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Meg

Originaltitel: The Meg

Herstellungsland:USA, China (2018)
Standard-Freigabe:FSK 12
Genre:Abenteuer, Action, Horror,
Science-Fiction, Thriller
Bewertung unserer Besucher:
Note: 6,70 (29 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

Ein Tiefsee-Unterwasserfahrzeug, das Teil eines internationalen Meeresbeobachtungsprogrammes ist, wird von einer riesigen, ausgestorben geglaubten Kreatur angegriffen. Nun liegt das Boot manövrierunfähig im tiefsten Graben des Pazifik – und die Crew ist darin gefangen. Als ihm die Zeit davonzulaufen droht, engagiert ein visionärer chinesischer Meeresforscher (Winston Chao) gegen den Willen seiner Tochter Suyin (Li Bingbing) den Taucher Jonas Taylor (Jason Statham), der Experte für Rettungsaktionen in der Tiefsee ist. Er soll die Crew – und das Meer selbst – vor einer unaufhaltsamen Bedrohung retten: einem prähistorischen, über 20 Meter großen Hai, einem Megalodon. Was niemand ahnt: Jahre zuvor war Taylor schon einmal dieser furchterregenden Kreatur begegnet. Jetzt, zusammen mit Suyin, muss er sich seinen Ängsten stellen und sein Leben riskieren, um die eingeschlossenen Menschen zu retten – und dabei noch einmal dem größten und schrecklichsten Raubtier aller Zeiten gegenübertreten. (Warner Bros.)

eine kritik von fat_jack:

Zugegeben, ich bin etwas voreingenommen. Seit ich das erste Mal Meg von Steve Alten gelesen habe, das müsste mitten der Zweitausender gewesen sein, warte ich darauf, dass dieses Monster verfilmt wird. Damals war es schon fast soweit. Jan De Bont sollte Regie führen. Aber es kam anders. Entscheiderwechsel beim Studio, mehrere Skriptentwürfe. Die Rechte gingen zurück zu Alten. Lange Zeit tat sich gar nichts. Bis vor ein paar Jahren Bewegung in die Sache kam. Erst war Eli Roth auf dem Regiestuhl (ob es mit ihm bei PG 13 geblieben wäre?), letztendlich wurde es John Turtletaub, Statham als Titelheld und letzten Donnerstag dann tatsächlich der Kinostart. Kann The Meg den Spruch 'Was lange währt, wird endlich gut' einhalten, oder geht es ins Gegenteil? Keines von beiden so wirklich, aber wenn man weiss, worauf man sich einlässt, wird man bestens unterhalten.

Kommen wir direkt zum Namensgeber des Stoffs, dem Meg (kurz für Megalodon, ein als ausgestorben deklarierter, um die 20 Meter langer Uhrzeithai). Tendenziell finde ich, bekommt der Meg im Film genau die Screentime, die er braucht, ohne dass es zuviel, oder langweilig wird. Dennoch bleibt ein kleines Gefühl, man hätte noch so viel mehr mit dem Hai zeigen und machen können. Der Meg hat natürlich die besten Momente im Film.
Ein paar, soundtechnisch gut untermalte Schreckmomente, und natürlich viele WTF Momente. An dieser Stelle sei erwähnt, es ist ein Film Statham gegen Uhrzeithai. Soll heissen, wer hier auf Realismus und Logik pocht, der wird keinen Gefallen dran finden.

Statham als Titelheld Jonas Taylor ist eine gute Wahl. Im Trailer noch leicht unterfordert wirkend, merkt man davon im fertigen Film nicht mehr viel. Ist der Meg mal nicht zu sehen, weiss Statham den Film zu tragen. Der hat Charisma und Ausstrahlung. Den Tiefseetaucher nimmt man ihm ab.
Der restliche Cast bleibt leider weitestgehend blass und lässt kein Klischee aus. Love interest, Klischeekind, der Schwarze mit dem vorlauten Mundwerk, der Geldsack dem alles gehört, die toughe Emanze, Computernerds. Es ist wirklich alles dabei. Lustigerweise bekommen alle genau soviel Background, dass es gerade noch ausreichend ist, dass einem nicht alle scheissegal sind.

