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cecil b
Level 17
XP 5.554
Eintrag: 19.07.2018

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Killer-Alien

(Breeders)
Herstellungsland:USA (1986)
Standard-Freigabe:FSK 18
Genre:Horror, Erotik/Sex, Science-Fiction
Alternativtitel:Nemesis - Die Brut des Grauens

Bewertung unserer Besucher:
Note: 5,00 (2 Stimmen) Details
inhalt:
In der Kanalisation unter dem Empire State Building in New York haust ein Alien. Es benutzt Männer als Wirt, übernimmt durch eine Mutation deren Körper, und vergewaltigt dann Jungfrauen, um sich fortzupflanzen. Detektiv Dale Andriotti (Lance Lewman: Kalamity, Schuss ins Herz) versucht den Fall aufzudecken. Auch die Ärztin Dr. Gamble Pace (Teresa Farley: Bad Girls) macht Jagd auf den ungeheuerlichen Täter, als sie äußerst merkwürdige Hinterlassenschaften von diesem feststellt.
eine kritik von cecil b:


Ich mag Trash-Filme. Aber das heißt nicht, dass ich alle Filme mag, die man als Trash bezeichnen kann. Das Cover und die Story von Killer-Alien sprechen aus meiner Sicht dafür, dass man gute schlechte Unterhaltung erwarten kann, aber die ist leider nicht gegeben. Finde ich.

Ein Alien vergewaltigt Jungfrauen mit dem Ziel die Welt zu erobern. Aber es geht um viiiel mehr. Jawohl. Der sexuelle Missbrauch durch Männer gegenüber Frauen wird angeprangert. Die schöne Frau Ärztin ist sich dessen bewusst: "Es werden jeden Tag unschuldige (?) Frauen vergewaltigt!". Wenn man jetzt noch die schuldigen Frauen mitzählen würde, die vergewaltigt werden, nicht auszudenken. Die Dialoge bewegen sich qualitativ auf dem selben Terrain wie das Gummikostüm, welches das Alien darstellt. Nicht jede Frau habe einen der sie beschützt. Ja, die schwachen Frauen brauchen natürlich starke Männer, die sie beschützen. Aber Dr. Gamble möchte stark sein, und selbst einschreiten. Die Frau Doktorin wird konkret: "Das ist für mich so ein Fall, da könnte ich jedes männliche Wesen, das je geboren wurde, umbringen!". Hätte Potenzial für Rape and Revenge, geht aber nicht in diese Richtung. Oh man. Natürlich ist das eine dumme Schweinerei, ein ernstzunehmendes Thema auf so einer niedrigen Stufe anzugehen, aber ruhig Blut, das ist ein dummer C-Film, da darf man über jeden Scheiß lachen.  Der Schrott erinnert von der Qualität her an die Filme aus der Trash-Fabrik von Lloyd Kaufman (Toxic Avenger), aber der Humor dieser Streifen fehlt, oder er kommt nicht zur Geltung.

Ein gewisser Unterhaltungswert wohnt Killer-Alien ja inne. Ein Monsterfilm, der aus den Zeiten stammen könnte, in denen die Leute noch durch schwarz-weiße Umgebungen liefen, wird in die 80'er verlegt. Die Frauen sind allerdings deutlich leichter bekleidet, als zu der Zeit, in der sie noch in schwarz-weiß unterwegs waren. Bis auf die Doktorin, die die Protagonistin ist, ziehen sich die sehenswerten weiblichen Figuren früher oder später aus. Ein weibliches Sexualobjekt folgt dem andern, eine ungewöhnliche Art und Weise um sexuelle Gewalt zu thematisieren. Wenn ein angeblich 18-jähriges Model, das von der damals 24 jährigen Frances Raines (The Mutilator, Bad Girls) gespielt wird, dann aber spontan auf die Idee kommt, mal eben nackend ihre Gymnastikübungen durchzuführen, dann kann das schon ein Grinsen hervorrufen. Auch, wenn dann mit der Hilfe von Luftpolstern eine Mutation angedeutet wird. Das Trash-Herz geht auf, die Hände werden gerieben, im Unwissen, dass das schon fast der klägliche Höhepunkt war. Der Blick auf Tentakel-artige Arme soll Vorfreude auf das Ungeheuer bereiten, bis sich das katastrophale Gummimonster komplett zeigt. Es handelt sich wohl um einen Verwandten von Dr. Zoidberg aus der Zeichentrickserie Futurama, nur dass die Hautfarbe pechschwarz ist, und das Antlitz weist ebenfalls Unterschiede auf. Ein wenig unterhaltsam wird es schon, wenn ein Model versucht sich hinter einer dünnen Leinwand zu verstecken, aber solche 'Witze' hätten noch mehr als solche gekennzeichnet werden müssen, und in einem Film aus vergangenen Tagen entsprächen diese einer schönen unfreiwilligen Komik. KILLER-ALIEN ist hingegen weder Fisch noch Fleisch. Das Alien und manche Konversationen sind ja spaßig, und ein paar Spritzer Kunstblut gibt es auch, aber der ganze Kokolores verläuft enttäuschend und wenig spannend. Das Finale ist allerdings ganz nett. Eine Gruppe von nackten Models suhlt sich innerhalb einer Grotte in einer mit Aliensperma oder so gefüllten Mulde, und ein Oberalien hält den menschlichen Figuren vor, dass die Menschheit doch auch ungeheuerlich ist. Stimmt ja auch. Die hundsmiserable 'Erotik' in der Grotte ist echt ein Hingucker, aber das sind zu wenig Sehenswürdigkeiten. Sehr komischer Kram, mit kaum interessanten Einfällen. Wer denkt sich so etwas aus?

