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dicker Hund
Level 13
XP 2.886
Eintrag: 09.09.2018

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Cradle of Fear

Herstellungsland:Großbritannien (2001)
Standard-Freigabe:FSK keine Jugendfreigabe
Genre:Horror, Splatter

Bewertung unserer Besucher:
Note: 6,56 (18 Stimmen) Details
inhalt:
Die beiden hübschen Girls Mel und Nikki sind heiß auf die Party ihres Lebens. Hier trifft Mel dann auf ihren Traumtypen. Aber dieser kommt direkt aus der Hölle und hinterlässt ihr in dieser Nacht ein dämonisches Geschenk...

Sophie und Emma brauchen dringend Geld. Dass ein Einbruch bei einem alten Mann keine gute Idee war, wird Emma in dem Moment bewusst, als ihre Freundin plötzlich ganz neue, mörderische Seiten offenbart. Nur eine von ihnen wird dieses Haus lebend verlassen...

Nick lebt ein Leben voller Luxus. Doch die Tatsache, dass ihm ein Fuß fehlt, macht ihn verrückt. Um seinen Körper zu komplettieren, schreckt er auch nicht vor Mord zurück. Was überaus böse Folgen hat...

Der Journalist Richard ist auf der Suche nach echtem Snuff. Auf der Internet-Seite THE SICK ROOM wird er mehr als fündig. Doch diese interaktive Website macht ihre User süchtig und Richard gerät fortan in einen Strudel aus purer Gewalt...
eine kritik von dicker hund:

Vor seinem Beitrag zu "Zombie World" und noch vor "Inbred" drehte Alex Chandom den Episodenfilm "Cradle of Fear". Der Titel ist an den Namen der britischen Metal-Band "Cradle of Filth" angelehnt, deren Sänger Dani Filth hier eine unheimliche Rolle im Rahmen der Wrap-Around-Geschichte übernimmt, während die übrigen Mitglieder kleinere Auftritte haben.

Musikalisch ist diese in fünf Abschnitte einschließlich der sie umgebenden Haupthandlung unterteilte Okkultpackung entsprechend sehr schön gelungen. Neben zischenden Lauten zu Elektrogitarren peinigen leises Grollen, kratziges Rauschgeflüster und spöttisches Softpornogedudel das Ohr, wodurch der Score immer den gewünschten Ton trifft. Das würde die Synchro auch gerne tun, hadert dabei aber mit hölzerner Aussprache und fehlendem Gefühl für Timing. Selbst für amateurgebeutelte Vielseher ist das schon eine Herausforderung für die Leidensfähigkeit, die mit dem O-Ton glücklicherweise umgangen werden kann.

Unausweichlich ist dagegen der Gore dosiert, der in allen Einzelerzählungen sein rauhes Zuhause hat und schon im Intro das Latex spannt und die rotte Suppe kochen lässt (Gewalt 8/10). Plakate von diversen Vorbildern aus dem Bereich des phantastischen Films, zum Beispiel von "Zombie", schmücken die einfach gehaltenen, aber ambitioniert eingerichteten Sets. Nur wenn die Fassade der Nervenheilanstalt mit billiger Computeranimation getricktst wird, fällt das - neben wenigen anderen CGI-Ausfällen - unangenehm auf. Ansonsten glänzt das Gesamtbild mit abwechslungsreichen Themen und einigen höchst unverbrauchten Ideen. Sogar der Sex (4/10) ist kurz und knackig, aber ebenfalls freizügig vertreten. Dass man sich nicht nur gruselt, liegt an einigen gezielten Übertreibungen und gelegentlich eingebautem Schabernack (Humor 4/10). Zudem sorgt die Gothik-Szenekleidung für ein stilvoll-sympathisches Ambiente, so dass die Schockwirkung nicht über Standards hinausgeht. Kotzszenen und eklige Essgewohnheiten der teufelsanbeterischen Art erfüllen dennoch ihren Zweck (Horror 5/10).

Wrap-Around

Die Leitstory überzeugt mit dem von David McEwen gespielten, satanistischen Hypnotiseur Kemper, der unter Sicherheitsmaßnahmen vom Kaliber eines Hannibal Lecter in Gefangenschaft ist. Man stelle sich einen ekelhaften Knasti mit langen, dreckigen Fingernägeln und ungepflegtem Haar- einschließlich Bartwuchs vor. Seine Nemesis ist ein engagierter Polizist, der ihm ohne Rücksicht auf kollegiale Diplomatie endlich das Handwerk legen will:

"Ihr seid so nutzlos wie Titten an einem Bullen!"

So kommt es zu einem herrlich splatterigen Finale, das die Teilnote 8 rechtfertigt. Entlang der obigen Inhaltsangabe, die nur die Einzelpassagen umschreibt, seien nunmehr noch Anmerkungen zu jenen ergänzt:

Episode 1

Emily Booth legt hier als Mel einen ziemlich anregenden Striptease zuzüglich angeschlossenem wilden Verkehr mit Dani Filth hin. Später muss sie Dämonenerscheinungen ertragen, was aufgrund von Masken, die teilweise wenig echter als Halloween-Souvenirs aussehen, nicht ganz so rüber kommt, wie es vielleicht soll. Der Abschluss weiß aber mit lesbischen Andeutungen und hervorragender Splatter-Kunst zu gefallen und führt so zu einer 7.

