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cecil b
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Eintrag: 12.07.2018

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Dead Ringers - Die Unzertrennlichen

(Originaltitel: Dead Ringers)
Herstellungsland:Kanada, USA (1988)
Standard-Freigabe:FSK 18
Genre:Drama, Thriller
Alternativtitel:Inseparabili

Bewertung unserer Besucher:
Note: 8,53 (15 Stimmen) Details
inhalt:
Nichts scheint die erfolgsverwöhnten Zwillingsbrüder Elliot und Beverly Mantle trennen zu können. Sie teilen sich alles von der lukrativen Gynäkologiepraxis bis zu ihren Geliebten. Doch in Wahrheit sind beide weit unterschiedlicher als man vermutet. Elliott ist der extrovertiertere, der die Forschungsarbeiten Beverlys zu seinem Vorteil ausnutzt, und dem schüchternen und zurückhaltenden Bruder sogar seine Freundinnen überlässt, denn diese ahnen aufgrund der Ähnlichkeit nichts von dem Rollentausch. Eine Symbiose, wie sie stärker und verhängnisvoller nicht sein könnte. Als sich beide mit der attraktiven Schauspielerin Claire einlassen, droht das fragile Arrangement der beiden zu kippen, denn zum ersten Mal steht jemand zwischen ihnen...
eine kritik von cecil b:


Die Fans von Regisseur David Cronenberg werden es schon wissen, DEAD RINGERS, mit Sicherheit eines seiner interessantesten Werke, erscheint am 27. September 2018 uncut als ein Limited Edition Digipak mit zwei DVDs und einer Blu-ray in Deutschland. Kein anderer hat so oft eindrucksvoll die unnatürliche Veränderung des Körpers und des Geistes zelebriert wie Cronenberg. DEAD RINGERS ist anders als Cronenbergs Bodyhorrorfilme, Rabid, Shivers,Videodrome, Die Fliege oder eXistenZ. Es gibt keinen Splatter und keine Mutationen. Der Tod, also das Hauptthema des Horror-Genres, und der menschliche Körper, sind Thema, aber der Geist steht im Vordergrund. Der Horror spielt leise Töne, DEAD RINGERS ist ein Drama das als Psychothriller erzählt wird, der drastische Gedanke des Films ist aber erschreckend genug, um als Horror bezeichnet zu werden. DEAD RINGERS ist eine freie Verfilmung des Romans TWINS, von Baro Wood (auch verfilmt: Jenseits der Träume) und Jack Geasland (Produzent: Defending the Super$ave), Cronenberg und Norman Snider (Casino Jack, Body Parts) schrieben das Drehbuch. Die Vorlage basiert auf einer realen Begebenheit, die in den Siebzigern stattfand. Die eineiigen Zwillinge Stewart und Cyril Mantle waren als angesehene Gynäkologen in Manhattan tätig, sie lebten in einer engen Beziehung zusammen in einem Luxusappartement. Beide waren drogenabhängig, was aber aufgrund ihrer Fähigkeiten ignoriert wurde. 1975 wurden die Zwillinge tot in ihrem Schlafzimmer aufgefunden, vermutlich starben sie an den Folgen der Drogen. DEAD RINGERS macht aus diesen Tatsachen einen psychologischen Horror, bei dem die Einheit von Körper und Geist pervertiert, die Identität relativiert, und die natürliche wie gesellschaftliche Abhängigkeit dargestellt wird. Ein Film mit Längen, aber ein Must-see. DEAD RINGERS erhielt 20 Auszeichnungen 13 Nominierungen für diese!

