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BFG97
Level 9
XP 1.106
Eintrag: 10.06.2018

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Stung

Herstellungsland:Deutschland, USA (2015)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Horror, Komödie, Liebe/Romantik
Alternativtitel:Benni Diez's Stung
Stung - Sie werden dich stechen!

Bewertung unserer Besucher:
Note: 6,50 (12 Stimmen) Details
inhalt:
Eine schicke Gartenparty gerät außer Kontrolle, als die High Society von mutierten Riesen-Killer-Wespen attackiert wird! Mrs. Perch veranstaltet ihre alljährliche Garten-Party in ihrer abgelegenen Villa auf dem Land. Eigentlich ist alles wie immer, doch dann läuft der illegal importierte Pflanzendünger aus und eine ansässige Insekten-Spezies verwandelt sich in zwei Meter große Killer-Wespen. Klar, dass diese Mutationen nicht lange vor der Festgesellschaft Halt machen. Nun liegt es an den Catering-Mitarbeitern Paul (Matt O’Leary) und Julia (Jessica Cook) die angreifenden Bestien aufzuhalten.
eine kritik von bfg97:

Seit einiger Zeit wird der Markt von billigsten Creature-Horrorfilmen überschwemmt und die meisten davon kommen aus dem Hause Asylum. Sie brachten uns so wunderbar schlechte Filme wie Megapiranha oder Sandsharks. Jedoch sucht man herausragende Vertreter dieses Genres, wie Cronenbergs "Die Fliege" mittlerweile vergebens. Um derartigen Werken wenigstens etwas Tribut zu zollen machte sich ein verhältnismäßig kleines Filmteam auf den Weg nach Berlin und fing an in einer verlassenen Villa den Creature-Film Stung zu drehen. Doch welches gefährliche oder furchteinflößende Tier sticht denn bitte? Die Antwort ist Wespen. Riesige, mutierte Killerwespen, die den menschlichen Körper als Kokon nutzen um binnen Minuten zu wahren Killermaschinen heranzuwachsen. Selbstverständlich sind derartige Monster ziemlich beängstigend und so beginnt der Überlebenskampf von Julia, Paul und co. die hilflos mitansehen mussten, wie eine ganze Partygesellschaft Opfer der angriffslustigen Insekten wird.
Zugegeben die Story ist nicht neu, aber sie will auch gar nicht innovativ sein, sondern etwas altbekanntes einmal mehr erzählen, nur diesmal eben mit Monsterwespen. Darum ist der Film als ein Tribut an die Klassiker dieses Genres zu sehen, die ganz ohne oder größtenteils ohne CGI-Effekte auskamen und die Mengen begeisterten. So wurde auch für Stung kaum CGI benutzt, wodurch ein angenehmes und bekanntes Feeling aufkommt, das man inmitten der Computer-Gewitter schmerzlichst vermisst hat.
Die mutierten Wespen stellen eine eindrucksvolle Handarbeit dar, denn sie wurden als Puppen und Roboter gebaut und von Menschen bewegt. Zudem sind sie mit einem Detailreichtum versehen, wie man ihn schon lange nicht mehr gesehen hat und herrlich ekelig und schleimig entworfen. Seit wann sind Wespen schleimig? Seitdem sie aus Menschen herausplatzen, wodurch diese explodieren. Hört sich blutig an, ist es aber nur bedingt, also wer ein Gorefeuerwerk erwartet, der wird mit Sicherheit enttäuscht. So sind die Verwandlungen der Wespen durchaus blutig, die rar gesäten Angriffe auf die Überlebenden dagegen meist eher zurückhaltend inszeniert.

Das ist aber nicht weiter schlimm, denn dafür wird dem Zuschauer eine recht spannende erste Hälfte geboten in der man auch mitfiebern kann. Danach verliert der Streifen aber ordentlich an Tempo, weswegen sich das weitere Geschehen als ziemlich zäh herausstellt. Nur vereinzelt kommen noch spannende Momente auf, die aber genauso schnell vorbei sind, wie sie auftauchen. Die größte Enttäuschung in der Inszenierung ist jedoch das Ende, bei dem vermehrt CGI eingesetzt wurde, was man leider auch mehr als deutlich sieht. Dies zerstört die Stimmung am Ende komplett und man fühlt sich sofort wieder an die billigen Filme der Asylum-Schmiede erinnert, wofür auch die Kuhwespen sprechen. Weniger wäre eben mal wieder mehr gewesen.

