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dogsoldier
Level 3
XP 172
Eintrag: 03.08.2018

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Skyscraper

Herstellungsland:USA (2018)
Standard-Freigabe:FSK 12
Genre:Action, Thriller

Bewertung unserer Besucher:
Note: 5,00 (5 Stimmen) Details
inhalt:
Eine neue berufliche Herausforderung in China wird zum Alptraum für den Kriegsveteranen und ehemaligen FBI-Einsatzchef Will Sawyer (Dwayne Johnson), der im The Pearl, dem mit 240 Stockwerken höchsten Wolkenkratzer der Welt, für Sicherheit sorgen soll. Kaum hat Will sein Amt angetreten, kommt es zur Katastrophe: Die 96. Etage steht plötzlich in Flammen. In den Stockwerken darüber ist neben hunderten anderen Menschen auch seine Familie eingeschlossen, ohne eine realistische Chance auf Rettung. Zu seinem Entsetzen wird er auch noch beschuldigt, die Feuersbrunst selbst entfacht zu haben! Verzweifelt versucht Sawyer, die Brandstifter zu finden, seine Familie aus dem flammenden Inferno zu retten und seine Unschuld zu beweisen.
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von dogsoldier:

Ein Hochhaus? Terroristen die es einnehmen? Und nur ein Mann der das Unheil abwenden kann? Die Sichtung des Trailers und das lesen diverser Inhaltsangaben zum aktuellen Kinofilm mit Dwayne "The Rock" Johnson lassen für viele Interessierte wahrscheinlich nur eine mögliche Schlussfolgerung zu: Hier möchte jemand den Bruce Willis Action-Blockbuster "Stirb langsam" kopieren! Auch ich habe mir "Skyscraper" unter dieser vorurteilsgeprägten Annahme angesehen und musste schlussendlich feststellen, dass der Film bis auf den titelgebenden Schauplatz nicht viel mit John McTiernans Meisterwerk aus den späten 80ern gemein hat. Das liegt zum einen daran, dass von den Terroristen bei weitem nicht so viel Gefahr ausgeht wie von dem Feuer, welches zwar von Menschenhand gezündet wurde, aber letztendlich doch eine Naturgewalt bleibt und nicht mittels Waffeneinsatz oder Nahkampfausbildung aufgehalten werden kann. Dieser Umstand führt dazu, dass "Skyscraper" die Gefilde des Actionfilms sehr rasch verlässt und mehr in Richtung Katastrophenfilm driftet. Der zweite Grund, der einen weiteren Vergleich der beiden Filme ausschließt, ist so simpel wie einleuchtend: Dwayne Johnson ist NICHT Bruce Willis! Eine Gegenüberstellung würde in meinen Augen wenig Sinn machen und nur vom eigentlichen Thema ablenken ob "Skyscraper" nun sehenswert ist oder nicht?

Alle die ein bildgewaltiges CGI-Effekte-Gewitter und eine völlig hirnlose bzw. unrealistische Stuntshow sehen wollen, werden den Film lieben. Was die Macher hier auf Zelluloid gebannt haben, ist zum größten Teil sehr spektakulär und lässt dem Zuschauer schon das ein oder andere Mal den Atem stocken. Besonders beeindruckend sticht das Hochhaus mit dem liebevollem Namen "The Pearl" hervor, welches mit über einem Kilometer Höhe und 240 Stockwerken das höchste Gebäude der fiktiven Filmwelt darstellt. Vor allem zu Beginn wurde der Wolkenkratzer vor der imposanten Skyline Hongkongs geradezu perfekt in Szene gesetzt und es entstanden traumhaft schöne Bilder. Diese Aufnahmen besitzen fast schon eine epische Anziehungskraft, wenn man bedenkt, dass der Mensch mit der Errichtung des Burj Khalifa schon bewiesen hat, dass es in seiner Natur liegt sich selbst zu übertreffen. Mit dem eindringen der Terroristen und dem dadurch ausbrechenden Feuer in der 96. Etage wird die anfängliche Idylle schlagartig zerstört und Regisseur Rawson Marshall Thurber versetzt seinem Film den nötigen Schuß Adrenalin. Das Zusammenspiel der lodernden Flammen mit den oft sehr dunklen Szenen sorgt für eine grandiose Optik und lässt nicht nur das Publikum ins Schwitzen geraten. Denn auch "The Rock" darf in dieser Situation jetzt die geballte Ladung seines "Muskel-Kraftwerkes" in Gang setzen und sich durch alle erdenklichen Szenarien kämpfen die so ein brennender Skyscraper hergibt. Diese sind an Realitätsferne kaum noch zu überbieten, wissen aber immerhin sau gut zu unterhalten und werden den Action-Fan fröhlich stimmen. Aber passt der Rest des Films auch?