 

 

Cronenberg arbeitete bei diesem Film mit einigen altbewährten Weggefährten zusammen, die wären z. B. Kameramann Peter Suschitzky und Cutter Ronald Sanders, die auch in seinen Filmen A History of Violence, eXistenZ und Eastern Promises ihr Können bewiesen. Es ist auffällig, wie überlegt ruhig die Kamerafahrten sind, und wie die Figuren und ihre entscheidenden Gespräche unaufgeregt und harmonisch in Verbindung gebracht werden. Dabei sticht aber natürlich die absolute Perfektion der Split-Screen-Technik heraus, die ermöglicht, dass die Zwillinge gleichzeitig zu sehen sind. Die großen Säle, in denen einer der Brüder seine Reden hält, die riesigen Gebäude, in denen sie sich aufhalten, werden perfekt ausgeleuchtet und nur der Realität entsprechend ästhetisiert. Cronenberg bringt nicht wirklich wie sonst so oft das Fantastische in die Realität ein, er stellt die Realität als kaum fassbar, geradezu fantastisch dar. Ein dramaturgischer Geniestreich. Alles ist realistisch, deswegen ist DEAD RINGERS teilweise unangenehm wie eine Spritze vom Arzt. Besonders wenn es in den O.P.-Saal mit unterkühlten blaugrauen Farben geht, und der normale Alltag auf und vor dem Be­hand­lungs­stuhl zum Horror wird. Eine normale Form des Ausgeliefertsein, wie sie in unserem Alltag stattfindet, und die das absolute Vertrauen einem fast Fremden gegenüber verlangt. Der O.P.-Saal wird auch Schauplatz der Pervertierung. Die Set Dekoration von Elinor Rose Galbraith, auf die Cronenberg schon in Naked Lunch, Die Fliege und eXistenZ gesetzt hat, und das Kostüm-Design von der Schwester des Kanadiers, Denise C., die ihren Bruder auch bei Eastern Promises unterstützte, tragen zum guten Unbehagen bei. Die blutroten Operations-Kittel der Ärzte erinnern an Henker und Anhänger des Ku-Klux-Klan, man fürchtet, dass in den Operationssälen und Büros selbst ein Stuhl eiskalt sein könnte. Alle Beteiligten haben ganze Arbeit geleistet. Von Howard Shore, der die Musik zum Film komponierte, war auch nichts anderes zu erwarten, schließlich hat er bisher 3 Oscars und 82 andere Gewinne erhalten. Seine Geigen und anderen klassischen Instrumente, und vermutlich ein Synthesizer, sind zwar meist monoton, aber dadurch auch eingängig und effektiv. Man wartet oft vergeblich auf einen Ausbruch aus dieser Monotonie, aber das ist tranceartig wie Stücke von Trent Reznors Musikprojekt Nine Inch Nails, und in diesem Sinne gleicht fast jede Steigerung einer Explosion. Auch der langsame Verlauf der Story macht den Film bedrückend, weil man sich eine Lösung wünscht, und nur eine fatale Entwicklung immer näher rückt. Cronenberg hat die Story wieder mit dem richtigen Gespür gestaltet.

Das ungewöhnliche Verhältnis der Zwillinge ist von Anfang an das Objekt. Schon in Kindertagen wirken die Zwillinge mit ihrer Denkweise wie ein Wesen für sich, das die Menschheit nüchtern medizinisch, biologisch und psychologisch betrachtet. Ihr Verständnis, das auch zu dieser Sichtweise gehört, bringt sie in eine hohe gesellschaftliche Position. Die verschrobene Wahrnehmung, das Anderssein, trägt nun Verantwortung über Menschenleben, denn die Zwillinge arbeiten daran, Frauen fruchtbar zu machen. "Um im Leben etwas zu vollbringen, muss man es vereinfachen.", ist eine Devise. Die Sichtweise äußert sich speziell: "Ich habe oft gedacht, es sollte auch für das Körperinnere einen Schönheitswettbewerb geben.". Allein schon dieser Gedanke missfällt uns. Im Film widern Gespräche über beispielsweise Menstruation manche Figuren an, manche Zuschauer in der Realität auch. Cronenberg zeigt auf dass die Konfrontierung mit dem hochkomplexen organischen System, das uns am Leben hält, viele Menschen beunruhigt. DEAD RINGERS legt Teile der Psyche frei, berauschte wahnsinnige Ärzte stochern mit einem Besteck, das angsteinflößend ist, in unseren Ängsten herum. Aber Cronenberg ist dabei nicht explizit, er spricht lautstark unsere individuelle und doch allgemeine natürliche Projektion der Urängste an. Das gleiche Aussehen der Zwillinge und die ursprünglich nüchterne Betrachtungsweise dieser auf die Psyche von Menschen hilft dabei, Claire und andere Frauen zu hintergehen. Die Zwillinge nutzen ihre Position aus, die Beziehung zwischen Arzt und Patient "...fordert geradezu dass sich Philosophie, eine leidenschaftliche Neugier und soziale Verantwortlichkeit vermischen!". Die rationale Denkweise kann aber nicht der absolute Erfolg sein, weil die Zwillinge zu unterschiedlich sind, und ihre Emotionen sie einholen. Die Neugier und die Leidenschaft sind es, die die Zwillinge in die Bre­douil­le und den Wahnsinn treiben.

