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Ghostfacelooker
Level 16
XP 4.462
Eintrag: 07.10.2018

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Ich. Darf. Nicht. Schlafen.

(Originaltitel: Before I Go to Sleep)
Herstellungsland:Großbritannien, USA (2014)
Standard-Freigabe:FSK 12
Genre:Drama, Thriller, Mystery

Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,60 (5 Stimmen) Details
inhalt:
Christine Lucas (Nicole Kidman) leidet an psychogener Amnesie, die durch einen traumatischen Unfall ausgelöst wurde. Jeden Morgen erwacht sie und denkt sie ist eine alleinstehende Single-Frau Mitte zwanzig, doch in Wirklichkeit ist sie verheiratet und vierzig Jahre alt. Jeden Tag muss ihr Ehemann Ben (Colin Firth) ihr erklären, wer er ist und ihr von ihrem gemeinsamen Leben erzählen. Und jede Nacht verschwindet das Wissen des Tages wieder. Eines Tages bekommt Christine einen Anruf des Neuropsychologen Dr. Nash (Mark Strong), der ihr versichert, dass sie bereits längere Zeit zusammen arbeiten, allerdings ohne Bens Wissen. Von Dr. Nash erfährt sie, dass sie keinen gewöhnlichen Unfall hatte, sondern nach einem brutalen Angriff für tot gehalten und zurück gelassen wurde. Hinter dem Rücken ihres Mannes beginnt Christine ein Videotagebuch zu führen, um ihre Erinnerungen Stück für Stück zusammen zu tragen und über den Schlaf zu retten. Ganz langsam fügt sich ein Puzzleteil zum nächsten und Christine muss erkennen, dass die Wahrheit weitaus gefährlicher ist, als sie sich jemals hätte vorstellen können ...
eine kritik von ghostfacelooker:

Wir erinnern uns alle kurz an Adam Sandler und Drew Barrymore in 50 erste Dates und dessen Ende, ja, bei dem Er Ihr ein Tape gemacht hat, daß ihre Amnesie wieder soweit „vorspult“, daß ihr Gehirn, ihr nun nicht einzureden sucht, es sei immer der selbe Tag.

Selbes Prinzip erleben wir mit Mrs. Kidman, die hier die, die ewig geistig 26 jährige spielt, da ihr Gehirn mit dem titelgebenden Konträrverhalten des Einschlafens alles, was sie am gleichen Tag erlebt hat auf null setzt.

Ja, dem geneigten Zuseher, könnten ebenso Parallelen zu Memento und dessen Protagonisten einfallen. Zumindest würde das Grundschema und Verständnis der Story mit diesen Vergleichen verständlich und nachvollziehbar, wobei es nicht viel Hirn braucht um diesem simplen Plot halbwegs folgen zu wollen, vorausgesetzt man kann mit der Hauptdarstellerin leben, die mal wieder eine ihrer, ihr eigenen frigid angehauchten Frauen spielt, zu der man als man überhaupt keine Sympathie aufbauen will.

Entweder daß, oder ich sehe in Mrs. Kidman einfach eine androgyn wirkende „Möchtegernemanze“, die mit ihrem Mimikspiel zwischen schamhafter Errötung und trotzender Entschlußkraft einer Pubertierenden, immer wieder den selben Typus Frau zu spielen scheint.

Vergleichen wir hierzu eine Halle Barry oder eine Gwyneth Paltrow, verdienen beide daß Prädikat Schauspielerin, im Gegensatz zur Protagonistin dieses Films, aber sei´s drum.

Doch aus Steve Watson´s Romanvorlage, die ich zugegebener Maßen nicht kenne, ist doch noch ein passabel, unterhaltsamer Thriller geworden, was eventuell mehr an den beiden Hauptdarstellern, Collin Firth und Mark Strong liegen mag und obwohl ich Strong mit Vorliebe in schurkischen Rollen sehe, finde ich, daß er hier gemessen an der effektiven Screenzeit des Films, diese doch mit einer gewissen Leidenschaft zu füllen weiß, die seiner Figur, die des Neuropsychologen, Dr. Nasch, eine sympathische Seite und Zugänglichkeit für den Zuschauer bietet.

Diese Balance, die Strong mit seiner Figur aufbringt, trägt quasi die Unzugänglichkeit an Mitgefühl zu Christine, alias Nicole Kidman und man ( oder nur ich ), betrachtet sie durch die mitfühlenden Augen des Doktors und akzeptiert somit ihr Verhalten und sperriges Gebaren, bei dem man auch zeitweise versucht ist, in den Fernseher brüllen zu wollen oder kopfschüttelnd sich selbst fragend ertappt, warum die nun so dämlich sein mag, nicht etwas anderes aufnehmen zu wollen.