Nein! Als größter Knackpunkt ist für mich die Darstellung der sogenannten Terroristen zu nennen. Der Anführer dieser offensichtlich bunt zusammengewürfelten Truppe überfällt den Wolkenkratzer nämlich nur, weil er Angst vor noch böseren Jungs (die man gar nicht zu Gesicht bekommt) hat und um sein eigenes Leben fürchtet. Dafür, dass diese Gestalten Terroristen sein sollen, wirken sie echt lächerlich und zu unsicher in dem was sie tun. Die "Bösewichte" sind nicht mehr als Laufburschen mit Knarren in den Händen und können zu keiner Sekunde des Films ein massives Gefühl der Bedrohung vermitteln. Vielleicht hätte "Skyscraper" auch ein wenig mehr Härte ganz gut getan, was nicht heißen soll, dass mehr Gewalt gleich besserer Film bedeutet. Aber gerade dies wäre ein geeignetes Mittel gewesen die terroristischen Absichten glaubhafter darzustellen und ihre menschliche Kälte mehr in den Fokus zu rücken. So aber bleibt "nur" das Feuer als ernstzunehmender Gegner für den Übermenschen "The Rock".

Das dieser den beinamputierten Will Sawyer spielt ist kein Zufall, sondern soll ganz klar dazu dienen dem Zuschauer eine Botschaft zu vermitteln, was von Johnson auch so in einem Interview bestätigt wurde. Diese Botschaft lautet offensichtlich: Seht her, auch ein Mensch mit Handicap ist zu allem fähig. Ob das in Kombination mit diesem Film auch tatsächlich bei jedem so ankommt, halte ich für sehr fragwürdig, denn die Stunts sind derart übertrieben, dass NIEMAND, egal ob körperlich beeinträchtigt oder nicht, sie in dieser Form vollführen könnte. Des Weiteren sollte jedem Zuschauer, der auch nur einen Hauch von Sozialkompetenz besitzt, längst klar sein das auch gehandicapte Menschen schon lange großartiges in unserer Gesellschaft leisten.

Als nächstes muss ich noch das Mediengehype rund um die Figur Will Sawyer im Film selbst kritisieren. Dieser wird zunächst verdächtigt das Feuer im Hochhaus gelegt zu haben und wird dann, als er der Polizei entwischt um den Skyscraper zu erobern, zum gefeierten Helden in ganz Hongkong. Sogar auf einem riesigen Bildschirm mitten in der Stadt jubelt und bangt eine gigantische Menschenmasse mit der "Ein-Mann-Armee" Sawyer. Das wirkte auf mich dann doch sehr theatralisch und wurde dann auch noch zweifelhaft, als sogar die Polizei anfängt mit Sawyer mitzufiebern, anstatt selber tätig zu werden. Ach, es gibt noch ein paar Störfaktoren bei "Skyscraper", von einem Running Gag der nur einmal zündet bis hin zu einem uninspiriertem Soundtrack, aber ich will den Film jetzt auch nicht komplett schlecht reden!

