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House of Cards

Herstellungsland:USA (2013)
Genre:Drama
Bewertung unserer Besucher:
Note: 8,54 (13 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

Willkommen im Löwenkäfig Washington D.C.: Für seine politische Karriere ist der machtgierige Kongressabgeordnete Francis Underwood (Kevin Spacey) zu fast allem bereit. Als der neu gewählte US-Präsident Walker ihm das bereits fest versprochene Amt des Außenministers verwehrt, sieht Underwood rot. Angetrieben von seiner nicht minder berechnenden ehrgeizigen Ehefrau Claire (Robin Wright), spinnt der gut vernetzte Underwood eine heimtückische Intrige gegen die Regierung. Mithilfe der aufstrebenden Jungjournalistin Zoe Barnes (Kate Mara) bringt er Regierungsinterna an die Öffentlichkeit, torpediert dabei die von Präsident Walker vollmundig angekündigte Bildungsreform und drängt den angehenden Außenminister aufs Abstellgleis. Das Weiße Haus steht plötzlich ziemlich schlecht da und ist dringend auf die Hilfe eines erfahrenen und loyalen Politprofis angewiesen - einem wie Underwood eben! (Sky Deutschland)

Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von norminator:

"Aus jedem Kätzchen wird mal eine Katze. Sie wirken immer so harmlos zum Anfang: winzig und ruhig, schlabbern ihr Tellerchen Milch. Aber sind ihre Krallen lang und scharf geworden dann fließt Blut. Manchmal von der Hand, die ihr Futter gibt. Für die von uns, die zur Spitze der Nahrungskette unterwegs sind, ist Erbarmen keine Option. Da gibt es nur eine Regel: Jage oder du bist der Gejagte."*

 

Über Kevin Spacey wurde in der Vergangenheit ja sehr viel berichtet. Mehr, als wahrscheinlich je in seiner gesamten Karriere. Schuld daran war die, anscheinend, nie enden wollende „#MeToo“-Bewegung von Hollywood. Ich will jetzt gar nicht großartig über Sinn und Unsinn, richtig oder falsch oder wahr oder Lüge philosophieren. Nur soviel: Meiner Meinung nach ist eine Person, völlig egal was sie verbrochen hat (haben soll), solange unschuldig, bis die Schuld bewiesen wurde und außerdem: selbst wenn Spacey schuldig ist, warum sollte ich urplötzlich aufhören, mir Sachen von oder mit ihm anzusehen? Es ist sowieso eine fiktive Rolle & Welt, die ich dort sehe und lasst ihn als Mensch sein wie er will. Als Schauspieler war und ist er für mich absolut brillant; basta! Viele Andere scheinen das anders zu sehen; Netflix zum Beispiel! Gefühlte 2 Stunden, nachdem die Nachricht über ihn raus war, kündigten sie Spacey und cancleten alle zukünftigen Projekte mit ihm. Nur eins nicht. Jenes, welches ihm ein zweites Mal nach ganz oben gebracht hat und welches selbst reale Politiker wie Barack Obama sehnsüchtig verfolgten: House of Cards!