Die Story hält sich sehr entfernt an Altens Buch, aber letztenendes sind alle Gemeinsamkeiten die geblieben sind ein paar Namen, der grobe Handlungsverlauf und der Hai. Wer das Buch kennt und mochte und auf eine 1:1 Verfilmung hofft, der wird maßlos enttäuscht werden. Das sind wohl leider die Kompromisse die man eingehen musste.

Für das viel kritisierte PG13, bzw. die FSK12 gibt es dennoch diverse Schauwerte. Heisst, abgetrennte Gliedmaßen, aber alles noch im Rahmen. Aber mal ehrlich Leute, was erwartet ihr für ein Gekröse von einem Hai, der einen Mensch quasi verschlucken kann? Dass hier nicht wie bei Victor Crowley das Blut sprudelt, sollte klar sein.
Ferner hat der Film tolle Aufnahmen, sowohl unter Wasser, als auch an der Oberfläche. Für seine fast 2 Stunden Laufzeit kommt kaum Langeweile auf, obwohl es doch etwas dauert, bis der Meg auftaucht.

Realismus und Logik werden hier nicht vorbildlich präsentiert. Wenn man sich daran nicht stört, ist alles gut. Wobei manche Sachen fast schon zuviel waren. Da haben wir eine telepathisch begabte Mutter, die umgehend spürt, wenn ihr Kind 10 Meter unter ihr in Gefahr ist. Wir haben einen Hai der oftmals so reagiert, wie es das Drehbuch gerade will. Man erinnere sich an Jurassic Park und den T Rex, dessen Schritte die Erde erbeben lassen, wenn man es braucht, der sich aber auch still wie eine Gazelle anschleichen kann, um im letzten Moment einen Raptor zu fressen und den Tag zu retten. Ähnliche Sachen gibt es hier natürlich auch.

Durch meine Voreingenommenheit und auch durch die Vorahnung, was einen hier erwartet, habe ich mich an den Mankos nicht stören können und wurde so bestens unterhalten. Ich glaube, The Meg wurde so inszeniert, wie man es hätte machen sollen. Viel Tempo und immer mit einem Augenzwinkern. Nicht so ernst wie ein Spielberg, aber immer noch ein Drama im Vergleich zu allem, was aus dem Hause Asylum kommt.
Von mir daher eine klare Empfehlung. Hirn auf Sparflamme und ab geht die wilde Fahrt.
8/10

8/10
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Kommentare

11.08.2018 13:21 Uhr - TheRealAsh
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Das hört sich doch ganz unterhaltsam an. Da ich Jason Statham sehr mag, werde ich mir den auch mal anschauen;-)

11.08.2018 13:41 Uhr - sonyericssohn
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Moderator
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Ja um Gottes Willen !!! Ein Film ab 12 !!! Unfassbar dass man sowas anschaut obwohl kein Blut fließt !!!

Danke für die Kritik, Jack. Der steht auf der To Do Liste ganz weit oben.

11.08.2018 17:13 Uhr - dogsoldier
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Ich freue mich schon sehr auf den Film. Nächstes Wochenende ist es soweit und dank deiner tollen Kritik bin ich umso gespannter!

11.08.2018 20:58 Uhr - UncleBens
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Gute Kritik! ABER: Dem Film fehlt der Biss. Das sagt selbst Jason Statham selber...
https://www.google.de/amp/s/amp.tvspielfilm.de/news-und-specials/meg-laut-jason-statham-fehlt-dem-hai-horror-der-biss,9514478,ApplicationArticle.html

12.08.2018 07:48 Uhr - fat_jacK
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Es ist in der Tat erstaunlich, dass quasi mit dem Release die Stimmen lauter werden, dass man mit dem Endergebnis nicht zufrieden sei.
Im Laufe der letzten Woche lies Turtletaub verlauten, dass viele blutige Tötungssequenzen weichen mussten. Gleichzeitig dämpfte er die Erwartungen auf einen entsprechenden Heimkinorelease, weil dafür niemand das Geld in die Hand nehmen würde. Nun springt Statham auch auf den Zug auf. Was damit erreicht/bezweckt werden soll, bleibt abzuwarten.
Komisch finde ich es hingegen schon, glaube ich doch zu meinen, dass sehr früh klar war, dass der Film ein breites Publikum ansprechen soll.

