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Nubret
Level 7
XP 661
Eintrag: 17.08.2018

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Vampyres - Daughters of Darkness

(Vampyres)
Herstellungsland:Großbritannien (1974)
Genre:Horror, Erotik/Sex
Alternativtitel:Blood Hunger
Daughters of Dracula
Satan's Daughters
Vampyre Orgy

Bewertung unserer Besucher:
Note: 8,50 (2 Stimmen) Details
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von nubret:

Für die meisten Cineasten gilt der Franzose Jean Rollin als ungekrönter König des erotischen Vampirfilms. Werke wie FASCINATION, SHIVER OF THE VAMPIRES oder REQUIEM FOR A VAMPIRE können dabei durchaus als Meilensteine dieser Spielart des modernen, europäisch geprägten Horrorkinos der sechziger und siebziger Jahre betrachtet werden.

Unser Lieblings-Schundfilmer Jess Franco hat sich ebenfalls in diesem Sub-Genre versucht, wobei VAMPYROS LESBOS oder auch ENTFESSELTE BEGIERDE ohne Zweifel zu seinen  besseren Filmen gezählt werden müssen.

Den schönsten Film des Vampir-Sex-Genres hat jedoch Jose Ramon Larraz, ein in England lebender spanischer Regisseur, 1974 abgeliefert. Sein VAMPYRES ist ein äußerst blutiges, vor Erotik fast berstendes Meisterstück des Horrorfilms, ein traumartiger, phantastischer Bilderreigen, der mich vom ersten Moment an in seinen Bann gezogen hat. Neben einer bestechend dichten Atmosphäre überzeugen vor allem die beiden weiblichen Hauptdarstellerinnen Marianne Morris und Anulka Dziubinska, die das lesbische Vampirpärchen verkörpern. Und der Begriff verkörpern ist hier tatsächlich sehr wörtlich zu nehmen. Die zahlreichen, sehr freizügigen Liebesszenen zwischen den beiden sind von atemberaubender Schönheit, wirken dabei jedoch niemals billig oder sleazig. Nein, hier hat Regisseur Larraz sehr viel Wert auf Ästhetik gelegt. Aber auch der Horror kommt in seinem Streifen nicht zu kurz, wobei einige blutige Gewaltausbrüche selbst Splatterfans zu Freudensprüngen hinreißen dürften.

Bevor ich mich jetzt völlig in Superlativen verliere, hier kurz die Handlung:

Einst wurde das lesbische Liebespaar Miriam (Marianne Morris) und Fran (Anulka Dziubinska) von einem eifersüchtigen Vertreter des männlichen Geschlechts erschossen. Seitdem verdingen sie sich als Vampire in einem feudalen Herrenhaus auf dem Land, wo sie dem Sex und ihren vampirischen Neigungen frönen. Zu diesem Zweck locken die beiden schönen Damen vornehmlich männliche Durchreisende in ihr Domizil, die sie dann dort mit Wein und auch Sex verwöhnen.  Danach geht es den Herren natürlich an den Kragen, was meist in blutigen Exzessen endet. Als Miriam jedoch einen der Männer nicht tötet, sondern als eine Art Sklaven hält, und auch noch ein junges Paar in einem Wohnwagen auftaucht, wird die Lage für die beiden Vampirdamen langsam gefährlich..

Im Gegensatz zu Rollin und Franco macht Larraz nicht den Fehler, bei all der knisternden Erotik den Horror aus den Augen zu verlieren. Die Atmosphäre seines Streifens ist durchweg schaurig, größtenteils erinnert sie sogar an die guten alten Hammer-Produktionen. Aber auch für Freunde der harten Gangart wird hier einiges geboten. Die hier gezeigten Gewaltszenen sind äußerst blutig geraten, wirken teilweise sogar fast exzessiv. Dies ist auch ein Punkt, der VAMPYRES von den eher blutarmen Filmen eines Jess Franco oder auch Jean Rollin (mit Ausnahme von THE LIVING DEAD GIRL vielleicht) unterscheidet.

Aber die Hauptattraktion sind eindeutig die beiden wunderschönen Vampir-Ladies Marianne Morris und (Ex-) Playmate Anulka, die ihr Spiel sichtlich genießen und Freunden des erotischen Films die Freudentränen in die Augen treiben. Die restlichen Darsteller sind relativ unbekannt, machen ihre Sache aber ebenfalls ordentlich.