Achso ja, ich schweifte gedanklich ob der Aversion zu Kidman, die nicht so tief gründet, wie die zu Melissa McCarthy, ab und vergaß zu erwähnen, daß der gute Doc, der Rothaarigen ein digitales Aufnahmegerät gegeben hat, an daß er sie jeden Tag telefonisch erinnert und auf dem sie Tagebuch ähnlich ihre Erlebnisse festhalten soll, um ihre kognitiven Fähigkeiten zu stimulieren und so eventuelle Erinnerungen hervor zu rufen.

Was uns zur unglücklichsten Person des Films bringt – Adam San...ähm nein Colin Firth, der jeden Tag herzensgut aufs neue damit beginnt, seiner verstörten Frau aufs Neue, die Bilder an der Wand und die Vergangenheit zu erläutern. Firth ist in seiner Hingabe diese Bürde zu tragen und dann noch zusätzlich die Launen und Macken der Umnachteten zu ertragen schon fast zu bewundern.

Die zeitweise dargebotene Abgeklärtheit glaubt man seiner Mimik ebenso wie die emotional tragischen Gefühlsschwankungen, wenn Christine Fakten aus ihrem Leben zu begreifen scheint, oder sich an Freunde oder Familienmitglieder zu erinnern beginnt. Auch kann man ein gewisses Verständnis dafür aufbringen, warum ihr Mann Geheimnisse vor ihr hat.

Was man aber, wie ich schon angesprochen habe, meist kaum verstehen kann, ist Christine selbst, die jeden Tag eine andere Emotion, ein anderes Vorgehen und Gebaren an den Tag legt, was natürlich dem Konzept der Handlung dienlich ist und auch logische Konsequenz eines Menschen mit diesem Leiden sein kann, es jedoch nervend sein kann, diesen emotionalen Schwankungen einer Person folgen zu wollen, die es nicht vermag auch nur den Ansatz an Sympathie zu erarbeiten.

Ich erinnere mich noch an Eyes Wild Shut oder In einem fremden Land, bei denen man in beiden Filmen zumindest noch halbwegs mit ihr den Weg der Figur die sie darin spielte mitfühlen wollte. Irgendwo zwischen Unterwegs nach Cold Mountain, der Trennung von Cruise und Meine erfundene Frau, muß ich jede Sympathie aufgebraucht haben.

Doch Kidman schafft es die Handlung trotz aller, eventuell persönlich empfundener Diskrepanzen im Film, insofern spannend zu halten, da man auch immer mehr Widersprüchlichkeiten der in ihr Leben involvierten Personen zu tage fördert, einschließlich die von Dr. Nasch und so bleibt man aufmerksam, da man ein noch verborgenes Lügengeflecht erahnt, auch wenn man dessen Tragweite noch nicht gänzlich begreift.

Dies spitzt sich in einem überraschenden und persönlich unerwarteten Finale zu, daß sogar ob der Brutalität gegenüber Christine, welche sich in einigen Dialogen und Flashbacks schon angedeutet hatte, dann doch zu Mitgefühl ihrer Person gegenüber führt.

Mir bleibt nach diesem Film nur die Ironie des Satzes anzumerken, mit dem man Leuten einen erholsamen Schlaf und süße Träume wünscht. 7 von 10 Sandmännchen.

7/10
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Kommentare

07.10.2018 12:08 Uhr - Lukas
1x
Nicole Kidman ihre schauspielerischen Qualitäten abzusprechen ist zwar etwas gewagt, aber ansonsten gehe ich mit der 7/10 konform. Ich habe das Buch zwar auch nicht gelesen, aber man hätte aus der Thematik doch deutlich mehr rausholen können.

07.10.2018 12:59 Uhr - Ghostfacelooker
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07.10.2018 12:08 Uhr schrieb LukasNicole Kidman ihre schauspielerischen Qualitäten abzusprechen ist zwar etwas gewagt, aber ansonsten gehe ich mit der 7/10 konform. Ich habe das Buch zwar auch nicht gelesen, aber man hätte aus der Thematik doch deutlich mehr rausholen können.


Kann man jemandem etwas absprechen, was er vermeintlich zu haben glaubt, nur weil sie ein zwei, höchstens fünf wirklich erfolgreiche Filme hatte?

07.10.2018 14:30 Uhr - Lukas
4x
Ein, zwei, höchstens fünf erfolgreiche Filme?! Ach komm... die Frau hat allein vier Oscarnominierungen (davon ein Mal gewonnen) und zwölf Golden Globe Nominierungen (davon vier Mal gewonnen). Auch wenn diese Preise nicht immer das absolute Qualitätskriterium sind, sind sie mind. ein guter Indikator und Leute, die im Grunde nicht wirklich was drauf haben, haben sicher nicht so eine Historie vorzuweisen.

07.10.2018 15:40 Uhr - Ghostfacelooker
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07.10.2018 14:30 Uhr schrieb LukasEin, zwei, höchstens fünf erfolgreiche Filme?! Ach komm... die Frau hat allein vier Oscarnominierungen (davon ein Mal gewonnen) und zwölf Golden Globe Nominierungen (davon vier Mal gewonnen). Auch wenn diese Preise nicht immer das absolute Qualitätskriterium sind, sind sie mind. ein guter Indikator und Leute, die im Grunde nicht wirklich was drauf haben, haben sicher nicht so eine Historie vorzuweisen.


