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Mile 22

Herstellungsland:USA (2018)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Action, Thriller
Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,00 (16 Stimmen) Details
inhalt:
Sie arbeiten außerhalb staatlicher Grenzen, in einer Welt ohne greifbare Gegner. Für die Regierung sind sie „Ghosts“ – unsichtbar erledigen sie alle Jobs, bei denen Diplomatie und militärische Lösungen versagen. Elite-Agent James Silva (Mark Wahlberg) wird in die Botschaft eines südostasiatischen Landes einberufen, um eine gefährlich hohe Menge an verschwundenem radioaktiven Material wiederzubeschaffen, das mehrere Großstädte weltweit auslöschen könnte. Als plötzlich der mysteriöse Spion Li Noor (Iko Uwais) James Silva und seiner Spezialeinheit einen Deal vorschlägt, beginnt ein nervenaufreibender Wettlauf gegen die Zeit. Denn es gibt eine Bedingung für den Geheimnisaustausch: Li Noor will schnellstmöglich außer Landes gebracht werden. Diese Mission entpuppt sich als hochgradig brisant und ruft zahlreiche Gegner auf den Plan, welche den Weg zum Flughafen zur heißen Kampfzone machen. Vor Silva und seinem Team liegen nur 22 Meilen…
eine kritik von knochentrocken:

„Mile 22“ - Sneak Preview


Manchmal kann ein Besuch in der Sneak Preview sehr gut sein und einem ein breites Grinsen im Gesicht hervorlocken. Schlecht ist eine Sneak eigentlich nie, da man immer überrascht wird, somit sind die Filme schon als solide gebranntmarkt. Und hey. Es sind Filme die immer schon sehr früh vor offiziellem Kinostart anlaufen. So wie der hier besprochene Actionfilm „Mile 22“ von Regisseur Peter Berg, mit den beiden Hauptdarstellern Mark Wahlberg („Shooter“, „Pain&Gain“) und Iko Uwais („The Raid (2)“, „Headshot“). Dieser startet nämlich eigentlich erst am 13. September in den deutschen Kinos oder einen Tag vorher in einem Special. 

Ich durfte ihn schon heute sehen (deutsche Sprachausgabe) und was soll man sagen? Ein ziemlich geiler Film! Das Gespann Wahlberg und Berg kennen wir schon länger von den Filmen „Lone Survivor“, „Deepwater Horizon“ und „Boston“. Dieses Gespann festigt sich meiner Ansicht nach immer mehr, war Lone Survivor noch ein ziemlich patriotischer und unrealistischer Kriegsfilm, den ich nicht sonderlich gut finde (obwohl es kein Cgi-Blut gibt, der Film gute Darsteller und schöne Bilder liefert), so haben sich die Zwei mit jedem Film gebessert. Deepwater Horizon war schon besser. Sogar noch etwas kurzweiliger als Lone Survivor. Er ging mehr in die tiefere Ebene und ich nahm den Figuren ihren Schmerz mehr ab als in Lone Survivor. Boston wiederum hat mir dann schon am besten bis dahin gefallen, er war noch ein ticken stärker. Noch dramatischer und auch noch kurzweiliger. 


Am kurzweiligsten, aber undramatatischsten kommt nun Mile 22 daher. Man merkt schon innerhalb der halben Stunde am Anfang, dass man es hier mit einem trockenen Actionfilm (mit einer Prise Polit-Thriller) zu tun hat. Der Film erinnert im Großen und Ganzen an die wunderbaren Zeiten der 80er. Die Russen sind die Bösen, die Amerikaner die Guten. Aber nicht deshalb, sondern viel mehr deswegen, weil der Film wirklich kurzweilig ist (20:00 Beginn - 21:30 Abspann) so wie viele Filme aus den 80ern und keiner der einzigen Figuren Schwäche zeigt. Weder Mann noch Frau. Dramaturgisch gesehen ist der Film, was die Tiefe der Figuren angeht ein Witz.

Wir erhalten Informationen über das Privatleben von Alice (gespiel von Lauren Cohan („The Walking Dead“), was aber weder dem Zuschauer nahegeht noch in irgendeiner Weise juckt. Allerdings bremst das den Film wiederum in keinster Weise aus. Zu Beginn des Filmes erfahren wir ein bisschen was über James (Marky Mark), der, wie in dem Trailer schon angedeutet eine psychische Krankheit hat oder einfach nur eine neurotische Zwangsstörung, da er schnell zu Aggressionen neigt, dennoch hochbegabt und äußerst intelligent ist. Und dass er ein mieses kleines Arschloch ist liegt daran, dass er ein mieses kleines Arschloch ist. Finde ich aber gut. Bisher waren seine Rollen in den drei Bergfilmen immer die selben. Aber alle in Mile 22 sind harte Kämpfer, keiner von ihnen ein Weichling (kennt man aus den 80er Actionfilmen). 


