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Dissection78
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Eintrag: 08.04.2013

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Das Geisterschiff der schwimmenden Leichen

(Originaltitel: buque Maldito, El)
Herstellungsland:Spanien (1974)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Horror
Alternativtitel:Das Geisterschiff der reitenden Leichen
Die Geschichte der reitenden Leichen 2
Reitenden Leichen 3
The Blind Dead 3
The Ghost Galleon
Ghost Ships of the Blind Dead
Ship of Zombies
Horror of the Zombies
Zombie Flesh Eater
La noche del buque maldito
Le monde des morts-vivants
To ploio me ta zombi
La nave maledetta

Bewertung unserer Besucher:
Note: 5,81 (22 Stimmen) Details
inhalt:
Eine Bootsbaufirma plant eine geschickte Werbeaktion: Sie setzen ihre neuste Erfindung auf dem Meer aus, um diese dann Medienwirksam retten zu lassen. Doch der Plan geht nicht auf. Ein scheinbar verlassenes Geisterschiff stoppt in einer Nebelbank die Bootsbesatzung. Die beiden jungen Frauen müssen von ihren Schiff auf das alte Boot flüchten. Doch dies stellt sich als tödlicher Fehler heraus, denn die untoten Templer warten dort bereits auf frisches Blut...
eine kritik von dissection78:
Eine Bootsbaufirma plant eine geschickte Werbeaktion: Sie setzen ihre neuste Erfindung auf dem Meer aus, um diese dann Medienwirksam retten zu lassen. Doch der Plan geht nicht auf. Ein scheinbar verlassenes Geisterschiff stoppt in einer Nebelbank die Bootsbesatzung. Die beiden jungen Frauen müssen von ihren Schiff auf das alte Boot flüchten. Doch dies stellt sich als tödlicher Fehler heraus, denn die untoten Templer warten dort bereits auf frisches Blut... (Quelle: Laser Paradise)

Regisseur Amando de Ossorio (alias Amando de Ossorio Rodríguez) begann seine berufliche Karriere Ende der 30er-/Anfang der 40er-Jahre als Journalist, dann wirkte er als Drehbuchautor und Regieassistent an Dokumentarfilmen mit. In den 50ern drehte er Kurz-, Industrie-, Dokumentar- und Experimentalfilme. Den ersten Spielfilm inszenierte er 1956 - ein dramatisches Kammerspiel mit nur einem Schauspieler, der sich mit der Todesstrafe auseinandersetzt. Danach kamen Abenteuerfilme und Western bis er 1968 seinen ersten Horrorstreifen filmte - das Vampirdrama "Malenka".
Die größten Erfolge feierte er in den 70ern mit seinen vier Werken um die reitenden Leichen:
"Die Nacht der reitenden Leichen" ("La Noche del terror ciego", 1971), "Die Rückkehr der reitenden Leichen" ("El Ataque de los muertos sin ojos", 1973), "Das Geisterschiff der schwimmenden Leichen" ("El Buque Maldito", 1974) und "Das Blutgericht der reitenden Leichen" ("La Noche De Las Gaviotas", 1975).
Interessanterweise nutzt Ossorio als Grundlage für seine Schauergeschichten fast dieselben Theorien (und Anklagepunkte) wie die katholische Kirche, indem er die Templer als Sünder, Ketzer und Teufelsanbeter darstellt.

"Das Geisterschiff der schwimmenden Leichen" ist also der dritte Teil der Reihe. Er feierte seine Weltpremiere am 28. Juni 1974 in Deutschland (!) und ist in meinen Augen der schwächste Beitrag zur Serie.
Mit "Die Nacht der reitenden Leichen" konnte ich persönlich noch sehr viel anfangen. Das war ein atmosphärischer Gruselfilm mit der absolut grandiosen Filmmusik von Antón García Abril. Die Dialoge und die Darsteller waren zwar auf Schmierentheater-Niveau, doch inszenatorisch und trashtechnisch konnte Ossorio noch einiges herausreißen. Dies gelang ihm in vorliegendem Machwerk nicht mehr. Die Stimmung ist zwar nach wie vor schön unheimlich, doch leider stellt sich kaum Spannung ein. Außerdem wirken manche Außenaufnahmen des Geisterschiffs - und jetzt werde ich vielleicht etwas bösartig -, als sei ein aus Holz geschnitztes Spielzeugboot in 'ner Badewanne gefilmt worden.
Die Dramaturgie, die gesamte Inszenierung und die Schauspieler sind einfach nur schwach. Der Regisseur hat bloß die Konzepte der ersten beiden Filme zusammengemischt und die daraus entstandene Story auf ein Schiff verlegt. Das ist nicht besonders originell.

