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sonyericssohn
Level 17
XP 5.247
Eintrag: 11.10.2018

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Die Leiche der Anna Fritz

(Originaltitel: El Cadáver de Anna Fritz)
Herstellungsland:Spanien (2015)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Drama, Thriller
Alternativtitel:The Corpse of Anna Fritz

Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,45 (11 Stimmen) Details
inhalt:
Anna Fritz, Spaniens größter Filmstar und eine der begehrtesten Frauen der Welt, stirbt unerwartet. Nach ihrem Tod wird ihr Leichnam in einer Leichenhalle aufbewahrt, in der der schüchterne Pau arbeitet. Pau ist fasziniert von den sterblichen Überresten der jungen Frau. Auch seine kurz darauf aufkreuzenden, angetrunkenen Freunde Ivan und Javi können der Versuchung nicht widerstehen, den nackten Körper der einst unerreichbaren Schönheit mit eigenen Augen zu sehen. Doch das allein reicht den drei Männern bald nicht mehr und sie überschreiten Grenzen. Da schlägt Anna plötzlich die Augen auf ...
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von sonyericssohn:

Sie ist eine gefeierte Schauspielerin. Der rote Teppich ist ihr zweites Zuhause, bei Empfängen ein gern gesehener Gast und von den Fans wird sie verehrt. Sie sieht außerdem noch unfassbar gut aus. Der Traum eines jeden Mannes.

Nun ist Anna Fritz tot. Regungslos liegt sie, zugedeckt mit einem weißen Laken, auf einer Bahre und wird in den Leichenraum geschoben. Dort soll sie bis auf weiteres “gelagert” werden. Der junge Pau ist dafür zuständig und erledigt seinen Job äußerst gewissenhaft. Bis seine beiden Freunde Iván und Javi auftauchen und Pau überreden, sich die Leiche der ehemals begehrenswerten Dame mal anschauen zu können. Zugedröhnt mit Alkohol und Koks stehen sie schließlich vor der Toten und ein kranker Gedanke keimt. Wie wäre es wohl die Leiche zu...vögeln ?

Nachdem Iván sein ekliges Werk beendet hat, ist Pau an der Reihe…

………….und die Tote öffnet die Augen…..

DIE LEICHE DER ANNA FRITZ

Jörg Buttgereit hat's mit seinem Nekromantik Zeug vorgemacht, wie es denn so wäre mit der Liebe nach dem es vorbei ist. Gut, appetitlich ist wahrlich was anderes. Nun kam 2015 der spanische Regisseur Hèctor Hernández Vicens (Day of the Dead: Bloodline) daher und nahm sich dem Stoff ebenso an und drehte einen Thriller der an die Nieren geht.

Die Darsteller in dem grade mal 75 Minuten langem Werk sind allesamt ned unbedingt als sympatisch zu bezeichnen.

Pau (Alberto Carbo) ist der Herr über die Toten. Er ist dafür zuständig dass die Leichen gewaschen und im Kühlraum / Leichenraum gelagert werden, bevor man sie bestattet. Und er macht seinen Job gerne, weshalb er auch keinen Fehler machen will. Das alles wäre überhaupt kein Problem, wenn da nicht seine Kumpels Iván (Cristian Valencia) und Javi (Bernat Saumell) der Marke “Grosse Klappe, nix dahinter”. Vor allem Iván ist nun grade nicht wirklich mit Intelligenz gepudert. Er ist derjenige der den Gedanken der Leichenschändung wälzt. Was soll's denn ! Sie ist doch tot und merkt sowieso nix mehr. Javi hat wenigstens so etwas wie Bedenken und einen Funken Anstand im Kopf.

Einen riesen Brocken musste Alba Ribas stemmen die in die undankbare Rolle der Anna Fritz schlüpfte. Auch wenn sie zu Beginn “nur” auf der Bahre liegen und über sich ergehen lassen muss, dass ein paar gehirnamputierte Vollidioten ihren Körper als pures, aber totes Fleisch betrachten. Mit dem Zeitpunkt des Erwachens ist das was die Dame leistet einfach nur bemerkens- und lobenswert. Die Beine gelähmt und halb nackt versucht sie zu flüchten und der Zuschauer fiebert !

“Willst du sie umbringen ?”

“Wieso ? Es denkt doch sowieso jeder dass sie tot ist !”

Man kann durchaus auf den Trichter kommen, dass so viel eigentlich nicht passieren kann. Dadurch dass sich alles in jenem kleinen Raum abspielt ist dieser Hirnspiel ganz okay. Dieser von kaltem Neonlicht erhellten Raum, ebenso kalte Kacheln machen das Reinigen einfach und Keime haben keine Chance. Alles ist möglichst steril. Nur das kleine Kämmerchen am Ende weicht etwas ab. Mit seinen Spinden, nem Waschbecken und Behältern mit Reinigungsmitteln sieht er aus wie ein x-beliebiger Abstellraum. Hierhin zieht man sich zurück wenn man Pause machen oder nicht zusehen will wie sich ein Trottel an einer Leiche vergeht.

