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Ghostfacelooker
Level 15
XP 4.169
Eintrag: 11.07.2018

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Stirb langsam

(Die Hard)
Herstellungsland:USA (1988)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Action, Krimi, Thriller
Alternativtitel:Nothing Lasts Forever

Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,42 (169 Stimmen) Details
inhalt:
Heiligabend in Los Angeles. Eine Gruppe schwerbewaffneter Männer stürmt ein Bürohochhaus. Die Gangster wollen 624 Mio. Dollar erbeuten, die als Wertpapiere in einem computer-gesicherten Safe lagern. Eine Partygesellschaft, die im obersten Stock feiert nehmen sie als Geiseln. Nur der New Yorker Polizist McClane kann entkommen. Doch alle Ausgänge sind blockiert, die Telefonverbindungen unterbrochen. Dann wird kaltblütig eine Geisel erschossen: McClane begreift, dass nur er eine Chance hat - völlig auf sich selbst gestellt nimmt er den bedingungslosen Kampf auf...
eine kritik von ghostfacelooker:

Dieses Review und vielleicht die folgenden der Pentalogie um John McCLane gründet auf der Tatsache, dass das Medium der Bluray einen Audiokommentar bietet, in dem John McTiernan diesem Film mit keiner einzigen Silbe anders definiert, als der Autor auf dessen Roman der Plot fußt es vorgesehen hatte, nämlich als Actionfilm.

Eigentlich, und das wusste ich vorher ebenso wenig, sollte Bruce Willis gar nicht die Hauptrolle spielen, sondern Frank Sinatra, und es sollte eine Fortsetzung der Figur aus der Romanvorlage "Nothing Lasts Forever" von 1979 des Autors Roderick Thorp werden, die auf den Namen Joe Leland hört und wie gesagt 1968 von Sinatra in The Detective verkörpert wurde.

Diesen Kultfilm, der bereits 1979 mit Blue Eyes in der Hauptrolle hätte fortgesetzt werden, und dann aufgrund dessen Absage eine Fortsetzung von Schwarzeneggers Phantom Kommando sein sollte, der ebenso ablehnte und die man dann mit Willis als sechste Wahl für die Hauptrolle noch vor Stallone, Burt Reynolds und Richard Gere besetzte und schlussendlich verfilmte in ein anderes Filmgenre außer dem des Actions verschieben zu wollen, ist mehr als absurd.

Sei´s drum Bruce Willis, der zu dem Zeitpunkt mehr durch Das Model und der Schnüffler auf dem Bildschirm bekannt war, setzte somit seinen Grundstein zur Actionfilm Ikone und reihte sich neben eben jene Kollegen, die diese Rolle ablehnten, was ironischerweise auch selbige sind die ein Revival ihrer Glanzzeiten in The Expendables suchten und gemeinsam eine Fastfood Kette gründeten.

Der Film selbst beginnt mit einem sarkastisch schmunzelnden Willis, der aufgrund ehelicher Diskrepanzen mit seiner Frau Holly nach Los Angeles fliegt, um diese just zur Weihnachtszeit zu bereinigen. Dumm nur, daß er dabei den Weg von Hans Gruber kreuzt, (der nur in der deutschen Version Jack genannt wird, was man auch sieht als McLane sich deren Namen auf dem Unterarm notiert) der nichts besseres zu tun hat, als die Belegschaft des Nakatomi Plaza, samt Mrs. McLane als Geisel zu nehmen.

Aufgrund eines kurz vorangegangenen Zwists der beiden Eheleute, schafft es McCLane sich unbewusst der Terroristen zu entziehen, die alle Versammelten in einem Stockwerk zusammenhalten, während John sich frisch machen will.

Dieser zufällige Aspekt läßt ihn unfreiwillig zum Helden werden und dies ist der Moment in dem die Figur McCLane für den Genrefreund erst geboren wird, denn selbige erkennt die Gefahr der Situation, ob der Maschinengewehrsalvengeräusche und schlängelt sich durch die Lüftungs- und Fahrstuhlschächte in höher gelegene Etagen des noch in der Fertigstellung befindlichen Gebäudes.

Der Rest des Film ist mittlerweile Kultgeschichte und bedient sich damaliger Stereotypen des Helden, der immer einen lockeren Spruch auf den Lippen hat, in eine ausweglos scheinende, lebensbedrohliche Situation gerät und aus dieser nur knapp entkommen kann und natürlich einiger Zweikampfmomente, die entweder per Schußwaffe oder Rauferei oder einem Mix aus selbigem entschieden werden.

