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Punisher77
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XP 2.737
Eintrag: 11.09.2018

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Der Mann mit der Todeskralle

(Enter the Dragon)
Herstellungsland:USA, Hongkong (1973)
Standard-Freigabe:FSK keine Jugendfreigabe
Genre:Action, Martial Arts, Thriller
Alternativtitel:Bruce Lee: Der Mann mit der Todeskralle
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Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,42 (44 Stimmen) Details
inhalt:
In "Der Mann mit der Todeskralle" begibt sich Lee auf die Inselfestung des Gangsterbosses Han, der eine Martial-Arts-Schule als Tarnung für Opium-Schmuggel und Prostitution nutzt. Um den Mord an seiner Schwester zu rächen, dringt Lee unerkannt in diese Hochburg ein und nimmt an Hans brutalem Martial-Arts-Turnier teil: ein visuelles Fest atemberaubender Bildsequenzen, bei dem die Kampftechniken Karate, Judo, Tai Kwan Do, Tai Chi Chuan und Hapkido formvollendet zum Einsatz kommen – von Lee höchstpersönlich choreographiert.
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von punisher77:

                                      DER MANN MIT DER TODESKRALLE

Der Mann Mit Der Todeskralle (1973) gilt als der Höhepunkt in Bruce Lees kurzem filmischen Schaffen. Für viele Fans und Kritiker gehört Lees vierter Spielfilm zu den größten Martial Arts-Filmen aller Zeiten – im Jahr 2004 wurde er aufgrund seiner kulturellen, geschichtlichen und ästhetischen Bedeutung von der Library Of Congress in das National Film Registry der USA aufgenommen. Außerdem war Der Mann Mit Der Todeskralle, die erste amerikanisch-chinesische Co-Produktion überhaupt (Aufgrund des großen Erfolgs der vorigen Bruce Lee-Filme beteiligten sich Warner Brothers an der Produktion des Films), ein gewaltiger Kassenerfolg, der weltweit 90 Millionen Dollar einspielte. Es dürfte eine der tragischsten Episoden der Filmgeschichte sein, dass Bruce Lee den Erfolg dieses Films nicht mehr miterleben durfte – Lee, der für den Mann Mit Der Todeskralle die Arbeit an seinem Film Game Of Death unterbrach, verstarb im Alter von nur 32 Jahren, sechs Tage, bevor der Film in Hongkong aufgeführt wurde.

Der von Robert Clouse (Black Belt Jones, 1974) in Hongkong gedrehte Film zeigt Bruce Lee unter dem – wahnsinnig originellen – Namen Lee als Mitglied eines Shaolin-Tempels und Kampfkunstexperten. Eines Tages tritt der britische Geheimdienstler Braithwaite (Geoffrey Weeks) an Lee heran. Der britische Geheimdienst vermutet, dass der Millionär Han (Shih Kien – Meister Aller Klassen, 1980) auf seiner Insel Drogen herstellt und einen Prostituiertenring betreibt … nur nachweisen kann man ihm nichts. Da Han alle drei Jahre Kampfkünstler aus aller Welt zu einem Turnier auf sein Eiland einlädt, soll Lee als Teilnehmer auf die Insel gelangen, um Beweise gegen Han zu sammeln. Lee willigt ein, waren es doch Hans Bodyguards, die seine Schwester in den Tod trieben …

Der Mann Mit Der Todeskralle ist in der Tat Bruce Lees bester und unterhaltsamster Film. Fans seiner ersten drei Filme könnten zwar bemängeln, dass der Streifen etwas zu sehr an westliche Sehgewohnheiten und Trends der damaligen Zeit angelehnt war. So enthält Der Mann Mit Der Todeskralle einige James Bond -Elemente und auch die Blaxpoitation-Welle schien man während der Produktion des Films im Hinterkopf gehabt zu haben. Allerdings sollte man diese Elemente auch als aufgeschlossener Freund der vorigen drei Lee-Filme nicht allzu kritisch sehen, da sie den Mann Mit Der Todeskralle durchaus bereichern und eine Weiterentwicklung im Universum der Lee-Filme darstellen. Außerdem enthält Robert Clouses Zusammenarbeit mit der Kampfkunst-Ikone immer noch genügend Elemente der klassischen, Hongkonger Lee-Filme.