Die Story stammt von dem Regisseur und Drehbuchautoren des Films, Tim Kincaid, der sich früher als Schwulenporno-Regisseur sein Geld verdient hat, und auch als Darsteller in einen dieser Filme tätig war. Kincaid hatte sich unter dem Pseudonym Joe Cage (Ha!) einen Namen gemacht (HH), er soll durch seine Filme mit den Stereotypen des schwulen Mannes gebrochen haben, dafür wurde er 2001 in die Hall of Fame GayVN Awards aufgenommen. Irgendwann kam er aber auf den Geschmack, eine Dame namens Cynthia De Paula zu heirateten, mit der er zwei Söhne zeugte, und nach der Scheidung zusammen mit Charles Band (Puppet Master) vielversprechende Filme wie Bad Girls Dormitory und Robot Holocaust produzierte. Kincaid drehte Killer-Alien innerhalb von 10 Tagen an Originalschauplätzen. Maskenbildner und Spezialaffektkünstler Ed French (American Sniper, Hellraiser IV -Bloodline) arbeitete an den Effekten, in einer kleinen Rolle spielt er auch mit, das peinliche oder auch lustige Kostüm haben wir Joni George zu verdanken (Bad Girls, Nena - Das geile Biest von nebenan). Die Kamera wurde von Arthur D. Marks bedient, wie schon in Kincaid Filmen The Occultist und Bad Girls. Barry Zetlin hat den Film geschnitten, das kann er besser (Surrogates, Freitag, der 13te Teil 7). Die Komponisten Don Great (Eiskalte Engel, The Game) und Thomas Milano (Hurricane, Insider) werden vermutlich nicht gerne an ihre Mitarbeit erinnert.

Die Musik hat den Anmut von den Störgeräuschen eines Nintendo-Games, die dann Musik sein sollen. Wenn sich die Frauen entkleiden wechselt dieser Sound immerhin zu einer Musik, wie ich sie aus den pubertären Tagen kenne, als Frauen wie Black Emanuelle noch das Fernsehprogramm von Vox versüßten. Was will man bei so einem Film wie Killer-Alien mehr erwarten? Als humorvolle Hommage an alte Monsterfilme sind die Zooms auf erschreckte Gesichter und den Schatten des Monsters, sowie ein Schrei aus dem Off ja ganz putzig, aber langweilig. Die Schnitte, die Beleuchtung und die Kameraführung sind O.K., sie kommen an die Qualität einer Seifenoper heran. Hin und wieder können die Perspektiven seltsame Vorgehen in abgefahrenen Geisterbahn-Ramsch-Kulissen nett erfassen, aber davon gibt es zu wenig zu sehen. Lewman spielt auf dem Niveau der Lindenstraße, Raines auf dem eines Softpornos, und an Farley kann man sich zwar kaum satt sehen, als Akteurin kann sie aber auch nur auf der Stufe von Lewman mithalten.

 

 

KILLER-ALIEN hätte schöner Trash werden können, wenn ein Lloyd Kaufman oder ein Fred Olen Ray (Deep Space) seinen Sinn für guten schlechten Humor dazu beigetragen hätte. Dieses spaßig-blöde Grinsen wird von Tim Kincaid kaum herausgekitzelt. Gummimonster, dämliche Dialoge und eine bescheuerte Story sind kein Garant für einen spaßigen Trashabend. Und daran können mittelmäßige Schauspieler, nervige Musik sowie ein paar nackte hübsche Damen gewiss nichts ändern.

3/10
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Kommentare

19.07.2018 20:42 Uhr - dicker Hund
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Schade, der "Plot" klang eigentlich ganz vielversprechend. Die herrlichen Vergleiche mit beliebten Fernsehserien machen die Lektüre jedenfalls zu einem bunten Fest, wie es der Film gerne wäre.

