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kokoloko
Level 9
XP 1.113
Eintrag: 08.08.2018

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Repo Men

Herstellungsland:USA, Kanada (2010)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Action, Science-Fiction, Thriller

Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,64 (46 Stimmen) Details
inhalt:
In der futuristischen Welt des Actionthrillers "Repo Men" haben sich zahllose Menschen mit hoch entwickelten künstlichen Organen ihr Leben verlängern lassen. Die Schattenseite dieser medizinischen Revolution, die von der so genannten Union vertrieben wird, findet sich wie gewohnt im Kleingedruckten. Wer die horrenden Raten für die verführerischen oder lebensnotwendigen Hightech-Organe nicht zahlen kann, bekommt Besuch von den perfekt geschulten Eintreibern, die auf direktem Weg zurückholen, was der Union gehört. Und das ohne jede Rücksicht auf Verluste, denn kaum einer überlebt die Rückhol-Operationen der "Repo Men".

Jude Law spielt Remy, einen der Fähigsten dieses Spezialistenteams, für den jeder gelungene Eingriff kaum mehr als ein Zahlungseingang auf seinem Konto ist. Doch nach einem Herzinfarkt bei einem seiner Aufträge erwacht er wie neugeboren mit dem Topprodukt seines Arbeitgebers in seiner Brust, aber auch mit einem Gewissen, das ihn seinen blutigen Job überdenken lässt, und einem gewaltigen Schuldenberg. Als er die Ratenzahlungen nicht mehr leisten kann, schickt ihm die Union seinen ehemaligen Partner, den gnadenlosen Repo-Man Jake hinterher, um ihm sein Herz wieder aus der Brust zu reißen.

Aus dem Jäger wird ein Gejagter und gemeinsam mit der ebenfalls flüchtenden Beth, die ihm beibringt, wie man das System unterwandert, beginnt er seine atemlose Flucht durch eine bizarre Welt, in der es nur so wimmelt von seltsamen Freunden und skrupellosen Feinden. Ex-Repo-Man Remy wird zum Helden und zur Hoffnung für tausende andere, die jeden Tag mit der Angst leben müssen, erwischt und aufgeschlitzt zu werden. Für Remy gibt es auf Dauer aber nur eine Chance: Er muss die dunklen Machenschaften der Union aufdecken und den menschenverachtenden Konzern stürzen.
eine kritik von kokoloko:

Repo Men (Blu-ray)

 

Uff, was wurde mir hier denn vorgesetzt?  Oo
Erwartet habe ich nach einigen wohlwollenden bis doch durchaus ganz positiven Kritiken einen überraschend splattrigen und etwas härteren, leicht schwarzhumorigen Actioner im (dystopischen) Zukunftssetting, demnach also mit etwas Zukunftsgedöns, Starcast und wenig Story, Hirn eher aus - bekommen habe ich Teile davon auch durchaus, nur eben in merkwürdiger Form. "Merkwürdig" dabei nicht auf den Inhalt bezogen, sondern merkwürdig im Sinne von Pace, Storyaufbau und komplexer zu reviewen als gedacht - denn die gesamte erste Stunde dieses überlangen Fast-Zweistünders ist imho einfach nur ziemlich katastrophal schlechte Scheiße auf "Big-Budget-Reinfall" 2 bis maximal 4/10er-Niveau:

Wir haben furchtbar prätentiöse und unpassende Monologe/Voiceovers in Form des grottig überbenutzten Foreshadowings aus der Sicht des Protagonisten, mit Schrödingers Katze als reingeprügelten, pseudointellektuellen Hook sowie eine mit CGI vollgekleisterte Stadt. Der Storyverlauf ist absolut vorhersehbar zu dem Zeitpunkt und zudem extrem stumpf abgehandelt, viel schlimmer aber dass der Film es aus unerfindlichen Gründen für nötig hält, da eine billig und langweilig geschriebene Pseudo-Lovestory/dramatische Beziehungskrise reinzuballern, die keine Sau juckt und die zudem mit hölzernen Dialogen auffährt - der Konflikt passt auf ein Streichholz und wenn dann die erste größere Actionszene aufgebaut und angeteasert wird, bleibt die selten undynamisch und unblutig, meine Güte ne, PG-13 zu dem Zeitpunkt, warum nur?