Dass Der Mann Mit Der Todeskralle Einflüsse der James Bond-Filme aufweist, bedeutet, dass man Bruce Lee als eine Art Geheimagent eingesetzt hat und darüber hinaus eine Reihe von schönen Frauen und exotischen Schauplätzen bietet. Hans gewaltiger Palast mit unterirdischen Drogenküchen und Gefängnissen für gekidnappte Schönheiten bietet reichlich Schauwerte für´s verwöhnte Auge und hätte jedem Bond-Schurken der Sechziger und Siebziger zur Ehre gereicht ...erstaunlich, dass der Film angesichts seiner Kulissen, Schauplätze und sonstiger optischer Highlights für weniger als eine Million Dollar produziert werden konnte. Apropos Bond-Schurke: Mit Shih Kien als Han hat man einen charismatischen Darsteller als Schurken gecastet, ohne den Der Mann Mit Der Todeskralle deutlich weniger wert wäre. So wirkt er nicht nur in den Handlungsszenen unterschwellig bedrohlich, sondern kann auch gut austeilen … und eine weiße Katze streicheln darf er auch. Ein Schelm, wer da an Dr. No oder Blofeld denkt ;-). Trotzdem sind es auch diese Elemente, die den Reiz des Films ausmachen.

Wie bereits erwähnt, hat man auch mitgedacht, was die in den Siebzigerjahren boomende Blaxploitation-Welle angeht. Mit Jim Kelly (Black Belt Jones, 1974) hat man einen selbstbewussten afroamerikanischen Darsteller engagiert, der eine prägnante Rolle in Der Mann Mit der Todeskralle spielt. Besonders gelungen sind die Szenen, die ihn zusammen mit John Saxon (Nightmare – Mörderische Träume, 1984) zeigen. Saxon, der Träger des schwarzen Gürtels in Karate ist, brachte nicht nur die nötige Kampfsporterfahrung für den Film mit, sondern spielt hier auch eine seiner größten und coolsten Rollen.

Aber auch die Nebenrollen sind stark besetzt. Bolo Yeung (Double Impact – Geballte Ladung, 1991) spielt in Der Mann Mit Der Todeskralle einen wahnsinnig fiesen Schurken – die diabolische Freude in seinem Gesicht, wenn er seine Opfer ins Jenseits befördert, wirkt so echt, dass man sich fragt, ob sie nicht doch echt ist. Und auch Kampfkunstexperte Robert Wall (Die Todeskralle Schlägt Wieder Zu, 1972) spielt hier eine wunderbar böse Rolle.

Und der Meister selbst? Präsentiert sich in Bestform. Abgesehen davon, dass er sich bei einem Rückwärts-Salto doubeln ließ, zieht Bruce Lee hier erneut alle Register seines Könnens und beeindruckt nicht nur in Kampfszenen ohne Waffen, sondern auch in Nun Chaku – und Stockkampfsequenzen Lees Demonstrationen seiner Kampfkunst sind auch hier die Highlights des Films.

Der Plot des Films mag zwar nicht den höchsten cineastischen Ansprüchen genügen, ist aber dennoch unterhaltsam und streckenweise recht spannend. Dass die Action, bzw. die Kampfkunst in der ersten Filmhälfte noch keine allzu große Rolle spielt ist – im Gegensatz zu Die Todesfaust Des Cheng Li, 1971) – kein Makel, da Handlung und Schauwerte genug bieten, um darüber hinwegzusehen. In der zweiten Hälfte fahren Robert Clouse und Bruce Lee ein Feuerwerk an brillanten Martial Arts-Szenen auf. Besonders gelungen ist der Showdown mit seinem Kampf im Spiegelsaal, mit dem man sich zumindest einen kleinen Eintrag ins Buch der Filmgeschichte gesichert hat.

Der Mann Mit Der Todeskralle ist einer der besten Action/Martial Arts-Filme der Siebzigerjahre, der auch heute noch begeistern kann. Der Streifen bietet einen charismatischen Kampfkünstler in der Hauptrolle, einen diabolischen Schurken, eine gekonnte Inszenierung, hervorragende Kampfszenen, faszinierende Schauplätze, gut gecastete Nebendarsteller und nicht zuletzt tolle Musik vom einstigen Clint Eastwood-Stammkomponisten Lalo Schifrin.