Was den Film aber einzigartig unter den Vertretern von damals macht, ist die Tatsache, daß McLane keinen Stahl geschmiedeten Körper oder besondere militärische Fähigkeiten oder gar Kampfsporterfahrung vorzuweisen hat, ja er hat noch nicht einmal Schuhe. Ein Kerl, wie du und ich, könnte man sagen, der, wenn er nicht einmal den Hintergrund des Polizisten hätte eher unscheinbar wirkt.

Noch ein anderer Fakt dürfte den Erfolg des Films neben dem subtilen Humor mitbegründen, nämlich die Tatsache, daß McTiernan, der Kollege Schwarzenegger ja ein Jahr zuvor schon mit dem Predator in den Dschungel geschickt hatte, hier erstmals das Konzept des Guerilla Krieges in den Film als Herangehensweise des Protagonisten zur Problemlösung einführt und so die physischen, aber für alle nachvollziehbaren Schwächen der Figur relativiert.

Ein weiterer Erfolgsfaktor, dürfte die Tatsache sein, daß anders als in Filmen der Dekade, der Antagonist hier nicht nur eindimensional, heißt entweder roh, brutal oder böse, verschlagen dargestellt wird, sondern sogar mit allen Attributen einschließlich einer ihm unfreiwillig darzubringenden Sympathie seitens des Zuschauers ausgestattet wird.

Hans Gruber (dargestellt von dem unvergesslichen Alan Rickman RIP) ist derart sympathisch und klug, dass die eigentliche Rolle des Bösewichts und die Abneigung, zeitweise sogar mehr auf die Figur des penetrant nervenden Journalisten Richard (kein Wunder da die Kurzform im englischen des Vornamens, also Dick, seinen Charakter am besten definiert) fällt, der bereits wie in Ghostbusters von William Atherton in ähnlicher, noch pietätloser Form dargestellt wird.

Klar konnte man eventuell aus heutiger Sicht einiges an dem Film bemängeln, wie zum Beispiel, die Vorgehensweise des FBI und die dazugehörenden beiden Agenten Johnson und Johnson (nicht verwandt) oder aber den arroganten und schon im Breakfast Club nicht minder egozentrischen Paul Gleason, der hier in der Rolle des Deputy Police Chiefs, Sgt Powell mundtot zu machen sucht, oder aber den Koks beseelten Harry.

Man könnte auch unken und sagen, daß ein Mann allein gegen entflohene Terroristen ohne Schuhe keine reale Chance gehabt hätte. Man könnte aber auch sagen, daß John McCLane genau das getan hat, was jeder Mann, der sich selbst noch im Spiegel betrachten will, und ein wenig mit einer Waffe schießen kann, in einer solchen Situation getan hätte; Er setzt alles daran, die Dame seines Herzens und Mutter seiner Kinder, mit den Möglichkeiten, die er hat zu retten.

All diese Zutaten zusammen mit der dazugehörenden, notwendig blutgetränkten Action lassen diesen Film mit all seinen Rahmenfiguren, einschließlich der des Sidekicks Sgt. Al (Reginald VelJohnson; untrügerisches Attribut aus nur 48 Stunden, nur eben in einer Person vereint und gemächlicher im Wesen) zu einem Meilenstein wegweisender Actionfilme folgender Jahre werden, der von mir mit der Höchstwertung, 10 von 10 Schweinebacken, und nichts weniger zu versehen ist.

10/10
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Kommentare

11.07.2018 19:17 Uhr - WeltraumkarateKaktus
1x
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Kann man es nicht auch endlich gut sein lassen? 🤦🏻‍♂️
Für mich ist der Film auch ein klarer Actionfilm, allerdings hat er FÜR MICH im tieferen Kern auch etwas von einer Liebesgeschichte. Warum, habe ich in meiner Kritik erklärt, welches ja aber gelöscht wurde, weil sich einige im Kommentarbereich nicht zusammenreißen konnten.


Abseits davon eine schöne Kritik vom Geisterauge, wenn ich das so schreiben darf?
Zum Film: ein erstklassiger Actionfilm der saugeilen 80er, mehr muss man nicht sagen.


Bitte kein Stress, der erste Absatz ist nur ein Statement meiner Seits zur ganzen „Hehe, der sieht in dem Film ein Liebesfilm“ - Sache.

Ich will damit keine Wellen schlagen. 🤝 Wir schütteln uns die Hände und haben uns lieb!

