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le Samouraï
Level 1
XP 30
Eintrag: 09.10.2018

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Rosemaries Baby

(Originaltitel: Rosemary's Baby)
Herstellungsland:USA (1968)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Horror

Bewertung unserer Besucher:
Note: 8,35 (20 Stimmen) Details
inhalt:
Frisch verheiratet ziehen Rosemary und Guy in das düstere New Yorker "Bramford-Haus". Angeblich sollen hier früher Satansanbeter ihre geheimen Riten zelebriert haben. Als Rosemary schwanger wird, beginnt für sie ein Alptraum. Schon die Zeugung ihres Kindes hat sie in einer merkwürdigen Trance erlebt. Wollen Guy und seine ominösen neuen Freunde etwa ihr Kind dem Teufel opfern? Oder ist Rosemaries Baby am Ende sogar Satans Sohn?
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von le samouraï:

"This is no dream! This is really happening!"

Rosemary's Baby ist ein wahr gewordener Alptraum aus Paranoia und dem Verlust von Sicherheit über sein eigenes Leben. Das ist der wahre Horror: ein eiskalter Realismus.

Das frisch verheiratete Paar Guy (John Cassavetes) und Rosemary Woodhouse (Mia Farrow) beschließt, in eine New Yorker Altstadtwohnung, das Bramford House, zu ziehen. Mysteriöse Ereignisse häufen sich, das leicht schräge Nachbarspaar (Ruth Gordon, Sidney Blackmer) ist aufdringlich und über die Maßen gastfreundlich. Eines nachts träumt Rosemary, sie werde vom wahrhaftigen Teufel vergewaltigt. Am Morgen danach entdeckt sie Kratzspuren am Rücken - sie ist schwanger ...

Die 60er stellen innerhalb des Horrorgenres einen Umbruch dar, weg von klassischen (Sci-Fi-)Monstern wie Dracula oder Frankenstein hin zu konkret naturalistischeren Darstellungen. Das Grauen wird nun oft im scheinbar alltäglichen Leben verortet. Gerade Regisseure wie Roman Polański und George A. Romero befassten sich meisterlich mit diesen Themen. 1965 kreierte Polański den psychologischen Horrorfilm Ekel (Repulsion), in dem subjektives Erleben mit surrealen Szenen verschmilzt. Drei Jahre später schuf Romero Night of the Living Dead, eine Erneuerung des antiquierten Zombie-Typus, der die USA sozial- und medienkritisch betrachtet. In dieser Hinsicht darf aber Rosemary's Baby als absoluter Höhepunkt gewertet werden.

Noch immer weiß der Film mit einfachsten Mitteln zu schocken. In dem unheimlich "gotischen" Apartment, in den eigenen vier Wänden verbirgt sich das Unheil. Der Zuschauer fiebert unweigerlich mit Mia Farrow als hagere Hausfrau mit - es gibt eine Verschwörung gegen sie und ihr ungeborenes Kind. Satanisten! Hexerei! Wem kann ich vertrauen? Wie kann ich mein Baby retten? Polańskis teils mit symbolischer Kraft ausgestattete Bilder verstören zutiefst, seine Motive könnten menschlicher, existenzialistischer kaum sein.

"You're lying. It didn't die. You took it. You're lying. You witches! You're lying! You're lying!"

Ebenso genial sind die Klänge vom polnischen Komponisten Krzysztof Komeda, die einem sofort einen Schauer über den Rücken jagen. Alles endet in einer bitterbösen Farce, versöhnlich und enthüllend... mit dem sanften Gesang Mia Farrows.

Fazit: Ein herausragendes Beispiel des modernen Horrorfilms, höllisch spannend und bis heute stilprägend.

10/10

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Kommentare

09.10.2018 15:39 Uhr - JasonXtreme
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Also ne 10 is der für mich nicht, aber ne 8 lass ich gern springen. Unheilvolle Atmo, super Darsteller und Musik...