Wenn aber mit einer zusätzlichen Veröffentlichung noch deutlich mehr Kohle winkt, denke ich schon, dass Studio und Vertreiber dem nicht abgeneigt sind.

12.08.2018 13:50 Uhr - Tom Cody
DB-Helfer
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Sehr gute und (größtenteils) zutreffende Kritik!
Ich denke, ich würde bei dem Streifen bei ungefähr 7 Punkten landen.
Ein recht spaßiger Sommer-Blockbuster der zwar durchgehend unterhält, der aber leider auch unter seinen Möglichkeiten bleibt und sehr viel intensiver und spannender hätte sein können. Er entfernt sich zudem sehr von der Vorlage (das ist halt fast immer das Problem, wenn man vorher das zugrunde liegende Buch gelesen hat) und auch die nicht verwendeten/ nicht gedrehten Szenen, die für ein R-Rating gesorgt hätten, vermisst man ein wenig.
"Meg" hat zwar auch einen gewissen Trash-Faktor, ist aber trotzdem immer noch um Längen besser als so ein unsäglicher und absolut unerträglicher Billig-Rotz wie "Sharknado", "Sharktopus", "Two-Headed Shark Attack", "Supershark" usw.

12.08.2018 18:20 Uhr - Necron
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Sehr wohlwollende Kritik, die die starken Seiten des Films hervorhebt.
Ich war nach dem Kino eher ernüchtert.
Gerade die zwanghafte wie ungeschickte Fusion aus US und China Markt fand ich in dem Film geradezu toxisch. Mit der Brechstange den ganzen Film darunter leiden zu lassen, einfach nur unnötig.
Der Film versucht es am Ende allen recht zu machen und verliert dabei ungemein an Qualität.

Arg durchschnittliche 5/10, wo deutlich mehr drin gewesen wäre.

12.08.2018 20:04 Uhr - Rochus
Wow! Das hier ist die beste Kritik, die ich bisher über den Film gelesen habe.
Der schreckliche Trailer und vor allem das noch schrecklichere Filmposter, bei dem der "Designer" total über das realistische Grössenmass hinausgeschossen ist, halten mich jedoch von einem Kinobesuch ab.

13.08.2018 19:21 Uhr - alraune666
11.08.2018 20:58 Uhr schrieb UncleBens
Gute Kritik! ABER: Dem Film fehlt der Biss. Das sagt selbst Jason Statham selber...
https://www.google.de/amp/s/amp.tvspielfilm.de/news-und-specials/meg-laut-jason-statham-fehlt-dem-hai-horror-der-biss,9514478,ApplicationArticle.html


Hab das jetzt nicht gelesen und TV Spielfilm ist ziemlicher Schmu! In nen Interview sagte Statham kuerzlich ‘ein Hai Movie mit richtig Biss, dass das Zeug zu ner neuen Reihe hat’ ... wenn nicht sei auch nicht schlimm ...

16.08.2018 23:58 Uhr - Crosale1976
Mich konnte der Kinobesuch nicht überzeugen,die ersten 30-40min aus meiner Sicht eher ermüdend, danach kommt schon etwas fahrtwind in das ganze und ebenfalls einige nette Effekte die auch toll ausgesehen haben. Denoch hat mich das ganze nicht richtig packen können.
Für nen gemütlichen Abend sicher okay aber mehr auch nicht.
Die FSK 12 ganz angemessen und völlig legitim muss ja auch nicht immer geschlachte sein.
Und J.Statham geht immer....

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