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DriesVanHegen
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Eintrag: 05.08.2018

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Blood Feast - Blutiges Festmahl

(Blood Feast)
Herstellungsland:USA, Frankreich, Deutschland (2016)
Standard-Freigabe:FSK keine Jugendfreigabe
Genre:Horror

Bewertung unserer Besucher:
Note: 4,67 (9 Stimmen) Details
inhalt:
Fuad Ramses und seine Familie sind von den USA nach Frankreich gezogen, wo sie ein American Diner betreiben. Jedoch läuft das Geschäft nicht so gut und Fuad muss nebenbei noch als Nachtwächter in einem Museum für altertümliche, ägyptische Kultur arbeiten. Während diesen langen, einsamen Nächten im Museum, fühlt sich Fuad immer wieder zu einer Statue hingezogen, welche die verführerische Göttin Ishtar verkörpert. Als diese damit beginnt in Visionen zu ihm zu sprechen, verfällt er dem Bann der Göttin immer mehr um schließlich ihrem tödlichen Charme zu erliegen. In Folge dieser ausschlaggebenden Nacht beginnt Fuad ein neues Leben, in dem Mord und Kannibalismus eine tägliche Rolle spielen. Um seine neue Gebieterin zu ehren, bereitet er ein rituelles Fest vor – ein üppiges Mahl voller Blut, Organe und menschlicher Innereien. Als sich die zerhackten Körper auf dem Altar von Ishtar häufen, verfällt Fuad immer mehr dem Wahnsinn, bis er vollständig zur Marionette der Göttin wird – diese verlangt schlussendlich nach dem Blut von Fuads Frau und Tochter...
eine kritik von driesvanhegen:

Mit BLOOD FEAST anno 2016 ereignen sich gleich drei Premieren. Zum Einen der für mich erste Film, den ich mir bewusst in seiner geschnittenen deutschen Veröffentlichung angeschaut habe. Zum Anderen der für mich erste Film von Marcel Walz. Schlussendlich handelt es sich außerdem um meinen ersten Film aus dem Kanon der BLOOD FEAST-Reihe.

Da mag manch Einer die Hände über dem Kopf zusammenschlagen und anzweifeln, dass der vorliegende Film adäquat besprochen werden kann. Ich drehe aber schlagartig den Spieß um und behaupte: unvoreingenommener (bis auf den Aspekt der Gewaltzensur) kann man an den Film nicht herangehen.

Fuad Ramses ist mit seiner Frau Louise und Tochter Penny aus den USA nach Frankreich gezogen. Dort betreibt die Familie wenig erfolgreich ein amerikanisches Diner. Um das Studium für Penny zu finanzieren, jobbt Fuad als Nachtwächter im Museum. In einer der unzähligen ereignisarmen Nächte erscheint ihm die Göttin Ischtar. Sie offenbart ihm, ihr Auserwählter zu sein. Außerdem trägt sie ihm auf, zur Feier ihrer Rückkehr ein Festmahl zu bereiten - und zwar eines aus äußerst fragwürdigen Inhaltsstoffen...

 

Bekannte Genregesichter

Man kann Walz für den Cast seines Remakes nur gratulieren. BLOOD FEAST bietet einige Gesichter, die dem älteren Genrefan nostalgische Erinnerungen abrufen. Robert Rusler (NIGHTMARE ON ELM STREET 2: DIE RACHE, TALES OF HALLOWEEN) trägt den Film fast schon allein. Sein Fuad spiegelt glaubhaft den fürsorglichen, aber mörderischen, Familienvater, wider, der aber zusehends in den Wahnsinn abdriftet. Seine Paranoia kommt aber ziemlich schnell und ohne weitere Hintergründe auf. Allein aus dem Grund, dass er die Hauptfigur ist, wäre eine ausführlichere Beleuchtung seiner Figur wünschenswert gewesen.

Caroline Williams (TEXAS CHAINSAW MASSACRE 2, HATCHET III, TALES OF HALLOWEEN, PROFANE EXHIBIT, mit Walz: SEED 2) mimt die treue Ehefrau. Sie spielt routiniert ohne sich sonderlich in den Vordergrund zu drängen. Sophie Monk (schon Slasher-Luft geschnuppert: THE HILLS RUN RED) gibt die Tochter, ist aber mehr optisches Gimmick als wirklich relevante Figur. Sadie Katz (ebenfalls schon Slasher-Erfahrung gesammelt: WRONG TURN 6) als Göttin Ischtar ist zwar unnahbar, aber leider auch ziemlich belanglos und beliebig. Robert Rusler wird eben als ambivalenter Hauptcharakter vom Drehbuch am meisten gefordert und erhält auch den meisten inszenatorischen Raum. Die restlichen auftretenden Figuren sind eher Mittel zum Zweck - was bei einem Film dieser Marschrichtung klar als Mordopfer definiert ist. Oder C-Prominenz in Form von Metisha Schäfer, aber das scheint bei einem Walz-Film zum guten Ton zu gehören. Man denke an Michaela Schäfer oder Gina Lisa Lohfink in seinen vergangenen Werken.

Sieht man genauer hin, entdeckt man dennoch einige nette Kurzauftritte: etwa Marc Rohnstock (NECRONOS - THE TOWER OF DOOM, THE CURSE OF DOCTOR WOLFFENSTEIN), seines Zeichens Regisseur, Produzent und Schauspieler im deutschen Amateur- und Independent-Bereich. Kleines Highlight stellt außerdem der nur wenige Sekunden umfassende Auftritt vom Herschell Gordon Lewis als Professor Lou Hershell.

