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Laughing Vampire
Level 5
XP 339
Eintrag: 06.06.2018

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Jurassic World: Das gefallene Königreich

(Jurassic World: Fallen Kingdom)
Herstellungsland:USA, Spanien (2018)
Standard-Freigabe:FSK 12
Genre:Abenteuer, Action, Horror, Fantasy,
Science-Fiction

Bewertung unserer Besucher:
Note: 6,08 (13 Stimmen) Details
inhalt:
Drei Jahre sind vergangen, seit der Themenpark Jurassic World samt Luxus-Resort von gefährlichen Dinosauriern zerstört wurde. Seit die Menschen von der Isla Nublar fliehen mussten, behaupten sich nun die übrig gebliebenen Saurier als unangefochtene Herrscher des Dschungels. Doch als der inaktiv geglaubte Vulkan der Insel anfängt zu brodeln, müssen Owen (Chris Pratt) und Claire (Bryce Dallas Howard) zurückkehren, um die letzten Dinosaurier vor dem Aussterben zu bewahren. Die Rettungsaktion erweist sich als gefährlicher als gedacht, da es auf dem von Beben erschütterten Terrain der Insel bereits bei ihrer Ankunft Lava regnet. Während Owen verzweifelt versucht, seinen Raptor Blue zu retten, kommen die übrigen Expeditionsmitglieder einer Verschwörung auf die Spur, durch die die Erde in den lebensfeindlichen Zustand der Urzeit zurückkatapultiert werden könnte.
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von laughing vampire:

Ich war gestern mit meinem Bruder an der Vorpremiere. Glücklicherweise lief der Film sogar bei uns in der Originalfassung -- keine Selbstverständlichkeit in einer Kleinstadt. "Jurassic Park" als schmuddelige VHS-Aufzeichnung war als Kind tatsächlich einer meiner ersten prägenden Filmerfahrungen, den dritten Teil sah ich mit 7 Jahren im Kino, und dennoch habe ich erstaunlich wenig nostalgische Gefühle für diese Filmreihe. Warum das so ist, kann ich nicht genau sagen. Irgendwann traten dann die japanischen Godzilla-Filme in mein Leben, und danach war "Jurassic Park" für mich vergessen.

2015 habe ich mir trotzdem "Jurassic World" angesehen und fand den Film ganz unterhaltsam. Es war genau das, was ich mir davon erwartet hatte: Nette Unterhaltung mit Dinosauriern für ein möglichst breites Publikum. Der genmanipulierten Super-Dinosaurier gefiel mir auch, wer braucht bei so einem Film schon Realitätsnähe? Schauwerte waren vorhanden, die Handlung blieb stets vorhersehbar, aber immerhin gelang es dem Film doch noch, so etwas wie Spannung zu erzeugen. Ein Sommer-Blockbuster par excellence.

Nun also "Jurassic World 2". Erste Enttäuschung: Es war eine 3D-Fassung. Ich hasse 3D. Prinzipiell. Das ist für mich einfach nur irritierend und läßt alles derart synthetisch erscheinen, daß ich mich überhaupt nicht auf die künstlerische Gestaltung konzentrieren kann. Wann hört dieser Mist endlich auf? Film ist flach und basta, in der Hinsicht lasse ich nicht mit mir diskutieren... Aber gut. Dann eben mit so einer bescheuerten Brille, was soll's.

Aber dabei blieb's nicht. Bereits die Eröffnungssequenz ließ nichts Gutes ahnen: Komplett lustlos inszeniert, dämlich, offensichtlich und belanglos. Und genau so ging es dann zwei Stunden weiter: Eine unmotivierte Sequenz jagt die nächste und wird ausnahmslos durch eine Rettung in letzter Sekunde aufgelöst (ich übertreibe nicht: Was in einem guten Hollywood-Film vielleicht ein halbes Dutzend mal eingesetzt wird, kommt hier im Fünfminutentakt). Jeglicher Spannungsaufbau wird dadurch zerstört, da so gut wie immer genau das geschieht, wovon man ohnehin ausgeht. Überraschungseffekte? Nicht existent. Es gab einen kleinen "Twist" gegen Ende hinsichtlich der Enkelin des Milliardärs (Und wo wir es schon davon haben: Warum läuft diese offensichtlich stinkreiche Göre in Klamotten rum, die aus einer Altkleidersammlung zu stammen scheinen?), der mir ganz gut gefiel, aber das war auch schon alles.

