SCHNITTBERICHTE | # | A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z
Titel suchen:
Red Dead Redemption · Uncut Westernfeeling für PS4 und Xbox One · ab 67,99 € bei gameware Just Cause 4 · für PS4, Xbox One und PC · ab 64,99 € bei gameware
Ghostfacelooker
Level 16
XP 4.343
Eintrag: 07.10.2018

Amazon.de

  • Flashback - Mörderische Ferien
  • Blu-ray Directors Cut
Blu-ray
10,99 €
DVD
9,99 €
  • Vampire gegen Herakles
  • Mario Bava-Collection #6
  • 29,99 €
  • The Fog - Nebel des Grauens
  • 4K UHD/BD Steelbook
4K UHD/BD Steelbook
28,99 €
Blu-ray
12,99 €
DVD
10,99 €
amazon video
prime €
  • Spill - Tödlicher Virus
  • Limitiertes Blu-ray/DVD Mediabook
Cover A
38,98 €
Cover B
38,98 €
Cover C
38,98 €

Wolfsnächte

(Originaltitel: Hold the Dark)
Herstellungsland:USA (2018)
Genre:Thriller

Bewertung unserer Besucher:
Note: 6,40 (5 Stimmen) Details
inhalt:
Ein Wolfsexperte wird in ein entlegenes Dorf in Alaska bestellt, wo ein kleiner Junge von Wölfen getötet wurde. Dort erwartet ihn ein erschütterndes Geheimnis.
eine kritik von ghostfacelooker:

Melancholie, könnte diesen Film definieren, wenn er wenigstens eine halbwegs passabel düstere Handlung aufweisen würde, doch was man im Endeffekt zu sehen bekommt, ist eine pseudointellektuelle Mär, vom bösen Wolf.

In Green Room hatte Jeremy Saulnier schon bewiesen, daß es ihm kaum interessiert, ob die Zuschauer, seinen filmischen Gedankengängen folgen wollen. Er setzte seine Vision einer verkappten hinterwäldlerischen Nazigang, schonungslos stoisch und emotionslos um und garnierte die meines Erachtens lückenhaft schlechte Grundhandlung darin mit einem hohen Blutzoll um die klaffenden Logiklöcher damit zu füllen.

Auch hier bleibt er, der ehemalige Kameramann einer Konstanten seines Filmschaffens treu, nämlich eine unlogische Geschichte zu erzählen, die er anders als bei Green Room, diesmal mit ausdruckslosen sterilen Bildern der Kälte und der Einsamkeit schmückt und in der seine Protagonisten, selbige Attribute beim Zuschauer zu hinterlassen scheinen.

Der ebenfalls, auf dem mir unbekanntem Roman basierende Film, dessen Vorlage von William Giraldi geschrieben, und den Saulnier mit Alexander Skarsgård, Riley Keough und Jeffrey Wright in den drei Hauptrollen besetzte erzeugt in mehrfacher Hinsicht mehr Fragen als Antworten zur Geschichte um Vernon Sloane und Medora Sloane.

Obwohl er mit einer sehr spannenden Anfangsgeschichte beginnt, in der Medora Sloane, ihren Jungen in den eisigen Weiten Alaskas an die Wölfe verloren hat, und den Wolfsexperten Core (Wright) um Hilfe bittet, die Wölfe zu verfolgen, respektive zu erlegen.

Doch es kommt anders als Core und vor allem der Zuschauer glauben will, aber bevor man den vermeintlich roten Faden verliert, wird noch Vernon Sloane, als im Krieg befindlicher Ehemann vorgestellt, der seine ganz eigene Moralvorstellung von Auge um Auge zu haben scheint und der auch zum Tod eine eigenwillige Sichtweise führt.

Während man die Wandelbarkeit der Schauspielerin Keough hier im Film als lethargisch und subtil schizoid bezeichnen kann und diese sich stark von ihren bisherigen Rollen aus Mad Max Fury Road, It Comes at Nigh oder Logan Lucky unterscheidet, ist Skarsgård in der Rolle ihres Ehmanns ebenso emotionslos und kalt wie die Umgebung in der er wohnt und in dessen Bildern der Film erzählt wird. Eine Leistung der Schauspieler die zwar lobenswert ist, aber den Film deshalb kaum spannender gestaltet.

Wrights Rolle, ist gleichsam unausgewogen und im Charakterzug eigenbrötlerisch gehalten, und da er, abgesehen von den beiden anderen und vereinzelten Nebendarstellern, deren Geschichte durchaus interessanter gewesen aber auf die man ebenso wenig eingeht, wie auf den eigentlichen Kern der Geschichte, trägt er in der Rolle von Russell Core zu anhaltender Terebravisse bei.