Die Zwillinge entdecken besonders mit Claire dass Sex auch ein Ausdruck der Persönlichkeit ist. Die Schauspielerin, die viele Gesichter hat, und die Zwillinge, die eng miteinander verbunden sind, haben nur nach außen eine klare Position, ihre sexuellen Verbindungen sind auch ein Kampf, ein Machtspiel, voller Forderungen, Hingabe, Verpflichtung, Egozentrik. Wenn man sich öffnet, innerlich wie äußerlich, ist man verletzlich. Der Dualismus zwischen Befriedigung und Schmerz ist existentiell. "Schmerz führt zu Persönlichkeitsveränderungen. So etwas ist einfach nicht nötig.", denn gegen die Schmerzen gibt es ja Pillen, die Drogen. Eine Illusion, denn die Medikamente behandeln Symptome, und nicht die Problematik. Die Zwillinge können medizinisch Gott spielen, aber ihre angeborene Emotionalität ist stärker als das rationelle Denken. Ganz im Sinne von Freud, wird der sexuelle Trieb auch als ein entscheidender Teil jeglicher engerer Beziehungen dargestellt. Bei DEAD RINGERS eröffnen sich dadurch psychoanalytische Bestandsaufnahmen. Das von der Ratio bestimmte Denken ist auf einmal subjektiv, weil es nicht mehr der Realität entspricht, die ja von der Emotionalität beeinflusst wird, die nicht kontrolliert werden kann. Der Stand in der Gesellschaft ist ein Bild an dem es bröckelt, wer wie ist, liegt immer im Auge des Betrachters. Claire hat den Unterschied des 'Zwillingswesen' gefühlt, aber diesen erst richtig erkannt, als der Trugschluss des Äußeren aufgedeckt wurde. Das was sie in der Person der Zwillinge gesehen hat, ist auch eine Form der Selbsttäuschung gewesen, die weiter passiert, als durch den oberflächlichen Durchblick die menschlichen Bedürfnisse nach der Kontrolle der eigenen Gefühle, die man auf andere projiziert, die Oberhand gewinnen. Ein Nährboden dafür, sich durch die eigene Projektion in Frage zu stellen, und daran zu scheitern, sich selbst durch eine emotionale Abhängigkeit zu definieren. Geben die Äußerlichkeit und das Aussehen überhaupt die Möglichkeit der Identifikation? Inwiefern sind Emotionalität und Sexualität ein existentieller Ausdruck unser selbst? Die Frage stellt Cronenberg doch auch, wenn er beides als eine schmerzhafte Abhängigkeit darstellt, ob durch unwirklich anmutende Zuwendungen, oder durch Sex zwischen OP-Schläuchen. Und ist das Wissen über die Anatomie und die Psychologie des Menschen kein relativer Vorteil? Was wissen wir schon? Jede Seele hat viele Gesichter, Jeremy Irons ( Oscar für Die Affäre der Sunny von B.) meistert die vielseitigen Emotionen und Eigenschaften seiner Doppelrolle.