Episode 2 

Der Einbruchsdiebstahl wirkt erst etwas langatmig. Die eine Tussi ermahnt die andere, sie solle leise sein. Man erschreckt sich gegenseitig, was weder lustig, noch originell erscheint und darstellerisch nicht gerade das Gelbe vom Ei ist. Natürlich geht etwas schief, so dass im Nachgang ein Nacktbad und deftige Mordszenen mit der anfänglichen Skepsis versöhnen und dadurch zu einer 6 sowie - aufgrund der annehmbaren Fassade der Damen - zur alles entscheidenden Frage führen:

"Wo ist meine Dose?"

Episode 3

Der Mann leidet vor allem psychisch unter dem Verlust seines linken Unterschenkels, nicht nur seines Fußes. Das führt bei ihm zu Erektionsstörungen, was in einem fehlgehenden Vorspiel mit seiner Flamme unangenehm nahegebracht wird. Höhepunkt dieses Abschnittes ist die Akquise des gewünschten Körperteils, der Rest ist nur irgendwie okay und damit bei 6.

Episode 4

Stuart Laing lässt Richard wirklich wie einen internetsüchtigen Junkie mit perverser Obsession ausschauen, schauspielerisch die womöglich stärkste Leistung. Die Idee eines fatalen Abgrundes von Internetseiten mit so klangvollen Namen wie (bloß erwähnt) "Fötus-Esser", "Von Affen vergewaltigt!" oder (dargeboten) "The Sick Room" ist schön fies und führt dank der kompetenten Umsetzung zu erheblicher Spannung aus dem Hause "der Snuff-Nerd und sein Niedergang". In expliziter Hinsicht wird hier zwar weniger geboten, die Stimmung macht es aber wieder wett. Knappe 8 hierfür.

 

Im Ergebnis kann die "Cradle of Fear" als kleine Filmperle mit 7/10 Punkten anerkannt werden. Mit besseren Effekten und einer würdigen Synchronisation wäre sogar noch mehr drin gewesen. Aber auch so ist das Werk eine schöne Abwechslung aus dem Reich der langen Haare und lauten Riffs. Inzwischen existiert eine Fassung mit FSK-Freigabe für Erwachsene, die nicht mehr geschnitten ist.

 

7/10
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Kommentare

09.09.2018 10:38 Uhr - Nubret
1x
User-Level von Nubret 9
Erfahrungspunkte von Nubret 1.077
Wieder eine wunderbar formulierte Kritik!

Den Film habe ich vor Jahren auf einer qualitativ üblen VHS gesehen und als sehr "saftig" in Erinnerung.

Vielleicht lohnt sich eine Anschaffung tatsächlich.

09.09.2018 11:03 Uhr - leichenwurm
1x
DB-Helfer
User-Level von leichenwurm 5
Erfahrungspunkte von leichenwurm 420
Jau... den mag ich auch recht gern. Auch wenn ich nie wirklich ein Ohr für "Cradle of Filth" übrig hatte (fand die immer eher ein bisschen albern ;-))! Besonders die "Sick Room" Episode ist mir schauderhaft im Gedächtnis geblieben und das von dir auch erwähnte blutspritzende Finale mit dem übertrieben grossen "Metzelmesser" zeigt, dass der Sound von "CoF" dann doch irgendwie gut zum Geschehen passt :-)) ! Klasse Review Dicker Hund!

09.09.2018 12:10 Uhr - dogsoldier
1x
User-Level von dogsoldier 4
Erfahrungspunkte von dogsoldier 287
Top Review zu einem absoluten sehenswerten Film!
Ich bin immer noch etwas erstaunt das der uncut durch die FSK gekommen ist. Nicht das ich was dagegen hätte, aber bei dem was Cradle of Fear so zeigt...

11.09.2018 10:06 Uhr - Mr.Tourette
1x
User-Level von Mr.Tourette 2
Erfahrungspunkte von Mr.Tourette 63
Die Review kommt etwas zu spät, den hätte ich sonst doch für meine Horrorkategorie in der Arbeit bestellt :D. Aber, der kommt schon noch in meine Gasse! :D

Ich war mal vor ca. 20 Jahren bei einem Konzert von "Cradle of Filth", das war tatsächlich ein alberner Spaß. Ein paar ausgewählte Scheibn höre ich immer noch gerne, aber ich glaube, da war die Luft bei der Truppe schnell draußen!

Ansonsten Hündchen, wie immer eine saubere Arbeit!

22.10.2018 16:32 Uhr - Brti
Inzwischen habe ich den Film auch sehen können. Was für nen Mist. Dialoge aus dem Müll, "Story" vollkommnen Banane bis zur absoluten Dämlichkeit. Aber letztlich geht's wohl in so nem Film primär um das möglichst blutige töten von Menschen. Das ist ja auch vollkommen ok, wenn das Drumherum nicht aus jeder Pore schlecht schwitzen wurde

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