Was nach Der Mann Mit Der Todeskralle folgte, war größtenteils ziemlich unwürdig. Dass Bruce Lees bereits begonnener Film Game Of Death mit Hilfe von Doubles fertiggestellt wurde, darüber kann man geteilter Meinung sein. Nach Bruce Lees Tod folgte eine wahre Flut an angeblich echten Bruce Lee-Filmen, die nichts weiter darstellten als Leichenfledderer-Produkte. Streifen, in die man Archivaufnahmen des Meisters oder Szenen aus seinen Filmen hineinkopiert hatte, wurden als „brandneue“ Bruce Lee-Filme vermarktet. Das Gleiche gilt für Filme, in denen Imitatoren wie Bruce Li (Exit The Dragon, Enter The Tiger, 1976), Bruce Le (Way Of The Dragon 2, 1978) oder Bruce Liang (Bruce Lee, D-Day At Macao, 1975) den Zuschauern vormachen sollten, dass hier der echte Bruce Lee am Werk sei. Das Ganze bekam sogar einen eigenen Namen: Bruceploitation. Aber wie eigentlich immer schlägt nichts das Original!

9/10
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Kommentare

12.09.2018 06:23 Uhr - Nubret
2x
User-Level von Nubret 7
Erfahrungspunkte von Nubret 654
Top Film, top Besprechung!

Tatsächlich der beste Lee-Film, der eine besonders exotische Mischung darstellt.

Die meisten Bruce Li, -Lo, -Lai-Nachzieher sind wirklich ziemlicher Müll. Wobei der recht ordentliche "Der letzte Kampf der Todeskralle" eine Ausnahme darstellt und sogar ziemlich gut geworden ist. Vielleicht nehm ich den mal ran..

12.09.2018 10:19 Uhr - JasonXtreme
2x
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User-Level von JasonXtreme 12
Erfahrungspunkte von JasonXtreme 2.482
Aaaaamen Bruder!

12.09.2018 15:39 Uhr - Pratt
2x
DB-Helfer
User-Level von Pratt 22
Erfahrungspunkte von Pratt 10.505
Klasse Review zum besten Bruce Lee Film, klasse Locations, grandiose Fight- und Stuntszenen, klasse Darsteller, tolle Musik, was will man mehr, von mir gab's dafür die volle Punktzahl, ein Film den man immer wieder schauen kann.

P.S.: Als Stuntman ist Jackie Chan mit dabei, er wurde sogar damals beim Dreh verletzt und sollte von B. Lee für weitere Filme engagiert werden, dazu kam es ja leider nicht mehr.

12.09.2018 18:41 Uhr - leichenwurm
2x
DB-Helfer
User-Level von leichenwurm 5
Erfahrungspunkte von leichenwurm 420
Spitze... Review und Film gleichermaßen ; -)) ! Ist echt schwer aus der leider viel zu kurzen Filmographie von Bruce Lee DEN Favoriten herauszupicken. Ich finde "Die Todesfaust des Cheng Li" sowie "Todesgrüsse aus Shanghai" ebenfalls spitze und "Die Rückkehr der Todeskralle" ist mit dem finalen Duell gegen Chuck Norris im Collusseum beinahe legendär... ! Aber ich finde du hast sehr gut aufgeführt warum "Der Mann mit der Todeskralle" dann doch das Tüpfelchen auf dem I ist. Klasse Review Punisher!

12.09.2018 19:08 Uhr - TheRealAsh
2x
User-Level von TheRealAsh 8
Erfahrungspunkte von TheRealAsh 977
"Enter the Dragon", dieser Film hat eine ganze Generation geprägt (und darüber hinaus). Danke für die Premierenvorstellung! Es gibt immer wieder etwas, das fehlt.

13.09.2018 00:06 Uhr - Punisher77
2x
DB-Helfer
User-Level von Punisher77 13
Erfahrungspunkte von Punisher77 2.737
@Alle:
Vielen Dank! Es freut mich, dass Euch Film und Review gefallen.

@Pratt:
Danke für die Zusatzinfo!

19.09.2018 11:57 Uhr - Ghostfacelooker
User-Level von Ghostfacelooker 15
Erfahrungspunkte von Ghostfacelooker 4.280
Spitzen Review zu ebensolchem Film. Nebenbei der Schüler der am Anfang mit Bruce kämpfen darf ist Sammo Hung

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