11.07.2018 19:22 Uhr - Ghostfacelooker
4x
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11.07.2018 19:17 Uhr schrieb WeltraumkarateKaktusKann man es nicht auch endlich gut sein lassen? 🤦🏻‍♂️
Für mich ist der Film auch ein klarer Actionfilm, allerdings hat er FÜR MICH im tieferen Kern auch etwas von einer Liebesgeschichte. Warum, habe ich in meiner Kritik erklärt, welches ja aber gelöscht wurde, weil sich einige im Kommentarbereich nicht zusammenreißen konnten.


Abseits davon eine schöne Kritik vom Geisterauge, wenn ich das so schreiben darf?
Zum Film: ein erstklassiger Actionfilm der saugeilen 80er, mehr muss man nicht sagen.


Bitte kein Stress, der erste Absatz ist nur ein Statement meiner Seits zur ganzen „Hehe, der sieht in dem Film ein Liebesfilm“ - Sache.

Ich will damit keine Wellen schlagen. 🤝 Wir schütteln uns die Hände und haben uns lieb!


^^^^^^^hätte mein Lob in deinem Wind River vielleicht nochmal überdenken sollen aber hab das scheinbar zeitgleich mit dir geschrieben.
Es ging nicht um DICH in der Aussage, sondern um den mir bis dahin nicht bekannten Hintergrund mit Sinatra und Schwarzenegger

11.07.2018 19:25 Uhr - WeltraumkarateKaktus
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Alles gut. ^^
Dann war das nur der Hass, der aus mir kroch, zu dieser Situation mit der Lovestory.

Betrachten wir das Ganze doch als Augenzwinkern.

11.07.2018 19:30 Uhr - Ghostfacelooker
2x
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11.07.2018 19:25 Uhr schrieb WeltraumkarateKaktusAlles gut. ^^
Dann war das nur der Hass, der aus mir kroch, zu dieser Situation mit der Lovestory.

Betrachten wir das Ganze doch als Augenzwinkern.


passt

11.07.2018 19:42 Uhr - Intofilms
2x
11.07.2018 19:17 Uhr schrieb WeltraumkarateKaktus
Für mich ist der Film auch ein klarer Actionfilm, allerdings hat er FÜR MICH im tieferen Kern auch etwas von einer Liebesgeschichte.

Yep!
Und: Ich fall' vom Glauben ab:
Ghost sagt in seinem vorletzten Absatz im Grunde tatsächlich genau dasselbe:
"Er setzt alles daran, die Dame seines Herzens und Mutter seiner Kinder, mit den Möglichkeiten, die er hat zu retten." Man höre und staune!

11.07.2018 19:47 Uhr - Ghostfacelooker
4x
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11.07.2018 19:42 Uhr schrieb Intofilms
11.07.2018 19:17 Uhr schrieb WeltraumkarateKaktus
Für mich ist der Film auch ein klarer Actionfilm, allerdings hat er FÜR MICH im tieferen Kern auch etwas von einer Liebesgeschichte.

Yep!
Und: Ich fall' vom Glauben ab:
Ghost sagt in seinem vorletzten Absatz im Grunde tatsächlich genau dasselbe:
"Er setzt alles daran, die Dame seines Herzens und Mutter seiner Kinder, mit den Möglichkeiten, die er hat zu retten." Man höre und staune!



<:))))))))) Staune auch denn dieses Grundmotiv hat jeder zweite Actionfilm mit weiblicher Beteiligung die eine Beziehung zur Hauptfigur hat. Somit ist jeder zweite Film für dich eine Lovestory????

11.07.2018 19:53 Uhr - Intofilms
2x
11.07.2018 19:47 Uhr schrieb Ghostfacelooker
11.07.2018 19:42 Uhr schrieb Intofilms
11.07.2018 19:17 Uhr schrieb WeltraumkarateKaktus
Für mich ist der Film auch ein klarer Actionfilm, allerdings hat er FÜR MICH im tieferen Kern auch etwas von einer Liebesgeschichte.

Yep!
Und: Ich fall' vom Glauben ab:
Ghost sagt in seinem vorletzten Absatz im Grunde tatsächlich genau dasselbe:
"Er setzt alles daran, die Dame seines Herzens und Mutter seiner Kinder, mit den Möglichkeiten, die er hat zu retten." Man höre und staune!



<:))))))))) Staune auch denn dieses Grundmotiv hat jeder zweite Actionfilm mit weiblicher Beteiligung die eine Beziehung zur Hauptfigur hat. Somit ist jeder zweite Film für dich eine Lovestory????