Es ist mehr als 30 Jahre her, als die Videokassette den Markt im Sturm eroberte. Endlich konnte man seine Lieblingsfilme aus dem Kino direkt zu Hause sehen. Immer und immer wieder und wenn man wollte, sogar beliebig oft zu seinen Lieblingsstellen zurückspulen – nun, zumindest solange das Band mitmachte. Wenn man sich den/die Filme nicht kaufen konnte oder wollte, ging man eben in die Videothek seiner Wahl und lieh sich die Kassetten für einen bestimmten Zeitpunkt kostenpflichtig aus. So war es auch noch, als Ende der 90er die DVD der Kassette immer mehr den Rang ablief und sogar noch bis zu dem Zeitpunkt, als die Blu-Ray den Thron der digitalen Medien für sich beanspruchte. Lange Zeit kannte man nichts anderes. Bis...ja bis Marc Randolph und Reed Hastings die glorreiche Idee hatten, diejenigen, die keine Videothek in der Nähe hatten oder einfach zu bequem waren zu einer zu gehen/fahren, einfach die entsprechende Leih-DVD, natürlich ebenfalls für einen gewissen Obolus, zuzuschicken. Netflix war geboren. Das ganze zwar schon Anno 1997, aber erst knapp 10 Jahre später vollführte man den Schritt, den dutzend andere später kopierten und der Netflix bis heute zum alleinigen Herrscher machte: man bot einen „Video-on-Demand-Service (VoD)“ an. Heißt: man konnte sich eine Auswahl von Filmen auf dem PC herunterladen oder eben streamen, also online ansehen. Somit konnte man auch hier wann immer und so oft man wollte sich aus einem gewaltigen Fundus Filme ansehen und genießen. Die Auswahl wurde selbstredend natürlich immer größer und variantenreicher. Dieses Konzept schlug ein wie eine Bombe! Nicht nur die sowieso schon vor dem PC hockende Jugend hatte somit schlagartig eine neue Beschäftigung vor dem heimischen Rechner; mit den immer weiter verbreiteten Smartphones und Tablets konnte man sich seine Lieblingsfilme und -serien wirklich überall und zu jeder Zeit ansehen. Und das sprach dann auch einen umso größeren Kundenkreis an. Jedenfalls dachte sich Netflix irgendwann, dass sie zusätzlich zu den erworbenen Lizenzen zu anderen Filmen und Serien, doch auch eigene Projekte realisieren und anbieten könnten.

Kurzer Themenwechsel: Nach der Fertigstellung von „Der Seltsame Fall des Benjamin Button“, zeigte einer von David Finchers (Alien³, Fight Club) Agenten ihm die britische Mini-Serie „Ein Kartenhaus“ (1990) mit der Idee daraus eine Adaption zu machen. Fincher war interessiert und wollte etwas Langfristigeres daraus machen. Also bot man die Serie Studiogiganten wie HBO oder AMC an. Doch auch Netflix bekam Wind davon. Eine TV-Serie von David Fincher mit Kevin Spacey als Hauptdarsteller? Die Verlockung war zu groß und somit stachen sie alle anderen Studios aus und sicherten sich „House of Cards“ als erste Eigenproduktion, die ab 2011 in Produktion ging und ab 2013 seinen Einstand bei Netflix feierte. „House of Cards“ ist im Prinzip die Geschichte vom Kongressabgeordneten Francis „Frank“ Underwood, der sich seit jeher in seiner Partei übergangen fühlt und nun endlich den Zeitpunkt gekommen sieht, das ER an der Reihe ist und somit nach ganz oben möchte. Frank ist dabei jemand, dem wirklich jedes Mittel recht ist. So konspiriert, erkauft und sogar mordet sich Frank seinen Weg zur Spitze. Alles egal. Hauptsache er gewinnt. Und so gemein, kühl und kriminell er auch ist; man drückt ihm dennoch jedes Mal die Daumen, dass er weiterkommt und kriegt, was er will. Warum? Weil er einfach phänomenal gut von Kevin Spacey verkörpert wird. Er spielt nicht, nein er IST Frank Underwood. Er hat seine Rolle so sehr verinnerlicht, dass er nicht nur zu jeder Zeit eine ungemein große Präsenz ausübt, sondern man ihm zur jeder Sekunde abkauft wirklich so zu sein. An noch so jeder kleinen Mimik und Gestik erkennt man, was gerade in ihm vorgeht. An jedem Wort, das er spricht, hört man jede noch so kleine Emotion. Doch nicht nur daran. Neuartig in dieser Serie ist, dass Frank die 4. Wand durchbricht und somit direkt zu dem Zuschauer spricht und ihm somit die nötigen Zusatz- oder Hintergrundinformationen liefert, die man auf Anhieb nicht mitbekommt oder selbst wenn, man zunächst nicht versteht, da man von Politik keine Ahnung hat. Das ist schlicht und einfach genial und sorgt für eine willkommene Abwechslung und nicht selten zu den ein oder anderen Schmunzler. Das Ganze ist dabei mitten in einer Konversation platziert, sodass der Zuschauer umso deutlicher auf das Geschehen aufmerksam wird. Ein Beispiel (welches ich mir selbst ausgedacht habe!):

Frank sitzt mit dem Vizepräsidenten zusammen.