Der Hauptdarsteller schaut manchmal wie ein Kind, das mit dem Ernst des Lebens konfrontiert wird, oder das 'Wunder' des Lebens erlebt. Irons wechselt problemlos zu einem nüchternen, stoischen Blick, der sagt:"So ist es eben". Er spielt einen potenten Kerl, der seine Übermacht nach außen trägt, und einen schizophrenen Mann, der zu einem hilfsbedürftigen Kind wird, und sich an seiner hart erarbeiteten Position festhält. Etwas trockener Humor ist auch vorhanden, wenn z. B. der Protagonist zu seinem Bruder sagt: "Ich bin davon überzeugt, dass du ein gute Figur machen wirst." Geneviève Bujold (Oscar-Nominierung für Anne of the Thousand Days) spielt Claire auf Augenhöhe als spannende Frau, die sich zwischen Sehnsüchten, Hoffnungen und der Suche nach Identität bewegt, und drauf und dran ist, auch in masochistischen Emotionen eine Art Katharsis zu suchen. Erwähnenswert ist noch Heidi von Palleske (R.E.D.: Älter. Härter. Besser), die eine weitere Partnerin und Mitarbeiterin darstellt, und mit wenigen Blicken Bände sprechen kann. Schön, wenn die Regieanweisung weiß was sie will, und die Darsteller wissen wovon der Herr Direktor spricht.

 

 

DEAD RINGERS ist Cronenberg, und deswegen unvergleichlich. Der Regisseur zieht den Zuschauer praktisch aus dem Bett, und zeigt mit kalten Griffeln auf die Verletzlichkeit, die genauso körperlich wie psychisch vorhanden ist. Seine Inszenierung, das Spiel der Darsteller, alles harmonisiert. Cronenberg kostet seinen psychologischen Schocker mit beklemmender Langsamkeit aus, was künstlerisch sinnvoll ist, aber dieser Stil kann auch dazu führen, dass die Vorgänge in die Länge gezogen werden, wenn man die jeweilige Intention schon verstanden hat. Dann empfindet man diese Abläufe als langatmig. Ändert aber nichts daran, dass DEAD RINGERS ein philosophischer und wirkungsvoller Film ist.

Trivia: Die siamesischen Zwillinge Chang und Eng Bunker († 1874), die an den Seiten ihres Körpers miteinander verbunden waren, und auf Jahrmärkten vorgeführt worden sind, werden mehrmals erwähnt.

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Kommentare

12.07.2018 14:48 Uhr - Necron
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Wie bereits angekündigt, der Cronenberg :)

Obwohl ich großer Cronenberg Fan bin und eine Menge seiner Werke gesehen habe, so muss ich doch zu meiner Schande gestehen, das ich diesen Film von ihm noch nicht kenne.

Das wird sich nach dieser fulminant-psychoanalytischen Review selbstverständlich ändern ;)

Ganz ehrlich, das klingt nach genau einem Film für mich. Danke für den Tipp :)

P.S.
Und Jeremy Irons kann ich besonders gut leiden, kein Film der durch diesen Schauspieler nicht aufgewertet wird. Hier gleich in einer passenden Doppelrolle. Doppelt gut ;)

12.07.2018 17:03 Uhr - Dissection78
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Wieder mal eine erhellende Diatribe, die Du da rausgehauen hast, und das zu einem von Cronenbergs besten Werken. Da könnte ich mich reinlegen und wohlfühlen :)

12.07.2018 18:51 Uhr - Nubret
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Schließe mich an, wieder einmal eine erstklassige Besprechung!

"Dead Ringers" habe ich bisher nur einmal gesehen, ist aber schon mehr als 20 Jahre her. Damals konnte ich, wahrscheinlich auf Grund meiner jugendlichen Unreife, wenig damit anfangen.

Aber spätestens jetzt, nach Deiner tollen Abhandlung, fiebere ich einer Neuentdeckung förmlich entgegen!

12.07.2018 19:09 Uhr - sonyericssohn
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Ich hab den vor Jahren mal im Fernsehen (versehentlich) angesehen. Fand ihn stockfad !