Trotz etwas erhöhter Goreeffekte ist "Das Geisterschiff der schwimmenden Leichen" recht öde. Die Schauspieler - u.a. Schund-Spezi und Jess-Franco-Freund Jack Taylor sowie Maria Perschy (einigen Leuten vielleicht aus Kolportagethriller-Reihen der 60er wie "Kommissar X" und "Dr. Fu Man Chu" bekannt) - machen einen relativ gleichgültigen Eindruck. Von einer großartigen Charakterzeichnung kann man hier natürlich auch nicht sprechen. Davon ist man Lichtjahre entfernt.
Schnitt und Kameraführung sind teilweise recht schlampig ausgeführt (der Schnitt war bereits im ersten Teil neben den Dialogen mein Hauptproblem). Die Musik ist jedoch nach wie vor herausragend. In Kombination mit den Toneffekten in den Szenen, die auf dem nebelverhangenen Schiff spielen, entfaltet sich eine stimmungsvolle Szenerie, die den gesamten Film 'nen Punkt positiver gestalten.

Indes, die Indizierung sowie die Beschlagnahme und Einziehung ist ein noch größerer Witz als der Film selbst.
Eine sehr aufschlussreiche Bemerkung von "Gaylord" auf der ofdb möchte ich nicht vorenthalten:

"Die VPS-Fassung von "Geisterschiff der schwimmenden Leichen" war ursprünglich ungekürzt.
Mitte der Achtziger geriet der Film ins Visier der Staatsanwaltschaft und man stellte VPS in Aussicht, die drohende Beschlagnahme durch eine Rückrufaktion an die Videotheken und Austausch gegen die geschnittene Fassung abzuwenden.
Ich arbeitete damals in einer Videothek, und als uns das entsprechende Schreiben von VPS erreichte, in dem wir um Rückgabe der Altauflage gebeten wurden, habe ich es vorgezogen, mir die Kassette "für den Eigenbedarf" zu sichern. Ein paar Monate später passierte übrigens genau das gleiche mit der VPS-Fassung von "Syndikat des Grauens".
Die gekürzte Neufassung entspricht somit eigentlich den juristischen Anforderungen. Allerdings wurde im Nachhinein vom Gericht behauptet, die Austauschaktion sei nicht fristgerecht und nicht gründlich genug erfolgt, und es wurden unterschiedslos alle VPS-Fassungen beschlagnahmt und eingezogen.
Da anscheinend außer mir niemand hier je die alte Auflage besessen hat, scheinen Rückruf und Vernichtung durch VPS aber doch gründlich gelungen zu sein, gründlicher zumindest als bei anderen Videos, bei denen der Staat selbst die Einziehung übernahm und sie nicht an den Hersteller delegierte.
Auf dem Cover steht "ab 16 Jahre""

Für etwaige Jugendschutz-Junkies, die sich für juristische Bürokratie und Aktenzeichen interessieren:

"Das Geisterschiff der schwimmenden Leichen"
Video Programm Servive GmbH, München
indiziert: BAnz. vom 07.03.1984; AG München, Beschlagnahmebeschluss vom 26.01.1987,
Az.: 443 Gs 8/87 465 b Js 173061/86
AG München, Einziehungsbeschluss vom 24.03.1988, Az.: 443 Cs 465 b Js 173061/86
Eine weitere VHS-Fassung (von "Astro") wurde unter dem Titel "Die Geschichte der reitenden Leichen 2" im Jahr 2000 vom AG Tiergarten beschlagnahmt.

Alternativtitel: "The Blind Dead 3", "Das Geisterschiff der reitenden Leichen", "Die Geschichte der reitenden Leichen 2", "The Ghost Galleon", "Ghost Ships of the Blind Dead", "Horror of the Evil Dead", "Horror of the Zombies", "Die reitenden Leichen 3", "Ship of Zombies", "Zombie Flesh Eater".

Fazit:
Der schwächste Teil der kultig-trashigen Reihe. Leider ziemlich öde und schwach inszeniert, hat jedoch einige hübsch-stimmungsvolle Szenen zu bieten, die das Gesamtwerk trotzdem nicht über den unteren Durchschnitt heben können.

PS: Am Beispiel des vorliegenden Streifens ist im Nachhinein das überzogene Vorgehen bundesdeutscher Justiz gegenüber Medien ersichtlich, die angeblich "gewaltverherrlichend" sind.
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