 

Modernes Gewand

Inhalt und der klitzekleine Cameo von H. G. Lewis sind allerdings die einzigen Verbindungsstücke zum altehrwürdigen BLOOD FEAST von '63. Während man dem Original seine Low Budget Herkunft ansieht, sieht das Remake schon deutlich besser aus, auch wenn es immer noch dem Independent-Sektor zuzurechnen ist. Schicke Drohnenaufnahmen/Panoramen lockern die sonst begrenzten Schauplätze etwas auf. Das Bild ist stellenweise leider arg dunkel geraten, was es schwer macht, Details zu erkennen.

Atmosphärisch plätschert der Film leider über weite Strecken vor sich hin, allerdings ohne dabei wirklich langweilig geraten zu sein. Mit einer erweiterten Beleuchtung des Ischtar-Kults und einer tiefergehenden Charakterisierung von Ramses wäre hier aber mit Sicherheit mehr Spannung drin gewesen. Ein Lob muss man allerdings für das Finale aussprechen. Denn dort wird Ramses' Wahnsinn einfallsreich inszeniert und eine beinah schon surreal, kranke Stimmung erzeugt...die in der deutschen Fassung leider nur noch zu erahnen ist.

Die Intro-Sequenz der 2016er Version des Films hält sich übrigens streng an den Trailer des Originals. Und verspricht damit verstörendes und blutrünstiges Material. Bleibt also eine Frage offen:

 

BLOOD FEAST - Auch in der deutschen Fassung ein blutiges Festmahl?

Die FSK zeigte sich in letzter Zeit deutlich liberaler, was vor allem die Rehabilitierung und Neuprüfung vieler ehemaliger Nasties beweist. Was für die Jugendschützer jedoch noch immer ein rotes Tuch ist: Kannibalismus. Da neben den blutigen Morden auch das Verspeisen der Opfer ein Hauptbestandteil der Handlung ist, waren nötige Zensuren beinah so sicher wie das Amen in der Kirche. Zumal der Name Marcel Walz bei den Prüfern mit Sicherheit nicht für Jubelstürme sorgen wird, bedenkt man die radikalen Kürzungen in der Mehrheit seiner früheren Werke.

Doch wie steht es nun um seinen neuesten Streich? In der gekürzten FSK-18-Fassung sind noch immer einige Gewalttaten und Blutspritzer enthalten. Ohne die ungekürzte Fassung zu kennen, kann aber mit großer Sicherheit gesagt werden, dass die Zensurschere schon während des Vorspanns geschwungen wurde. Besonders ärgerlich wird dies, wenn im offiziellen deutschen Trailer Gewaltspitzen enthalten sind, die es im endgültig geprüften Film so nicht mehr gibt (Augen mit dem Daumen ausdrücken, Fressflash im Finale). Weiterhin ist es bedauerlich, wenn das fiese Fressfinale nicht nur in puncto Radikalität entschärft wird - sondern durch einen deutlich hörbaren Tonsprung auch dem unerfahrensten Zuschauer auffallen wird.

Alles in allem doch sehr schade, da die zu erkennenden Effekte von Holzhammer-Regisseur Ryan Nichsolson (Regie: GUTTERBALLS, HANGER, LIVE FEED; Effekte/Make-Up: EXISTENZ, BLAIR WITCH)  nicht immer vor Originalität strotzen, aber blutig ausfallen und ehrlich handgefertigt sind.

So bleibt zu hoffen, dass Tiberius eine Unterlizensierung vornimmt, um den Film ungekürzt über die einschlägigen Label in Österreich vertreiben zu können.

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Kommentare

05.08.2018 17:05 Uhr - Nubret
2x
User-Level von Nubret 6
Erfahrungspunkte von Nubret 567
Hört sich ja wirklich nicht so schlecht an, wie ich bei dem Regisseur eigentlich befürchtet habe. Wird angesehen - aber natürlich ungekürzt.

Von den "alten" bevorzuge ich übrigens "Blood Feast 2-All you can eat" noch vor dem Ur-"Blood Feast" von 1963.

Schön übrigens, mal wieder etwas von Dir zu lesen. Erneut sehr gelungen!

05.08.2018 17:13 Uhr - DriesVanHegen
2x
User-Level von DriesVanHegen 5
Erfahrungspunkte von DriesVanHegen 364
Danke für die netten Worte - ist der Knödel wohl doch erinnerungsträchtig genug ;)


Ja, der SB zu ALL YOU CAN EAT ist glaube ich einer der ersten gewesen, den ich sah und was man da zu sehen bekommt, ist auch heute noch verlockend gewalttätig.
Dein Vorhaben kann ich nur unterstützen: ungekürzt kann man durchaus eine Sichtung wagen.

05.08.2018 18:28 Uhr - TheRealAsh
1x
User-Level von TheRealAsh 8
Erfahrungspunkte von TheRealAsh 977
Wenn der Driesknödel ein Comeback feiert, dann muss ich mich ja fast auch noch ranmachen.

Mal wieder schön von dir zu lesen und auch deine Nichtwertung als durchaus empfohlene Empfehlung zu sehen. Mein Interesse ist geweckt, das Original sowieso kultig.

Übrigens gefällt mir deine neue Struktur sehr gut, top zu lesen!

06.08.2018 08:28 Uhr - DriesVanHegen
User-Level von DriesVanHegen 5
Erfahrungspunkte von DriesVanHegen 364
Danke, slashender Ashi!

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