Frank: „Herr Vizepräsident, ich bitte Sie doch lediglich mich bei meinem Anliegen zu unterstützen!“

Vizepräsident: „Tut mir leid, Frank! Ich denke nicht, dass Sie geeignet sind diesen Posten zu übernehmen.“

Frank blickt in die Kamera und spricht „zu uns“: „Sehen Sie ihn sich bitte an. Der Kerl ist schon gefühlte hundert Jahre im Amt und denkt tatsächlich er hätte immer noch was zu sagen. Dabei wird er vom Präsidenten doch nur aus Respekt vor seiner Erfahrung mit durch-geschleppt. Tja, aber was der Präsident sicher nicht weiß und schon gar nicht seine Frau, ist, dass der gute alte Robert hier, schon seit Jahren eine Affäre mit seiner Sekretären hat. Klischeehaft ich weiß, aber es gibt mir den nötigen Vorteil.“

Frank sieht wieder den Vizepräsidenten an. „Robert ich wollte es eigentlich nicht erwähnen, aber denken Sie doch bitte an ihre Frau Linda. Ich gehe doch recht in der Annahme, dass sie nicht erfahren soll, dass sie Melissa quer durchs Büro vögeln und das seit mehr als 10 Jahren. Stimmen Sie für mich und ihnen bleibt diese Peinlichkeit erspart.“