Um Welti erneut zu zitieren: "etwas von einer Liebesgeschichte"! Natürlich, selbstverständlich, was denn sonst...?!! Die gesamte Weltliteratur dreht sich fast ausschließlich um Liebesgeschichten. Die Bibel, das Buch der Bücher, ist im Grunde nichts als eine einzige, große Liebesgeschichte, freilich mehr im ideellen Sinn, weniger im körperlichen. Dramen, Filme, Opern, Musicals, Romane, Erzählungen, Gedichte, Popsongs, Schlager und und und ... love is everywhere, Ghost. Ist dir das etwa noch nie aufgefallen?! Dann wird's aber Zeit!

11.07.2018 19:58 Uhr - BFG97
1x
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Ich kann auch Liebe aus machen!!! Ich liebe deine Review, Ghost ;D für mich ein lupenreiner Actionfilm mit coolen Sprüchen, sauber inszenierter Action und alles was dazu gehört. Phantom Commando ist schliesslich auch kein Familienfilm ;P
Nur meine Meinung und ich will natürlich niemandem damit auf die Füße treten^^

11.07.2018 20:25 Uhr - Intofilms
2x
11.07.2018 19:58 Uhr schrieb BFG97
Ich kann auch Liebe aus machen!!! Ich liebe deine Review, Ghost ;D für mich ein lupenreiner Actionfilm mit coolen Sprüchen, sauber inszenierter Action und alles was dazu gehört. Phantom Commando ist schliesslich auch kein Familienfilm ;P
Nur meine Meinung und ich will natürlich niemandem damit auf die Füße treten^^

"Commando" hat auch ETWAS von einer Liebesgeschichte - in ideeller Hinsicht (Tochter Jenny) und - natürlich auch! - in amouröser (die flotte Stewardess Cindy). Das idyllische Ende (alle drei harmonisch vereint) grenzt an Edelkitsch. Ich mag den Streifen übrigens sehr. Ein knallharter 80er-Jahre-Actioner mit Arnie in Hochform, der einfach nur Spaß macht. Und der eben auch - wie fast alle Erzählungen! - "etwas von einer Liebesgeschichte" hat. Diese Aussage ist dermaßen banal und unproblematisch, dass ich den ganzen Zwist und Streit darüber nicht ansatzweise nachvollziehen kann.

11.07.2018 20:50 Uhr - McGuinness
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Klasse Review und spitzenmäßiger Actionfilm, aber eine " Liebesgeschichte " ???
Im Kern mag das ja irgendwie zutreffen, aber dennoch liegt mir nichts ferner, als einen beinharten John McClane mit großen Gefühlen in Verbindung zu bringen.
" Romeo + Julia " mit DiCaprio stellte für mich eine schöne Verknüpfung zwischen Action - und Liebesfilm dar.

11.07.2018 21:14 Uhr - NoCutsPlease
2x
DB-Helfer
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"Die Hard" ist schon ein Kulturerbe des Actionkinos und ein zeitloser Klassiker. Man kennt ihn so gut wie auswendig, aber er wird nie langweilig.
Schön mehrdimensional vorgestellt aus der einäugigen Perspektive.

Schade, dass der Film keine der vier Oscar-Nominierungen gewonnen hat.

12.07.2018 00:12 Uhr - Stoi
11.07.2018 19:42 Uhr schrieb Ghostfacelooker
11.07.2018 19:17
....einen Audiokommentar bietet, in dem John McTiernan diesem Film mit keiner einzigen Silbe anders definiert, als der Autor auf dessen Roman der Plot fußt es vorgesehen hatte, nämlich als Actionfilm....


Den Audiokommentar kenne ich gar nicht und McTiernan hat mit Sicherheit ein Actionfilm gedreht, nur unterscheidet der sich ziemlich von der Romanvorlage.
Diese spielt weiterhin in New York, die ganze Geschichte dauert sehr viel länger - McClane übernachtet z.B in einem Lüftungsschacht - die Terroristen haben rein politische Motive, unter den Terroristen gibt es Frauen und die Story ist völlig humorlos und blutiger. Und es gibt draussen keinen schwarzen Polizisten, der ein Trauma überwinden muss.