Wenn wir von Kämpfern sprechen, darf Iko Uwais (über den wir bis zum Ende des Filmes nichts erfahren, aber dazu schreibe ich ganz bestimmt nichts) nicht ungenannt bleiben. Hier darf er auch wieder richtig schön austeilen, leider sehr viel weniger als in The Raid (wer hätte es gedacht), aber ihm zuzusehen wie er seine Feinde ausschaltet ist schon sehr hart anzusehen. An sich bietet der Film von Sekunde 1 an Action satt. Nicht übertrieben wie in John Wick oder Rambo, wo ein Mann 100 Bad Guys über den Haufen wirft, sondern schon in einem realistischen Bereich. Und da es eh nicht ein Mann ist, passt das auch. Aber nicht nur Uwais darf austeilen, jeder bekommt sein Stück vom Kuchen ab, durchgängig ist der Film sehr hart und blutig, dass er keine FSK „Keine Jugendfreigabe“ bekommen hat ist schon erstaunlich, bedenkt man die trockenen Auseinandersetzungen seitens der Männer und Frauen (wie auch Ronda Rousey („Expendables 3“) sowie die blutigen und teils saftigen Kopfschüsse und wenn man an einzelne Stellen denkt wie Uwais Kampfszenen... ui. Kleiner Tipp ohne zu spoilern: Autotür! Hatte die FSK wohl einen guten Tag, Deadpool ist dagegen nichts (und das obwohl die Comics viel härter sind). Manchmal ist die Action zwar auch hier stellenweise etwas mit Logiklöchern verletzt (eine Granate explodiert sofort, die selbe Art Granate explodiert im weiteren Verlauf aber später) aber im Gesamteindruck doch ziemlich realistisch. 

Achja John Malkovich („R.E.D. (2)“, „die Legende von Beowulf“) spielt auch mit. Falls es jemanden interessiert. Nein? Ok, seine Rolle ist auch austauschbar. Wollte ihn dennoch nicht unerwähnt lassen.  


Der Film ist roh, düster und bietet sehr harte und zudem sehr gute Action, tolle Schauspieler mit denen man sich zwar nicht identifizieren kann da man so gut wie überhaupt nichts über sie weiss, was nicht immer schlimm ist. Gerade heutzutage fehlen mir die Filme in denen tüchtig eins aufs Maul gegeben wird, ohne dass man gleich in Gefühle ausbrechen muss, geknutscht wird oder ein Teenager sich selbst finden muss. Mit der rasanten, einfachen und kurzweiligen aber trotzdem sehr spannenden Handlung gesellt sich Mile 22 neben „The Equalizer 2“ von Antoine Fuqua, der hier auch super als Regisseur gepasst hätte (ich erinnerte mich stellenweise an „Shooter“), zu meinen Top Actionfilmen der letzten 10 Jahre. Vielleicht erlebt ja das Actionkino der 80er so langsam seine Renaissance (auch im Hinblick dass im echten Leben vieles aus der Zeit wieder Hip wird und im Hinblick auf die ganzen Horrorfilm- und Serien-Hommagen wie „Stranger Things“). Und Mile 22 beweist, dass man auch in der heutigen Zeit mit dem Thema Feminismus respektive Emanzipation dennoch einen sehr geilen Actionfilm machen kann wo die Frau nicht als Schwache dargestellt wird. 


Hiermit also eine Kurzreview und ich hoffe ich habe einigen den Film  schmackhaft oder einigen sogar noch schmackhafter gemacht. Vielleicht schreckt sie aber den einen oder anderen sogar ab?! 

Von meiner Seite aus gibt es, auch wenn mich einige Sachen gestört haben, aber eine klare Empfehlung, vorallem unter Actionfans! Und bevor ich es vergesse, es gibt die ein oder andere Überraschung im Storyverlauf, wird natürlich nicht verraten. Bis zum Kinostart ist noch ein wenig Zeit! 

Sneak Previews können einfach schön sein... 

 

9/10
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Kommentare

29.08.2018 11:26 Uhr - tschaka17
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Muss zugeben, dass mir in der Review ein bisschen der rote Faden fehlt. Daher sehe ich sie eher als Eindruck an, da du ja auch stellenweise auf die Sneak an sich eingehst.