Und schwubs. Schon hat er den Mann für seine Zwecke hinter sich. Nicht nur, dass diese Machart so den Zuschauer einige zusätzliche Details verrät, es sorgt auch für gewisse Spannung. Man fragt sich, auf welcher Weise Frank diesen und jenen Gegner für sich einnehmen möchte oder ab und zu trifft er auch auf jemanden, den er nicht so schnell und einfach auf seine Seite ziehen kann und somit muss sich Frank was Neues ausdenken. Da kann es schon mal passieren, dass Frank so ungehalten ist, dass er „vergisst“ in die Kamera für die 4. Wanddurchbrechung zu sehen und somit seine wahren Gedanken, seinem Gegenüber äußert – der sonst selbstverständlich davon nichts mitbekommt. Leider passiert das viel zu selten. Man merkt von der ersten Minute an, dass Frank äußerst clever ist und gepaart mit seinem scheinbar unendlich großem Selbstbewusstsein schwer aufzuhalten ist. Aber vieles geht ihm einfach so spielend von der Hand, das man nicht um herkommt zu sagen „Also das ist jetzt übertrieben.“ Eben war diese und jene Situation noch völlig unlösbar oder der und diejenige noch völlig uneinsichtig; da kommt Frank auch schon und alles ist binnen einer Folge (und kürzer) für sich entschieden. Klar hat man, wie bereits erwähnt, Sympathien für Frank und drückt ihm die Daumen. Aber es wäre auch nicht verkehrt, würde er sich hie und da mal „die Zähne ausbeißen“ und eine Weile verzweifelt sein; wenn nicht sogar scheitern. Das gäbe dem Charakter eine gewisse Menschlichkeit, statt wie eine unaufhaltsame Macht zu agieren. Zumal es auch seine Gegenspieler etwas mehr Profil geben würde. Alles in Allem ist die Serie die große „Kevin Spacey Show“. Wer ihn mag, wird um die Serie nicht herumkommen, aber auch alle Anderen sollten ruhig einen Blick riskieren, denn hier bekommt man die staunenswerte Leistung eines Ausnahmetalents zu bewundern. Selbstverständlich kann Kevin, ähm ich meine natürlich Frank, nicht alles alleine schultern. Und somit stehen ihm natürlich einige Leute loyal zur Seite. Zunächst wäre da mal seine Frau Claire. Gespielt wird diese von der 52-jährigen Robin Wright (Forest Gump, Blade Runner 2049). Ich habe Robin hier und da bereits in anderen Produktionen gesehen, aber sie war mir immer relativ egal. Ich fand ihre Darbietung in „Forest Gump“ ganz ansprechend, aber das war es auch schon. Sonst ist sie mir nicht weiter aufgefallen; bis eben hier. Man möchte meinen die Rolle von Claire Underwood ist ihr wie auf dem Leib zugeschnitten. Eine äußerst noble, clevere, zurückhaltende aber nicht minder ehrgeizige Frau. Sie nimmt sich selbst in entscheidenden Momenten zurück, nur um zu einem anderen, günstigeren Zeitpunkt aufzublühen. Sie hat auch durchaus ihre Schwächen und Verfehlungen – bspw. ist sie ab und zu recht naiv – aber das macht sie umso menschlicher und auch sympathischer. Robin spielt sie im Allgemeinen recht dezent. Aber genau das ist der große Pluspunkt. Sie braucht keine tränenreichen Monologe, um verletzlich zu wirken. Sie muss nicht schreien, um ihren Willen durchzusetzen und sie muss Frank – den sie übrigens als Einzige Francis nennt – nicht jederzeit „umgarnen“, um zu zeigen, dass sie ihn wirklich liebt. Denn das spürt man auch so. In unzähligen Momenten, ohne das sie sich küssen oder gar berühren, spürt man die Liebe und Zusammengehörigkeit von ihr und Frank. Sie sind das perfekte Team und ergänzen sich hervorragend. Und sollte es mal den Zeitpunkt geben, wo ihre Beziehung nicht so einwandfrei läuft, kann man auch hier gewiss sein, dass man intensive Momente zu Gesicht bekommt, die einem völlig vergessen lassen, dass dies eigentlich nur eine Serie ist.

Wo Claire Frank meist zu Hause den Rücken stärkt und ihm tatkräftig zur Seite steht, so ist dies im weißen Haus Douglas Stamper. Doug arbeitet schon so lange für und mit Frank zusammen, dass sie sich nicht nur in- und auswendig kennen, sondern auch ihr jeweiliger Erfolg untrennbar voneinander verbunden ist. So ist es auch wenig verwunderlich, dass Doug’s Loyalität zu Frank unerschütterlich ist, egal was. Frank braucht es noch nicht einmal auszusprechen, da leitet Doug schon alles notwendige in die Wege. Er hält Frank den Rücken frei und zweifelt niemals an dessen Forderungen. Fast möchte man behaupten Doug ist wie eine eiskalte Maschine, dem Nichts und niemand aufhalten kann. Aber da irrt man sich. Auch er hat durchaus seine schwachen Momente und menschlichen Abgründe. Gespielt wird dieser zielbewusste Charakter von Michael Kelly (Dawn of the Dead, Man of Steel). Obwohl… kann man hier wirklich von gespielt reden? Die meiste Zeit über starrt Doug einfach nur konzentriert oder gar grimmig in die Gegend. So kalt Frank manchmal auch ist – Doug ist der wahrhaftige Eisblock. Hätte er eben nicht auch seine Verfehlungen, möchte man beinahe meinen, er wäre zu gar keiner emotionalen Reaktion imstande. Sicher, es gehört zu seinem Wesen so kühl und distanziert zu sein. Aber gerade in den Momenten, wo er eigentlich verwundbar und verzweifelt sein sollte, wirkt Doug doch weiterhin wie der Fels in der Brandung, dem nichts und niemand erschüttern kann. Schade, denn etwas expressiver hätte Kelly ihn ruhig anlegen können; das hätte dem Charakter nicht geschadet. Die restlichen Charaktere in der Serie spielen absolut hochwertig und glaubhaft. Aber wie ich bereits oben erwähnte, steht hier Frank Underwood ganz klar im Mittelpunkt. Die meisten Anderen dienen oftmals nur um von Frank bspw. manipuliert oder in die Irre geführt zu werden oder um für ein, zwei Folgen einen Gegenpart zu den Underwoods und ihren Gefolgsleuten zu bilden. Es gibt natürlich auch wiederkehrende Darsteller, die sich auch mal über mehrere Folgen oder Staffeln halten. Diese haben dann auch tatsächlich die Gelegenheit ihren Charakter weiter auszubauen und ihre eigenen „Touch“ einzubringen. Wenn dem so ist, machen das die Damen und Herren stets anständig und auf einem gehobenen Niveau. Aber auch hier wieder kommt das leider viel zu selten vor.

