambodscha seine Taten ausübte, dann kann man auch auf andere Gedanken kommen, als ewig das gleiche Zwangskorsett zu verwenden.

Die Actionsequenzen sind wohl dosiert angelegt und lassen sich auf ein gekonntes Wechselspiel mit Pierce Brosnan ein, der den irisch stämmigen Liam Hennessy spielt, der der damaligen IRA angehörte. Brosnan spielt seinen Part mit Leidenschaft und absoluter Präsenz! Wenn man auf seine Mimik achtet, dann erschaudert es einen schon das eine oder andere Mal. Fies, Rauh und mit vielen Ecken und Kanten ohne sichtbare Fugen, gleitet sein Charakter von einer Emotion zur anderen. Besser gesagt: Man spürt die Angst und die Wut!

Es wird hier nicht durchgehend ein Actionfeuerwerk gezündet, denn der Film bekommt auch eine gewisse Tiefe und Herkunft für die einzelnen Protagonisten spendiert, was dem Film sehr gut bekommt. Auch finden wir hier eine Motivation jedes einzelnen Charakters wieder warum und weshalb sich die Geschichte so entwickelt, welches ja in vielen Filmen dieser Art leider fehlt. Kurz gesagt: Hier stimmt einfach alles! Ob es nun die Bildästhetik ist oder die wirklich gut inszenierten Actionsequenzen, verbunden mit einem sehr guten Schnittrhythmus sowie die Grundstimmung, alles wirkt sehr abgerundet und einfach sehr stimmig. Alle geben ihr Bestes und der Spaß ist immer beim Schauen mit dabei und es wird zu keiner Minute langweilig. Jackie Chan hat einmal mehr bewiesen das er einer der größte Actionheld aller Zeiten ist und selbst mit seinen 65 Jahren agiert er wie ein dreißig Jähriger voller Frische und Esprit. Kauf-oder Leihbefehl ist hier auf alle Fälle angesagt!

Was auch noch hervorzuheben ist ist die Komposition der Filmmusik. Diese wirkt durchgehend sehr spannend und untermahlt gekonnt das Gezeigte auf dem Schirm! Die synthetisierten Töne geben dem Bild eine gewisse Prägnanz und zeichnen die Spannung im Film präziese nach. Ein Soundtrack der mal wieder Spannung verleiht und auch im allgemeinen sehr gut anzuhören ist.

 

 

8/10
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Kommentare

04.03.2018 20:21 Uhr - tschaka17
1x
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Interessanter Background zur Entstehungsgeschichte, den kannte ich noch nicht. Und Jackie Chans Schauspieltalent habe ich nie angezweifelt, einfach ein Meister. The Foreigner war für mich eher zähe Kost, hatte mehr Action und weniger Gequatsche erhofft und wenn es dann mal Action gab war die nur Mittelmaß. Und Pierce Brosnan im O-Ton nuschelt wie Sau! Musik war stellenweise doch arg dunkel und dumpf, insgesamt kann man sich den aber passabel geben.

04.03.2018 23:22 Uhr - TheRealAsh
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cool, danke für die weiteren infos, den hol ich mir demnächst auch noch;-)

Und wie schon bei tschaka erwähnt, der Soundtrack ist als Scheibe hervorragend. Cliff Martinez ist einer der besten Score-Tüftler up to date.

Ich bin schon auch etwas crazy, hol ich mir vorher den Soundtrack, bevor ich den Film gesehen habe;-) lol

05.03.2018 09:34 Uhr - naSum
1x
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Informative und interessant aufbereitete Einleitung. Passt gut zum gealterten Cast, die Hintergründe zu erläutern. Gerade von den beiden Cover Profilen ist man ja eigentlich anderes gewohnt.

Aber genau deshalb bin auch ich sehr gespannt auf den Film und dein Review geht genau auf diese Punkte der schauspielerischen Erwartungshaltung ein.

@Ash:
Herrje, du alter, vinyler Radio DJ, du sollst doch die Platten auf der Maloche lassen und nicht mit Heim nehmen. Ich will nicht wissen, wie voll deine Regale sind... ;)
Obwohl es auch was besonderes hat, einen Menschen kennen zu lernen, indem man ihm durch die Plattensammlung blättert. Speziell wenn es dann zutreffend aussagekräftig ist.

05.03.2018 14:09 Uhr - DerRezensierer
1x
User-Level von DerRezensierer 3
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Danke für Eure Rückmeldung. Da Tschaka17 schon eine Kritik verfasst hat, wollte ich das Ganze etwas anders angehen und mehr mit Hintergrundinfos arbeiten, da es, wie naSum schon erläuterte, zum gealterten Cast schon passt.
Ich muss mir aber mal abgewöhnen diese verschachtelten Sätze zu schreiben...
Der Soundtrack ist wirklich genial da kann ich TheRealAsh nur beipflichten, hab mir den auch gleich auf iTunes gekauft :-) Hat durchaus Gänsehautcharakter, wie der ganze Film!
SO muss Film sein, meiner Meinung nach.

05.03.2018 14:13 Uhr - TheRealAsh
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@nasum: mein Gott, wenn beim S-Mart die Angebote immer so gut sind, außerdem hebt jeder Martinez-Soundtrack den Film unglaublich. Ich hoffe ja, dass die Filme dann auch immer gut sind, Foreigner hört sich ja gut an, aber Game Night bin ich kritisch, aber wer weiß. Für Criminal Squad hat er auch die Musik gemacht, gibts allerdings noch nicht zu kaufen. Und glaub mir, du würdest meine Soundtracksammlung lieben, das einzige was mir noch wirklich fehlt ist Shining (unbezahlbar):-(

05.03.2018 15:54 Uhr - cecil b
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Gute und informative Kritik!

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