Den Film als lyrisch gewalttätige Verschmelzung eines Outdoor Survival Thrillers a la Jack London zu bezeichnen viele mir ebenso schwer wie in ein intelligentes und anstrengend cineastisches Kinowerk zu nennen, wie es in Internetforen zu lesen ist

Für mich ist er ein unausgegorenes Gedankenspiel indianischer und inuitischer Mythologie, verpackt in einem spannungslosen Thrillerversuch, der durch seine Protagonisten und die fehlende Logik darin auch noch unnötig in die Länge gezogen wird. Der vorhandene Blutgehalt einiger Schußwechsel scheint auch hier Saulniers manipulativer Versuch zu sein, von angesprochenen Schwächen abzulenken.

Der Schluß, den man sehnlichst herbeisehnt, um nicht nur den Film zu beenden, sondern ihn wenigstens aufgeschlüßelt zu wissen, oder aber eine brauchbare Erklärung für den in die Dialoge vermischten Mystizismus zu bekommen, ignoriert diese Wünsche vollkommen und ist somit die Krone der zweistündigen Zeitverschwendung, die ich aufgrund einiger Versuche eine spannende Geschichte erzählen zu wollen und der Figur Cheeon, deren Hintergrund, Handlung und Verhältnis zu Vernon wirklich mystisch zu bezeichnen ist, mit gutgemeinten 3 Reißzähnen bedenke.

3/10
mehr reviews vom gleichen autor
Fan
Ghostfacelooker
4/10
Accident
Ghostfacelooker
8/10
Apostle
Ghostfacelooker
4/10
Ich.
Ghostfacelooker
7/10
die neuesten reviews
Fan
Ghostfacelooker
4/10
Accident
Ghostfacelooker
8/10
Powerman
gorgiday
10/10
In
kokoloko
3/10
Texaner,
Punisher77
10/10
Sheila
Nubret
10/10
It
sonyericssohn
4/10

Kommentare

07.10.2018 09:30 Uhr - Knochentrocken
1x
User-Level von Knochentrocken 5
Erfahrungspunkte von Knochentrocken 346
Danke für die Kritik! Ich wollte den Film eigentlich sehen, der Trailer auf Netflix hat super angefangen. Doch, genannter Trailer verrät zu viel und macht einfach alles kaputt. Und mit deiner Kritik, die mehr in die Tiefe des Streifens geht, kann ich nun eine Sichtung endgültig abbrechen. Danke. ;)

Wie war das bei dir? Hast du den Film ohne den Trailer vorher zu schauen, gesehen? Oder wolltest du den Film dann trotzdem noch gucken?

07.10.2018 11:46 Uhr - TheRealAsh
User-Level von TheRealAsh 9
Erfahrungspunkte von TheRealAsh 1.047
mal wieder gekonnt poetisch rezensiert.

Ich hab den gestern auch angefangen und bin ärgerlicherweise nach 10 Minuten eingeschlafen. Ich fand aber, dass der echt gut aussah und fand es vor allem blöd, dass ich sowas nicht im Kino sehen kann, weil grade die Kameraarbeit echt gut aussah und die kalte Schneelandschaft schön Country-Noir-Feeling versprühte.

Jetzt bin ich natürlich was das Durchhaltevermögen anbelangt erst mal wenig motiviert. Netflix ist für mich einfach oft so schwierig, z.B. die "Punisher"-Serie, ich komm und komm da nicht weiter, obwohl die ja auch echt gut gemacht ist, aber es fällt mir einfach leichter ne Scheibe einzulegen, doof eigentlich, aber so bin ich halt.

07.10.2018 12:34 Uhr - Lukas
1x
Hm, 3/10 is natürlich schon ne heftige Watschn. Habe den Film selbst noch nicht gesehen, es fällt mir aber schwer zu glauben, dass er so grottenschlecht ist.
Saulnier ist ein durchaus talentierter Regisseur, und falls die Geschichte in Wolfsnächte tatsächlich so unlogisch ist, kann man ihm das schon mal nicht wirklich vorwerfen, da er nur Regie geführt und nicht das Drehbuch geschrieben hat.

07.10.2018 12:57 Uhr - Ghostfacelooker
User-Level von Ghostfacelooker 16
Erfahrungspunkte von Ghostfacelooker 4.343
07.10.2018 12:34 Uhr schrieb LukasHm, 3/10 is natürlich schon ne heftige Watschn. Habe den Film selbst noch nicht gesehen, es fällt mir aber schwer zu glauben, dass er so grottenschlecht ist.
Saulnier ist ein durchaus talentierter Regisseur, und falls die Geschichte in Wolfsnächte tatsächlich so unlogisch ist, kann man ihm das schon mal nicht wirklich vorwerfen, da er nur Regie geführt und nicht das Drehbuch geschrieben hat.