Als wär das alles nicht schlimm genug, kommen dann noch sülzig-melodramatische und erneut prätentiöse Dialoge und Monologe in weiteren Verwicklungen mit Frauen und was den schwarzen Humor angeht, der hat genau zwei kleine Miniszenen die nett sind, ansonsten reicht es allenfalls für ein Lächeln. In den ersten paar Minuten kommt zudem noch die Hoffnung auf, dass der Film geselschaftskritische Hiebe verteilt - Moderation am Anfang, klasse, Idiocracy lässt grüßen! - nur um das danach aber NIE mehr aufzugreifen und zudem die gesamte Zukunftsvision und das Setting einzig allein darum zu bauen, um EINE wichtige Änderung zu unserer Welt hier und jetzt zu machen und zwar die Existenz der Firma, für die unsere beiden Protagonisten arbeiten-.-
Gott ist das alles langweilig, schlecht, langatmig und überdehnt!

Doch dann, nach viel zu langer Zeit, auf einmal, wirkt es als hätte der bis dato angekettete oder sonstwie abwesend seiende Drehbuchautor #2 energisch den Stift aus der Hand gerissen, ihn (hoffentlich) inbrünstig durch die Carotis des bisherigen Valiumveteranen gestochen und präsentativ für den Zuschauer geschrien: "DAS IST EIN ACTIONFILM ÜBER ORGANJÄGER GOTTVERDAMMTE SCHEIßE, CUT THE BULLSHIT! WIR WOLLEN OPERATIONEN, BLUT, KÄMPFE, INTERESSANTE SETTINGS UND PLOTTWISTS, WUUH!" und siehe da, nachdem man sich von generischer bis "ganz netter" Kulisse zu Kulisse chargiert hat, stets auf der Suche nach Spannung oder sonstigen Attraktionen, kommt auf einmal ne herrlich fiese und durchgedrehte Operationsszene mit saftigen Details und pointierten Sprüchen, bevor dann n ordentlicher Kampf folgt, das Tempo steigt, der ohnehin starke Soundtrack noch besser zur Geltung kommt und finalement in einer kieferfallen lassenden, (Gott, Anglizismen eh..."jawdropping" mein ich natürlich, wie sagt man bei uns denn dazu?!) The Raid 2-würdigen, ultrakrank brutalen und expliziten Blutsplatterorgie vor dem Herrn, die arschgeil choreographiert ist, weh tut beim Gucken und die locker 60% der FSK 18-Actioner mal eben sprengt, alles an unverbrauchter Energie rausgeballert wird!
 Um dann, nach einer recht furiosen Hetzjagd, bei einem verwirrenden und inhaltlich dummen, dafür aber optisch und stilistisch ziemlich geilem Finale landet, das Spaß macht mit seiner pervers-verspielten Art, Splatteralarm erneut und dann ZACK ein imo wunderbar geniales Ende, das viel wieder rausreißt und einen vorherigen Kritikpunkt mal eben auslöscht  :-D

Optisch hat man dabei wenig eindrucksvolle Kamerafahrten und ungenutzte Möglichkeiten was Kamerabewegung oder Einstellungen angeht bei dem geilen Setting, auch ragt beim Schnitt nix besonders raus, ziemlicher Hollywoodstandard, mit ein paar netten Kulissen und Beleuchtungen sowie meistens gelungenen CGI-Effekten muss man sich mit zufrieden geben.

Der Cast ist durchaus prominent besetzt und reißt keine Bäume aus, aber ne handvoll bemerkenswerte Gesichter finden sich dann doch: Jude Law als Protagonist ist zwar ein guter Darsteller, hat für mich aber irgendwie ein wenig einprägsames Allerweltsgesicht, das ich spontan im Action/Thrillersektor verbuchen würde, charakterlos. Vielleicht tue ich diesem talentieren Mann damit ja Unrecht, aber zumindest hier macht er alles ok bis sehr gut, aber die Romanzen z.B. konnte ich nicht abnehmen und ein anderer Darsteller hätte auch nicht groß gestört. Then again wusste ich aber leider auch nichts von seinem dicken britischen Akzent und ein paar Stellen kommen im O-Ton sicherlich besser, dürfte aber keinen allzu riesigen Unterschied machen - ganz anders bei Forest Whitaker, der mit seiner Stimme wohl doch einiges reißt - für mich zumindest - und auf deutsch schwächer wirkte, insgesamt hat er im Film aber leider auch nicht allzu viel zu tun  :|  Der Charakter ist eher schwach geschrieben und eindimensional, Whitaker ist halt "einfach da", nur in wenigen Szenen zeigt sich wahres Talent, ich hätte für beide Rollen wohl einen anderen Cast gewählt. Dafür wirklich gut machen tut sich Obersympath Liev Schreiber als schicker, dubioser Buisnessman im Anzug, für mich einfach immer son Kleinkrimineller, edel besetzt, last but not least gibts RZA inner kleinen Rolle als Beatproducer, authentisch gespielt  und ebenfalls ne coole Idee. Wirklich gelobt werden muss abschließend noch der überraschend starke, passende und rockige Soundtrack von Hollywoodgröße Marco Beltrami, der einige Szenen noch etwas aufwertet, bzw. später ordentlich Adrenalin injiziert und einfach bockt bei der Action.

