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dicker Hund
Level 12
XP 2.370
Eintrag: 07.10.2018

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Dämonen

(Originaltitel: Demoni 2)
Herstellungsland:Italien (1986)
Genre:Horror, Splatter
Alternativtitel:Demons 2
Dance of the Demons 2
Dario Argento's Demons 2
Demoni 2: L'incubo ritorna
Demons 2: The Nightmare Is Back
Demons 2 - The Nightmare Returns

Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,42 (55 Stimmen) Details
inhalt:
Eine Gruppe Jugendlicher feiert zur nächtlicher Stunde in einem Apartmenthochhaus eine Geburtstagsparty für die missgelaunte Sally. Das Geburtstagskind ist mit ihrem Äußeren unzufrieden, beschließt daher den Feierlichkeiten fernzubleiben und verschanzt sich stattdessen in einem kleinen Zimmer. Zeitgleich sieht Sally, wie auch andere Mieter des Hochhauses, im Fernsehen einen Film über die Herrschaft der Dämonen. Als auf der Mattscheibe eine vierköpfige, unbeholfene Gruppe junger Leute einen grausamen Dämonen zum Leben erweckt und dafür selbst mit dem Tod bestraft wird, wird eine überlieferte Prophezeiung Realität, die besagt, dass eine Verwandlung in blutrünstige Dämonen bevorstehe. Parallel zu den Geschehnissen auf dem Bildschirm schafft es das wiedererweckte Monstrum in die reale Welt. Sein erstes Opfer wird Sally, die sich als Infizierte, dem körperlichen Verfall ausgesetzt, ebenfalls in einen Dämon verwandelt und auf der Suche nach Beute ihre anwesende Geburtstagsgesellschaft überfällt und dezimiert. Ihre Opfer verwandeln sich innerhalb kürzester Zeit ebenfalls in blutgierige Kreaturen. Die so entstandene Dämonenschar giert nach Menschenfleisch und bedroht fortan die Bewohner und Besucher des Hochhauses...
eine kritik von dicker hund:

Viel Zeit hat sich Lamberto Bava nicht gelassen, bis er seine Fortsetzung zu "Demoni" drehte. Gleich im Folgejahr servierte er der trashaffinen Fangemeinde eine aufgewärmte Brühe aus bekannten Versatzstücken: So wird ein weitläufiges Gebäude zum Zentrum von Dämonenattacken, was Barrikadenbau und Bobby Rhodes als kampfbereiten Wortführer (hier der Fitnesstrainer Hank) zur Folge hat, während eine Gruppe Rüpel im Auto zum Schauplatz des Geschehens unterwegs ist. Nicht zuletzt kommt dem Kenner die Genese der infernalen Seuche mit Sicherheit vertraut vor, wobei der Film im Film dafür mit einem außerordentlich schön fotografierten lost place aufwartet. Ohnehin ist wieder einmal die Kamera-Arbeit eine ganz wesentliche Größe, die mit Licht und Schatten spielt, ohne schwindelerregende Perspektiven von Treppenhäusern und Abseilaktionen außer Acht zu lassen. Nicht zuletzt verwöhnen angenehme Aufnahmen der Hamburger Binnenalster das Auge.

Ganz in der Tradition des Vorgängers sind es also performative Elemente, die Interesse am Gezeigten auslösen. Von ganz besonderer Bedeutung sind dabei die Verwandlungsvorgänge der Infizierten in die untoten Kreaturen. Die Mutationen wurden aufwendig modelliert und überzeugen mit schäbigen Details wie ausfallenden Zähnen und hervortretenden Adern (Horror 5/10). Als Entschuldigung für die Sparflamme, auf welche der Splatter gestellt wurde, ist das jedoch unzureichend. In diesem Subgenre haben Offscreen-Kills und unspektakulär frameweise eingeblendete Kunstblut-Tröpfeleien nichts verloren, auch wenn ein Mindestmaß an Härte nicht zu leugnen ist (Gewalt 4/10). Schauspielerisch bringt Coralina Cataldi-Tassoni als Sally ihr ganzes Charisma ein, wobei sie mit ihren 15 Jahren noch nicht viel gegen die hysterische Zeichnung ihrer Rolle unternehmen kann. Sie qualifizierte sich hier für eine ganze Reihe späterer Schauerproduktionen, von denen "Evil Clutch", "Terror in der Oper" und "Mother of Tears" einmal besonders hervorgehoben seien. Weitere Einzelheiten zur Besetzung können bei Interesse im Review des Kollegen Dissection nachgelesen werden. Weniger entscheidend als die Namen der Darsteller ist aber ihr Overacting, das besonders in der deutschen Synchro mit unerträglich kreischenden Stimmen unterlegt wurde. Dadurch werden die beliebig wirkenden, hölzernen Charaktere ohne jede Spur von Tiefgang natürlich nicht bedeutsamer.

