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Ghostfacelooker
Level 16
XP 4.582
Eintrag: 14.05.2018

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Das Siebte Zeichen

(Originaltitel: The Seventh Sign)
Herstellungsland:USA (1988)
Genre:Horror, Fantasy, Thriller, Mystery

Bewertung unserer Besucher:
Note: 6,80 (5 Stimmen) Details
inhalt:
Sieben Zeichen, so heißt es im Buch der Offenbarung, werden der Apokalypse vorausgehen. Der mysteriöse David (Jürgen Prochnow) scheint dafür zu sorgen, dass sich diese Prophezeiung auch tatsächlich erfüllt, denn überall, wo er auftaucht, ereignen sich Katastrophen: Millionen Fische treiben tot ans Ufer, ein Fluss färbt sich rot, und ein Wüstendorf versinkt unter einer Eisschicht. Als David sich bei der schwangeren Abby (Demi Moore) und ihrem Mann, dem Anwalt Russell (Michael Biehn), einmietet, ahnt sie noch nicht, dass sie selbst das letzte, das siebte Zeichen liefern soll: die Totgeburt eines Babys ohne Seele...
eine kritik von ghostfacelooker:

Wer jemals The Keeper of the seven Keys der Band Helloween hörte, oder sich auch nur ein wenig mit den sieben göttlichen Siegeln der Offenbarung des Johannes aus der Bibel beschäftigte, der hat eine Ahnung was es bedeutet, wenn diese gebrochen, respektive geöffnet werden.

Damit beginnt der Film auch eigentlich sanft und doch ohne Rücksicht auf eine Einführung oder Erklärung. Man sieht einen stoisch blickenden Mann, der sich später als David vorstellen wird durch eine verängstigt aufgebracht scheinende Menschenmenge an einen Ozean bei Haiti schreiten und einen altes durch die Zeit selbst, fast brüchig wirkendes Stück Pergament in Händen haltend, dass mit einem Siegel geschlossen ist, zerbrechen.

Sekunden später werden Fische an den Strand gespült. Natürlich kennen wir, die wir Horrorfilme lieben, oder auch Thriller mit religiösen Bezügen, alle ein paar Passagen der Apokalypse, die mit - und siehe alle Vögel des Himmels fielen hernieder und das Meer färbte sich rot von Blut-, beginnen oder - die Sterne fielen vom Firmament und der Mond ward rot wie Blut- enden, und so kann man sich die Stimmung der ersten Minuten vorstellen, in denen man sich selbst fragend dem Mann (Jürgen Prochnow) zusieht, wie er mitleidlos drei Siegel bricht.

Dazwischen sieht man Abby und erfährt das diese mit ihrem Mann Russell guter Hoffnung sind neues Leben zu erwarten, sowie einen Pater, der laut katholischem Reglement natürlich beauftragt ist, diesen Zeichen auf den Grund zu gehen.

Dies ist eine grobe Zusammenfassung der ersten Minuten, bis zu dem Moment als David in Abby und Russell´s Leben tritt, denn ab da beginnt der Film wirklich seine schauspielerischen Akzente setzen zu wollen, die neben der Handlung selbst eher marginal scheinen.

Demi Moore als Abby ist zwischen psychisch labil und entschlossener Tatkraft ihrer Figur selbst unsicher agierend, was im ersten Moment zwar nervend aber im Zusammenhang des Charakters und der Story der Person, doch wieder passend wirkt.

Prochnow selbst spielt den „Gast“ in einer unaufdringlich beängstigenden Unnahbarkeit, die durch seine Mimik und Taten im Film selbst unterstrichen wird, sodass man bis zum Schluss, den gewollten Hintergrund der Figur selbst nicht wirklich einzuordnen weiß, was der Spannung als solches zugute kommt.

Biehn´s Rolle ist der typisch aufstrebende 80er Jahre Möchtegern-Yuppie, der in seiner gesamten Darbietung eher zweckmäßig scheint, während Peter Friedmann, als Pater Lucci, einen diabolisch angehauchten Pater gibt, der dem aus dem Exorzisten gleichzukommen sucht und somit neben Prochnow, die interessanteste Figur des Films ist.