Die Handlung? Selbst für einen solchen Film an Naivität kaum zu überbieten. Bösewichte, die mit Dinosauriern handeln (was soll ein Multimillionär bitteschön mit einem Killer-Raptor im Garten anfangen?) und gute Tierschützer, die die Tiere retten wollen; völlig an den Haaren herbeigezogene Problemlösungen (Stichwort Bluttransfusion -- da habe sogar ich als Wissenschaftsmuffel mir an den Kopf gefaßt!); Charaktere, die ausschließlich auf derzeit angesagten, politisch korrekten Stereotypen basieren wie das kleine Mädchen, das alles kann, oder die toughe Wissenschaftlerin mit ihrem dunkelhäutigen Sidekick... Chris Pratts Figur hat ähnlich viel Tiefe wie ein Planschbecken für Kleinkinder. Der neue Super-Dinosaurier ist lediglich ein etwas größerer Velociraptor. Ja, das war's. Und während allen anderen Dinosauriern als unschuldige Opfer des Kapitalismus Sympathie entgegengebracht wird, hat dieses arme Tier einfach nur die Rolle, böse zu sein und irgendwann, natürlich ebenfalls in letzter Sekunde, ein brutales Ende zu finden.

Und das Setting ist ebenfalls furchtbar öde. Ohne zu viel verraten zu wollen: Das erste Drittel spielt auf der Insel, auf der ein Vulkan ausbricht (Inhaltsebene: Figuren und Dinosaurier rennen um ihr Leben), danach geht's in ein großes Schloß, das auch als Kulisse für einen Vampirfilm hätte herhalten können. Klingt interessant? Ist es leider kaum. Ich hätte mir etwa erhofft, daß Dinosaurier in einer Großstadt für Angst und Schrecken sorgen, wie damals in "Jurassic Park 2", aber wir bleiben fast ausschließlich in diesem blöden Schloß. Und nach dem lahmarschigen Klimax werden natürlich wieder alle Türen für unzählige Sequels geöffnet, sodaß man das Gefühl hat, im Endeffekt bloß ein Build-Up zu "Jurassic World 3: All Out Dinosaur Terror" gesehen zu haben.

Dennoch wird "Jurassic World 2" besonders in China und Indien (man riecht an manchen besonders stereotypen Stellen des Films förmlich süßsaure Soße und Curry) einen Milliardenumsatz machen. Das Drehbuch hätte auch von einer KI geschrieben werden können: Dinosaurier und Action, aber bitte nirgendwo anecken. Gut, drei, vier Menschen sterben, aber bitte möglichst harmlos inszenieren, damit für China nicht zu viel herausgeschnitten werden muß. Eine Botschaft aussenden, die niemanden wirklich zum Nachdenken bewegt: Tiere sind auch Lebewesen und sollen in Frieden mit uns koexistieren dürfen, außer sie sind böse, genmanipulierte Killerraptoren. So können sowohl Frau Schmitz (54) aus Halle als auch Herr Srivastava (43) aus Mumbai mit der ganzen Familie inklusive Großmutter ins Kino gehen, ohne an irgendeiner Stelle mit unliebsamen Themen konfrontiert zu werden. Im ersten Teil hat man sich vielleicht noch die Hand vor Augen halten müssen, als Dinosaurier unschuldige Parkbesucher fraßen, aber hier wird Omis Herzschrittmacher garantiert nicht überbeansprucht werden. Auch wenn sie sonst nur den "Bergdoktor" schaut.

Ne, danke. Nett gemachte CGI-Dinosaurier, schön und gut. Edel inszenierte Action, schön und gut. Aber nächstes Mal doch bitte wieder mit etwas mehr Herzblut. Oder Blut allgemein. Menschenblut, nicht Dinosaurierblut in Plastikbeuteln.

4/10

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Kommentare

06.06.2018 19:26 Uhr - BFG97
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Erstmal würde ich hier die Spoilerwarnung anschalten. Zum Selbstschutz und unseren selbstverständlich auch ;)
Nun aber zur eigentlichen Kritik: liest sich schön flüssig und deine Kritikpunkte hast du auch untermauern können. Was man deiner Schreibe anmerkt ist, dass du sehr wütend über diesen Film warst^^ mich stört es nicht, da du trotzdem noch nachvollziehbar argumentiert hast :)

Ich schaue ihn mir trotzdem an, wobei ich meine Erwartungen nun etwas runter schraube. An die ersten beiden Teile kommt sowieso keine Fortsetzung ran^^

06.06.2018 19:30 Uhr - Laughing Vampire
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Hab die Spoilerwarnung nun angemacht. Sind meiner Meinung nach zwar bloß leichte Spoiler, die man wahrscheinlich in jeder anderen Kritik auch lesen wird, aber gut.

Und na ja, "wütend" nicht wirklich. Aber dennoch ist das für mich nun der Tiefpunkt der Reihe, und das wollte ich damit ausdrücken. Ein bißchen Polemik muß natürlich sein :) Danke fürs Lesen!

