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BFG97
Level 9
XP 1.126
Eintrag: 20.06.2018

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He Never Died

Herstellungsland:Kanada (2016)
Standard-Freigabe:FSK keine Jugendfreigabe
Genre:Horror, Drama, Komödie, Thriller

Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,00 (4 Stimmen) Details
inhalt:
Das Leben von Jack ist die Hölle. Jeder seiner Tage läuft nach dem gleichen Prinzip ab - Ausnahmen gibt es für ihn keine. Dies ändert sich, als eines Tages seine 19-jährige Tochter Andrea vor der Tür steht und den Wunsch äußert, Jack besser kennenzulernen. Die Familienzusammenkunft erleidet jedoch einen Unterbruch, als Andrea von üblen Gesellen entführen wird. Dumm nur, dass Jack kein normaler Vater ist, sondern seit Tausenden von Jahren auf Erden wandelt und darin geübt ist, das Böse in all seiner Form auszurotten.
eine kritik von bfg97:

Fantasy-Filme gibt es wie Sand am Meer, aber nur die wenigsten wissen den Zuschauer zu überzeugen und in eine andere Welt zu entführen. Bei dem Genremix "He never died" kann man schon sagen, dass er einen nicht so schnell loslässt. Nur selten hat mich eine Filmfigur derart neugierig gemacht, wie Henry Rollins Jack. Dabei bietet der Film auf den ersten Blick nichtmal eine besondere Geschichte, sondern scheinbar nur normale Mainstream-Kost. Aber nur auf den ersten Blick, denn auf den zweiten entfaltet sich ein Universum, das weitaus komplexer ist, als zuvor gedacht. Man erfährt nur wenig über die Hauptfigur oder irgendeine Nebenfigur, aber die wenigen Informationen, die man erhält machen einen sofort neuigierig und ziehen den Zuschauer in eine Welt voller Geheimnisse. Doch man soll nicht erwarten, dass alle Fragen geklärt werden, die sich im Verlauf stellen, denn am Ende ist einem nur eine Sache klar: Jack ist ein wahr gewordener, verzweifelter und absolut unberechenbarer Albtraum, der einen gefangen nimmt und nicht wieder loslässt. Dazu muss man aber sagen, dass mir die meisten Details erst beim zweiten Durchgang klar geworden sind und der Film erst dann seine wahre Wirkung entfalten kann, wenn man alles (oder einen Großteil) durchschaut hat. Bei einem Film, der so undurchsichtig wie ein zugeklebtes Fenster ist, bei dem nur eine kleine Ecke offen ist, ist es manchmal gar nicht so einfach zu durchblicken, was die Aussage oder Handlung gerade wirklich zu bedeuten hat. Meiner Meinung nach macht das aber auch den besonderen Reiz von "He never died" aus, was aber definitiv eine Frage der persönlichen Vorlieben sind.

Henry Rollins spielt, nein, er lebt Jack und verleiht ihm eine unheimliche und gleichzeitig neugierig machende Aura, der man sich nicht entziehen kann. Mit seiner minimalistischen Gestik und Mimik wirkt er zunächst wie ein Roboter, was aber auch zu seinem perfekt durchgeplanten Tagesablauf und seiner Unfähigkeit für zwischenmenschliches Empfinden passt. Diesen Teil seiner Rolle stellt Rollins schon sehr gut dar, doch als er anfängt die Kontrolle zu verlieren, wird man förmlich von seiner unkontrollierbaren und alles vernichtenden Wut und Entschlossenheit hinweggefegt. Zwischenzeitlich bekommen nicht nur die Gegenspieler Angst, sondern auch der Zuschauer selbst. Dieses Gefühl wird nochmals dadurch verstärkt, dass man nicht weiß, um wen es sich bei Jack überhaupt handelt und zu was er wirklich fähig ist. Dies erfährt man erst später in einer der blutigen Szenen in "He never died". Rollins ist für diese Rolle geradezu prädestiniert und mir fällt niemand ein, den ich mir eher in dieser Rolle vorstellen könnte. Es war also eine gute Entscheidung, dass man das Hauptaugenmerk auf seine Figur gelegt hat. Zudem bringt Rollins den Zuschauer des öfteren zum Lachen, wenn er trocken ein Paar Sprüche ablässt, die einem auch noch Informationen über ihn geben.

Die Nebenfiguren bleiben dagegen vollkommen blass, da man so gut wie gar nichts über sie erfährt, was mich persönlich nicht stört, da ich sowieso kaum auf sie geachtet habe. Sie sind mehr Mittel zum Zweck um die Geschichte um Jack zu entfalten. Zwar ist die darstellerische Leistung der Nebendarsteller nicht schlecht, aber sie geht neben Rollins so schnell unter wie ein Stein im Wasser, da niemand so intensiv oder leidenschaftlich spielt. Jedoch muss man dazu sagen, dass den anderen Charakteren auch nicht viel Gelegenheit zur Entfaltung gegeben wird, da man sie nur sehr wenig zu Gesicht bekommt. Ob das den Film aufgewertet oder doch nur unnötig aufgeplustert hätte, wenn man den anderen Charakteren mehr Raum zur Entfaltung gegeben hätte, kann ich nicht sagen, aber ich bin schon sehr zufrieden mit dem Endprodukt.

