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dicker Hund
Level 12
XP 2.370
Eintrag: 20.09.2018

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Creepshow - Die unheimlich verrückte Geisterstunde

(Originaltitel: Creepshow)
Herstellungsland:USA (1982)
Standard-Freigabe:FSK 18
Genre:Horror

Bewertung unserer Besucher:
Note: 8,25 (38 Stimmen) Details
inhalt:
Fünf makabre Geschichten, in denen Tote aus ihren Gräbern steigen, ein Meteor für gute Bepflanzung sorgt, Wasserleichen grausame Rache nehmen, eine blutrünstige Bestie in einer Kiste lauert und Kakerlaken eine Millionärswohnung stürmen.
George A. Romeros Homage an die EC-Horror-Comics der 50er Jahre nach einem Drehbuch von Stephen King.
eine kritik von dicker hund:

Der Episodenfilm "Creepshow" von 1987 besteht aus insgesamt fünf Kurzgeschichten, von denen zwei nach der Vorliebe des Regisseurs George A. Romero ("Die Nacht der lebenden Toten") aus dem Zombiesubgenre stammen, zwei weitere als Creatureflicks durchgehen und eine als Sci-Fi bezeichnet werden kann. Im Prolog verbietet ein Vater seinem Sohn die Lektüre eines so genannten "EC-Comics". Diese in den 1950er-Jahren beliebten Hefte standen Pate für das hier besprochene Werk sowie für seine Fotsetzung und die Serie "Geschichten aus der Gruft". Das ist an der durchdachten Inszenierung stets zu merken, denn hübsch bunte Animationen tauchen wiederholt in den Überblendungen auf.

Thematisch sind alle Abschnitte dem Horror (4/10) zuzuordnen, welcher durch die recht zurückhaltend dosierten Schocks jedoch nur ein stilistischer Baustein von vielen ist. Wie ein roter Faden zieht sich die drollige Inszenierung durch die stories, in denen Persönlichkeiten wie Stephen King (zudem Drehbuchautor), Leslie Nielson und Adrienne Barbeau ein stark akzentuiertes Schauspiel ausleben dürfen, das die Schwelle zum overacting gerne einmal überschreitet. Neckisches Dudeln, regelmäßig pointierter Wortwitz und wiederkehrende Situationskomik sorgen für häufig platzierten Humor (6/10). Das nimmt dem Gesamteindruck zwar Härte, sorgt jedoch für Sympathie. Trotzdem steht "Creepshow" immer noch auf dem Index. Ob die Sittenwächter die Einleitung als Apell missverstanden haben, lässt sich nicht verifizieren. Lag es daran, dass keine Erzählung ohne Hart-Alk-konsumierende Erwachsene auskommt? Mit Sex (1/10) und Gewalt (4/10) lässt sich der Eintrag auf der schwarzen Liste jedenfalls nicht ernsthaft begründen, denn von ersterem ist nichts und von letzterem erst gegen Ende in spürbarem, doch immer noch gemäßigtem Umfang etwas zu erblicken. Qualitativ schwanken die Episoden natürlich, erweisen sich jedoch bei genauerem Hinsehen sämtlich als mindestens akzeptabel.

1. Vatertag

Eine schwer unterhaltsame, schrullige Familienfeier findet hier mit freundlicher Unterstützung von Ed Harris statt. Die hier wie durchweg angenehm ambitionierte Synchro lässt die durchgeknallten Charaktere auch in deutscher Sprache glänzen. Farbenfrohe Sets und mit ausgewogenem timing gesetzte Szenenwechsel sorgen für gute Laune, die die minimalistische Härte vergessen lässt. 7/10

2. Mondgestein

Wann sieht man Stephen King schon einmal einen Trottel in Latzhose spielen? Giftgrüner Graswuchs und wunderlich-treudoofe Tagträume sind nett anzuschauen, strapazieren die Geduld der genreaffinen Zuschauer jedoch mit einem etwas zu braven Look. Das ganze hat Charme, so weit das für überwiegend harmlosen Bodyhorror möglich ist. 6/10

3. Weggespült

In Fernsehausstrahlungen gerne einmal unterschlagen, zieht diese Episode nicht nur die gesamte "Creepshow", sondern auch sich selbst ein wenig zu sehr in die Länge. Das dauernde Gespöttel von Richard (Leslie Nielson) wird nach anfänglicher Überzeugungskraft recht fad, ähnlich wie die Umgebungen, die mit einem schmucklosen Strand und einer grauen Wohnung voller angestaubter VHS-Technik vor allem im direkten Vergleich zum bisherigen Drumherum im wahrsten Sinne des Wortes farblos wirken. Die Idee einer Rache an treuloser Frau und Ehestörer gewinnt auch keinen Innovationspreis. Eine Handvoll makaberer Elemente lässt das schwarze Herz aber schmunzeln. 6/10