Ist meine Meinung und Wertung zum Film, vielleicht empfindest du den anders. Da ich sowohl Green Room, den ich auch nicht sonderlich mochte wie ich beschrieb, als auch diesen hier gesehen habe, komme ich bei dem Talent an Regie und Drehbuch nicht weiter

07.10.2018 13:01 Uhr - Ghostfacelooker
User-Level von Ghostfacelooker 16
Erfahrungspunkte von Ghostfacelooker 4.343
07.10.2018 11:46 Uhr schrieb TheRealAshmal wieder gekonnt poetisch rezensiert.

Ich hab den gestern auch angefangen und bin ärgerlicherweise nach 10 Minuten eingeschlafen. Ich fand aber, dass der echt gut aussah und fand es vor allem blöd, dass ich sowas nicht im Kino sehen kann, weil grade die Kameraarbeit echt gut aussah und die kalte Schneelandschaft schön Country-Noir-Feeling versprühte.

Jetzt bin ich natürlich was das Durchhaltevermögen anbelangt erst mal wenig motiviert. Netflix ist für mich einfach oft so schwierig, z.B. die "Punisher"-Serie, ich komm und komm da nicht weiter, obwohl die ja auch echt gut gemacht ist, aber es fällt mir einfach leichter ne Scheibe einzulegen, doof eigentlich, aber so bin ich halt.


Bei einer Disk kannst du genauso einschlafen wie bei einem Film auf Netflix.
Denke der Unterschied liegt an Serien, Film und deren Inhalt. Ich lege auch ab und an ne Scheibe ein, deshalb schwindet mein IQ nicht merklicher^^

07.10.2018 13:09 Uhr - Ghostfacelooker
User-Level von Ghostfacelooker 16
Erfahrungspunkte von Ghostfacelooker 4.343
07.10.2018 09:30 Uhr schrieb WeltraumkarateKaktusDanke für die Kritik! Ich wollte den Film eigentlich sehen, der Trailer auf Netflix hat super angefangen. Doch, genannter Trailer verrät zu viel und macht einfach alles kaputt. Und mit deiner Kritik, die mehr in die Tiefe des Streifens geht, kann ich nun eine Sichtung endgültig abbrechen. Danke. ;)

Wie war das bei dir? Hast du den Film ohne den Trailer vorher zu schauen, gesehen? Oder wolltest du den Film dann trotzdem noch gucken?
^

Bitte.

Da ich mir meine Sichtungsvorlieben nicht zu 100% basierend auf Reviews oder Trailer aufbaue, gebe jedem Film der mich interessiert ob durch Trailer angesprochen oder nicht einen Versuch. Was auch ein Aspekt war warum ich früher hier keine Reviews von anderen las, da ich mich beim Selbstreview nicht beeinflußt wißen wollte.

Wenn der gut ist wird er eventuell zu einem 7-10 er in meiner Skala und wenn er nicht gut ist und nur einmal ansehen genügt, tja dann hab ich manchmal umsonst für die Bluray bezahlt, oder Netflix und Co Zeit, plus Monatsbeitrag geschenkt.

Vielleicht fährt man besser wenn man verschiedene Reviews zum selben Film plus youtube Reviewer vorher liest und sieht, aber wo wäre da das Risiko oder die eigene Meinung. Vorgekautes war nie mein Ding, nicht mal als Baby. Der Spinat und die Wand an die er flog könnten ein Lied davon singen

08.10.2018 11:51 Uhr - JasonXtreme
DB-Helfer
User-Level von JasonXtreme 12
Erfahrungspunkte von JasonXtreme 2.482
Uff auf den bin ich ja durchaus etwas gespannt! Das passt mit eigentlich von Thematik, Darstellern und allem her - mal sehen wie der bei mir abschneidet

08.10.2018 12:03 Uhr - Ghostfacelooker
1x
User-Level von Ghostfacelooker 16
Erfahrungspunkte von Ghostfacelooker 4.343
08.10.2018 11:51 Uhr schrieb JasonXtremeUff auf den bin ich ja durchaus etwas gespannt! Das passt mit eigentlich von Thematik, Darstellern und allem her - mal sehen wie der bei mir abschneidet


Freu mich schon auf deine Rückmeldung bzw vielleicht ein Review?!

08.10.2018 14:38 Uhr - JasonXtreme
DB-Helfer
User-Level von JasonXtreme 12
Erfahrungspunkte von JasonXtreme 2.482
Könnte ich machen, jap :D

kommentar schreiben

Um Kommentare auf Schnittberichte.com veröffentlichen zu können, müssen Sie sich bei uns registrieren.

Registrieren (wenn Sie noch keinen Account hier haben)
Login (wenn Sie bereits einen Account haben)
© Schnittberichte.com (2018)