Mit Harry Waxman (THE WICKER MAN/DIE BRÜCKE VON ARNHEIM) war zudem ein echter Könner hinter der Kamera, der einige wundervolle Bilder auf die Leinwand gebannt hat. Egal ob die herbstliche Landschaft, der düstere Keller oder das feudale Herrenhaus, die Atmosphäre, die er hier heraufbeschwört, dürfte jeden Freund des klassischen Horrorfilms begeistern. Wem das Herrenhaus übrigens irgendwie bekannt vorkommt, der liegt nicht falsch: Es handelt sich um Oakley Court, das schon bei mehreren Hammerproduktionen zu sehen war. Und in der ROCKY HORROR PICTURE SHOW. Ebenfalls hitverdächtig ist der schaurige Soundtrack von James Kenelm Clarke (DER BLUTIGE PFAD GOTTES) der sich wunderbar in das positive Gesamtbild einfügt.

Doch wo es so viel Licht gibt, ist natürlich auch etwas Schatten. Beispielweise ist keiner der Charaktere besonders gut ausgearbeitet. Und warum Miriam und Fran nach ihrer Ermordung zu Vampiren wurden, wird wohl auch auf ewig ein Geheimnis bleiben. Zudem könnte man noch bemängeln, daß die ganze Story wenig innovativ ist. Aber das ist Jammern auf hohem Niveau.

VAMPYRES hatte es bei der Zensur natürlich nicht leicht. In der damaligen britischen Kinofassung fehlten ganze sechs Minuten. Selbst die US-DVD von Anchor Bay ist geschnitten. Zu empfehlen ist die US-Blu Ray von Blue Underground, die völlig unzensiert ist, eine schöne Bildqualität und keinen lästigen Regionalcode hat. Auf eine deutschsprachige Auswertung wurde bisweilen leider verzichtet.

Das Remake von 2015 habe ich bisher bewusst gemieden.

Mit VAMPYRES ist Jose Ramon Larraz der beste lesbische Vampirfilm gelungen. Ein fiebertraumartiger, betörend schöner Trip mitten ins Herz der Finsternis. Erotisch, atmosphärisch und extrem blutig. Und die kleinen Mängel in Charakterzeichnung und Story verzeiht man ihm gerne. Ein absolutes Muß für Liebhaber des Horrorfilms fernab des Mainstreams!

 

 

9/10
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Kommentare

17.08.2018 21:43 Uhr - TheRealAsh
1x
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Es ist wieder Freitag und der Nubret sitzt allein daheim und sieht sich Filme mit nackten Tatsachen an;-)

Mit Jean Rollin und Franco hast du natürlich recht und mit Larraz sowieso, ein schöner Klassiker, der eigentlich immer wieder Spaß macht. Ich hab mir ja das Remake auch geholt und finde das auch ganz cool. Ist zwar jetzt nicht das große Budget (war es damals ja auch nicht, aber da war halt noch "mehr" "Film"), doch die blutüberströmten Mädels entsprechen dann doch eher meiner Altersklasse (obige könnten ja meine Mütter sein, hahaha;-p

17.08.2018 22:06 Uhr - Nubret
2x
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In der Tat. Frau Nubret ist im Nachtdienst und ich fröne meinen lasterhaften Hobbies.

Vielleicht geb ich dem Remake doch eine Chance..wobei ich auch reifere Damen zu schätzen weiß.

17.08.2018 23:01 Uhr - Intofilms
2x
Ich wusste gar nicht, dass dieser Film ebenfalls unter "Daughters of Darkness" firmiert. Tatsächlich finde ich Harry Kümels erotischen Vampirfilm gleichen Namens besser als diesen hier. Delphine Seyrig als Blutgräfin ist einfach unwiderstehlich. Und: Ich bin zwar kein fashion victim. Aber ihre Garderobe ist wirklich außerordentlich exquisit, das sticht selbst mir sofort ins Auge... Jedenfalls, allein schon wegen ihr ist das der für mich beste erotische Vampirfilm, den ich bisher gesehen habe. Außerdem habe ich mich unsterblich in seine dekadente Grundstimmung, diese sehr spezielle Form von Apathie, verliebt.
Larraz' "Symptoms" finde ich übrigens ein klein wenig stärker als "Vampyres". Freilich liegt dieser weit über dem Durchschnitt. Tolle Filmauswahl jedenfalls, Nubi!