Dementiert wie ein für immer vergessenes "nicht" - oder so;-)

20.07.2018 09:54 Uhr - sonyericssohn
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Du tust dir aber auch immer Schinken an....tztztz....;-)
Den setz ich jetzt mal auf die Liste etwas weiter unten.

20.07.2018 18:56 Uhr - Nubret
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Tolle Besprechung mal wieder, aber den lasse ich wirklich aus!

"Killerparasit" mit Demi Moore hat mir schon sämtliche Zähne gezogen...

20.07.2018 20:20 Uhr - cecil b
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Danke für das Feedback. :)


dicker Hund: "Schade, der "Plot" klang eigentlich ganz vielversprechend." Ja, finde ich auch. Deswegen war ich ja so enttäuscht. Wobei die grottige Grotte mit den Frauen hat was. ;)
http://www.video-museum.net/wp-content/uploads/2012/09/253.jpg

sonyericssohn: Nach so einer Kopf-Arbeit wie bei Dead Ringers, zuletzt, kann ich Schund zum erholen echt gebrauchen. ;) Aber dieser ist leider kaum zu gebrauchen.

Nubret: Killerparasit kenne ich nicht, aber das ist wohl auch gut so. ;)

20.07.2018 21:31 Uhr - sonyericssohn
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Mein Mitleid sei dir gewiss
:-D

22.07.2018 02:18 Uhr - Dissection78
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Och, naja, was heißt Mitleid? Wir alle machen das hier doch freiwillig, weil es uns irgendwie reizt und gefällt, selbst wenn mal der ein oder andere miserable Streifen an- und abfällt ;D

Natürlich kann ich nicht für cecil sprechen/schreiben, aber mir ist es egal, ob ich jetzt "Killer-Alien", "Astaron", "Killerparasit", "Mutant", "Kosmokiller", "X-Tro", "Nightbeast", "The Terror Within" oder "Syngenor" schaue. Das sind partiell durchaus amüsante B-, C- und Z-"Alien"-/Creature-Filmklone, die ihren ganz eigenen kruden Charme haben und zumindest für mich (jedenfalls zum größten Teil) gefälliger ausfallen als die einheitsbreiigen Hollywood-Hochglanzprodukte heutiger Zeit, welche mit ihrem Höher, Schneller, Weiter einfach nur die Sensationslust der Masse befriedigen sollen, mich letztendlich jedoch oftmals leider langweilen.

Aber, ja... "Killer-Alien" ist wirklich nicht das Gelbe vom Ei und sogar nochmal etwas schwächer als der - (relativ) objektiv gesehen - höchst durchschnittliche "Killerparasit". Insofern hat cecil mit seiner Rezi den Punkt genau getroffen, selbst wenn's von mir noch 4 bis 5 von 10 Gummimonstern gibt :)

22.07.2018 14:31 Uhr - sonyericssohn
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Naja, "mein Beileid" hätte noch weniger gepasst... ;-)

22.07.2018 18:46 Uhr - cecil b
1x
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22.07.2018 02:18 Uhr schrieb Dissection78
Och, naja, was heißt Mitleid? Wir alle machen das hier doch freiwillig, weil es uns irgendwie reizt und gefällt, selbst wenn mal der ein oder andere miserable Streifen an- und abfällt ;D

Natürlich kann ich nicht für cecil sprechen/schreiben, aber mir ist es egal, ob ich jetzt "Killer-Alien", "Astaron", "Killerparasit", "Mutant", "Kosmokiller", "X-Tro", "Nightbeast", "The Terror Within" oder "Syngenor" schaue. Das sind partiell durchaus amüsante B-, C- und Z-"Alien"-/Creature-Filmklone, die ihren ganz eigenen kruden Charme haben und zumindest für mich (jedenfalls zum größten Teil) gefälliger ausfallen als die einheitsbreiigen Hollywood-Hochglanzprodukte heutiger Zeit, welche mit ihrem Höher, Schneller, Weiter einfach nur die Sensationslust der Masse befriedigen sollen, mich letztendlich jedoch oftmals leider langweilen.

Aber, ja... "Killer-Alien" ist wirklich nicht das Gelbe vom Ei und sogar nochmal etwas schwächer als der - (relativ) objektiv gesehen - höchst durchschnittliche "Killerparasit". Insofern hat cecil mit seiner Rezi den Punkt genau getroffen, selbst wenn's von mir noch 4 bis 5 von 10 Gummimonstern gibt :)


Thanx. :) Dein Kommentar trifft den Nagel auf den Kopf! Ich liebe Gummimonster an sich auch sehr. :)

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