Ich schrieb ja daß mir ihre Filme bis zu einem gewissen Zeitpunkt gefielen. Nominierungen, die nur Nominierungen blieben, denn gewonnen hat sie den nur für The Hours, welcher auch nicht grade begeistert, hin oder her.

Oscars und Golden Globe bei manchen Filmen kann ich sowieso nicht als Non plus Ultra werten- siehe Moonlight, Revenant usw. Während gute Schauspieler und Filme bis heute auf eine dieser "Auszeichnungen" warten.

Sie war mal jemand der versuchte aus Kim Basingers Schatten zu steigen, was ihr nie gelang

09.10.2018 11:00 Uhr - Kaiser Soze
DB-Helfer
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Ohoh Ghost, was hast du denn hier abgeliefert?
An für sich ist dein Review, zumindest die zweite Hälfte wirklich interessant geschrieben und gelungen (!), aber generell fasst du es selbst passend zusammen

Doch Kidman (...) trotz aller, (...) persönlich empfundener Diskrepanzen (...)


Das fasst es gut zusammen, weshalb ich die erste Hälfte des Reviews auch unpassend finde. Ich stimme Lukas zu, Frau Kidman ist eine wirklich gute Schauspielerin, auch bzw besonders in diesem Film. Wenn du Sie als Darstellerin persönlich nicht magst und Sie dich daher nicht überzeugt / überzeugen kann, ist dies natürlich absolut nachvollziehbar, Antipathie ist extrem wirkungsvoll, aber keine schauspielerische Qualität :/ tut mir leid, empfinde ich als unpassend.

Die Idee des Films, die Spannung, die Machart, das Zwischenmenschliche, die Verwirrung des Zuschauers "es ist bestimmt so und so... achso, ne doch nicht... oder doch?... achne..." ist wirklich geschickt eingefädelt, nicht nur der doppelte Mike. Dass die täglichen emotionalen Änderungen auch mit neuen Erkenntnissen und wiederkehrenden Erinnerungen zusammen hängen, wohingegen die Anfangsszene (Aufwachen) wie ein roter Faden beibehalten wird, müsste klar sein?!

Nichtsdestotrotz, erste Hälfte zu Kidmanlastig und wir werden uns bei Ihren Qualitäten wohl nicht einig, zweite Hälfte gut!
Ich fand den Film aber auch wesentlich besser als du - ist halt genau ein Filmgeschmack :)


09.10.2018 14:47 Uhr - Ghostfacelooker
User-Level von Ghostfacelooker 16
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09.10.2018 11:00 Uhr schrieb Kaiser SozeOhoh Ghost, was hast du denn hier abgeliefert?
An für sich ist dein Review, zumindest die zweite Hälfte wirklich interessant geschrieben und gelungen (!), aber generell fasst du es selbst passend zusammen

Doch Kidman (...) trotz aller, (...) persönlich empfundener Diskrepanzen (...)


Das fasst es gut zusammen, weshalb ich die erste Hälfte des Reviews auch unpassend finde. Ich stimme Lukas zu, Frau Kidman ist eine wirklich gute Schauspielerin, auch bzw besonders in diesem Film. Wenn du Sie als Darstellerin persönlich nicht magst und Sie dich daher nicht überzeugt / überzeugen kann, ist dies natürlich absolut nachvollziehbar, Antipathie ist extrem wirkungsvoll, aber keine schauspielerische Qualität :/ tut mir leid, empfinde ich als unpassend.

Die Idee des Films, die Spannung, die Machart, das Zwischenmenschliche, die Verwirrung des Zuschauers "es ist bestimmt so und so... achso, ne doch nicht... oder doch?... achne..." ist wirklich geschickt eingefädelt, nicht nur der doppelte Mike. Dass die täglichen emotionalen Änderungen auch mit neuen Erkenntnissen und wiederkehrenden Erinnerungen zusammen hängen, wohingegen die Anfangsszene (Aufwachen) wie ein roter Faden beibehalten wird, müsste klar sein?!

Nichtsdestotrotz, erste Hälfte zu Kidmanlastig und wir werden uns bei Ihren Qualitäten wohl nicht einig, zweite Hälfte gut!
Ich fand den Film aber auch wesentlich besser als du - ist halt genau ein Filmgeschmack :)



Danke dir. Emotionales Sichten, emotionales Schreiben. Und da ich nicht aus meiner Haut kann, begründe ich es zumindest dementsprechend. Sie war für mich mal eine die wirklich eine namhafte Größe hätte werden können, mag sein, daß sie es für manche ist.
Da Sie nun mal hier Hauptdarstellerin ist, ist der "Kidmanlastige" Teil wie du es schreibst, notwendig und ich finde insgesamt fair gehalten.

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