Kritik ist allerdings über alle Zweifel erhaben. ;-)

12.07.2018 19:38 Uhr - cecil b
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Wenn ihr wüsstet, wie ich mich heute noch vor der Arbeit durch diesen Text gequält habe, dann wüsstet ihr auch, wie sehr ich mich über eure Kommentare freue! :)
Ein Review zu Cronenberg zu schreiben ist für mich immer eine Herausforderung. Seine Denkweise ist speziell, und seine Filme gehen mir immer unangenehm unter die Haut. Ich sehe sie echt nicht gerne, weil ich sie gut finde. ;)

Necron: Ist dein Ding! Ein Meisterwerk, was die Thematik der gesellschaftlichen Fassade angeht.

Dissection78: Diatribe: Wieder ein neues Wort gelernt, danke dafür. :) Ja, ein sehr guter Film. Aber ich mag Videodrome, Die Brut und eXistenZ mehr, obwohl ich denen weniger Punkte gegeben habe.

Nubret: Der Film hat mich damals auch angeödet. Ich war noch nicht so weit, und hatte andere Erwartungen. Versuchs noch mal, wäre auch mein Tipp. :)

Sony: Ich kann dich verstehen! Ich finde auch jetzt noch, dass der ganz schön zäh in die Länge geht. Als ich den Film sah, guckte ich bald auf die Uhr, weil ich wollte dass der endlich zum Ende kommt. Ich gab aber 8 Punkte, weil die Idee, das Spiel, und die Inszenierung spitze sind. Dann fiel mir während des Schreibens auf, dass mir der Film im letzten Teil nicht mehr gefiel, WEIL er psychologisch so dermaßen unangenehm ist. Ziel erfüllt, 9 Punkte. Für mich. :)



Diese Szene ist für mich ein gutes Beispiel dafür, wie 'langweilig' der Film sein kann, und wie spannend für andere. Psychologisch ist das im Grunde die reinste Folter, die in dieser Szene zu sehen ist. Sehr beklemmend, finde ich. Und das Spiel....ja NECRON, Irons kann es. ;)

SZENENSPOILER: https://www.youtube.com/watch?v=O7VDKpx0Rtg

12.07.2018 19:51 Uhr - sonyericssohn
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Amen

12.07.2018 20:15 Uhr - Necron
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12.07.2018 19:38 Uhr schrieb cecil b
Diese Szene ist für mich ein gutes Beispiel dafür, wie 'langweilig' der Film sein kann, und wie spannend für andere. Psychologisch ist das im Grunde die reinste Folter, die in dieser Szene zu sehen ist. Sehr beklemmend, finde ich. Und das Spiel....ja NECRON, Irons kann es. ;)

SZENENSPOILER: https://www.youtube.com/watch?v=O7VDKpx0Rtg


Ich finde (meine rein persönliche Meinung) das ein wirklich guter Film, insbesondere bei solchen eigentlich als "langweilig" empfundenen Szenen zu glänzen weiß. Es sind dann die eher ruhigen Momente, die den entscheidenden Punch und das Gewicht haben. Szenen die in der Lage sind den Zuschauer wirklich zu erreichen.
Aber anyway, das wird sicherlich jeder anders sehen. ;)


12.07.2018 20:37 Uhr - Intofilms
1x
Es gibt eigentlich kaum etwas Reizvolleres, als einen starken Schauspieler in einer Doppelrolle brillieren zu sehen. Wer genau in dieser Kategorie nun die Nase vorn hat, diese durchaus nicht uninteressante Frage lasse ich an dieser Stelle lieber offen... Auch ich habe diesen Film leider erst ein einziges Mal gesehen und noch dazu vor ziemlich langer Zeit. Meiner Erinnerung nach ist das jedoch tatsächlich ein Werk, das in 9 Punkte-Regionen vorstößt. Die kommende HD-VÖ der Köche werde ich wohl kaum verschmähen können. Meine beiden Lieblingsfilme von Cronenberg sind gleichzeitig auch die meiner Meinung nach besten Arbeiten des Regisseurs:* "Videodrome" und "Die Fliege". Beeindruckende, wie immer hochreflexive und hochambitionierte Besprechung, die meine kleinen grauen Zellen hübsch auf Trab gebracht hat. Dafür danke ich dir, cecil! :D

Ich kenne das nämlich auch: die kuriose (?) Tatsache, dass nicht immer die Werke eines Künstlers, die man für am bedeutendsten und gelungensten hält, dann auch zwangsläufig die persönlichen Favoriten bilden. Doch, das ist schon irgendwie kurios. Fragezeichen ist berechtigt.

