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Christine

Herstellungsland:USA (1983)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Horror
Alternativtitel:John Carpenter's Christine
Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,77 (31 Stimmen) Details
inhalt:
Ihre üppigen Rundungen provozieren begehrliche Blicke. Ihre knallrote Farbe signalisiert Sex. Sie hört auf den Namen Christine - und sie hat den Teufel im Chassis. Sie gehorcht nur dem, den sie in ihr kaltes Blechherz geschlossen hat. Und wehe denen, die sich ihr in den Weg stellen. Arnie (Keith Gordon), kurzsichtig und verklemmt, liebt nur seinen 58er Plymouth Fury - seine Christine - und sie macht aus ihm einen arroganten Schnösel. Eine Kette unerklärlicher Todesfälle ruft bald die Polizei auf den Plan. Doch erst Dennis (John Stockwell) und Leigh (Alexandra Paul) erkennen, dass Christine hinter allem steckt. Werden sie Christine zur Strecke bringen ... oder ist Christine schneller?
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von sonyericssohn:

Detroit, 1957

In einer Fabrik laufen sie vom Band. Der Traum eines jeden Mannes. Elegant, wuchtig und charmant. So auch dieser rote Plymouth Fury der sich brav hinter den anderen einreiht. Aber niemand geht so mit ihm um wie er es gerne hätte…

21 Jahre später

Arnie Cunningham hat's nicht leicht. Er und sein bester Freund Dennis besuchen die Highschool. Dennis ist der erfolgreiche der beiden. Spielt Football, hat Glück bei den Frauen und ein Auto. Arnie hingegen hat eine dicke Brille, ein weniger vorteilhaftes Aussehen und muss sich von den Schlägern der Schule alles gefallen lassen. Auch beim weiblichen Geschlecht hat er wenig Chancen. Doch eines Tages trifft er SIE. Und es ist Liebe auf den ersten Blick. Sie hat eine tolle Figur und eine fantastische Ausstrahlung. Aber sie ist sehr eifersüchtig. Wer sich zwischen das Paar drängen will, wird bestraft. Egal ob Freund oder Feind. Und sie hat einen Namen…

CHRISTINE

Eine Geschichte von Horrorpapst Stephen King als Vorlage und einen fähigen Regisseur der Erfahrung im Horrorfilm- Bereich hat und schon kann es losgehen. So einfach geht's nicht ? Doch. John Carpenter (The Fog, Sie leben, Assault) setzte sich auf den Regiestuhl und drehte 1983 einen ewigen Klassiker des Genres.

Als der arme, gemobbte Arnie Cunningham ist Keith Gordon zu sehen. Eigentlich kann einem der Kerl echt leid tun. Zwar ist er jetzt nicht wirklich feige, aber nun mal komplett unsicher. Und die dicke Brille auf der Nase hilft ihm da auch nicht weiter. Als er jedoch dieses Autowrack sieht, ist er sofort schockverliebt. Und ja, er ist handwerklich begabt… Die Wandlung vom Looser zum Aufreißer mit psychotischen Kennzeichen löst sich heute noch Gänsehautattacken aus !

John Stockwell (Regie bei Kickboxer: Vengeance, Darsteller Fackeln im Sturm) spielt Arnies besten Freund Dennis. Frauenschwarm, Draufgänger und Sportler. Wenn man so will ist er die bessere Hälfte Arnies und hat immer aufmunternde Worte für ihn. Leider geht er in diesem ganzen Auto-Ich hab dich so lieb- Gewurschtel etwas unter. In Sachen Schauspiel kann Stockwell durchgehend überzeugen. Irritiert bekommt er mit dass sein bester Freund gerade DAS Mädel geschnappt hat, auf das er auch ein Auge geworfen hat. Ja, man könnte sagen dass ab hier die Freundschaft ein paar Risse bekommt.

Den weiblichen...menschlichen Part als Leigh Cabot übernahm Alexandra Paul die Jahre später als Rettungsschwimmerin in Malibu angestellt war und sich dann 1994 mit einem nervigen Zeitungsjunge herumschlagen musste.

Leigh ist der Grund warum die meisten Schüler an der Highschool nur noch abwärts des Gürtels denken. Man kann es ihnen auch nicht verdenken. Leigh soll auch die erste sein, die mit der Eifersucht Christines zu tun bekommt.