Ob man den Roman exakter hätte verfilmen hätte müssen, darüber kann man streiten. Film ist eben auch ein anderes Medium als das Buch.
Zweifelsohne ist DIE HARD der Actionfilm der 80er, ein zeitloser Klassiker den ich 1988 völlig ohne Vorkenntnisse in New York im Kino gesehen habe und selbiges mit offenem Mund wieder verlassen habe. :)
Heute sehe ich den Film etwas differenzierter und nach dem Lesen des Romans ca. 8 Jahre später hätte ich mir eine etwas ernsterer Verfilmung gewünscht.
Die FBI-Agenten waren sehr klischeehaft, ebenso der skrupellose Journalist, der McClanes Frau nervt. 1988 hatte mich auch schon der "lustige" Limousinenfahrer in der Tiefgarage genervt und das zum Schluss aufgearbeitete Schiess-Trauma des schwarzen Polizistenbuddys war so sicher wie das Amen in der Kirche.
Besser als im Roman fand ich nur die vorgeschobenen politischen Motive der Terroristen, einfach nur um Kohle zu klauen.
DIE HARD hat quasi ein eigenes Genre gegründet, wofür er schon eine hohe Bewertung verdient, meine wäre eher 9/10 wägen ein paar argen Klischees, die auch schon 1988 vermeidbar gewesen wäre.
Vom Aufbau, der Dramaturgie und der Grundidee fand ich fast Teil 3 am kreativsten. Der Film basiert ja auch auf einem Drehbuch ("Simon Says"), dass dann später erst zu einem DIE HARD-Plot umgeschrieben wurde.
Eigentlich lassen sich alle Teile immer wieder mit Spaß in den Player schieben, selbst der viel geschmähte letzte Teil. Der hatte immerhin eine recht spektakuläre Verfolgungsjagd.


12.07.2018 01:13 Uhr - Ghostfacelooker
1x
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Erfahrungspunkte von Ghostfacelooker 4.169
@ All: Erstmal danke. Abschließend möchte ich darauf hinweisen, daß in den gestrigen Aussagen von mir und Welti um 19:22 und 19:25 alles gesagt ist. Wer mehr oder immernoch etwas hineinzuinterpretieren sucht, sucht etwas das nirgendwo begründet ist.

12.07.2018 07:46 Uhr - McClane
SB.com-Autor
User-Level von McClane 7
Erfahrungspunkte von McClane 637
Das Buch finde ich persönlich merklich schwächer als der Film, der daraus wurde. Zum einen kratzt das Buch schon deutlich mehr an der Glaubwürdigkeit, da der Held ein alternder Pensionär ist, der trotzdem eine Horde junger Terroristen aufmischt, sich etwa mit Hilfe einer Werbetafel vom Dach rollen muss, aber trotzdem noch als Actionheld durchgeht.

Außerdem kommen mir Joe Leland und sein Cop-Buddy Al im Roman wie Psychopathen vor. Dass er einer schwangeren Terroristin in den Kopf schießt, kann man im Rahmen der Selbstverteidigung noch verstehen, aber am Ende wird es regelrecht übertrieben und peinlich:

*SPOILER*

Wenn der nette Al seinen unfähigen Vorgesetzten beim Wiederauftauchen von Karl am Ende kaltblütig als Schutzschild benutzt und der Roman fast in beinahe splatterartigem Genuß beschreibt wie dieser von den Kugeln durchsiebt wird, da war echt der Ofen aus für mich.

*SPOILER ENDE*

12.07.2018 10:39 Uhr - Stoi
@McClane:
So gut habe ich das Buch gar nicht mehr in Erinnerung, ist lange her.
Was mir am Buch besser gefallen hat, war die Ernsthaftigkeit.
Aber das liegt auch an meinem ganz persönliches Problem mit der Kombination Action und Humor - DIE HARD, LETHAL WEAPON oder BAD BOYS z.B hätten für meinen Geschmack auch ohne coole Sprüche,Witze und Oneliner auskommen können.
Ich weiss, dann wären sie nie so erfolgreich geworden.

12.07.2018 11:16 Uhr - JasonXtreme
DB-Helfer
User-Level von JasonXtreme 12
Erfahrungspunkte von JasonXtreme 2.461
Ich sollte das Buch endlich mal angehen, liegt lange genug daheim^^

12.07.2018 11:46 Uhr - Intofilms
1x
12.07.2018 01:13 Uhr schrieb Ghostfacelooker
Wer mehr oder immernoch etwas hineinzuinterpretieren sucht, sucht etwas das nirgendwo begründet ist.

Aye, aye, sir!

12.07.2018 22:13 Uhr - jrtripper
da kann man nur sagen, top, weiter so.

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