12.07.2018 20:44 Uhr - TheRealAsh
2x
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Geile Sache, cecil! Ich schätze diesen Film auch sehr. Als alter death metaller (Carcass) sagt mir chirurgisches in diesem Kontext sowieso zu. Shores Soundtrack finde ich auch super.

12.07.2018 20:51 Uhr - cecil b
2x
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Sony: ;)

Necron: Yeap: Es kommt auf den Kontext an, wie eine Szene wirkt. ;)

Intofilms: Freut mich sehr, dass dir die Review gefällt! Graue Zellen: War echt anstrengend, muss ich sagen. Aber das mag ich ja manchmal. ;)
Die Fliege muss ich wieder neu entdecken, der ist zu lange her. Bis dahin ist Videodrome mein Lieblings-Cronenberg. :)

thanx RealAsh! :)


12.07.2018 20:57 Uhr - sonyericssohn
1x
DB-Helfer
User-Level von sonyericssohn 17
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12.07.2018 20:44 Uhr schrieb TheRealAsh
Geile Sache, cecil! Ich schätze diesen Film auch sehr. Als alter death metaller (Carcass) sagt mir chirurgisches in diesem Kontext sowieso zu. Shores Soundtrack finde ich auch super.



MEINS
https://youtu.be/AfjYYh2AWrs

12.07.2018 22:52 Uhr - Intofilms
1x
cecil, ich muss dich leider noch einmal belästigen.
Zunächst, das wäre allerdings nur sekundär, muss ich meinen letzten Satz dem Sinn nach natürlich gänzlich umkehren, da die Aussage sonst gerade keinen Sinn ergibt (wie peinlich). Jenes Phänomen ist wie gesagt irgendwie kurios und das Fragezeichen deshalb natürlich NICHT berechtigt.
Vor allem jedoch bin ich zu einer überraschend eindeutigen und schnellen Klärung der eingangs von mir aufgeworfenen Frage gekommen. Ja, das ging auf einmal wirklich ganz schnell. Deshalb bin ich jetzt auch so happy. Zudem wäre das ein schöner Filmtipp, weil ich mir vorstellen kann, dass diesen Film vielleicht noch gar nicht so viele kennen.
Ich fragte ja nach möglichen Titelaspiranten für die schönste Doppel-, richtiger wäre jetzt natürlich: Mehrfachrolle. Mir schien das einfach ein zu weites Feld zu sein. Aber nun hat sich in meinen Augen eben doch ein ganz klarer Favorit herauskristallisiert: "Kind Hearts and Coronets", eine britische Ealing-Produktion aus dem Jahre 1949 unter der Regie des tragischen Robert Hamer. Diese rabenschwarze, durch und durch makabre Komödie zählt zu den hundert besten britischen Filmen des 20. Jahrhunderts und wird vor allem auf der Insel heiß und innig geliebt. Aber auch außerhalb des Vereinigten Königreichs finden sich zahlreiche Bewunderer. So ist zum Beispiel der verschmitzte John Landis ebenfalls ganz vernarrt in diesen Film, in dem - und jetzt kommt natürlich das Entscheidende! - der große, wunderbare Sir Alec Guinness in einer sage und schreibe Achtfach-Rolle zu bestaunen ist. Guinness ist für mich ohnehin der wahrscheinlich größte Schauspieler aller Zeiten, weil er nicht nur einzigartig wandlungsfähig war, sondern zudem in einigen der größten Meisterwerke der Filmgeschichte mitgespielt hat. Diese enorme Wandlungsfähigkeit stellt er eben gerade auch in "KHAC", zu einem bereits relativ frühen Zeitpunkt in seiner Karriere, eindrucksvoll unter Beweis. Und deshalb ist dieser Film für mich so herausragend! ;D

12.07.2018 23:52 Uhr - TheRealAsh
1x
User-Level von TheRealAsh 9
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12.07.2018 20:57 Uhr schrieb sonyericssohn
12.07.2018 20:44 Uhr schrieb TheRealAsh
Geile Sache, cecil! Ich schätze diesen Film auch sehr. Als alter death metaller (Carcass) sagt mir chirurgisches in diesem Kontext sowieso zu. Shores Soundtrack finde ich auch super.