Da die Story selbst sich im Filmverlauf sehr gut erklärt und auch ein gerüttelt Maß an Spannung bereithält, kann man über die Defizite des Schauspiels von Moore und Biehn zwar kaum hinwegsehen, aber den Film mit folgendem Gesamtfazit beschreiben:

Rückblickend, ist dies ein Film, der mir damals bei der „Erstsichtung“ wesentlich besser gefiel und mich mehr beeindrucken konnte, als er dies später oder auch nach jüngsten Momenten tat.

Doch abgesehen von der schauspielerisch schwindenden Leistung, der noch pausbäckig jungen Demi Moore und dem fast schon naiv machohaften Laienspiel von Michael Biehn, bei dem man denken könnte, dies sei seine erste Rolle, ist es die Mythologie, respektive der theologische Ansatz, der dem Film zugrunde liegt, der mich immer noch zu begeistern weiß und in seinem Kern gute Diskussionsgrundlagen bietet.

Die Theorie des Guf (Guph / Gup, hebräisch für Körper, gelegentlich auch als Otzar hebräisch für Schatzhaus), ist eine, wenn man sie ein wenig umdrehen oder weiterspinnen will, sehr interessant.

So käme die ursprüngliche Vorstellung daß die aus dieser der rabbinischen Schrift bezeichneten „ Schatzkammer „ stammenden Seelen der noch nicht Geborenen, nicht nur eine Endgültigkeit und gleichsame Vorbestimmung aller Dinge birgt, sondern anders betrachtet auch einen aus dem hinduistischen Reinkarnationskreislauf bedingten Aspekt inkludiert.

Jener, nämlich dem, daß man, da es ja eine begrenzte Zahl der Seelen gibt, immer wieder geboren werden muß bis man die Fehler oder Makel der durch das Leben verursachten Sünden bereinigt hat und so weit durch Erfahrung und Inkarnation, hinter das göttliche Prinzip gedrungen ist um sich wieder mit ihm zu vereinen.

Dies ist alles eine eigen gedachte Theorie, die jedoch mit der bayrisch katholisch bedingten Kindheit und dem eigenen Erwachsenwerden, sowie durch eben jene Erstsichtung als Teenager geprägten Gedankengänge hervorgerufen wurde, womit ich eine zweigeteilte Wertung aussprechen will, die eine 10 rechtfertigt, wenn man den Film vorher nie gesehen hat und sich dann bei mehrfacher Sichtung zu der aktuellen 7 einpendelt.

7/10
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Kommentare

14.05.2018 13:12 Uhr - BFG97
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Einmal mehr lockst du mich mit einem mysteriösen Gast und zugleich steigerst du meine Neugier ins Unermessliche mit deiner sehr interessanten Theorie, die du auch noch weiter hättest ausführen können. Zumindest meiner Meinung nach^^
Selbstverständlich super geschrieben und das Thema des Filmes hat mich diesmal sogar noch mehr gepackt als sonst :D

14.05.2018 13:14 Uhr - Ghostfacelooker
1x
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14.05.2018 13:12 Uhr schrieb BFG97Einmal mehr lockst du mich mit einem mysteriösen Gast und zugleich steigerst du meine Neugier ins Unermessliche mit deiner sehr interessanten Theorie, die du auch noch weiter hättest ausführen können. Zumindest meiner Meinung nach^^
Selbstverständlich super geschrieben und das Thema des Filmes hat mich diesmal sogar noch mehr gepackt als sonst :D


yeah ich bin die Hexe im filmischen Bereich von Hänsel und Gretel^^^^mein Knusperhaus ist eine Vielzahl filmischer Interessen und Leidenschaften

