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dicker Hund
Level 12
XP 2.303
Eintrag: 11.10.2018

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Dard Divorce

Herstellungsland:USA, Deutschland (2007)
Standard-Freigabe:SPIO/JK geprüft: strafrechtlich unbedenklich
Genre:Splatter, Thriller

Bewertung unserer Besucher:
Note: 5,63 (91 Stimmen) Details
inhalt:
Nathalie lebt nach der Trennung von ihrem Mann Tim abseits der Stadt mit ihren beiden Kindern. Tim möchte die Kinder nochmal sehen, bevor der Sorgerechtsstreit in die letzte Instanz geht, bei dem er das Besuchsrecht verlieren könnte. Nathalie sieht diesem Treffen mit Argwohn entgegen, doch fügt sich seinem Wunsch. Doch als Tim seine Familie erreicht, bringt er das absolute Grauen mit. In der einsamen, weitläufigen Umgebung ihres Hauses muss Nathalie brutal um das Leben ihrer Kinder kämpfen - und um ihr eigenes…
eine kritik von dicker hund:

Bei "Dard Divorce" handelt es sich um Olaf Ittenbachs zehnten Film, den er zwischen den beiden "Familienradgebern" gedreht hat. Formal haben wir es mit einem Thriller zu tun, doch wem der Name des Regisseurs etwas sagt, der weiß, dass diese Einstufung im Grunde keine Rolle spielt. Genauso beliebig erscheint der Umstand, dass es hier einen deutschen Film zu besprechen gilt, denn aus nicht näher ersichtlichen Gründen spielt die Handlung in den USA. Erkennbar ist das allerdings nur in einer nebensächlichen Außenaufnahme, soweit nicht gerade die mit bestenfalls routinierter Kamera erfassten Settings durch eine große Ami-Flagge individualisiert werden; und durch sonst nichts, outen sie sich ansonsten doch als austauschbare 08/15-Räumlichkeiten.

Die Grundidee mit der eskalierenden Scheidung hat dank des thematischen Pulverfasses "langjähriger Sorgerechtsstreit" gewiss eine Menge Potential. Das lässt sich in der Story trotz einiger Twists indes nicht so recht wiederfinden. Allen voran ist Hauptdarstellerin Martina Ittenbach mit der Abbildung der zermürbenden emotionalen Situation ihrer Nathalie Stein hoffnungslos überfordert. Und ohne jede Fortentwicklung werden auch die für Ittenbachstreifen typischen, obersimplen Dialoge dem komplexen Sujet nicht gerecht. Da heißt es "Aufatmen!", wenn nach 24 Minuten endlich der erste Blutstoß geführt wird. Danach gibt es immer wieder Härten zu bestaunen, die in konstanter Regelmäßigkeit tricktechnische Höhenflüge des Splatters generieren (Gewalt 8/10). Einzelne Folterungen und Drohkulissen funktionieren durch ihre sadistischen Züge auf einer basalen Ebene des Horrors (6/10), wobei insbesondere ein Monolog der Figur Daniel (Daryl Jackson) sogar durch rein verbale Ausführungen einen Überraschungsbesuch des Grauens erschafft. Im Übrigen geht es holprig über die Dramaturgie-Piste:

"Woher wissen Sie so genau, was passiert ist?"

Mit einer professionellen Umsetzung würde der Zuschauer der mysteriös gemeinten Auflösung vermutlich entgegenfiebern. Hier erzielen die einfach strukturierten Zeilen mit ihrer unmotivierten Betonung aber nicht auf Dauer den gewünschten Effekt. Es ist der Score, der in einzelnen Momenten für Atmosphäre sorgt, in denen das Drehbuch und seine klobige Umsetzung sonst kläglich versagen würden. An einer Stelle serviert er sogar heitere Töne zu brutalen Taten, was eher sick als lustig und doch gewissermaßen erfrischend wirkt (Humor 1/10). Ähnlich krude sieht die auf wenige Frames beschränkte Sexszene (3/10) auf einer öffentlichen Toilette sowie der kurze Sleaze mit einer bewusstlosen Frau aus, nämlich eher schäbig denn erotisch, was im Genre ja nicht von vornherein verkehrt sein muss. Ansonsten bleibt es bei einer Menge Eindrücken der eindeutigen Kategorie "gewollt und nicht gekonnt". Erwähnung finden sollte da insbesondere die obskure Traumsequenz, die mit tölpelhaften Überblendungen jeden Ansatz von düsterer Spannung im Keim erstickt.

