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Nubret
Level 7
XP 654
Eintrag: 10.06.2018

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Trommeln über dem Sklavencamp

(Valle de los Miserables, El)
Herstellungsland:Mexiko (1974)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Drama
Alternativtitel:Valley of the Doomed

Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,00 (1 Stimme) Details
inhalt:
Trommeln über dem Sklavencamp
Dieser Film zeigt eine Welt von Haß, Begierde, Sex, Brutalität und zügelloser Leidenschaft in der tropischen Glut des Südens.
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von nubret:

Heute habe ich ein kleines Juwel für Freunde des vergessenen, dreckigen Exploitation-Kinos dabei. Wobei ich gleich von Anfang an betonen möchte, daß VALLEY OF THE DOOMED wesentlich besser ist, als es der reißerische deutsche Titel vermuten läßt.

Der mexikanische Regisseur Rene Cardona jr. ist, genau wie sein Vater Rene Cardona sr. (NIGHT OF THE BLOODY APES), ja eher für zweitklassige Filme wie DIE RACHE DER 1000 KATZEN oder SOS-SOS-SOS-BERMUDA-DREIECK bekannt und berüchtigt. Manchmal bewies er jedoch ein gewisses Gespür für filmische Qualität, wofür sein gelungener GUAYANA-KULT DER VERDAMMTEN ein gutes Beispiel ist.

Sein 1974 entstandener Reißer ist ebenfalls sehr sorgfältig inszeniert, erschreckend brutal und schonungslos realistisch.

Auf einer südamerikanischen Insel betreibt ein reicher Großgrundbesitzer eine Tabakplantage, auf der er vornehmlich politische Gefangene für sich schuften lässt. Außerdem scheinen perfiderweise ein paar "Freiwillige" hier zu sein, die man wohl unter falschem Vorwand in diese Hölle gelockt hat. Die unerträglichen Strapazen lassen den Widerstand der Sklaven im verborgenen wachsen, bis es eines Tages zu einem blutigen Aufstand kommt.

Klugerweise hat sich Cardona dazu entschieden, seinen Film relativ ruhig, ohne künstlich erzwungene Höhepunkte zu inszenieren. Er war eher darauf bedacht, den elenden Alltag der Gefangenen möglichst realistisch einzufangen. Das mag den meisten Zuschauern zu langweilig sein, mir persönlich hat diese unspektakuläre Erzählweise jedoch sehr gut gefallen. Die teils sehr expliziten Grausamkeiten, die es nur sehr dosiert zu sehen gibt, entfalten jedoch eine äußerst starke Wirkung, die es einem teils schon recht flau im Magen werden lässt.

Bei diesen Szenen kann man den Machern ihren Einfallsreichtum keinesfalls absprechen. Beispielsweise werden abtrünnige Sklaven in eine sogenannte "Faulgrube", die mit vergifteten Blättern ausgelegt ist, verfrachtet. Dort beginnt dann langsam, ihre Haut zu verfaulen. Auch explizit ist das Aufhängen diverser männlicher und weiblicher Protagonisten mittels Fleischerhaken durchs Kinn, worauf noch anschließend deren Verbrennung folgt.

Zudem gibt es noch genügend nackte Haut, Auspeitschungen und andere Gemeinheiten zu  begutachten, die den Sleaze-Freund zufrieden stellen sollten.

Auf darstellerischer Seite ist mir dieses mal nur Hugo Stiglitz (GROSSANGRIFF DER ZOMBIES) bekannt, die anderen Schauspieler machen ihre Sache jedoch allesamt ebenfalls sehr gut. Vor allem die weiblichen Akteure zeigen sich teils mehr als freizügig, was angesichts des Entstehungsjahrs des Films doch eher ungewöhnlich ist. Aber insgesamt ist es Cardonas Cast durchaus gelungen, das Leid der Geknechteten überzeugend auf die Leinwand zu bannen.

Daniel Lopez Kameraarbeit ist ebenso gelungen, seine Bilder sind schön exotisch und vermitteln dem Zuschauer einen interessanten Blick auf eine fremde Welt. Die Musik beschränkt sich auf native Klänge, die gut ins Gesamtbild passen und dem Realismus des Streifens keinesfalls abträglich sind.

Abschließend möchte ich noch einmal sagen, daß TROMMELN ÜBER DEM SKLAVENCAMP kein Film ist, der  von einem reißerischen Höhepunkt zum nächsten jagt. Cardonas Werk ist sehr ruhig und durchdacht erzählt, was dem Realismus der Geschichte nur zu gute kommt. Die teils erschreckend grausamen Szenen verfehlen ihre Wirkung jedoch niemals und lassen die ganze Geschichte äußerst bedrückend wirken. Auf humoristische Einlagen wurde ebenfalls komplett verzichtet, was bei dieser Thematik nur zu  begrüßen ist.