Lange dauert es dann nicht bis sich die drei Männer in die Haare bekommen. Man stelle sich vor dass die Öffentlichkeit erfährt was eben mit der gefeierten Schauspielerin geschah. Und plötzlich werden aus Freunden Feinde die sich gegenseitig die Schnauze polieren. Es geht soweit dass man sich dann nicht mehr nur um eine Leiche Sorgen machen muss die es zu entsorgen gilt. Auf einmal werden aus Maulhelden weinerliche Kinder denen man nicht nur einen Klaps auf den Hintern geben möchte. Unter dessen liegt die arme Anna auf der kalten Liege und fleht unter Tränen die Typen an sie zu verschonen.

Als Zuschauer wird man hin und her geworfen. Mal ist man total sauer auf die Kerle denen es jetzt nur noch darum geht halbwegs ungeschoren davon zu kommen, dann kämpft man mit den Tränen weil einem Anna so unfassbar leid tut !

“Seht sie euch an. Ist sie nicht wunderschön ?”

Wenn man die ganze Abartigkeit ausser acht lässt offenbart der Film eine bizarre und perverse Schönheit. Eine kranke Ästhetik. Kameramann Ricard Canyellas lieferte fast andächtige Bilder die zwar ekelhaft sind aber nicht über das Ziel hinausgehen.

Das Ende mag dem Zuschauer vielleicht Missfallen, weil man doch etwas alleine gelassen wird. Anna nimmt zwar (blutige) Rache, aber kommt sie aus dem ganzen lebend raus ? Das bleibt offen…

Die Leiche der Anna Fritz ist ein ziemlich unangenehmer Film den man sich nicht nur rein aus Spass reinpfeiffen will. Aber für Freunde der schweren Kost durchaus zu empfehlen !

 

ses

 

9/10
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Kommentare

11.10.2018 21:38 Uhr - BFG97
2x
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Erfahrungspunkte von BFG97 1.097
Jap. Ein ganz starker und schwer zu ertragender Film! Hervorragend rezensiert von unserem Allround-Talent ;D

11.10.2018 21:58 Uhr - sonyericssohn
3x
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User-Level von sonyericssohn 17
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Langsam, langsam !!! Sonst verliert ich den Boden unter den Haxn :-D

11.10.2018 23:13 Uhr - BFG97
2x
User-Level von BFG97 9
Erfahrungspunkte von BFG97 1.097
11.10.2018 21:58 Uhr schrieb sonyericssohn
Langsam, langsam !!! Sonst verliert ich den Boden unter den Haxn :-D


Ehre wem Ehre gebührt ;D

12.10.2018 11:08 Uhr - sonyericssohn
1x
DB-Helfer
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Erfahrungspunkte von sonyericssohn 5.247
Danke !

12.10.2018 18:20 Uhr - Insanity667
1x
DB-Helfer
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Erfahrungspunkte von Insanity667 1.620
Heya! Menschenskinder Sony, da bin ich aber geflasht! Deine neue Struktur, etwas weniger Kurzfilm, dein unverwechselbarer Stiel (ja, hab ich bewusst so geschrieben) und das analytische Geschick, ein Traum! :)

Fand den Film in seiner morbiden, abstoßenden aber dennoch irgendwie eingängigen und doch weniger sperrigen Art (zumidest weniger sperrig als gedacht) auch wirklich gut! Ein echter (geheim?)Tipp! Good Job!

12.10.2018 19:11 Uhr - sonyericssohn
1x
DB-Helfer
User-Level von sonyericssohn 17
Erfahrungspunkte von sonyericssohn 5.247
*schnurr*
Vielen Dank Insi !!!! Und schön mal wieder was von dir zu lesen !!!!!!!!

12.10.2018 21:27 Uhr - Nubret
1x
User-Level von Nubret 7
Erfahrungspunkte von Nubret 771
Finde den auch ganz gut. Ein knackig-kurzer kleiner Alptraum.

Schön besprochen!

13.10.2018 11:39 Uhr - Lukas
Wie so oft sehr elegant geschrieben und gelungen formuliert! Schade nur, dass deine Kritik eigentlich wieder nur was für Leute ist, die den Film schon gesehen haben, da du ja fast die komplette Handlung preisgibst. Inhaltlich sehe ich es auch ein wenig anders, da der Film abgesehen von der spannenden Grundidee dann doch etwas formelhaft war. Die Darsteller (auf der männlichen Seite) haben mich auch nur bedingt überzeugt und speziell nach dem großen Twist wird es doch zuweilen recht vorhersehbar. Als so unglaublich schwere Kost und bedrückend empfand ich ihn letztlich auch nicht. Bei mir eine solide 7/10.

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