14.05.2018 13:36 Uhr - BFG97
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14.05.2018 13:14 Uhr schrieb Ghostfacelooker
14.05.2018 13:12 Uhr schrieb BFG97Einmal mehr lockst du mich mit einem mysteriösen Gast und zugleich steigerst du meine Neugier ins Unermessliche mit deiner sehr interessanten Theorie, die du auch noch weiter hättest ausführen können. Zumindest meiner Meinung nach^^
Selbstverständlich super geschrieben und das Thema des Filmes hat mich diesmal sogar noch mehr gepackt als sonst :D


yeah ich bin die Hexe im filmischen Bereich von Hänsel und Gretel^^^^mein Knusperhaus ist eine Vielzahl filmischer Interessen und Leidenschaften


Da bin ich ja voll in deine Falle gelaufen^^ naja da bleibe ich gerne bis ich vollgestopft mit filmischen Leckerbissen bin ;D

14.05.2018 15:48 Uhr - Ghostfacelooker
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14.05.2018 13:36 Uhr schrieb BFG97
14.05.2018 13:14 Uhr schrieb Ghostfacelooker
14.05.2018 13:12 Uhr schrieb BFG97Einmal mehr lockst du mich mit einem mysteriösen Gast und zugleich steigerst du meine Neugier ins Unermessliche mit deiner sehr interessanten Theorie, die du auch noch weiter hättest ausführen können. Zumindest meiner Meinung nach^^
Selbstverständlich super geschrieben und das Thema des Filmes hat mich diesmal sogar noch mehr gepackt als sonst :D


yeah ich bin die Hexe im filmischen Bereich von Hänsel und Gretel^^^^mein Knusperhaus ist eine Vielzahl filmischer Interessen und Leidenschaften


Da bin ich ja voll in deine Falle gelaufen^^ naja da bleibe ich gerne bis ich vollgestopft mit filmischen Leckerbissen bin ;D


Stopf dich erstmal mit den bereits bestehenden 400 Filmen meiner Reviews voll, wenn du dann nicht Nachtisch willst gibt es fast jeden Sonntag welchen^^^^

14.05.2018 16:36 Uhr - Kaiser Soze
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Wie üblich gutes und informatives Review!

Ich habe diesen Film vor... ja, wann war es denn? Vllt vor 10 Jahren? Oder ein paar Jahre mehr oder weniger? Ich weiß es einfach nicht mehr und bin gerade voll geflascht, weil ich gedanklich in meine Jugendzeit zurück gezogen wurde :D Dafür liebe ich diese Seite hier!


14.05.2018 16:50 Uhr - Ghostfacelooker
1x
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14.05.2018 16:36 Uhr schrieb Kaiser Soze
Wie üblich gutes und informatives Review!

Ich habe diesen Film vor... ja, wann war es denn? Vllt vor 10 Jahren? Oder ein paar Jahre mehr oder weniger? Ich weiß es einfach nicht mehr und bin gerade voll geflascht, weil ich gedanklich in meine Jugendzeit zurück gezogen wurde :D Dafür liebe ich diese Seite hier!



Hallo Herr Kaiser (ja der war aus meiner Jugend^^^^^) und danke dir

14.05.2018 22:14 Uhr - NoCutsPlease
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Eine geistreiche 7 für das siebte Zeichen. Da ich den Film kürzlich leider nicht sehen konnte, bin ich froh, dass du ihn hier vorgestellt hast. Die IMDb sagt dem Streifen ja Parallelen zu "Rosemaries Baby" und "Das siebente Siegel" nach.

14.05.2018 22:42 Uhr - Ghostfacelooker
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14.05.2018 22:14 Uhr schrieb NoCutsPleaseEine geistreiche 7 für das siebte Zeichen. Da ich den Film kürzlich leider nicht sehen konnte, bin ich froh, dass du ihn hier vorgestellt hast. Die IMDb sagt dem Streifen ja Parallelen zu "Rosemaries Baby" und "Das siebente Siegel" nach.