Sehr bedeutsam fühlt sich dagegen der Score von Simon Boswell an, der mit atmosphärischen Klängen dafür sorgt, dass sich das längst gelüftete Mysterium der okkulten Auferstehung  immer noch geheimnisvoll anfühlt. Dazu gesellen sich Schmankerl wie "Panic" von "The Smiths" und andere mit Gespür für Szenenrhytmus gewählte Tracks. Doch nicht alle technischen Aufgaben wurden einwandfrei erfüllt: Die teuflische "Gremlins"-Gummipuppe sieht viel zu putzig nach Kinderspielzeug aus, als dass sie das Entsetzen rechtfertigen könnte, das beim Anblick in ihre Kontrahenten fährt. So kaputt wie das Solarium, das ein Minimum an nackter Haut verantwortet (Sex 2/10), sind solche Niedlichkeiten dank der durch sie kreierten unfreiwilligen Komik (Humor 3/10) dann aber doch nicht.   

Wenig überraschend hat "Dance of the Demons 2" (Alternativtitel) durchaus etwas zu bieten, kommt aber an den ersten Teil nicht so recht heran (5/10 Punkten). Die Teilnahme der elfjährigen Asia Argento in einer Nebenrolle mag für manche bereits Anreiz genug sein, sich dennoch zu interessieren. Der Flair der 80er Jahre mit versierter Kamera-Arbeit, stimmungsvoller Musik und prätentiösen Verwandlungseffekten hat definitiv etwas für sich. Doch dafür muss man austauschbare Figuren-Attrappen, grottiges Schauspiel und obendrein vollkommen unzureichend dosierte Goreszenen ertragen. Dass der Film trotz seiner äußerst sachte eingesetzten Härte bis 2013 indiziert war, noch dazu in einer gekürzten Fassung, ist einer der traurigen Höhepunkte der Zensurwillkür aus dem finsteren Zeitalter der Hexenjagd auf den vermeintlich bösen Videokassetten-Markt. Obendrein führt der alte deutsche Titel "Dämonen" mangels Kennzeichnung des Films als Fortsetzung übel in die Irre.

5/10
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Kommentare

07.10.2018 11:51 Uhr - TheRealAsh
2x
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Erfahrungspunkte von TheRealAsh 1.075
Das ist einfach wieder viel zu gut geschrieben, als dass ich dir böse sein könnte. Und mit gut geschrieben meine ich richtig gut geschrieben, deine Sätze sind top geschliffen, ich finde da hast du seit einiger Zeit nochmal einen gehörigen Sprung gemacht.

Diesmaliger Lieblingssatz: "Nicht zuletzt verwöhnen angenehme Aufnahmen der Hamburger Binnenalster das Auge."

So wahr;-)

07.10.2018 13:17 Uhr - Fulgento
1x
Gute Rezi.
Ich würd einen oder maximal 2 Punkte mehr vergeben.
Irgendwie machter schon Spass... auch, wenn der Erste doch ungeschlagen bleibt.

Die Sally geht mir fürchterlich auf n Zeiger. Und was soll das wieder mit den 4 Punks?
Wie im ersten Teil bringen die die Handlung nicht im entferntesten weiter!

Aber im Endeffekt doch ne gut anschaubare Fortsetzung. Wenn auch nicht mehr so splattrig wie das Original.

07.10.2018 16:35 Uhr - Punisher77
2x
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Wie beim Vorgänger auch hier ein gelungenes Review. Die Fortsetzung hat mir auch nicht mehr so gut gefallen wie das Original.

07.10.2018 17:41 Uhr - Intofilms
2x
Eigentlich wollte ich schweigen und schmollen. 5 Punkte - so ein Affront. ‚Na und’, sagte ich mir dann, ‚ist doch auch gut möglich... wir leben in einer Demokratie!‘ Meine Punktwertung habe ich dir ja bereits genannt. Ich habe einfach eine Schwäche für diese beiden Italos, die haben mir so den Kopf verdreht, ich kann da wirklich nichts machen... Ich finde diesen hier, den Hochhaus-„Dämonen“, allerdings auch (etwas) schwächer als den Vorgänger, den Kino-„Dämonen“. - Strenges Urteil, wunderbar geschrieben, alles schick! ;D

07.10.2018 21:21 Uhr - dicker Hund
1x
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@Ash
Wegen meiner Stummelbeine schaffe ich nur kleine Hopser, aber danke!

@Fulgento
Anschaubar finde ich den auch. Nur eben nicht wirklich gut.

@Punisher
Und dann gibt sich die Fortsetzung im deutschen Titel auch noch als Original aus;-)

@Intofilms
In einer Diktatur wären die 5/10 vielleicht nur freie Gedanken. Mehr gäbe es aber trotzdem nicht. Allerdings finde ich den staatlichen Umgang mit beiden Teilen unter Demokratiegesichtspunkten grenzwertig.

16.10.2018 18:22 Uhr - Insanity667
1x
DB-Helfer
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Gut gebellt, Moppel!

Also mir hat der nun auch nicht so gefallen, wie der Vorgänger... aber verstehe nicht, wieso sich so viele an Sally stören! Die ist doch noch das Highlight an dem ganzen Murks! Da gibt es schlimmere Faktoren, die das Teil auf der Wertungsskala nach unten ziehen... :)

Von mir eine solide 6/10 für Sally, die fetzige Mucke und die vereinzelt ziemlich gut geratenen Effekte!

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