Was die Inszenierung der Serie angeht, so kann man wirklich davon sprechen, dass sie sich hinter der eines Kinoblockbusters nicht zu verstecken braucht. Die Musik wird etwas spärlich eingesetzt, passt aber zu dem eher ruhigeren, dramatischem Geschehen der Serie. Die Kameraarbeit hingegen leistet sich keinerlei Patzer und weiß mit schönen Kamerafahrten und einer tollen Farbgebung zu überzeugen. Denn die kühleren Farben wie grau, blau oder braun dominieren hier eindeutig; passen aber so hervorragend zu der Stimmung bzw den Charakteren in den Szenen. Außerdem gibt es in der Serie eher selten Nahaufnahmen, sodass man wunderbar die verschiedensten Haltungen, Mimik und Gestiken der agierenden Darsteller mitbekommt. Das größte Lob hat sich meiner Meinung nach aber die Abteilung das Produktionsdesign verdient. Kein Wunder das die Serie soviel Geld kostet. An jedes noch so kleine Detail wurde gedacht. Selbst wenn es für den Moment eigentlich irrelevant ist, es macht das Ganze dennoch so dermaßen authentisch, das man wahrhaftig glauben kann bspw. im Oval Office zu sein.

Fazit = selbst wer sich, wie ich, 0 für Politik interessiert oder wegen Kevin Spacey Bedenken hat, die Serie anzusehen, dem sei gesagt: Ein gewaltiger Fehler! Auch wenn man nicht immer alle politischen Vorgänge begreift, so ist es doch gerade das, was die Serie, wie einst „Emergency Room“, so authentisch erscheinen lässt. Außerdem entwickelt sich trotzdem oder gerade deswegen eine zwar subtile, aber dennoch enorme Spannung, sodass man am liebsten gleich wissen will, wie es weitergeht. Jeder der Darsteller agiert auf einem absolut hohem Niveau. Auch wenn bei dem ein oder anderen definitiv mehr drin gewesen wäre bzw etwas mehr Screentime nicht geschadet hätte. Über All dem stehen natürlich Robin Wright und vor Allem Kevin Spacey. Wer ein Beispiel für herausragende Schauspielkunst sucht, wird hier bei diesen Beiden absolut fündig. Das Drehbuch neigt hie und da zu realitätsferner Übertreibung; bietet aber dennoch ausgezeichnete Dialoge und eine flüssig geschriebenen, stimmige Handlung. Kostüme, Make-Up, Kamera, Schnitt… Alles wirkt wie aus einem Guss; wobei erst das staunenswerte Produktionsdesign für offene Münder sorgt. Wer abseits von „Game of Thrones“, „The Walking Dead“ oder „Sons of Anarchy“ denkt oder blicken möchte, dem sei dieser Serienhit wärmstens zu empfehlen. Spannende, dramatische und überzeugende Unterhaltung auf Kinoniveau. Wer sagt da noch das Politik langweilig sei?