Jedenfalls ist Rene Cardona jr. der wohl beste Film seiner Karriere gelungen. Erschütternd, realistisch und sauber gefilmt. Zudem wird ein schön exotisches Feeling auf den Zuschauer übertragen, das durchaus zu gefallen weiß.

TROMMELN ÜBER DEM SKLAVENCAMP ist bis heute indiziert. Witzigerweise ist die ungeprüfte DVD von Astro geschnitten, die mit FSK 16-Siegel versehene Marketing-DVD jedoch völlig uncut. Zumal man diese schon für wenig Geld bei einer großen Online-Plattform ordern kann.

 

 

 

7/10
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Kommentare

10.06.2018 22:04 Uhr - dicker Hund
1x
User-Level von dicker Hund 12
Erfahrungspunkte von dicker Hund 2.250
Den hattest Du mir also unter meiner Rezi zur "Jagd nach den blauen Diamanten" empfohlen! Stammt vom gleichen Regisseur und könnte in der Tat interessant sein😉

10.06.2018 22:20 Uhr - Intofilms
1x
Nubi, du verwirrst mich. Exploitation-Grandezza meets Autorenkino, oder wie? (Ich bin gerade nicht ganz nüchtern. Hoffentlich habe ich deinen Text überhaupt einigermaßen korrekt erfasst...) Ich bin hier jedenfalls durchaus nicht abgeneigt. Hugo "Großangriff" Stiglitz mag ich irgendwie... Ich sollte jetzt aber wirklich nach draußen gehen und frische Luft schöpfen (und nichts mehr trinken)... oh diese schlimme Hitze... bye! :D
Und wie war das: "Night of the Bloody Apes"...?! Du machst mich fertig!

11.06.2018 00:07 Uhr - naSum
1x
User-Level von naSum 11
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Eiderdaus, alles was du beschreibst, schreit einem das Cover ja quasi schon entgegen. Beides gefällt mir dabei, sowohl Bild, als auch Worte. Aber ob der Film auch bei mir zünden kann, wage ich anzuzweifeln.

Trotzdem Trommeln für Nubret!

11.06.2018 03:19 Uhr - Dissection78
2x
DB-Co-Admin
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Hm... "Hass, Begierde, Sex, Brutalität und zügellose Leidenschaft in der tropischen Glut des Südens". Tagline: reizvoll; Deutscher Titel: reizvoll; Kinoplakat: reizvoll; Review: sehr reizvoll. Ergo: "Trommeln über dem Sklavencamp" könnte ich als Film ebenso reizvoll finden :)

Intofilms:
Also, "Night of the Bloody Apes" ist so schlecht, dass ich sage: Daumen rauf! Der macht Spaß! :D

11.06.2018 06:10 Uhr - Nubret
2x
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Erfahrungspunkte von Nubret 654
Danke, Jungs!

@Dicker Hund: Ist bestimmt was für Dich!

@Intofilms: Warte nur, mein alkoholisierter Freund, hab noch etwas sehr spezielles in Vorbereitung!

@naSum: Sicher, solche Reißer zünden nicht bei jedem. Aber ein bisschen Interesse hab ich wohl doch geweckt, oder?

@Dissection78: "Night of the bloody apes". Herrlich. Ein C-Schocker, der sowohl für Splatter-Fans, Wrestling-Maniacs als auch für angehende Chirurgen interessant sein kann.

Und das tolle Review dazu hab ich schon vor Monaten gelesen..Meine italienische DVD, die ich durchaus empfehlen kann, trägt übrigens den affigen Titel "Korang".

11.06.2018 08:01 Uhr - NoCutsPlease
1x
DB-Helfer
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Da stimme ich doch mal in das allgemeine Lobesgetrommel mit ein. :)
Den Film kenne ich noch nicht, aber bei den unzähligen "Camps", die der Exploitationsektor bietet, ist das auch kein Wunder.

11.06.2018 18:39 Uhr - Nubret
1x
User-Level von Nubret 7
Erfahrungspunkte von Nubret 654
Danke auch Dir, NoCuts.

Da gibt es schon einiges. Das meiste ist jedoch eher schlecht als recht..

12.06.2018 22:32 Uhr - TheRealAsh
1x
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Grade gesehen, dass ich zwar gelesen aber nicht kommentiert habe. Mal wieder ein feines Schätzchen, aber der angetrunkene into gefällt mir noch mehr 😅

13.06.2018 06:16 Uhr - Nubret
1x
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In der Tat.

Für mich als Ur-Pälzer sind solche Eskapaden natürlich undenkbar..hö hö

13.06.2018 11:35 Uhr - TheRealAsh
1x
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nein, schon klar, betrunken sind nur die Assis aus Nordbaden oder Hessen, die eure schönen Feste überfluten;-)

13.06.2018 13:23 Uhr - Nubret
1x
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Erfahrungspunkte von Nubret 654
Das nicht, Ash. Nur denen merkt man es an.

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