06.06.2018 19:34 Uhr - tschaka17
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Spoilerwarnung macht schon Sinn. Ansonsten: Köstliche Rezi! Total unterhaltsam und brettehrlich. Werden bestimmt viele Leute anders sehen, aber dafür sind verschiedene Meinungen ja da. Fand den Trailer schon mau, das obige Poster ist zum Heulen und die Rezi hier gibt genau wieder, warum ich das Vehikel DEFINITIV NICHT im Kino gucken will.

"Chris Pratts Figur hat ähnlich viel Tiefe wie ein Planschbecken für Kleinkinder."
Hart, überspitzt und extrem ehrlich - also genau meins :D

06.06.2018 19:35 Uhr - NoCutsPlease
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Endlich mal wieder ein Review vom lachenden Vampir - und dann ist es nicht mal ein japanischer Geheimtipp, der der westlichen Welt bislang kaum bekannt ist. Ich bin schwer enttäuscht!!!
Nein, Scherz! Man muss ja auch mal etwas andere Kost als sonst liefern. Deine Kritikpunkte stellen übrigens genau die Aspekte ins Rampenlicht vor denen ich insgeheim Bedenken habe.

06.06.2018 19:56 Uhr - TheRealAsh
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Ich muss ja gestehen, dass mir der erste Jurassic World wider erwarten recht gut gefallen hat. Der hier zieht mich aber gar nicht und deine Punkte überzeugen mich leider. Von daher werde ich hier passen und schau lieber noch mal Deadpool 2

06.06.2018 20:05 Uhr - NoCutsPlease
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Ich habe gerade bei dem Titel die Punkteskala freigeschaltet. Jetzt kannst du die 4 auch anklicken.

06.06.2018 23:37 Uhr - WeltraumkarateKaktus
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Habe ihn gerade gesehen, und der Film war ein richtiger Schund! Gute Unterhaltung, aber dumm wie nichts! Da hätte nur noch The Rock auftauchen müssen.

Eine Kritik von mir folgt auch noch, bei der Bewertung würde ich aber ungefähr mitgehen.

07.06.2018 00:11 Uhr - Laughing Vampire
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Danke für die Rückmeldung! :)

@Tschaka: Brettehrlich muß sein!
@NCP: Ja, ich dachte, wenn ich einen aktuellen Hollywood-Film ausnahmsweise bereits so früh sehen kann, möchte ich meine Eindrücke auch teilen (zumal auch viele noch unschlüssig sind, ob sie ebenfalls ins Kino sollen oder nicht). Abwechslung schadet zudem auch nie, vor allem da ich sowieso meist dazu tendiere, Filme zu besprechen, die mir besonders gut gefallen. ;)
@Ash: Da wir sowieso einen ganz ähnlichen Geschmack zu haben scheinen: Ich denke, du verpaßt nicht viel. Also lieber Deadpool 2, oder noch besser: Einen der von mir empfohlenen Primärfarben-Filme aus dem anderen Thread!
@Kaktus: He, The Rock hätte immerhin noch etwas Unterhaltung reingebracht... Aber keine Sorge, der taucht spätestens beim Fast-&-Furious-Crossover "Jurassic World: Dino Drift" auf. Wenn sie in getunten Sportwagen den T-Rex durch Miami jagen. Hoffentlich liest das jetzt irgendein Produzent!

07.06.2018 00:19 Uhr - TheRealAsh
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Da halt ichs mit der Berliner Schule: Primär ist besser! 🤓

07.06.2018 09:52 Uhr - JasonXtreme
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Gut gebrüllt! Ich fand den letzten Teil schon nur unterhaltsam - hier werde ich dankend ablehnen

07.06.2018 21:35 Uhr - cecil b
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Seeehr geile Review! :)

Deine Perspektive steht im Vordergrund, was nicht schadet, sondern eher für eine sehr schöne Lektüre sorgt.

Ich gehe stark davon aus, dass wir in diesem Fall fast die selbe Ansicht haben. Was Saurier-Ungeheuer angeht, haben wir ja auch schon unterschiedliche Meinungen gehabt. ;)

08.06.2018 10:31 Uhr - Frank Drebin
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Halli Hallo,

was für ein geiler Rant, gerade in den letzten Absätzen mit Frau Dings aus Halle Herrn Bums aus Mumbai, und auch den Bergdoktor finde ich als "Brechreiz-Maßstab" geradezu bezaubernd!

Ich habe den Film noch nicht gesehen, von daher fühle zumindest ICH mich trotz des Lesens deiner SUPER Rezension nicht allzu sehr gespoilert. Bock auf den Film habe ich immer noch, da erwarte ich aber auch nicht allzu viel.