Alles in allem bleibt festzuhalten, dass "Repo Men" durch eine viiieel zu lange Aufwärmzeit mit lauter unnötigem Ballast in Form von Subplots, Build-Up ohne Pay-Off, grottigen Dialogen und dem Streben mehr zu sein, als einfach nur ein brutaler auf-die-Fresse-Actionfilm mit cooler Idee, einiges an - durch die starke Prämisse und das Budget, den Cast sowie den Mut zum Blutbad durchaus vorhandenem - Potential verschüttet und erst nach rund einer Stunde wieder aufholt und wirklich Laune macht. Die erste Stunde hat zwar auch vereinzelt gutes Schauspiel, etwas Action und witzige Ideen, kommt aber nie über ein "nett" hinaus, während der Rest dann umso mehr reinballert, bis zum wirklich feierbarem Ende - Repo Men ist immer dann gut, wenn er sich auf seine Stärken konentriert: Brutale Action, (viel zu seltener) schwarzer Humor und ein rockiger, bockender Soundtrack - alles andere tut dem Teil jedoch wahrlich nicht gut. Sehenswert für Splatter, Effekte, Action, Finale, netten Stil, guten Soundtrack und ein mutiges Ende - als Gesamtwerk aber unbefriedigend. 6/10
Achja, Brüste gibts auch - dafür aber auch ne grottige Version von "Cry me a river".

Die Synchro ist prinzipiell sehr gut, nicht falsch verstehen, nur haben die beiden Hauptdarsteller schon charismatische und charakterstarke Stimmen im Original, die noch was hätten reißen können. Die BD hat natürlich supi HD-Bild und der Sound stimmt auch, nur ist das Menü ne fucking Slideshow (!), das Cover imho furchtbar uninspiriert und nur die Extras lohnen sich, da man ne handvoll recht witzig anmoderierte kleine Featurettes über die Effekte hat und als Herzstück glaub 3 Minuten Fake-Webungen aus dem Filmuniversum, die alle richtig dämlich und teils obszön-schwarzhumorig sind, haben mir besser gefallen als der Film :D
Hab ich hier gewonnen das Teil, also worth it!

6/10
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Kommentare

09.08.2018 11:11 Uhr - alraune666
Ne 6/10 ist fair, aber ansonsten kann ich von dieser Kritik so ziemlich nichts unterschreiben. Liest man die Kritik ist das Ergebnis von einer 6/10
nicht schluessig. Ich mag son Zukunftsgedoens Film eigentlich nicht wirklich, war von dem hier aber positiv ueberrascht. Vielleicht wars der Cider, doch ich fuehlte mich trotz einiger Schwaechen gut unterhalten. Bei 2£ fuer die Deutsche Import BluRay Steel war auch der Preis top. O-Ton reisst nicht mehr als die dt Synchro, die ist im Direktvergleich sehr gut.

09.08.2018 13:56 Uhr - dicker Hund
1x
User-Level von dicker Hund 12
Erfahrungspunkte von dicker Hund 2.173
Schön differenziert geschrieben, und gerade als Ergänzung zu tschaka und Ghost wertvoll.

10.08.2018 10:12 Uhr - DriesVanHegen
User-Level von DriesVanHegen 5
Erfahrungspunkte von DriesVanHegen 364
Spricht "Gott, Anglizismen eh..." und kleistert den Text voll davon ;)

Den Einstieg in den Streifen hab ich als atmosphärisch, im Gedächtnis allerdings nicht detailliert. Vielleicht in Indiz, dass er doch lahmer war, als angenommen.
Aber allein für die OP-Sex-Szene lohnt der Streifen. Die Action ist absolut super, herrlich blutspritzend. Klare Empfehlung.

Ich denke du meinst bei "jawdropping" etwas in die Richtung "Kinnlade herunterklappen"

10.08.2018 11:07 Uhr - Lukas
Interessante und schön zu lesende Kritik, wobei ich viele der von dir negativ bewerteten Punkte als nicht so schlimm wahrgenommen habe (z.B. kam er mir nirgendwo prätentiös oder pseudointellektuell vor). Bei mir isses ne 08/10.

12.08.2018 07:26 Uhr - deNiro
DB-Helfer
User-Level von deNiro 5
Erfahrungspunkte von deNiro 326
Sehr unterhaltsame Kritik zu einem mittelmäßigen Werk. Erstaunlich, dass man dazu soviel Text hinbekommt, Kompliment;)

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