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Der blutige Pfad Gottes - Missionare des Todes

Originaltitel: The Boondock Saints

Herstellungsland:Kanada, USA (1999)
Standard-Freigabe:FSK keine Jugendfreigabe
Genre:Action, Thriller
Alternativtitel:Boondocks Saints - Giustizia finale, The
Elegidos, Los
Mission des dieux
Bewertung unserer Besucher:
Note: 9,00 (178 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

In einem von Iren geprägten Stadtviertel South Bostons setzen sich die zwei Brüder Connor und Murphy MacManus gegen einige Schläger der Russen-Mafia zur Wehr, die ausgerechnet am St. Patrick's Day den Lieblings-Pub der beiden ebenso trinkfesten wie tiefgläubigen Katholiken schließen wollen. Am Tag darauf suchen zwei verletzte Russen Connor und Murphy in deren Wohnung auf, um sich für die am Vortag erlittene Tracht Prügel zu rächen und die Brüder umzubringen. Dabei werden die Russen jedoch getötet, und die Gebrüder MacManus sind plötzlich für die Presse und die Öffentlichkeit die Heilige ihres Bezirks. Dadurch bestärkt, und zusätzlich noch durch eine nächtliche Vision animiert, fühlt sich das Duo dazu berufen, das gesamte organisierte Verbrechen der Stadt zu bekämpfen und liquidieren sämtliche Mafiabosse Bostons. Nach dem zweiten Mordanschlag auf den russischen Mafia-Boss Yuri Petrova schließt sich Rocco, der Laufbursche der italienischen Mafia, den beiden Brüdern an und fortan führen sie gemeinsam Mordaktionen auch gegen die italienische Mafia durch. Der homosexuelle FBI-Agent Paul Smecker durchschaut, aufgrund eines durch ein Projektil abgerissenen Fingers von Rocco, den Selbstjustiz-Kreuzzug der „Missionare des Todes“. Ihm kommt die Arbeit der Brüder allerdings nicht ungelegen, und so nehmen die polizeilichen Untersuchungen und die Morde ihren Lauf... ()

Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von will-lee:

Mit "Der blutige Pfad Gottes" liefert uns Troy Duffy ein Filmdebüt, dass es in sich hat. Der Film ist originell, wartet mit zwei sympathischen Hauptcharakteren auf und überzeugt durch seinen Erzählstil in Form von Rückblenden.

Mit Norman Reedus (vielen heute wohl eher ein Begriff als Daryl aus "The Walking Dead") und Sean Patrick Flanery sind die beiden Brüder, die der Bostoner Unterwelt das Fürchten lehren, perfekt besetzt. Es gelingt beiden, die Sympathien des Zuschauers zu binden und ihn auf ihre Seite zu ziehen. Ihr Sidekick Rocco ist ebenfalls gut besetzt, auch wenn die Rolle manchmal eher durch Dummheit nervt. Dafür kann der Darsteller aber nichts. Mit Willem Dafoe wurde auch ein, zunächst Gegenspieler, später Verbündeter gefunden, der darstellerisch sowieso über jeden Zweifel erhaben ist. Er spielt den arroganten, bis in die Haarspitzen von sich selbst überzeugten FBI-Agent perfekt. Seine Unterstützer in Form von Detectives der Polizei, sind leider nicht mehr als Stichwortgeber und bleiben blass. Der obligatorische Gangsterboss, verkörpert durch Carlo Rota, spielt ebenfalls souverän, kann der klischeebehafteten Rolle aber keine neuen Aspekte hinzufügen. Zu guter Letzt muss noch Billy Conolly genannt werden, der in seiner Rolle als Profikiller ebenfalls überzeugt.

Neben den Schauspielern liegt die Stärke des Films vor allem in der Inszenierung des Stoffes, die dafür sorgt, dass die, im Grunde banale, Geschichte um Selbstjustiz nicht langweilig wird. Die Shootouts sind mit vielen Zeitlupen sehr virtuos inszeniert und wenn Agent Smecker (Willem Dafoe) und sein Team an den Tatorten nachvollziehen was geschehen ist und parallel zu sehen ist, was wirklich geschah, ist das höchst unterhaltsam und sorgt auch für das ein oder andere Schmunzeln beim Zuschauer. Auch z.B. die Szene in der Rocco die Katze erledigt sorgt für eine willkommene humoristische Auflockerung des Geschehens.

