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Inferis
Level 13
XP 2.734
Eintrag: 19.05.2019

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Désiré

Herstellungsland:Frankreich (2016)

Bewertung unserer Besucher:
Note: 1,00 (1 Stimme) Details
inhalt:
Désiré sieht die Welt mit anderen Augen, den er sieht sie nur in Schwarz und Weiß. In 4 verschiedenen Teilen seines Lebens erleben wir wie der Junge heranwächst, sich mit den Schwierigkeiten des Lebens herumschlägt und versucht die Liebe zu finden. Dabei sehen wir alles in einem schönen, gezeichneten Comiclook.
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von inferis:

Desire ist ein kleiner Junge, der keine Farben sieht. Die Welt ist und bleibt für ihn eine Welt mit unterschiedlichen Grauschattierungen. Er ist deprimiert und findet keine Liebe im weiteren Verlauf seines Lebens. Und das ist kein Wunder. Den seine Handlungen sind nicht nachvollziehbar, er umgibt sich mit Perversen und sein ganzes Leben lang löst er wirre Rätsel. Da wäre wohl jeder deprimiert.

Ohne viel Vorwissen bin ich an dieses Spiel herangegangen. Lediglich die Inhaltsbeschreibung, Themen und der günstige Preis haben mich dazu bewegt es mir genauer anzusehen. Und ich wurde zutiefst enttäuscht. Ich erwartete kein Meisterwerk, aber schon etwas gutes und ungewöhnliches. Ungewöhnlich ist es zwar, aber auch sehr, sehr schlecht. Die Geschichte ist sehr fehlgeleitet. Bereits am Anfang wird auf Desires mögliche Homosexualität hingewiesen, was aber platt und dumm umgesetzt wurde und später nicht mehr weiter verfolgt wird. Stattdessen versucht Desire einen Rowdy bloss zu stellen. Und wie macht man das? Natürlich indem man ein Foto von ihm beim onanieren macht und das Foto dann vervielfältigt und in der Schule verteilt. Um den Kopierer zu benutzen, klaut er Kinderpornos von einem Pädophilen (seinem Therapeuten) um sie einem anderen Pädophilen zu geben (seinem Religionslehrer/Pfarrer). Das ist nicht nur unsinnig, sondern auch ärgerlich, dumm und abstoßend. Wir haben es hier nicht mit South Park oder ähnlichem zu tun, hier gibt es keine Satire, es ist nicht witzig, es ist nicht kritisch, es ist einfach so. Furchtbar.

Die Story ist mit (etwas) schlechtem und dümmlichen Humor (?) durchsetzt, der sich extrem mit den ernsten Themen beißt. Die Dialoge sind oft sehr schlecht, hin und wieder gibt es aber nette Momente, die einen vielleicht ein wenig zum nachdenken bringen können. Bis der nächste Blödsinn kommt und man bspw. einen Afrikaner praktisch ausraubt (auch mit Kontext Schwachsinn). Es gibt mehrere Episoden, die in die Jahre 1993, 2001, 2011 und 2020 aufgeteilt werden. In einer Episode gibt es auch eine Fantasieszene, die jedwede Subtilität mit Schmackes gegen die Wand donnert und dann darauf Eintritt bis sie tot ist und dann weiter tritt. Darin befindet sich Desire vor einer Riesen Vagina mit zwei Peniskerzen links und rechts und muss eine Filzlaus besiegen.

Die dummen Ansichten des Game Designers/Creative Directors sind hier auch zu Hauf vertreten. So gibt es Minutenlanges Gelaber darüber, wie schlecht die großen Spielstudios zu Indie Entwicklern sind und ihre Ideen klauen und Kreativität töten. An sich stimmt das zwar, allerdings kommt auch das platt rüber und es gibt gar kein Verständnis dafür warum die Großen Studios und Publisher Erfolg haben. Die Leute haben eben einen bestimmten Geschmack und wenn man den trifft, geben die Leute Geld dafür aus, Spiele sind auch nur ein Business, eine Industrie und funktioniert eben genauso. Schlechte Spiele zu machen in denen man darüber lästert werden dabei auch nicht helfen, das zu ändern. Wie gesagt gibt es hier keine Subtilität und der Entwickler wirkt einfach nur so als wäre er neidisch, eifersüchtig über den Erfolg der großen Studios und wundert sich warum sein Nischenprodukt (welches auch noch vollkommen misslungen ist) nicht so erfolgreich ist, wie etwa ein Call of Duty. Wir könnten es hier mit dem Uwe Boll der Spieleindustrie zu tun haben. Aber vielleicht noch schlechter.

Die Rätsel sind wie gesagt schlecht, oft ist der Weg nicht erkenntlich, den man gehen muss. Es kommt auch oft vor, dass man die Leute immer wieder ansprechen muss, bis die Dialogzeilen verschwinden. Also versagt Desire in großen Teilen in der Story und Gameplay. Art und Level Design sind auch nicht wirklich gut (wobei der Art Style wohl noch das Beste im Spiel ist). Ich empfehle Desire nicht. Grund dafür ist vor allem die Episode im Jahr 2011. Nach der Szene in der die Subtilität zusammengeschlagen wurde, kommt Desire zu einer Freundin. Diese steht mit ihrem Hund in ihrer Wohnung und bald wird klar das sie Sex mit dem Hund hat. Anschließend geht Desire zu einem anderen Freund der Pädophile Neigungen hat, die er aber nicht auslebt. Zumindest soweit wir wissen. Er hat aber auch Kinderpornos, Desire meint aber er hätte nichts falsches getan und verteidigt ihn gegen einen imaginären Freund. Dieses komplexe Thema und die tatsächlichen Ausmaße seiner Neigung werden nicht geklärt, stattdessen geht er mit seinem anderen Freund zu einem mutmaßlichen Erpresser, der die Neigungen seines Freundes kennen soll, und überwältigt, fesselt und nötigt ihn. Es gibt auch eine SM Szene in der Episode davor, in der Desire einem Masochisten tatsächliche Verletzungen beigefügt haben muss, die zu bleibenden Schäden führen werden. Und das für mal wieder unsinnige Gründe. Einen tollen Hauptcharakter spielen wir hier.

Ich empfehle dieses "Spiel" natürlich nicht. Es ist furchtbar, es ist langweilig, dumm und eine absolute Zeitverschwendung. Ich bin kein Fan von Point and Click Adventures, erhoffte mir aber eine halbwegs ordentliche Story, die ich aber auch nicht bekommen habe und der Designer, dem dieser Rotz eingefallen ist sollte sich einen anderen Job suchen.

1/10
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