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Ghostfacelooker
Level 16
XP 4.582
Eintrag: 08.08.2018

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Repo Men

Herstellungsland:USA, Kanada (2010)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Action, Science-Fiction, Thriller

Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,64 (46 Stimmen) Details
inhalt:
In der futuristischen Welt des Actionthrillers "Repo Men" haben sich zahllose Menschen mit hoch entwickelten künstlichen Organen ihr Leben verlängern lassen. Die Schattenseite dieser medizinischen Revolution, die von der so genannten Union vertrieben wird, findet sich wie gewohnt im Kleingedruckten. Wer die horrenden Raten für die verführerischen oder lebensnotwendigen Hightech-Organe nicht zahlen kann, bekommt Besuch von den perfekt geschulten Eintreibern, die auf direktem Weg zurückholen, was der Union gehört. Und das ohne jede Rücksicht auf Verluste, denn kaum einer überlebt die Rückhol-Operationen der "Repo Men".

Jude Law spielt Remy, einen der Fähigsten dieses Spezialistenteams, für den jeder gelungene Eingriff kaum mehr als ein Zahlungseingang auf seinem Konto ist. Doch nach einem Herzinfarkt bei einem seiner Aufträge erwacht er wie neugeboren mit dem Topprodukt seines Arbeitgebers in seiner Brust, aber auch mit einem Gewissen, das ihn seinen blutigen Job überdenken lässt, und einem gewaltigen Schuldenberg. Als er die Ratenzahlungen nicht mehr leisten kann, schickt ihm die Union seinen ehemaligen Partner, den gnadenlosen Repo-Man Jake hinterher, um ihm sein Herz wieder aus der Brust zu reißen.

Aus dem Jäger wird ein Gejagter und gemeinsam mit der ebenfalls flüchtenden Beth, die ihm beibringt, wie man das System unterwandert, beginnt er seine atemlose Flucht durch eine bizarre Welt, in der es nur so wimmelt von seltsamen Freunden und skrupellosen Feinden. Ex-Repo-Man Remy wird zum Helden und zur Hoffnung für tausende andere, die jeden Tag mit der Angst leben müssen, erwischt und aufgeschlitzt zu werden. Für Remy gibt es auf Dauer aber nur eine Chance: Er muss die dunklen Machenschaften der Union aufdecken und den menschenverachtenden Konzern stürzen.
eine kritik von ghostfacelooker:

Was haben wir nicht alle über die Zukunft nachgedacht, und tun es noch, wobei Hollywood es scheinbar nie aufgehört hat, denn wie sonst könnte man sich Terminatoren, außerirdische Invasoren, Roboter oder von Maschinen geschaffene Scheinwelten erklären, die die Menschheit eines Tages kontrollieren wollen werden.

Gehen wir in dieser apokalyptisch evolutionären Theorie einen Schritt zurück, kommen wir auf Mutanten oder kybernetische Existenzformen, was uns zum eigentlichen Hintergrund des Films hier bringt, in dem Jude Law und Forest Whitaker in Elybrium-Manier, die Einhaltung einer Konzernregel überwachen, die besagt, du kannst jedes Körperteil implantiert bekommen, solange du es dir leisten kannst.

Allein für diese Grundidee, könnte man dem Film schon mal eine neutrale Wertung verpassen, die durch das steril wirkende Acting der beiden Bodyparthunters, die sichtbar auf ihren blutigen Job abfahren, noch um einiges zu steigern ist.

Der eine mag das Verhalten der Protagonisten prätentiös nennen, wobei ich es psychologische Gesinnung geboren aus einer dystopisch dekadenten Welt bezeichnen will, in der allein die finanzielle Bonität,wie auch heutzutage die Möglichkeiten begrenzt.

Jude Law scheint meiner Meinung nach gern auch auch mal abseits namhafter Blockbuster zu agieren, denn diese Rolle spiegelt die kapitalistisch angehauchte Version seiner Figur aus eXistenZ doch sehr, und ähnlich ist auch die Filmstruktur, in der diese sich bewegt, nimmt man den virtuellen Aspekt heraus.

Repossession Mambo, so der Roman von Eric Garcia auf dessen  Roman, Matchstick Men, auch schon der Film Tricks von 2003 mit Nicolas Cage basiert, bietet hier nicht nur eine drastisch visuelle Version menschlicher Sucht den Tod oder Krankheiten überwinden zu wollen sondern gleichsam einen sozialkritischen Seitenhieb auf gesellschaftliche Strukturen, in denen der Schein mehr zu zählen scheint als das Menschenleben selbst.