Von allen WWE-Kämpfern die den Weg auf die große Leinwand gefunden haben, gefällt mir Dwayne "The Rock" Johnson immer noch am besten. Da er mittlerweile gefühlt jeden Monat in einem anderen Film im Kino zu sehen ist, gibt es genug Möglichkeiten sich an seiner Schauspielkunst zu ergötzen. Die Figur des gehandicapten Sawyer spielt Johnson für mich als Laien mit beeindruckend authentischen Bewegungen und auch den liebenden und von Sorge gepackten Vater habe ich ihm zu jeder Zeit abgenommen. Ich würde ihm dafür keinen Oscar verleihen, aber auf jeden Fall hat er hier gute Arbeit geleistet, die ich so nicht erwartet hätte. In der Rolle der Sarah Sawyer ist Neve Campbell zu sehen, die meiner Meinung nach ihre beste Leistung seit "Scream" (1996) abruft. Augenscheinlich ist die gute Frau seit über 20 Jahren kein bisschen gealtert und sie hat mich als taffe Mutter mit Kampferfahrung in jeder Hinsicht überzeugt.

Fazit: Das größte Problem von "Skyscraper" ist, dass er keinerlei Basis dafür bietet, sich länger mit ihm zu beschäftigen als es für die Laufzeit von 103 Minuten nötig ist (es sei denn, man schreibt eine Review). Jemand der an einem verregneten Wochenende nur Zeit totschlagen möchte, kann sich den Film beruhigt anschauen, wissen doch zumindest die Actionszenen bestens zu unterhalten. Das meiste andere ist dagegen Mumpitz und wirkt einfach zu oft deplatziert und uninteressant. Hätten die Macher "Skyscraper" von Anfang an als Katastrophenfilm konzipiert, ohne die langweiligen Terroristen und den ganzen anderen Kram drumherum, wäre ihnen vielleicht ein packender Sommer-Blockbuster gelungen. Am Ende bleibt aber nur ein Film der immer wieder in seiner Dramaturgie unterbrochen wird und über den in absehbarer Zeit wohl niemand mehr spricht. Eine volle 6 von 10 ist da noch drin, aber nur, weil die beiden Hauptdarsteller überzeugen und die nächsten verregneten Wochenenden ganz sicher kommen werden.

6/10
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Kommentare

03.08.2018 20:42 Uhr - dogsoldier
1x
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Ha! Dieses Mal habe ich das mit den Absätzen alleine hinbekommen. Beim ersten Mal dachte ich, es liegt an fehlerhafter Technik. Aber wie es aussieht war es dann doch mein eigenes Unvermögen 😅

03.08.2018 20:50 Uhr - sonyericssohn
2x
DB-Helfer
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Brav ! ;-)

06.08.2018 22:21 Uhr - fameseller
1x
Sehr schöne Review, würde ich zu 100% so unterschreiben!

07.08.2018 13:29 Uhr - dogsoldier
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Vielen Dank!

09.08.2018 10:36 Uhr - alraune666
1x
War so ziemlich das was ich erwartete und zum Feierabend wollte ... kurzweilige, sehr unterhaltsame Action mit angenehmen Darstellern! Was will man nach nem anstrengenden Arbeitstag mehr? Sicherlich keinen Schinken mit Tiefgang ... Aber ... der einzige Kritikpunkt ... war nicht so smashing, dass ich ihn nochmal sehen moechte ... nicht wirklich nen Kandidat fuers Heimkino ...Allerdings gehts mir ... obwohl ich ihn gerne sehe ... mit vielen The Rock Filmen der letzten Jahre ... San Andreas, Rampage, Jumanji 2 etc ...

09.08.2018 19:45 Uhr - dogsoldier
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@ alraune666

Ja, als Feierabend-No-Brainer ist der Film sehr empfehlenswert und würde von mir auch ne höhere Bewertung bekommen. Allerdings hatte ich beim Kinobesuch zu oft das Gefühl, dass Skyscraper mehr sein möchte als er letztlich ist!

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