Zu letzterem hatte ich ja auch schon Gedanken geäußert mein lieber Bergmann Experten Bro^^^^

15.05.2018 17:19 Uhr - Stoi
Ich habe den eher als "Grusel-Gurke" in Erinnerung und kommt nicht ansatzweise an Polanski oder Bergmann ran bzw. hat mit Filmen dieser Regisseure nichts am Hut.
Ein völlig durchschnittlicher Gruselfilm, ganz nett aber schnell wieder vergessen. 5/10 wären noch ein Kompliment.

16.05.2018 15:29 Uhr - Dissection78
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Da kann man nicht meckern, Herr Ghostfacelooker. Sehe ich sehr ähnlich. Bei der ersten Sichtung in jüngeren Jahren reichlich gruselig, war der Streifen später immer noch wohlig-schaurig. Man kann ihn vielleicht mit "Rosemaries Baby" vergleichen, damit würde man dem "Siebten Zeichen" in meinen Augen allerdings keinen Gefallen tun. Gegenüber vielen moderneren Gruslern, die einen gewissen Mystizismus beinhalten (wie beispielsweise "The Unborn"), gewinnt er dann aber wieder haushoch. Alles ist schließlich relativ. Und von Bergman will ich gar nicht erst anfangen, weil etwaige Parallelen da kaum vorhanden sind. Egal! Der Film gefällt jedenfalls (7 - 7,5 Punkte rückblickend meinerseits), Deine Rezi ebenso, und Guf-Gedankenspiele habe ich auch schon hinter mir ;)

16.05.2018 15:57 Uhr - Ghostfacelooker
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16.05.2018 15:29 Uhr schrieb Dissection78Da kann man nicht meckern, Herr Ghostfacelooker. Sehe ich sehr ähnlich. Bei der ersten Sichtung in jüngeren Jahren reichlich gruselig, war der Streifen später immer noch wohlig-schaurig. Man kann ihn vielleicht mit "Rosemaries Baby" vergleichen, damit würde man dem "Siebten Zeichen" in meinen Augen allerdings keinen Gefallen tun. Gegenüber vielen moderneren Gruslern, die einen gewissen Mystizismus beinhalten (wie beispielsweise "The Unborn"), gewinnt er dann aber wieder haushoch. Alles ist schließlich relativ. Und von Bergman will ich gar nicht erst anfangen, weil etwaige Parallelen da kaum vorhanden sind. Egal! Der Film gefällt jedenfalls (7 - 7,5 Punkte rückblickend meinerseits), Deine Rezi ebenso, und Guf-Gedankenspiele habe ich auch schon hinter mir ;)


Schön dich mal wieder zu lesen und auch das man sich manchmal gleichbefindenden "Astralebenen" bewegt^^^^

17.05.2018 22:04 Uhr - Obi Wan
Sehr gelungenes Review mit einem kleinen Fehlerchen:
Es waren "7 keys" - keine "7 Seas" die von 'Helloween' und ihren "Keeper"!!

Von mir gibt es 8 Punkte, denn ich war damals wirklich begeistert von dem Film, gerade die Hintergrund Geschichte mit den kurzen Rückblicken machte 'Das 7. Zeichen' so unterhaltsam. Die Leistung aller Schauspieler (inkl. Nebenrollen) war überzeugend - Jürgen Prochnow (überragend) mit einer seiner besten Rollen, war definitiv das grosse Highlight des Films.

17.05.2018 23:08 Uhr - Ghostfacelooker
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17.05.2018 22:04 Uhr schrieb Obi WanSehr gelungenes Review mit einem kleinen Fehlerchen:
Es waren "7 keys" - keine "7 Seas" die von 'Helloween' und ihren "Keeper"!!

Von mir gibt es 8 Punkte, denn ich war damals wirklich begeistert von dem Film, gerade die Hintergrund Geschichte mit den kurzen Rückblicken machte 'Das 7. Zeichen' so unterhaltsam. Die Leistung aller Schauspieler (inkl. Nebenrollen) war überzeugend - Jürgen Prochnow (überragend) mit einer seiner besten Rollen, war definitiv das grosse Highlight des Films.


Mea culpa

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