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Saboteur

(Originaltitel: The Saboteur)
Herstellungsland:USA (2009)
Standard-Freigabe:USK 18
Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,13 (23 Stimmen) Details
inhalt:
Schlüpfe in die Rolle von Sean Devlin, einem knallharten irischen Rennmechaniker, der in Paris seinen persönlichen Rachefeldzug gegen das Nazi-Regime führt.
Klettere auf den Eiffelturm, nutze die Kathedrale Notre-Dame als Scharfschützenversteck und prügele dich auf der Champs-Élysées – im ersten in Paris spielenden Open-World-Game der Welt.
Sammele in zwielichtigen Lokalen und Cabarets Informationen, erlerne das Angreifen aus dem Hinterhalt und nutze eine große Auswahl an Waffen, während du die Kunst der Sabotage meisterst.
Erlebe eine mitreißende Geschichte, unterstützt durch einen einzigartigen visuellen Stil und eine Stadt, die auf deine Aktionen reagiert.
eine kritik von inferis:

Saboteur ist ein auf den Ersten Blick ungewöhnliches Open World Spiel. Zumindest auf dem Papier. Man übernimmt die Rolle eines Rennfahrers, Sean Devlin, lose basierend auf einer realen Person, der sich der französischen Resistance im Zweiten Weltkrieg anschließt. Das Gameplay verläuft dabei mal mit Stealth, mal eher Actionreich. Sean kann sogar die Uniform von getöteten Nazis anziehen, wenn er sie auf bestimmte Weise tötet. Einen netten Fuhrpark gibt es auch im Spiel und wie jedes andere Open World Spiel dieser Zeit, gab es auch in Saboteur Parkour bzw. Free Running. Von Pandemic Studios entwickelt, erwartete ich einen Hirnloses, aber sehr unterhaltsames Actionspiel mit B-Movie Anleihen. Das Spiel war dann aber doch ein bisschen anders.

Saboteur erinnert eher an einen Abenteuerfilm, ein Indiana Jones, aber ohne alles, was Indiana Jones besonders macht. Sean prügelt sich, er fährt schnelle Autos und nach etwas Übung macht er das sogar ganz ordentlich. Am meisten sprengt Sean jedoch irgendeinen Scheiß in die Luft. Das liebt er anscheinend oder zumindest dachten die Entwickler, dass die Spieler das lieben würden. Denn Sean hat etwa 1000 sogenannter Freeplay Ziele zu erledigen. Freeplay heißt eigentlich, Türme in die Luft jagen, Geschütze in die Luft jagen, Panzer in die Luft jagen, Scheinwerfer in die Luft jagen, Tankstationen in die Luft jagen, zu Fernrohren an erhöhten Positionen klettern, Postkarten sammeln oder Generäle töten. Oh, und Rampen mit dem Auto ins Visier nehmen um dann darüber zu schanzen. Das ist eine ganze Menge zu tun, wird irgendwann aber eintönig und ist schlichtweg viel zu viel. Besonders, da das Spiel recht selten automatisch speichert. Ich habe besonders am Anfang so gut wie keinen Unterschied gemerkt, wenn ich die Ziele erfüllt habe, da ich fünf Meter später schon ein Dutzend weiterer Ziele gefunden habe. Manche dieser Ziele sind auch recht schwer zu bekommen oder so platziert das man öfter draufgeht, während man es versucht. Und das kann nerven. Mit diesen Zielen wird das Spiel jedoch so extrem in die Länge gezogen, dass man auf bis zu 40 Stunden kommt.

Es gibt aber noch mehr. Man kann Autos einsammeln, von denen manche erst deutlich später freigeschaltet werden und man kann Vergünstigungen freischalten. Dafür muss man bestimmte Dinge erfüllen, wie Generäle im Stealth Modus umbringen, bestimmte Fahrzeuge in einem Durchgang zerstören usw.. Dabei sind ein paar Bedingungen so gut wie unmöglich zu bewältigen, wie es scheint, was auch an ein paar Bugs liegen kann. Insgesamt sind die Bugs kein großes Problem, doch leider sind sie, wenn sie aufkommen, oft gravierend. Etwa wenn das Spiel abstürzt, nachdem man eine Stunde in Freeplayziele investiert hat, oder man alle Freeplayziele bis auf eins erfüllt hat, weil der General nicht auftaucht oder man Widerstandskämpfer befreien muss die dann aber nicht am richtigen Ort sind und einer fehlt oder tot ist und man die Mission später neu starten muss. Es fehlt auch teilweise der Feinschliff. zu oft ist eine unsichtbare Barrikade um bestimmte Gebäude verteilt und so bleibt man neben einem Baum oder einer Wand hängen. Nervig.