17.08.2018 23:13 Uhr - Nubret
2x
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Schön von Dir zu hören, werter Into!

Qualitativ ist Kümels "Blut auf den Lippen" natürlich ebenfalls absolut hervorragend. Aber die Damen in "Vampyres" überzeugen mich rein optisch etwas mehr, die Sexszenen sind auch etwas detailfreudiger. Aber das bleibt wohl letztendlich Geschmackssache. "Symptoms" muß ich wohl dringend nachholen..

17.08.2018 23:21 Uhr - Intofilms
2x
Vielleicht ist weniger manchmal wirklich mehr. "Vampyres" mag vordergründig erotischer sein, Kümels Film jedoch ist tief- und abgründig erotisch. Und dieses fast menschenleere Luxushotel in Ostende ist schlicht einer der unheimlichsten Orte, die ich mir vorstellen. Für mich also ein ganz besonderer, einzigartiger Film. ;D

17.08.2018 23:27 Uhr - Nubret
2x
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Hmmh, hmmh, hmmh. Jetzt hast Du mich fast soweit, daß ich den gleich als nächstes in den Player schmeiße..

Lohnt es sich eigentlich, die Bildstörung-Vö anzuschaffen (denke ja schon)? Hab da auch nur die Blue Underground-DVD.

17.08.2018 23:36 Uhr - TheRealAsh
2x
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Blut an den Lippen ist besser, das stimmt und die Bildstörung-VÖ ist gewohnt hochwertig. Symptoms ist natürlich auch besser, bei Gelegenheit nachholen, Review vorhanden;-)

17.08.2018 23:55 Uhr - Intofilms
1x
Stimmt ja, von Ash gibt es bereits eine hervorragende Kritik zu „Symptoms“. Das dürfte eine seiner ersten gewesen sein...
Ich finde die Bildstörung-VÖ auch gelungen, wünsche mir allerdings insgeheim, dass Arrow hier irgendwann eine noch bessere VÖ kredenzen. Selbstverständlich mit ganz viel Kat Ellinger. Davon träume ich.
(Und sorry, weiter oben habe ich ein „kann“ am Satzende vergessen. Smartphone ist schuld.^^)

18.08.2018 00:04 Uhr - Nubret
1x
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Okay, Jungs!

"Vampyres" ist auf jeden Fall exploitativer, "Blut auf den Lippen" eher kunstvoll. Obwohl ich letzteren seit mehreren Jahren nicht gesehen habe, ordne ich Kümels Film eher einer anderen Kategorie zu.

Beide sind jedenfalls bei mir 9-Punkte-Kanditaten (beim Kümel aus der Erinnerung heraus).

Macht auf jeden Fall Spaß, mit Euch zu fachsimpeln.

Und den "Symptoms" hol ich schleunigst nach!

18.08.2018 14:35 Uhr - dicker Hund
1x
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Diese feine Kritik lässt mich gleich hellhörig werden😉

18.08.2018 14:53 Uhr - Nubret
1x
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Für Dich ist der bestimmt was. Auf dieser Seite findet man übrigens auch zwei saftige Schnittberichte als kleinen Vorgeschmack.

20.08.2018 22:58 Uhr - cecil b
1x
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Ich brauche mehr Zeit! Für solche Vorstellungen! Arggg! Nimmt es mir nicht übel, wenn ich nicht so viel lesen kann wie ich lesen will. ;)

Genau mein Ding, denke ich! Thanx! :)
Aber: Auf Rollins Lady Dracula, der sich offensichtlich bei diesem Film hier orientiert ist, lass ich nichts kommen. Den Film liebe ich. :) Und der Herr hat ja auch nicht gerade immer an Kunst und Kunstblut gespart.

21.08.2018 06:14 Uhr - Nubret
User-Level von Nubret 7
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Nichts gegen "Lady Dracula", den mag ich auch .Bei dem stimmt auch die Mischung aus Erotik und Horror..bei einigen anderen Titeln wurde letzterer leider etwas vernachlässigt..

Ich selbst kann auch nicht alles lesen. Freue mich jedenfalls immer über dein Feedback.

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