Das standhafte Wespenfutter wird von durchaus fähigen Darstellern verkörpert, wobei man ganz ehrlich sagen muss, dass die Hauptfigur zu Beginn ziemlich nervig, aufgrund seiner Tollpatschigkeit, ist. Dies empfindet aber nicht nur der Zuschauer so, sondern auch die Protagonistin Julia gespielt von Jessica Cook. Sie macht einen deutlich besseren Job und verdeutlicht die Emotionen, die ihr Charakter in den jeweiligen Situation hat, ziemlich gut. Sprechen tut sie zwar nicht sehr viel, doch der Mangel an kommunikativer Verdeutlichung ihrer Gefühle, macht sie durch ihre toll rübergebrachte Gestik und Mimik wett.

Eine kleine Überraschung ist, dass man Lance Henriksen, bekannt aus Aliens, in einer etwas größer angelegten Rolle bewundern darf. Sein Charakter ist einem von vornherein sympathisch, was dazu führt, dass er schnell zum besten Charakter des Filmes wird. Zudem hat er einige Lacher auf seiner Seite, was mich zum nächsten Punkt bringt.
Stung war eigentlich als Horrorkomödie konzipiert, weist aber so gut wie gar keine komische Stelle auf. Nur sehr selten bekommt man mit, dass die Macher hier einen Gag oder Situationskomik eingebracht haben und selbst dann fällt es einem meistens schwer zu lachen. Vielleicht war es einfach nicht meine Art Humor, aber meiner Meinung nach hat Stung die Bezeichnung Horrorkömodie definitiv nicht verdient. Trotzdem empfindet man Spaß bei der Sichtung, denn der Film nimmt sich glücklicherweise nicht sonderlich ernst.

Stung ist ein durchschnittlicher Vertreter des Creature-Horrors und weiß leider nur teilweise zu überzeugen. Nach einer starken ersten Hälfte fällt er stark ab und kann die anfängliche Spannung nicht mehr erreichen, was ziemlich schade ist, denn die praktischen Effekte und die Charaktere wissen größtenteils zu überzeugen. Nichtsdestotrotz kann Stung einen gut unterhalten, wenn man mit geringen Erwartungen an die Sache herangeht. Zudem erinnert er einen an die guten, alten Bodyhorror-Filme ganz ohne CGI und nach Stung machen "Die Fliege" und co. noch viel mehr Spaß. Somit vergebe ich 5 von 10 mutierten Killerwespen.

5/10
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Kommentare

11.06.2018 00:01 Uhr - naSum
1x
User-Level von naSum 11
Erfahrungspunkte von naSum 1.979
Aua! 5 angeschwollene Stiche, die in deiner Filmsammlung an Rot gewinnen und dicker werden. Lieber schnell entfernen, sonst übt das zu viel Druck auf die nebenstehenden Rundscheiben aus...

Den Film hast du angemessen ausgeräuchert, um deine Schreiberkollegen zu schützen, aber dabei dennoch genügend Respekt vor Natur und alten Genrevertretern mitgebracht. Amüsante Vorstellung und gelungene Gratwanderung.

11.06.2018 07:57 Uhr - NoCutsPlease
1x
DB-Helfer
User-Level von NoCutsPlease 23
Erfahrungspunkte von NoCutsPlease 11.800
Aussagekräftig vorgestellt, BFG!
Schade, dass der Film sein anfängliches Potenzial zu verspielen scheint.

11.06.2018 08:04 Uhr - BFG97
1x
User-Level von BFG97 9
Erfahrungspunkte von BFG97 1.106
@naSum sehr schön formuliert. Wird bald entfernt ;)

Danke euch beiden für euer Lob :D für einmal anschauen reicht es, aber für mehr auch nicht. Lieber noch einige Male Die Fliege etc.^^

11.06.2018 22:09 Uhr - dicker Hund
1x
User-Level von dicker Hund 12
Erfahrungspunkte von dicker Hund 2.370
Überzeugende Kritik zu einem Tierhorror, von dem ich bisher ausschließlich ähnlich ernüchternde Stimmen zu hören bekam. Ich bleibe auf Distanz.

11.06.2018 23:09 Uhr - Horace Pinker
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User-Level von Horace Pinker 20
Erfahrungspunkte von Horace Pinker 8.435
Sehr gute und aufschlussreiche Kritik BFG! Bekanntlich stehe ich ja auf Tierhorror und auch Lance Henriksen sehe ich eigentlich recht gern, dank der scheinbar eher durchwachsenen Qualität des Ganzen kann eine eventuelle Sichtung aber erst mal warten.

13.06.2018 13:54 Uhr - BFG97
1x
User-Level von BFG97 9
Erfahrungspunkte von BFG97 1.106
Da darf ich an euch beide ein ganz großes Danke aussprechen :D

Es gibt noch einige deutlich bessere Vertreter, die man sich anschauen kann, bevor man zu Stung greift @horace ;)

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