“Es gibt nichts schöneres als am Steuer des eigenen Wagens zu sitzen !”

Ein Auto als Monster ? Und das soll funktionieren ? Und ob das funktioniert !!!

Carpenter lässt sich jedenfalls erstmal Zeit um die Hauptpersonen und deren Gewohnheiten und Macken zu zeigen. Somit dauert es ein wenig bis der rote Flitzer zuschlägt. Zuerst muss Arnie aber an diesem schleimigen, Kautabak kauenden Werkstattbesitzer Will Darnell (Robert Prosky) vorbei um sein Auto wieder zurecht zu klöppeln.  So ganz grün sind sich Will und der Junge nicht, aber man einigt sich. Nun kann Arnie loslegen. Und seine große Liebe ebenso. Ganz so ruppig wie in der Romanvorlage geht's zwar nicht zu, aber die filmischen Attacken Christines können sich auch sehen lassen. Diese sind von einer wahrlich erdrückenden Eleganz. Oder lassen Personen Feuer und Flamme werden. Effektemäßig ließ sich Carpenter jedenfalls nicht lumpen. Da Chrissy ein gewisses Eigenleben besitzt, legt sie auch mal selbst Hand an… Gut getrickst durch die Mannschaft von Roy Arbogast.

Trotzdem bin ich mir bis heute nicht sicher was jetzt gruseliger ist. Das Auto oder Arnie der komplett durchknallt. Beides wahrscheinlich. Denn auch vor der Familie wird nicht Halt gemacht. Die Eltern sind der Meinung Arnies am meisten schuld dass es soweit kommen musste. Klingt nach Familiendrama, ist es aber ned. 

Übrigens hat Harry Dean Stanton (Alien) in einer kleinen Rolle als Cop seinen Auftritt.

“Wenn es blutet, können wir's töten !”

Naja Herr Schwarzenegger, das mag schon sein, aber so funktioniert das nicht ! Denn wie kann man etwas töten was eigentlich gar nicht lebt ? Gut das ist jetzt vielleicht etwas platt, aber ein vom Deibel besessenes Auto zu killen sollte schwierig sein. Letzten Endes hilft dann nur noch Maschine gegen Maschine. Obwohl der Showdown in heutiger Sicht ein wenig...wie soll ich sagen...doof ist. Aber wenn man bedenken mag, dass heutzutage es wohl eher rummsen würde und an allen Ecken Explosionen zu sehen wären, wirkt dieses alte Ende doch besser. 

Die Musik verstummt...

Eingefangen wurde das Ganze wunderbar von Kameramann Donald M. Morgan der auch in “Sieben” und “Alarmstufe - Rot 2” aktiv war. Unterstrichen von der Carpenter typischen Musik…

 

Christine ist ein Klassiker des Horrorfilms und punktet auch heute noch in allen Belangen.

 

ses

9/10
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Kommentare

02.08.2018 13:39 Uhr - BFG97
1x
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Das treibt mir doch glatt die Gänsehaut auf den Rücken..HERRLICH CHRISONY ;D eine wahre Perle des Horrorfilmes und ich könnte mich ebensowenig entscheiden wer der beiden nun unheimlicher ist^^

02.08.2018 14:31 Uhr - Stoi
Eigentlich eine sehr gute King-Verfilmung, wenn man das Format Spielfilm berücksichtigt. Viel mehr hätte man aus den 105 Min. nicht rausholen können.
Mir ging aber schon 1983 die Verwandlung von Arnie Cunningham zu schnell, wenn man den Film mit dem Buch vergleicht, von dem viel zu viel fehlt.
Heute könnte man dem Stoff ein Remake als Serie verpassen, so wie sehr gut bei "Der Anschlag" gelungen oder aktuell mit "Mr. Mercedes".
Trotzdem gehört "Christine" zweifelsohne zu den besseren King-Verfilmungen.

02.08.2018 18:34 Uhr - Nubret
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Schöner Klassiker, den man immer wieder gerne sieht.

Und Du bist momentan wirklich äußerst fleißig. Immer weiter so, Kollege!

02.08.2018 19:49 Uhr - sonyericssohn
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No jo, zur Zeit läufts ganz gut ;-)

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