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Punisher77
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Eintrag: 22.06.2018

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Kalter Schweiß

(De la part des copains)
Herstellungsland:Belgien, Frankreich, Italien (1970)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Action, Thriller
Alternativtitel:Cold Sweat
Kalter Schweiss
Kalter Schweiss - Cold Sweat
Uomo dalle due ombre, L'
Vrienden laten groeten, De

Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,60 (5 Stimmen) Details
inhalt:
Joe Martin lebt zufrieden und glücklich mit seiner Familie an Frankreichs Cote d'Azur.
Hier hat er ein neues Leben begonnen. Denn sein früheres Leben war alles andere als okay.

Als eines Tages Sein ehemaliger "Kollege" Whitey auftaucht und ihn auffordert mit seinem Boot eine illegale Aktion durchzuführen schafft Joe ihn aus dem Weg.

Doch es ist nicht vorbei. Jetzt machen die Mitstreiter von Whitey Jagd auf Joe und seine Familie....doch er dreht den Spiess um !
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von punisher77:

                                              KALTER SCHWEIß

Kalter Schweiß (1970) ist der erste von drei Filmen, die Charles Bronson mit dem britischen Regisseur Terence Young drehte, der sich mit den drei James Bond 007-Filmen James Bond Jagt Dr. No (1962), Liebesgrüße Aus Moskau (1963) und Feuerball (1965) einen Platz in der Filmgeschichte gesichert hatte. Das Drehbuch zum ersten Young/Bronson-Film basiert auf dem Roman Ride The Nightmare (1959) von Horror – und Science-Fiction-Autor Richard Matheson, der bereits im Rahmen der TV-Serie The Alfred Hitchcock Hour (1955-1962) verfilmt worden war. Neben Bronson agierten Liv Ullmann (Von Angesicht Zu Angesicht, 1976), James Mason (20.000 Meilen Unter Dem Meer, 1954) und Jean Topart, der besonders als Synchronsprecher bekannt war, in größeren Rollen. Kleinere Rollen gingen an Michel Constantin (Der Mann Aus Marseille, 1972) und Luigi Pistilli (Im Blutrausch Des Satans, 1971). Natürlich durfte auch Charles Bronsons Frau Jill Ireland nicht fehlen.

Joe Martin (Charles Bronson) war einmal ein Krimineller, der mit vier anderen Häftlingen aus einem Gefängnis ausbrach. Als bei der Flucht ein Polizist ermordet wurde, floh Joe, der der Fahrer bei dem Ausbruch war, und überließ seine Kameraden ihrem Schicksal, was zwanzig Jahre Haft pro Nase bedeutete. Das alles liegt nun seit Jahren zurück und Joe hat sich seitdem eine neue Existenz aufgebaut. Er wohnt mit seiner Frau Fabienne (Liv Ullmann) und seiner zwölfjährigen Stieftochter an der Cote d´ Azur und lebt davon, seine Jacht zu vermieten. Eines Tages wird Joe von seiner Vergangenheit eingeholt: Seine ehemaligen Komplizen, angeführt von Captain Ross (James Mason) tauchen bei ihm auf, nehmen Frau und Kind als Geisel und verlangen Joes Hilfe bei einem Drogendeal …

Wenn man heute Texte oder Bücher über den im Jahr 2003 verstorbenen Charles Bronson liest, wird man in erster Linie erfahren, dass er hauptsächlich wortkarge Western – und Actionhelden spielte, die Recht und Gesetz oft selbst in die Hand nahmen. Kalter Schweiß gehört nicht in dieses Schema und zeigt, dass Bronson nicht nur der schweigsame Rächer mit nervösem Abzugsfinger war. In Kalter Schweiß spielt er einen Ex-Kriminellen, der – da seine neue Familie in Gefahr ist – seinen Widersachern nicht so ohne Weiteres das wohlverdiente Einschussloch zwischen den Augen verpassen kann, sondern planen und taktieren muss. Außerdem verfügt seine Figur über die eine oder andere Schwäche. So gibt Bronson alias Joe Martin zu, dass ihn die Ereignisse von damals nicht losgelassen haben, was sich in Alpträumen und erhöhtem Alkoholkonsum niederschlägt. Zwar muss Bronson in dieser Rolle keine schauspielerischen Höchstleistungen vollbringen, sondern darf in vielen Szenen – wie gewohnt – das Raubein raushängen lassen, aber trotzdem ist er hier noch weit von dem für ihn typischen Rollenschema entfernt, das er nach Ein Mann Sieht Rot (1974) oder spätestens nach Beginn der Cannon-Ära immer wieder erfüllen sollte.

In Kalter Schweiß wird Bronson schauspielerisch von einigen starken DarstellerInnen unterstützt, besonders von Liv Ullmann und James Mason. Ullmann überzeugt in einer Rolle, die man eigentlich von Bronsons Ehefrau Jill Ireland erwartet hätte – sie spielt Martins loyale Ehefrau, die alles tut, um ihr Kind zu retten und bereit ist, dazu unheilige Allianzen zu schmieden. Neben ihr sticht besonders James Mason als Captain Ross, der Anführer der Kriminellen, hervor, der zwar zunächst ein skrupelloser Gangster zu sein scheint, dann aber doch noch seine moralische Seite entdeckt, als es zu einer unvorhergesehenen Situation kommt. Eine ebenfalls überzeugende und äußerst beängstigende Vorstellung bietet Jean Topart als fieser Schurke Katanga, der ein ungesundes Interesse für Joe Martins Stieftochter entwickelt und zu der Kategorie Bösewichte gehört, die man als Zuschauer leidenschaftlich hasst und denen man ein möglichst böses (Film)Ende wünscht.