Die Story an sich ist okay, aber nichts besonderes. Man kämpft gegen Nazis, man hat diesmal sogar zwei Love Interests, was schon bald zu einer Vierecksbeziehung führt, sobald man den Widerstandsführer findet, was allerdings kaum Probleme oder Konflikte mit sich zieht. Es gibt relativ viele Sekundär Charaktere die ab einem bestimmten Punkt im Spiel offenbar einfach vergessen werden. Es gibt auch Anspielungen auf die Bundeslade in einigen Missionen zu Beginn. Etwas interessantes wird aber auch daraus nicht gemacht.

Die Stealth Mechaniken bleiben auch eher mäßig. Sobald man enttarnt wurde ist die Kacke meistens unwiderruflich am Dampfen und man wird zum Schweizerkäse. Ist man tot kann man zum nächsten HQ gelangen, allerdings verliert man alles an Munition und Granaten. Das Stealthsystem funktioniert recht einfach. Man schnappt sich eine Uniform von einem totgeschlagenen Nazi, dann geht man an den Nazis vorbei, auch in Sperrgebiete muss jedoch auf Abstand gegangen werden oder man muss besonders langsam laufen um keine Aufmerksamkeit zu erregen. Den Verdacht der Nazis sieht man dabei in einer Leiste neben der Minikarte. Ist die Anzeige voll so werden die Nazis Alarm schlagen, also muss man sie vorher erschießen. Leider merken es meistens mindestens zwei Hakenkreuzliebhaber, die man dann geschickt ausschalten muss. Da Schusswaffen leider ziemlich laut sind merkt es oft ein weiterer Armbandträger und der hetzt Sean dann meistens den Rest der braunen Brut auf den Hals. Meistens werden die Arier jedoch schnell abgehängt oder ausgeknipst. Manchmal lassen sie sich aber auch von Kugeln nicht aus der Fassung bringen und reagieren gar nicht. 

Das klingt jetzt vielleicht sehr negativ, aber Saboteur ist wirklich nicht schlecht. Es hat eine Menge gutes, eine ziemlich große Open World, ein Schwarz Weiß Feature, bei besetzten und uninspirierten Gebiet, Farbe bei befreiten Gebieten, Stealth, einige Waffen und Autos, extremst viele Sekundärziele, wenn auch wenige richtige Nebenmissionen und eine Menge Inhalt für relativ wenig Geld. Es ist einfach nur nicht überragend. Es ist einfach nur gut, begeht allerdings viele Fehler, wie eine Fortsetzung anzuteasern oder Charaktere zu vernachlässigen, die wohl für die Fortsetzung gedacht waren. Für einen Zeitvertreib zwischendurch oder um Abends abzuschalten ist es aber völlig in Ordnung und kann durchaus eine Menge Spaß machen. 

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Kommentare

13.07.2018 18:15 Uhr - jrtripper
1x
du hast alle facetten des spieles gut eingefangen.
die kleinen fehler die das spiel hat, sind vernachlässigbar klein und die von dir beschriebene langeweile oder das es nervig wird, konnte ich im spiel nicht finden.
der schwierikeitsgrad ist angenehm, ja, ein paar missionen muss man wieder holen, weil man schon mal da bei umkommt. aber das tut dem spiel keinen abbruch.
ich weiß nich, ob ich mit den von dir anggeben ca. 40 std. zurecht gekommen bin, waren gefühlt ehr um die 100.
habe es auf der playstation gespielt.

13.07.2018 19:22 Uhr - Inferis
1x
DB-Helfer
User-Level von Inferis 13
Erfahrungspunkte von Inferis 2.959
Es kann gut sein, dass die Dinge die mich gestört sind bei dir nicht so sehr ins Gewicht gefallen sind, ich hatte nicht lange zuvor auch die Red Faction Spiele gespielt und hatte vielleicht einfach ein bisschen zu viel von Explosionen.

100 Stunden klingt nach ein bisschen viel, hast du eventuell auch alle Trophies in der Zeit freigeschaltet? Ich frage nur so aus Neugierde, weil ein paar der Trophies klingen schon sehr aufwendig. Ich meinte die mit den 40 Stunden die Zeit für die Hauptstory und die Freeplayziele.

14.07.2018 15:52 Uhr - jrtripper
ja, habe alles was man im spiel freischalten kann geschaft und auch alle trophies.
die einzige aufgabe, für die ich was länger gebraucht habe, ist die gewesen, wo man 10 mann mit einer bombe erledigen muss.
es kann sein, das dafür die 40 stunden reichen, habe da nicht so wirklich drauf geachtet.
deshalb sagte ich ja, gefühlte 100 std.

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