Dieser Schein kann natürlich nur durch Geldmittel aufrecht erhalten werden und daß wiederum ist gleichsam Remy´s Gier und Untergang, denn der beste Organeintreiber der Firma, der hier ebenso brillant von Jude Law dargestellt wird, wie sein Kompagnon Jake von Forest Whitaker - der in seiner introvertiert sarkastischen Art allein schon den Film tragen könnte- , kann seinen Job nicht mal im Privatleben sein laßen. Er nimmt sich sogar Arbeit mit nach Hause, oder hieße es besser entnimmt Arbeit dort?!

Jedenfalls ist dieser letzte Tribut an seine Arbeit, ist dann auch der Tropfen, welcher daß Maß an Geduld und Nachsicht seiner Frau zum überlaufen bringt, warum er indirekt von Saulus zum Paulus wird, nicht ohne vorher noch eine ähnlich gelagerte Offenbarung im Sinne Fehlers beim letzten Auftrag zu bekommen, welcher ihn zwingt die Güter seiner Firma selbst in Anspruch nehmen zu müssen, will er nicht sterben.

Remy ist nun kein Jäger sondern Sammler geworden und versucht, die Organe die er vorher einkassiert hatte nun als Verkäufer an den Mann zu bringen, was nicht nur emotionale, sondern auch finanzielle Mißtände hervorruft.

Man kann sich halbwegs denken welcher Teufelskreis dadurch ausgelöst wird und wer schlussendlich der Jäger von Remy sein wird. Was man sich aber sicherlich nicht denken kann, ist die visuelle Intensität mit der manche Handlungen gezeigt werden, so daß es mich persönlich gleichsam erfreute wie verwunderte, diesen Streifen mit einer FSK 16 ungeschnitten zu Gesicht zu bekommen.

Klar wäre es ein zu maskulines Katz und Maus Spiel, wären nur Law und Whitaker mit von der Partie und so wurde die anmutige Alice Braga (City of God, I am Legend) zum weiblichen Sinnbild für Remy´s Läuterung und Quintessenz seiner moralischen Neuausrichtung bis hin zu dessen neuem Lebensinhalt.

Aber die zu befürchtende „Love-Story“ schmiegt sich wie eine zweite Haut an die gorehaltigen Szenerien, die vor allem durch Whitaker´s Rolle sarkastischem Zynismus tätowiert scheint und belebt sich gerade durch die sinnbildliche Aufopferung zueinander.

Dieser Film bietet für jeden cineastisch angehauchten Filmfan, der auch gern mal zwischen den obligatorischen Genre-Attributen, zwischen den Zeilen zu lesen im Stande ist genug um ein Filmgenuß in jedweder Hinsicht zu sein, besonders weil auch der Schluss innovativer und unvermuteter anmuten läßt als es auf den ersten Blick scheint, was aber nur den Ton des Films unterstreicht, der auch nicht das ist, was man auf den ersten Blick vermuten könnte.

10/10
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Kommentare

08.08.2018 17:03 Uhr - kokoloko
3x
User-Level von kokoloko 9
Erfahrungspunkte von kokoloko 1.191
Sehe ich offensichtlich völlig anders, allein durch die Standard-Dystopie und Grundidee soll der Film bereits 5 Punkte verdienen?
Abseits davon aber verständlich und recht ordentlich formuliert, ein "perfekter" Film sieht zwar wirklich anders aus find ich, aber du schaffst es auf jeden Fall, ihn intelligenter und interessanter wirken zu lassen, als er ist.

08.08.2018 19:00 Uhr - jrtripper
1x
deinem review kann man nichts mehr hinzufügen, es liest sich so, als wenn man ihn gerade schauen würde.
kann deine sichtweise und der punktvergabe nur zustimmen.

ich glaube, ich werde ihn mal eben hervorkramen und anschauen.

08.08.2018 20:41 Uhr - Ghostfacelooker
User-Level von Ghostfacelooker 16
Erfahrungspunkte von Ghostfacelooker 4.582
08.08.2018 17:03 Uhr schrieb kokoloko
Sehe ich offensichtlich völlig anders, allein durch die Standard-Dystopie und Grundidee soll der Film bereits 5 Punkte verdienen?
Abseits davon aber verständlich und recht ordentlich formuliert, ein "perfekter" Film sieht zwar wirklich anders aus find ich, aber du schaffst es auf jeden Fall, ihn intelligenter und interessanter wirken zu lassen, als er ist.


Bezieht sich auf "Die Einhaltung einer Konzernregel überwachen, die besagt, du kannst jedes Körperteil implantiert bekommen, solange du es dir leisten kannst.

Allein für diese Grundidee, könnte man dem Film schon mal eine neutrale Wertung geben."

Heißt für mich das man sich hierbei mehr Gedanken rund um den gesellschaftlichen Kontext gemacht hat, als allein die von dir genannte Standard Dystopie der postnuklearen oder in irgendeiner anderen Art über den Abgrund hinabgestürzte Menschheit zu sprechen.