Inhaltlich schlägt sich Kalter Schweiß dagegen nicht ganz so wacker. Der gesamte Plot wirkt ein wenig konstruiert (Was aber auch an der mir nicht bekannten Romanvorlage liegen kann…) und trotz der recht überschaubaren Spieldauer von knapp anderthalb Stunden weist Kalter Schweiß so manche Länge auf. So wirkt die rasante Autofahrt mit dem Arzt, der sich später auch die Polizei anschließt und die eigentlich für Spannung sorgen soll, viel zu langgezogen, um ihren angestrebten Zweck zu erfüllen. Apropos „rasante Autofahrt“ - diese stellt im Grunde die einzige nennenswerte Actionszene des Films dar. Da Kalter Schweiß in erster Linie ein Thriller und kein reiner Actionfilm ist, gibt es demzufolge keine ausgedehnten Schießereien oder Kampfszenen – wer auf solche Momente hofft, wird von Kalter Hauch bitter enttäuscht werden.

Was das Gesamtniveau des Films ebenfalls etwas schmälert ist, dass einige Schauspieler in Kalter Schweiß regelrecht verheizt werden. So verschwindet der in vielen Filmen so überzeugende Michel Constantin viel zu früh aus diesem Streifen und auch einem so markanten Darsteller wie Luigi Pistilli hätte man deutlich mehr Screentime zugestehen sollen. Und auch Jill Ireland, die – auch wenn sie hauptsächlich für ihre Rollen in Bronson-Filmen bekannt sein dürfte – schauspielerisch deutlich mehr zu bieten hat als nur ein Helden – bzw. Schurkenanhängsel zu sein, wird in ihrer relativ kleinen Rolle ziemlich verschenkt. Mit seinen prominenten Nebendarstellern wusste Terence Young hier nicht allzu viel anzufangen.

Trotz besagter Längen enthält Kalter Schweiß aber auch eine Reihe spannender Sequenzen, die den Film – neben den Leistungen der Hauptdarsteller – dann doch noch recht sehenswert macht. Die Szenen, in denen Captain Ross Joe Martins Familie vor dem skrupellosen Katanga beschützt, knistern nur so vor Spannung und zeigen, dass Terence Young nicht nur Bond-Spektakel inszenieren kann, sondern auch Spannungsmomente, die gänzlich ohne Effekte auskommen.

Unterm Strich ist die französisch-italienische Co-Produktion Kalter Schweiß bei weitem kein Meisterwerk, aber dafür ein knapp überdurchschnittlicher, solide inszenierter Thriller mit einem Bronson, der überzeugend unbelastet von seinem späteren Rollenschema agiert und dabei von ein paar starken Schauspielern unterstützt wird. Trotzdem soll nicht verschwiegen werden, dass die beiden anderen Filme, die Terence Young mit Charles Bronson drehte (Das Western-Buddymovie Rivalen Unter Roter Sonne (1971) und der Mafia-Film Die Valachi-Papiere (1972) ), besser sind.

7/10
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Kommentare

22.06.2018 23:09 Uhr - Pratt
1x
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Sehr lesenswert und wenn mich meine Erinnerung nicht drübt, würde ich das über den Film Geschriebene auch so beurteilen und auch deine Bewertung halten.

Der beste der Young/Bronson Filme ist meiner Meinung nach, der von dir vor kurzem ebenfalls stark rezensierte 'Rivalen unter Roter Sonne'!!!

22.06.2018 23:14 Uhr - Punisher77
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Vielen Dank für das Lob, Pratt!

Von den Bronson/Young-Filmen haben mir "Die Valachi-Papiere" etwas besser gefallen, aber "Rivalen Unter Roter Sonne" ist trotzdem ein toller Film.

23.06.2018 10:18 Uhr - NoCutsPlease
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Angesichts des Titels dachte ich zuerst an "The Mechanic", aber der heißt hierzulande ja "Kalter HAUCH".
Dieser hier ist mir noch nicht unter die Augen gekommen, aber es ist allemal interessant zu sehen, wo sich Liv Ullmann abseits von Bergman-Filmen so alles herumgetrieben hat.
Schöne Kritik wieder vom Punisher, du bist hier einer der fleißigsten Bronson-Lieferanten, wenn nicht sogar DER fleißigste.

23.06.2018 11:32 Uhr - Nubret
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Erfahrungspunkte von Nubret 654
Fand den auch etwas schwächer, jedenfalls für das Gespann Bronson/Young.

Die "Valachi-Papiere" sind da tatsächlich ein ganz anderes Kaliber. Die Besprechung ist jedoch wie immer "over the top"!

23.06.2018 16:48 Uhr - Punisher77
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Vielen Dank für Euer Lob :-).

25.06.2018 11:09 Uhr - JasonXtreme
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Ja es ist nicht Bronsons bester Film, aber die Wertung zeigt es ja - auch nicht sein schlechtester :-) man erwartete halt einfach die bekannte Schiene, wobei es genug Filme gibt in denen Bronson nicht 90 Minuten lang ballernd und hauend durch die Gegend läuft.... im Grunde sogar die Mehrheit der Filme :D selbst Death Wish 1 ist an und für sich ja alles, nur kein Paradebeispiel an der Rolle die Charlie in Teil 2-5 dann spielt.

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