Was mich noch sehr gefreut hat, ist, dass der Film ohne Computereffekte auskommt, sodass man die ein oder andere handgemachte, blutige Szene zu Gesicht bekommt. Obwohl der Film "keine Jugendfreigabe" attestiert bekommen hat, hält er sich ziemlich zurück, was bedeutet, dass man keine ausgewalzten Splatterszenen oder extrem blutigen Szenen zu sehen bekommt, was den Film aber nicht sonderlich beeinflusst. Zwar hätte ein höherer Gewaltgrad im Kontext der Geschichte ebenfalls gepasst, aber dafür stand wohl nicht genügend Geld zur Verfügung.
Der eigentliche Grund dafür, dass "He never died" erst für Erwachsene geeignet ist, ist der, dass der Film eine absolut bedrückende und trostlose Atmosphäre bietet, die sich nicht nur im Charakter des Jack verdeutlicht, sondern auch in der kalten Farbgebung des Filmes. Sie bietet eine ansprechende Korrelation zwischen Jacks Gefühlswelt und der gnadenlosen Umgebung in der er sich befindet. Beide sind absolut kalt und abstoßend, zugleich aber auch auf eine seltsame Art und Weise anziehend. Zudem sehe ich hierbei eine kleine Kritik an der Gesellschaft, in der sich kaum jemand für seine Mitmenschen interessiert, sondern die Meisten nur auf ihre eigenen Vorteile bedacht sind. Dadurch ist die Welt ein kalter und trostloser Ort geworden. Wahrscheinlich bin ich der Einzige, der diese Kritik in dem Film ausgemacht hat, aber meiner Meinung nach passen alle künstlerischen und gestalterischen Aspekte zu dieser Vermutung.

Was gibt es zum Soundtrack zu sagen? Es gibt eigentlich keinen richtigen Soundtrack, denn das Einzige, was man hin und wieder hört sind seltsame und verstörende Geräusche, die der Protagonist auch zu hören scheint. Scheinbar handelt es sich dabei um stark verzerrte Stimmen, die irgendetwas, für mich aber undefinierbares, sagen. Einerseits passt das zum Grundton des Filmes, andererseits ist es nach einiger Zeit anstrengend sich diese "Stimmen" anzuhören. Man könnte meinen, dass der Regisseur den Zuschauer genauso wahnsinnig machen will, wie es Jack schon ist.

"He never died" ist ein toller Film mit einem absolut hervorragend spielenden Henry Rollins, der dem Film seine ganz eigene Note aufdrückt, die man so bestimmt nicht allzu oft zu sehen bekommt. Die quasi nicht vorhandenen Nebencharakter stören nicht wirklich, ebenso wenig die dünne Geschichte. Lediglich die Geräusche werden relativ schnell nervig und es bleiben zum Ende hin sehr viele Fragen offen. Zum Glück wurde eine Fortsetzung angekündigt, in der man hoffentlich einige Fragen beantwortet. Für alle Freunde von Genremixen mit einer Prise Religion spreche ich eine klare Empfehlung aus und vergebe 8/10 verzerrten Stimmen. Schaut ihn euch auf jeden Fall in der Originalfassung an, da Rollins Stimme einfach perfekt zu seiner Rolle passt.

 

-"Wie alt bist du?"
-"Keine Ahnung, aber ich stehe in der Bibel."

 

8/10
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10/10

Kommentare

21.06.2018 00:11 Uhr - Ghostfacelooker
1x
User-Level von Ghostfacelooker 16
Erfahrungspunkte von Ghostfacelooker 4.498
Auch wenn ich alle verklebten Stellen durchschauen konnte, hat mich dieser Versuch eines mystizistisch angehauchtem Thriller höchstens gegen Ende halbwegs begeistern können

21.06.2018 20:05 Uhr - cecil b
1x
DB-Co-Admin
User-Level von cecil b 17
Erfahrungspunkte von cecil b 5.628
Eine hochinteressante Vorstellung! Henry ist ein Tausendsassa, was? ;) Und du ein hervorragender Review-Autor, keine Frage!

21.06.2018 21:36 Uhr - BFG97
1x
User-Level von BFG97 9
Erfahrungspunkte von BFG97 1.126
21.06.2018 20:05 Uhr schrieb cecil b
Eine hochinteressante Vorstellung! Henry ist ein Tausendsassa, was? ;) Und du ein hervorragender Review-Autor, keine Frage!


Da werde ich ja ganz rot! ^^ Vielen vielen Dank, cecil. Der Film könnte was für dich sein ;)

@ghost du hast eben den Durchblick ;D schade, dass er dir nicht so gut gefallen hat, aber "He never died" hat beinahe überall sehr gemischte Kritiken bekommen^^

22.06.2018 00:29 Uhr - Ghostfacelooker
User-Level von Ghostfacelooker 16
Erfahrungspunkte von Ghostfacelooker 4.498
21.06.2018 21:36 Uhr schrieb BFG97
21.06.2018 20:05 Uhr schrieb cecil b
Eine hochinteressante Vorstellung! Henry ist ein Tausendsassa, was? ;) Und du ein hervorragender Review-Autor, keine Frage!


Da werde ich ja ganz rot! ^^ Vielen vielen Dank, cecil. Der Film könnte was für dich sein ;)

@ghost du hast eben den Durchblick ;D schade, dass er dir nicht so gut gefallen hat, aber "He never died" hat beinahe überall sehr gemischte Kritiken bekommen^^


Eine Fortsetzung mit all dem was dieser Teil offen ließ wäre zufriedenstellend und würde diesen auch bei mir aufwerten^^^^

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