MEINS
https://youtu.be/AfjYYh2AWrs


Oh yeah rotting sony, thats my cup of bloodtea;-)

13.07.2018 17:53 Uhr - Intofilms
Hi cecil, ich schreibe dir nun noch einmal. Ich hoffe, mein aus den Fugen geratener Post hat dich nicht erzürnt. Ich wollte einfach noch einmal eine schwärmerische Liebeserklärung an das Medium Film absetzen. ;D
Ach, es war eine schöne Zeit mit euch. Natürlich werde ich hier auch weiterhin still mitlesen. Dass ich mich als aktiver Nutzer nun aber zurückziehe, hat übrigens - das möchte ich ausdrücklich betonen! - rein gar nichts mit GFL zu tun. Vielmehr mag ich ihn sogar irgendwie. Denn im Grunde ist er ja völlig harmlos. Es ist halt nur so wahnsinnig schwer, eine befriedigende Diskussion mit ihm zu führen...^^
Ganz anders verhält es sich jedoch mit einem anderen User, der ominösen 'anderen Person': Wenn ich jemandem per PN aus meiner Sicht völlig zurecht die Meinung geige (er hat übrigens mich angeschrieben und herumgewinselt), er dann aber (ganz offensichtlich) nichts Besseres zu tun hat, als damit hausieren zu gehen, dann ist es wohl erlaubt, sich darüber aufzuregen. Von den notorischen Pöbeleien und Verunglimpfungen anderer User im Kommentarbereich ganz zu schweigen. Ich hatte ihn freilich - zum Glück! - schon seit längerem im Verdacht, ein im Grunde durch und durch hinterfotziger Poser zu sein, sodass mich der gestrige Tag nicht wirklich schocken konnte.

Es wäre wirklich schön, wenn dieser Post so stehen bleiben würde. GFL habe ich wohl durchaus nicht verunglimpft und 'die andere Person' ist hier eben einfach nur 'die andere Person'. Und ich denke, die charakterlichen Defizite, die ich hier konkret angesprochen habe, sind als solche durchaus wert kritisiert zu werden, oder...?!

Das Leben geht weiter, ALLES GUTE...! ;D

13.07.2018 20:47 Uhr - cecil b
2x
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Intofilms: Oh. Du warst/bist ein schwer wegzudenkender Teil dieser Cummunity. :(

Im Netz ist es immer so, dass es zu Stress kommt, es ist das Wordwideweb. Oft versuche ich bei den Reviews für Ruhe zu sorgen. Aber es ist ein schmaler Grad, zwischen Meinungsfreiheit, Meinungsmache und unnötigen Geplänkel.

Man muss versuchen nicht zu vergessen, dass nichts von dem, was geschrieben wird, gegen einen persönlich ist. Niemand kennt hier jemand anderen. Man muss versuchen darüber zu stehen.

Allerdings ist es auch an unserem Team, nach Möglichkeit wenn nötig einzugreifen. Das tun wir auch. So mancher, der sich nicht 'sozialisieren' ließ, musste fliegen.
Aber wir können natürlich keine PMs lesen, und wenn wir alle Kommentare lesen würden, dann hätten wir keine Zeit mehr für diese Seite.

Wenn es Probleme gibt, kann man uns anschreiben! Das bleibt auch anonym!

Intofilms: Es ist natürlich deine Endscheidung, die ich nicht in Frage stelle, aber denk doch einmal darüber nach, ob du dich wirklich aufgrund des Verhaltens anderer zurückziehen möchtest. Jeder User kann dir im Grunde egal sein.