Schon JW1 hatte einen eher schweren Stand bei mir, weil ich den im Kino noch recht fade fand und nach 3 Mal Gucken auf BR nun weitaus besser finde.

Nichtstrostodetz: Weiter so, hat echt Spaß gemacht zu lesen, Obwohl: sorry, dir wohl eher weniger, aber das hast du echt SCHÖN dargestellt.

Danke,
Gruß Frank

08.06.2018 15:22 Uhr - Laughing Vampire
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Vielen Dank für die großartige Rückmeldung!! Freut mich riesig, wenn mein doch sehr subjektiver Stil bei euch so gut ankommt.

@Cecil: Wobei "Giganten der Vorzeit" aber auch unbestritten einen besseren Soundtrack als alle Jurassic-Park-Filme zusammen aufweist. 😎

11.06.2018 19:30 Uhr - seher
@ Laughing Vampire:

Deine Kritik hab ich noch nicht gelesen, da ich mir selbst ein Bild machen will, aber zum Thema 3D:

"Ich hasse 3D. Prinzipiell. Das ist für mich einfach nur irritierend und läßt alles derart synthetisch erscheinen, daß ich mich überhaupt nicht auf die künstlerische Gestaltung konzentrieren kann. Wann hört dieser Mist endlich auf?"

Der Mist hört auf, wenn keiner mehr reingeht. Also einfach mal etwas Willenstärke zeigen und nicht in eine 3D-Fassung gehen, auch wenn das bedeutet gar nicht ins Kino zu gehen. Ich fahr am Freitag extra in die nächste Stadt, weil unser Kino nur die 3D-Fassung bringt. Sonst würde ich den Film bis zum Heimkino halt nicht sehen. Da hab ich mich schon dran gewöhnt.

Klar, das Geld für die Fahrt könnte ich auch für 3D ausgeben, aber dann werden wir den Mist ja nicht mehr los.

11.06.2018 20:03 Uhr - Laughing Vampire
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Na ja, das Dilemma an der Sache ist: Immerhin zeigen sie hier bestimmte Filme im O-Ton. Und das wiederum gilt es meiner Meinung nach zu unterstützen, auch wenn man dafür in den sauren 3D-Apfel beißen muß -- gerade in einer kulturlosen Kleinstadt am Bodensee (Alternative: Nach Zürich fahren und den dreifachen Preis bezahlen). Allerdings wurde ich hier sowieso von meinem Bruder eingeladen. Ich bin abgesehen davon ebenfalls ein Heimkino-Mensch... Mich interessiert nicht, wie "neu" ein bestimmter Film ist, und als Asien-orientierter Mensch bin ich lange Wartezeiten sowieso gewöhnt, wenn ich dort einen Film im Kino verpasse. :)

11.06.2018 20:15 Uhr - seher
Das Dilemma hab ich umgekehrt. Unsere OV-Vorstellungen sind meistens 2D. Nur bin ich halt auch kein OV-Fan. Ich guck mir Filme auch mal im O-Ton an, aber dann erst beim 3. oder 4. Mal.

17.06.2018 13:16 Uhr - Ravenous
Äh gab es nicht schon im ersten Teil ein kleines Mädchen, oder eine recht toughe Wissenschaftlerin (wenn auch deutlich sympathischer als im aktuellen Film)? Und der nicht weiße Sidekick stört dich auch weil du darin gleich automatisch eine politisch korrekte Motivation siehst (und nicht weil der Charakter an sich eher nervig geschrieben ist sondern nein die Hautfarbe des Darstellers ist das Problem)? Geht's eigentlich noch?

19.06.2018 20:03 Uhr - Laughing Vampire
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Daß Hollywood mit solchen Filmen auch eine politische Botschaft aussenden möchte, ist nun wirklich kein Geheimnis. Und dazu gehört gerade im Jahre 2018 auch "Diversity" und manche Zugeständnisse an den durch die MeToo-Debatte befeuerten Post-Feminismus: Möglichst alle ethnischen Gruppen, möglichst keine Geschlechter-Stereotypen und so weiter. Prinzipiell habe ich nichts dagegen, ist nun einmal der Zeitgeist, aber ich find's einfach furchtbar platt und offensichtlich umgesetzt. Wir sprechen uns gerne wieder, wenn auch mal der Haupt-Protagonist afroamerikanischer oder asiatischer Abstammung ist, und nicht nur irgendein Sidekick. Das würde sich aber schlecht verkaufen und verdeutlicht meiner Meinung nach die Oberflächlichkeit der ganzen zur Schau gestellten politischen Korrektheit (im englischen Jargon auch bekannt als "virtue-signalling").

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