4. Expeditionen ins Tierreich

Endlich gibt es die guten Effekte von Tom Savini zu bestaunen, der im Ausklang noch einen Cameo als Müllmann hat. Eine Kiste mit einem Breitmaul-Orang-Utan (oder so etwas ähnlichem) und eine gescheiterte Verbindung zwischen Mann und Frau werden erzählerisch geschickt zusammengeführt. Hal Holbroock, Adrienne Barbeau und Fritz Weaver haben sichtlichen Spaß an ihren Rollen, der weitgehend ansteckt. Schade nur, dass nicht alles "Affige" onscreen geschieht und stattdessen viel Kunstblut lediglich für den Wischmob auf dem Boden verteilt wurde, wo es nicht gleichermaßen schaurig wirken kann. 7/10

5. Insektenspray

Im Gegensatz zur Ziffer 3 passt der sterile Raum hier prima zum Plot um einen herrlich zynisch dargestellen Bonzen (top: E. G. Marshall), der sich mit Kakerlaken im übertragenen wie im wörtlichen Sinn herumschlägt. Die EDV sieht natürlich arg antiquiert aus, was dem gewünschten Eindruck von Luxus und Reichtum dezent entgegenwirkt. Viel besser gealtert ist der mit Abstand beste Splattereffekt des Films, der die "Creepshow" so gekonnt abrundet, dass einige Längen im Mittelteil fast in Vergessenheit geraten. 8/10

Spätestens die letzte Episode adelt die "Creepshow" zur kleinen Filmperle (7/10 Punkten). Der Zahn der Zeit hat ein wenig an dieser Anthologie genagt, sie bleibt aber eine beschaulich-schöne Art, sich ein bisschen zu gruseln. Ein unaufdringlicher, verhältnismäßig zahmer Spaß, der in der richtigen Stimmung eine angenehme Atmosphäre schafft. 

7/10
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Kommentare

20.09.2018 12:08 Uhr - Nubret
1x
User-Level von Nubret 7
Erfahrungspunkte von Nubret 778
Sauber!

Den mag ich auch. Ein recht kurzweiliges Vergnügen, das ich mir alle paar Jahre gönne.
Der zweite Teil ist eigentlich auch nicht schlecht, vor allem die Episoden mit dem Floß und dem Anhalter.

20.09.2018 12:55 Uhr - jrtripper
1x
20.09.2018 12:08 Uhr schrieb Nubret
Sauber!

Den mag ich auch. Ein recht kurzweiliges Vergnügen, das ich mir alle paar Jahre gönne.
Der zweite Teil ist eigentlich auch nicht schlecht, vor allem die Episoden mit dem Floß und dem Anhalter.


sehe ich genau so,
vielen dank fürs mitnehmen lady

20.09.2018 23:32 Uhr - Intofilms
1x
Huch, den Eintrag hatte ich irgendwie ganz übersehen. Beide Teile müsste ich dringend auffrischen. An vieles kann ich mich gar nicht mehr so genau erinnern. Aber ich weiß, dass ich die damals sehr gut fand. Das dürfen mit die ersten Anthologie-Filme gewesen sein, die ich sah. Ich glaube, die würden mir auch heute noch immer sehr gut gefallen. - Hervorragende Kritik, dicker Hund! ;D

20.09.2018 23:33 Uhr - Intofilms
2x
Immerhin, ist mir schon länger nicht mehr passiert. Und doch gleich wieder richtig nervig! Vielleicht kann‘s ja jemand löschen. Und dabei wollte ich doch nur ein t in ,dürfen‘ einfügen - doof!

21.09.2018 00:30 Uhr - FlipDeWip
1x
Vielen Dank für die schöne Review eines meiner Lieblings-Episodenfilme 😉 Den schau ich mir jedes Jahr zu Halloween an, Klassiker 😁

21.09.2018 13:07 Uhr - Horace Pinker
1x
User-Level von Horace Pinker 20
Erfahrungspunkte von Horace Pinker 8.427
Schönes und kreativ formuliertes Review zu einem Film den ich bekanntlich auch sehr schätze. Zwar gehen unsere Meinungen, im Hinblick auf die von mir favorisierte 3. Episode recht weit auseinander, ansonsten kann ich mich aber deinen Anführungen zum Großteil anschließen.

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