Endlich mal ne Rezi die TROTZ der Kürze und recht viel Anteil an Inhaltsangabe super rüberkommt! Ein Absatz mehr wäre für die Lesbarkeit nett, aber sprachlich mag ich die kurze und prägnante Ausdrucksweise, die auf den Punkt bringt was gesagt werden muss. Klar kann immer mehr zu Regisseur oder Darstellern.... aber ich denke gerade in dem Fall ist dem geneigten Filmfan eh alles zu Polanski und Co. KG bekannt - und kann getrost ausgespart werden.

09.10.2018 16:02 Uhr - sonyericssohn
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Yep, gibt eigentlich nix zu meckern.
Ausser das mit den Absätzen was Jason schon ansprach.

09.10.2018 17:42 Uhr - cecil b
5x
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Da stimme ich zu, sehr geehrte Reviewer!

Also nicht nur von euch: Willkommen im Club, gerne mehr davon! :)

09.10.2018 21:50 Uhr - Intofilms
4x
Yep, das ist wirklich ein resolut moderner Horrorfilm. Ähnlich wie „Carrie“ kann man sich „Rosemary’s Baby“ mit einer anderen Hauptdarstellerin eigentlich gar nicht vorstellen. (Mia Farrow erinnert mich sowieso ganz stark an Sissy Spacek bzw. umgekehrt.) Den müsste ich unbedingt mal wieder sehen. - Famoser Review-Einstand! ;D

09.10.2018 23:05 Uhr - TheRealAsh
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Ein eiskalter Engel mit Hang zum Tentakelsex, das scheint mir vielversprechend zu sein;-)

Rosemary ist für mich auch ne klare 10 und Komedas Soundtrack, wie auch zu Tanz der Vampire, ein Meilenstein der Filmmusik.

Schließe mich meinen Vorrednern an, wenn du noch ein paar Absätze reinmachst, sieht das richtig gut aus.

10.10.2018 07:21 Uhr - NoCutsPlease
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Das ist in der Tat ein wortgewandter Einstand. Die teils abstrakten Aussagen spiegeln den Charakter des Films gut wider. Ich bin mit einer 9/10 dabei.

10.10.2018 15:26 Uhr - le Samouraï
6x
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Vielen Dank für die netten Worte. :)

Das Layout musste noch entsprechend angepasst werden, das war ja optischer Selbstmord !
In diesem Sinne: Merci à tout le monde. :)

10.10.2018 19:38 Uhr - sonyericssohn
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Das sieht doch schon sehr viel besser aus !

12.10.2018 18:41 Uhr - Insanity667
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Sieht richtig gut aus und bringt vor allem alles nötige zum Film selbst auf den Punkt, ohne dass man hinterher das Gefühl hat, dass etwas fehlt. Recht selten, dass das bei eher knappen Texten so gut funktioniert, von daher, Hut ab! :) Und natürlich willkommen auch von mir inaktiver toter Materie!

Zu "Rosemary's Baby" selbst gibt es nicht mehr sonderlich viel zu sagen außer ANSCHAUEN! Eine 10/10 auch von mir!

Warum sich der cinematische Horror zu dieser Zeit so krass von fantastischen Themen (Vampire, Aliens etc...) zu weitaus realistischerem Schrecken gewandelt hat, ist am Beispiel von "The Texas Chainsaw Massacre" auch ganz gut zu erklären:

"Du schaltest den Fernseher ein, es ist (Vietnam)Krieg, du schlägst die Zeitung auf, Politiker sind korrupt und verraten ihr Volk, du gehst durch dein Wohngebiet, Menschen werden auf offener Straße erschossen. Ich habe mir oft die Frage gestellt, mit was für einer möglichst grauenerregenden Maske ich das entstellte Gesicht des Killers verbergen will... Letztendlich bin ich zu dem Schluss gekommen, dass wir einfach das abgezogene Gesicht eines anderen Menschen nehmen. Der Mensch ist das größte Grauen, das ich mir zur Zeit vorstellen kann..."

Tobe Hooper

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