In einigen wenigen Szenen übertreibt es Duffy dann aber auch etwas. Als Agent Smecker als Frau verkleidet das Mafiaanwesen infiltriert wirkt das fast schon Slapstickartig, da man auf hundert Meter sieht, dass es sich um einen Mann handelt. Auch sind die Gangster nur sehr eindimensinal dargestellt, wenn sie überhaupt zu Höherem als Kanonenfutter auserkoren sind. Dies sorgt zwar für mehr Sympathien bei den Helden und ist förderlich für das Rachemotiv, verwehrt dem Film aber auch höhere Wertungssphären.

Die Musik ist hervorragend gewhählt und besticht durch irische Folkklänge die sich mit Klassik in den Analyseszen abwechseln und diesen dadurch noch mehr Virtuosität verleihen.

"Der blutige Pfad Gottes" ist ein hervorragender Film, den man gesehen haben sollte und dem nur ein paar kleine Kritikpunkte die Höchstnote verwehren.

9/10
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Kommentare

04.09.2018 00:31 Uhr - Ghostfacelooker
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Mein Review über den Film war zur damaligen Zeit auch sehr kurz, jedoch sollte man den Film weitaus mehr würdigen

04.09.2018 08:38 Uhr - (sic)ness_666
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Auch wenn es nur kleine Kritikpunkte sind - deiner Aussage nach. Kann ich keinen, der von dir genannten Punkte, nachempfinden/unterschreiben. Auch wenn der Film bei dir mit 9/10 wegkommt und somit ja super abschneidet, kann ich als jemand der dem Film die 10/10 attestiert, deiner ziemlich knapp gehaltenen Rezension so gut wie gar nicht beipflichten. Das fällt ja schon unter Kunst. ^^


PS: Es sei noch erwähnt, dass der Mann "Dafoe" und nicht "Davoe" heißt ;)

04.09.2018 13:03 Uhr - Lukas
1x
Mir war er insgesamt etwas zu überdreht und durchgeknallt, aber gut unterhalten hat er trotzdem allemal; bei mir gäbe es 8/10.
Review ist (angenehm) kurz und knapp, wobei ein kleines bisschen mehr zum Inhalt wahrscheinlich nicht geschadet hätte; die thematisierten Aspekte sind für mich durchaus nachvollziehbar.

04.09.2018 13:22 Uhr - NoCutsPlease
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Auch ich gehöre zu denen, die den Film nicht perfekt, aber immer noch verdammt gut und sehr unterhaltsam finden. Dementsprechend stimme ich der Wertung zu.
Bei solch einem Titel, der schon zigfach rauf und runter rezensiert wurde, ist es ohnehin schwierig, eine Besprechung zu verfassen, die auf breite Zustimmung trifft. Wobei ich noch nicht ganz durchschaut habe, nach welchen Kriterien du die Länge deiner Texte wählst. Während "Es" recht umfangreich ausgefallen ist, ist "The Villainess" ja eher ein Kommentar geworden.

04.09.2018 14:04 Uhr - JasonXtreme
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Höhere Wertungssphären bleiben versagt... naja VIEL mehr geht ja auch schwer^^ ansonsten liest es sich nicht übel, aber hat mehr Kommentarcharakter als Rezicharakter. Ich schreibe auch meist eher kurz gehalten, aber bei Dir fehlt irgendwie mehr Zusammenhalt zwischen den Sätzen - zumindest geht es MIR beim Lesen so.

04.09.2018 16:02 Uhr - will-lee
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Liegt vieeleicht an den Filmen. Mit "ES" verbinde ich viel mehr. Hinzu kommt dass ich im Moment wenig Zeit habe, die mir leider nur kurze Reviews erlaubt. Und wie sagt man: Schreibe nicht für ein Publikum, sondern für dich :)

04.09.2018 17:21 Uhr - JasonXtreme
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Bei Romanen mag das stimmen, Rezis für mich selbst brauch ich keine schreiben, ich weiß ja was ich über den Film denke ;) aber zu einem gewissen Teil schreibt man klar für sich.

08.09.2018 10:16 Uhr - ItGrows
Einer der 100 Filme, die man gesehen haben sollte.

(Auf meiner Liste :) )

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