 

* = http://de.house-of-cards.wikia.com/wiki/Zitate

9/10
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Kommentare

02.07.2018 18:14 Uhr - deNiro
2x
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Hui, da hat sich aber jemand reingehangen;)

Ich weiß wie schwierig es sein kann eine Kritik über eine komplette TV-Serie zu schreiben. Hast du aber sehr gut umgesetzt! Mir ist die Einleitung bzw. der Exkurs in die Geschichte der Datenträger etwas zu lang geraten, dafür steigst du ja aber gleich danach voll in die Serie ein! Aufwendige Besprechung eines TV- Meilensteins! Klasse!

02.07.2018 20:35 Uhr - Norminator
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Jaaaaaa jetzt wo Du es sagst...magst du wahrscheinlich Recht haben. Dafür finde ich selbst, dass ich - seit jeher - zu wenig über die Personen (& deren Leistung) hinter der Kamera schreibe. Ach naja. Was für's nächste Mal!

Auf jeden Fall vielen Dank für Deine Meinung! :)

02.07.2018 21:32 Uhr - Wurstkopp
2x
In der Tat sehr bemerkenswert, dass die #MeToo-Bewegung einfach nicht aufhören will zu existieren. Was wohl der Grund dafür sein mag? *grübel*

02.07.2018 21:57 Uhr - NoCutsPlease
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DB-Helfer
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Tolles Comeback, Normi!
Da hast du dich wahrlich voller Fleiß reingekniet, auch wenn der Exkurs in die Geschichte der Medien etwas zu weitschweifig wirkt und dem eigentlichen Thema des Reviews kaum zweckdienlich ist. Nichtsdestotrotz hast du mir das Wesen dieser Serie anschaulich vermitteln können.
Der Kritik kann ich somit getrost den Segen 'Normi et orbi' erteilen. :)

03.07.2018 08:43 Uhr - JasonXtreme
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Spaceys Eskarpaden klammere ich jetzt mal aus - ich denke da wird schon was dran sein, bei so vielen Meldungen, aber das schmälert seine darstellerische Leistung der letzten 20 Jahre ja nicht.

Die Serie habe ich nur bis Staffel 3 oder 4 verfolgt, habe wegen seines Rauswurfs dann aber aufgehört, weil es so für mich kein "richtiges" Ende geben wird... bis dahin war die Serie absolut packend und super gemacht! Darstellerisch, erzähltechnisch...

Super Rezi Arbeit - eine Serie zu besprechen halte ich immer noch für sehr schwer, zumal man Staffelübergreifend immer das Problem mit massiven Spoilern haben wird.

03.07.2018 12:09 Uhr - Norminator
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Vielen, lieben Dank an Euch Allen; ich freue mich wirklich sehr über eure Kommentare! :)

Wie ich es bereits bei "deNiro" erwähnte, kam mir meine Einleitung gar nicht sooo lang vor; bis er bzw ihr mich eben darauf Aufmerksam gemacht habt. Jetzt, wie gesagt, sehe ich es ähnlich wie ihr! Aber was soll's nun ist es nun mal so und wird beim nächsten Mal berücksichtigt. Man muss auch mal was wagen :P

PS: Ihr meintet, wahrscheinlich auch zu Recht, dass eine Review zu einer Serie schwierig ist. Nun, ich habe es mir da vielleicht etwas (zu?) leicht gemacht, denn ich habe versucht über die Handlung an sich so wenig wie möglich zu sprechen; sondern eher über die Schauspieler und das "drumherum". Vielleicht wagt sich ja jemand Anderes an einer anderen Serie und macht es eventuell denn auch besser als ich!? Würde mich freuen :)

03.07.2018 14:48 Uhr - JasonXtreme
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Du wirst lachen, ich hatte schon paarmal Rezis zu Komplettserien angefangen, und dann wieder verworfen, weil ich nicht wusste wo das hinführen soll^^

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