Und ich mag den Film sehr gern

08.08.2018 20:44 Uhr - Ghostfacelooker
2x
User-Level von Ghostfacelooker 16
Erfahrungspunkte von Ghostfacelooker 4.582
08.08.2018 19:00 Uhr schrieb jrtripper
deinem review kann man nichts mehr hinzufügen, es liest sich so, als wenn man ihn gerade schauen würde.
kann deine sichtweise und der punktvergabe nur zustimmen.

ich glaube, ich werde ihn mal eben hervorkramen und anschauen.


Deine Komplimente sind ebenso zuckerwattig verklebt, wie der Hohn der Fanclubmitglieder scharfzüngig sein kann^^^^^^^^aber deine Kommentare lese ich definitiv lieber. Danke

08.08.2018 21:35 Uhr - jrtripper
08.08.2018 20:44 Uhr schrieb Ghostfacelooker
08.08.2018 19:00 Uhr schrieb jrtripper
deinem review kann man nichts mehr hinzufügen, es liest sich so, als wenn man ihn gerade schauen würde.
kann deine sichtweise und der punktvergabe nur zustimmen.

ich glaube, ich werde ihn mal eben hervorkramen und anschauen.


Deine Komplimente sind ebenso zuckerwattig verklebt, wie der Hohn der Fanclubmitglieder scharfzüngig sein kann^^^^^^^^aber deine Kommentare lese ich definitiv lieber. Danke


das ist eine sehr interessante sichtweise.

bitte schön, immer wieder gerne.



09.08.2018 09:01 Uhr - Knochentrocken
User-Level von Knochentrocken 5
Erfahrungspunkte von Knochentrocken 381
Schon gespenstisch wie oft wir Filme gleich bewerten, würde den Punkten im Review zustimmen und auch für mich ein klarer 10er. Eine super Geschichte, düster mit etwas Witz und vorallem sehr blutig. Dass der damals ne 16er bekam ist schon was.

Der Twist am Ende hat mich auch etwas an Brazil erinnert. ;)

09.08.2018 10:54 Uhr - Stoi
2x
09.08.2018 09:01 Uhr schrieb WeltraumkarateKaktus
Der Twist am Ende hat mich auch etwas an Brazil erinnert. ;)


BRAZIL ist dagegen großartig und um Welten besser.
Der würde bei mir eine 10/10 bekommen, REPO MEN ist da eher ein 6/10-Kandidat.
Da folge ich der Reiz von kokoloko.

09.08.2018 13:53 Uhr - dicker Hund
User-Level von dicker Hund 12
Erfahrungspunkte von dicker Hund 2.426
Der Film bleibt für mich seit dem Debüt von tschaka ein Stück weit interessant. Die Kritiken gehen weit auseinander, mit nachvollziehbaren unterschiedlichen Schwerpunkten. Habe alle drei gerne gelesen.

Wichtiger erscheint mir aber die Zahl 600: Hierfür herzlichen Glückwunsch, geisternder Spitzenreiter!

09.08.2018 14:34 Uhr - Ghostfacelooker
1x
User-Level von Ghostfacelooker 16
Erfahrungspunkte von Ghostfacelooker 4.582
09.08.2018 13:53 Uhr schrieb dicker HundDer Film bleibt für mich seit dem Debüt von tschaka ein Stück weit interessant. Die Kritiken gehen weit auseinander, mit nachvollziehbaren unterschiedlichen Schwerpunkten. Habe alle drei gerne gelesen.

Wichtiger erscheint mir aber die Zahl 600: Hierfür herzlichen Glückwunsch, geisternder Spitzenreiter!


Danke aber auch wenn es eine schöne Zahl ist, so sind ja auch einige Kurzfilmreview usw dabei, die ich persönlich nicht zähle. Bei 1000 fang ich dann auch an Stolz zu werden oder sagen wir bei magischen 1001^^^^

10.08.2018 11:10 Uhr - Lukas
Wie so oft eine gekonnt geschriebene Kritik zu einem Film, der auch mir ziemlich gut gefallen hat, wobei die 10/10 natürlich schon recht hoch gegriffen ist. Ich reihe mich da mittig zwischen dir und Kokoloko ein und vergebe 08/10. :)

11.08.2018 13:35 Uhr - Ghostfacelooker
User-Level von Ghostfacelooker 16
Erfahrungspunkte von Ghostfacelooker 4.582
10.08.2018 11:10 Uhr schrieb LukasWie so oft eine gekonnt geschriebene Kritik zu einem Film, der auch mir ziemlich gut gefallen hat, wobei die 10/10 natürlich schon recht hoch gegriffen ist. Ich reihe mich da mittig zwischen dir und Kokoloko ein und vergebe 08/10. :)


Danke

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