Im Grunde wissen die meisten, worauf sie sich bei einem Ittenbacher Spritzprodukt einlassen: toller Gore, dummer Rest. Gemessen daran geht "Dard Divorce" als sogar schon solide durch (5/10 Punkten). Hier ein Hauch von kreativem Storyansatz, dort ein einzelner, in Erinnerung bleibender Schauer ohne Latex und Gekröse, an weiteren Stellen noch stimmungsvolle Musik: Es sind nur punktuelle Schlaglichter, die durch den finsteren Sumpf der Inkompetenz strahlen, doch sie sind hier fraglos vorhanden. Das hebt dieses "Gorebauernfest plus" ein bisschen von anderen "Gorebauernfesten minus" ab. Man hüte sich indes vor der geschnittenen JK-Fassung, die obendrein noch indiziert werden musste.

5/10
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Kommentare

11.10.2018 08:57 Uhr - sonyericssohn
1x
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Nö !
Als ich den das erste Mal sah, hab ich mich schwarz geärgert ! So ein dämlicher Rotz ! Da fing Olaf schon an, an seinem Abstieg zu basteln. Ein echter Drecksfilm für mich !
Mehr als 3 Punkte mit Augen zudrücken is da ned drin.

Gut verfasst !

11.10.2018 21:22 Uhr - dogsoldier
1x
User-Level von dogsoldier 3
Erfahrungspunkte von dogsoldier 163
Jo, bin hier ganz bei dir. Ich hatte ursprünglich auch mal eine Review zu dem Film angedacht aber dann wieder verworfen.
Deine Rezi sagt alles, was zu Dard Divorce gesagt werden muß!

Schöne Lektüre mal wieder 👍

11.10.2018 22:28 Uhr - DriesVanHegen
1x
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War mein erster und bis dato auch letzter Ittenbach.
Effekte und Gewalt sind tatsächlich wunderbar abartig, aber der Versuch um das Gekröse etwas ernsthaftes zu zimmern, scheitert schon im ersten Moment an der durch und durch gelangweilt wirkenden Martina - Dialoge und Schauspiel lassen einen hier schon fast zwanghaft die Vorspultaste malträtieren.

12.10.2018 09:47 Uhr - (sic)ness_666
1x
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Erfahrungspunkte von (sic)ness_666 177
Kann mich da DriesVanHegen anschließen. Dard Divorce war für mich dann aber auch der letzte noch ertragbare Ittenbach. No Reason hatte dann später endgültig den Deckel draufgeschlagen. Würde DD auch nicht mehr als 4/10 geben. Konnte ihn dazumal aber aushalten was aber am Dosenbier und meiner Laune lag.

Und seit jeher beschleicht mich auch das Gefühl, das Itti das Wort "Dard" bestimmt irgendwo im Privaten aufgeschnappt hat. Sich dann gedacht hat: "Das weiß bestimmt so schnell keiner was das heißt. Verarbeite ich in meinem nächsten Film." *Hände reib*

Dieser "Twist" (wenn man es überhaupt ansatzweise so nennen mag) um das Wort, ist nämlich so aufgesetzt wie auch völlig sinnlos. Was das Ganze für mich noch etwas alberner wirken ließ.

12.10.2018 19:14 Uhr - NoCutsPlease
1x
DB-Helfer
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Ich fand den ganz zweckdienlich und würde sogar 6/10 Scheidungen springen lassen.
Bei Ittenbach weiß man ja von Anfang an, dass die Story bestenfalls ein selbstzweckhaftes Fragment ist. Die Sprache des Reviews ist jedenfalls kunstvoller als es die Werke des Splatterbayern jemals sein werden.

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