Ein Spruch von mir: Um sich abzugrenzen, muss man andere und sich nicht ausgrenzen, man kann sich einfach eigene Grenzen setzten. :)

Du würdest der Cummunity als neutraler interessierter Kommentator sehr fehlen!


14.07.2018 11:31 Uhr - DOTD
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Da hast du mir einen Kandidaten vorweggenommen, den ich nach der Erscheinung der kommenden Blu-ray vornehmen wollte. Dein Text ist wie von dir erwartet sehr gut geschrieben. Man erkennt deine Begeisterung für die Werke von einem genialen Regisseur wie David Cronenberg sofort auf dem ersten Blick. TOP! Wenn ich die Zeit finden sollte, werde ich eventuell auch noch eine Review zu diesem mir bislang unbekannten Cronenberg Werk vornehmen.

14.07.2018 15:00 Uhr - Necron
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Kurze OT Frage. Hatte schon seit längerem nichts mehr von Insanity gelesen / gehört. Weiß da jemand was..?

14.07.2018 15:19 Uhr - sonyericssohn
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14.07.2018 15:00 Uhr schrieb Necron
Kurze OT Frage. Hatte schon seit längerem nichts mehr von Insanity gelesen / gehört. Weiß da jemand was..?


Stimmt ! Wie vom Erdboden verschluckt.
Geht das schon wieder los dass die alle hinschmeißen ??!!

14.07.2018 17:25 Uhr - cecil b
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DOTD: Danke dir! Ich bin mir sicher, dass du uns eine ganz tolle Review schenken würdest, deine ausführlichen Besprechungen sind sehr ertragreich!

NECRON: Insanity war vor circa 2 Wochen am Start. Ich schreib mal nen Monat nichts, weil ich auch anderes zu tun habe. ;)


sonyericssohn: Hinschmeißen? Das Leben fordert einem manchmal auch an anderen Stellen, mal braucht man ne Netzpause, mal tritt was anderes in den Vordergrund. Wenn ich viel Probe, habe ich z. B. wenig Zeit. Oder da kommt ne Frau, und oder nen Kind, oder nen Mann, wie auch immer, ins Leben, und man hat keine Zeit mehr für nen Film oder den PC. Ich weiß auch nicht wer ALLE ist. Manche sind dazu gekommen, manche sind gegangen, manchen kommen und gehen, manche kommen wieder. Ganz normal. Du warst auch mal futsch. ;)

14.07.2018 17:39 Uhr - sonyericssohn
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Okay, hinschmeißen war vielleicht die falsche Wortwahl. Aber es fällt halt auf. Und mit ALLE meinte ich alle DIESE jene welche...

Und ja ich war auch mal abwesend....sogar zweimal. ;-) Gut dann nehme ich alles zurück.

14.07.2018 17:53 Uhr - cecil b
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;)

Und deine Anwesenheit ist mehr als erfreulich. :)

14.07.2018 17:58 Uhr - Necron
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14.07.2018 17:25 Uhr schrieb cecil b
NECRON: Insanity war vor circa 2 Wochen am Start.


Dann ist ja alles cool, Frage beantwortet. :)

14.07.2018 18:02 Uhr - sonyericssohn
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14.07.2018 17:53 Uhr schrieb cecil b
;)

Und deine Anwesenheit ist mehr als erfreulich. :)


*schluck* Och komm :-)))

14.07.2018 18:11 Uhr - cecil b
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Necron: Vermisse ihn ja auch schnell. ;)

Sony: Ich bin doch schon da. ;)

14.07.2018 18:14 Uhr - sonyericssohn
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:-D

16.07.2018 18:53 Uhr - DOTD
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@cecil b
Bis es soweit ist dauert es noch, da ich leider warten muss, bis das Teil bei uns rauskommt. Vorbestellt habe ich es auf jeden Fall.

17.07.2018 17:45 Uhr - cecil b
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Erfahrungspunkte von cecil b 5.628
Dann haben wir beide Vorfreude. :)

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