Der Film selbst kommt ja ansonsten sehr schlecht weg, gerade wegen zu wackeliger und schnell geschnittener Action. Dazu steht jetzt in dieser Rezi nichts, ich mach mir sowieso ein eigenes Bild im Kino.

Trotzdem schön deine Rezi zu lesen, da ich mit stumpfer, brutaler Action absolut zufrieden wäre bei Mile 22. Und Berg + Wahlberg war bisher stets ein Erfolg, filmisch gesehen: Lone Survivor ordentlich, Deepwater sowie Boston grandios. Hier jetzt was Einfacheres, läuft.

29.08.2018 11:39 Uhr - Knochentrocken
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Also wackelige Kamera... nope, da muss ich dich leider enttäuschen. Es gibt ein paar zu schnell geschnittene Bilder/hin und her geswitche, aber die Action ist sehr überschaubar!

29.08.2018 13:45 Uhr - Tom Cody
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Interessante Rezension (die mich auch ein wenig beruhigt).

Ich war zunächst überrascht, dass einige meiner Review-Spezis auf Youtube (Chris Stuckmann, Jeremy Jahns, schmoesknow etc.) den Film so schlecht beurteilen.
Ich hatte mir aber (dickköpfig wie ich manchmal bin) vorgenommen, die schlechten Reviews in diesem Fall einfach mal zu ignorieren und mir selber ein Bild zu machen.

Peter Berg und Mark wahlberg sind auf jeden Fall eine tolle Kombination. in 2½ Wochen bin ich dann auch im Kino... :-)

29.08.2018 14:16 Uhr - Knochentrocken
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Man sollte seine Erwartungen auch nicht immer so hoch setzen.
Kann das bei dem Gespann Wahl/Berg aber verstehen.

Das hier ist wirklich ein reiner Actioner ohne Substanz.

29.08.2018 23:03 Uhr - Tom Cody
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29.08.2018 14:16 Uhr schrieb WeltraumkarateKaktus
Man sollte seine Erwartungen auch nicht immer so hoch setzen.
Das hier ist wirklich ein reiner Actioner ohne Substanz.

Muss auch mal sein. Als substanzlosen Actionthriller, der völlig gefloppt ist, mochte ich sogar...(*erschrockenes Atemanhalten*)…"Ballistic"!

30.08.2018 10:57 Uhr - tschaka17
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29.08.2018 14:16 Uhr schrieb WeltraumkarateKaktus
reiner Actioner ohne Substanz.

Besser kann man die Erwartungshaltung nicht einstellen :D Dann sollte ich mich im Kino wohl ganz gut unterhalten fühlen. American Assassin war ähnlich gelagert und auch der ging für mich vollkommen klar. Bin schon gespannt auf die Autotür *hehe*

30.08.2018 12:57 Uhr - Knochentrocken
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Genau so wie American Assassins ist der Film. Pure Schläge ins Gesicht. Kurz und knackig, aber weder lang, noch -weilig.

Wobei AA aber wenigstens noch die Dramaturgie des Helden hatte.


03.09.2018 10:37 Uhr - alraune666
Ne Kurzrezension ist es nicht wirklich und ein roter Faden haette wirklich nicht geschadet. Ich danke trotzdem!

Zu Wahlbergs Charakter ... eine neurotische Zwangsstoerung ist eine psychische Erkrankung ... das jemand nen bisschen Probleme mit der Impulskontrolle hat und zu Aggressionen neigt oder ne psychische Erkrankung hat hat rein gar nichts mit der Intelligenz zu tun ... liesst sich nen bisschen so als ob Menschen die daran leiden eher zu niedrigerer Intelligenz neigen, denke mal ungeschickt ausgedrueckt ... den Abschnitt ueber seine psychische Gesundheit haett ich weggelassen da er so nicht nachvollziehbar ist ... was allerdings stimmt ... in der Psychiatrie stehen wir schon oft vor der Frage ... psychische Erkrankung oder einfach nur Arschloch ... oft trifft letzteres zu, was wir jedoch so nicht 'diagnostizieren' koennen :)

Bin sehr gespannt, Wahlberg geht immer! Und Lone Survivor war sehr gut, Boston und Deepwater brilliant. Auch wenn Action ohne Substanz rausgekommen sein sollte ... Substanz wird bei guten Actionfilmen ueberschaetzt ... wie die Story' bei Pornos!

Jedenfalls Pflichtprogramm!

15.09.2018 11:55 Uhr - Ghostfacelooker
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blutig, saftig scheint deine neue Lieblingsanalogie menschlicher Flüssigkeiten zu sein?!
Meine Meinung zum Review ist die gleiche wie beim Predator Upgrade

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