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sonyericssohn
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Eintrag: 30.10.2018

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Das China Syndrom

(Originaltitel: The China Syndrome)
Herstellungsland:USA (1979)
Standard-Freigabe:FSK 12
Genre:Drama, Thriller
Alternativtitel:China-Syndrome

Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,33 (6 Stimmen) Details
inhalt:
Ein explosiver Thriller um das Thema Kernenergie, mit Jane Fonda, Jack Lemmon und Michael Douglas. Jane Fonda als Fernsehreporterin, die an einer Story über Kernenergie arbeitet, filmt ein bestürzendes Ereignis, das viele Fragen aufwirft. Jack Lemmon ist ein erfahrener Ingenieur, dessen Geradlinigkeit ihn zu einer entscheidenden Figur in der Krise macht - und zum Ziel von Mordanschlägen. Michael Douglas als neugieriger Kameramann will herausfinden, was das Geheimnis der Filmszene ist, die von der Sendeanstalt nicht veröffentlicht wird.
Das China Syndrom ist ein einzigartiger Film mit drei Oscar-Preisträgern. Er ist anerkannt als einer der bestgemachten Streifen der Nuklear-Problematik.
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von sonyericssohn:

Die ehrgeizige Reporterin Kimberly Wells beschäftigt sich zur Zeit mit einer TV Sendereihe über Energiegewinnung. Nun ist sie mit ihrem Lieblingskameramann Jack Godall in einem Atomkraftwerk unterwegs und wird vom stellvertretenden Betriebsleiter herumgeführt. Wichtigster Raum in dem riesigen Komplex ist der Steuerungsraum in dem alles zusammenläuft. Hier ist filmen verboten. Doch Jack dreht heimlich und er und seine Kollegin werden Zeugen dass irgendetwas schief läuft. Plötzlich herrscht Hektik im Kontrollraum. Mit dem Versprechen dass alles okay sei, werden die Reporter sanft aber bestimmt zum gehen aufgefordert. Doch die Fernsehanstalt weigert sich das Material auszustrahlen und legen den Film auf Eis.

Die Vermutungen Kimberlys und Jacks, dass im Atomkraftwerk etwas gehörig schief läuft, verdichten sich immer mehr…

DAS CHINA SYNDROM

Die Angst des Menschen vor der Atomkraft zieht sich auch durch die Filmwelt. Den schlimmsten Beitrag stellt natürlich The Day After dar. Doch auch die kleinen Filme spielen in Sachen Spannung recht weit oben mit. So auch jener hier den Regisseur James Bridges 1979 inszenierte.

Die Rolle der rasenden Reporterin Kimberly Wells übernahm der ehemalige Fitnessprinzessin Jane Fonda (Barbarella). Sie ist der Ehrgeiz in Person. Denn eigentlich hätte sie mehr Lust auf die ganz grossen Storys. Nicht diese Familienreportagen die sie im Moment runterprügeln muss. Doch die Story über dieses Atomkraftwerk und seinem Geheimnis spornt sie dann doch zu Höchstleistungen an.

Hollywoods alter Haudegen Michael Douglas (Black Rain, Enthüllung) schlüpft in die Rolle des Richard Adams der gerne die Kamera schwingt. Nebenbei, so hört man raus, scheint Richie auch mal gerne auf Demos zu gehen. So ein kleiner Rebell. Und der kleine Rebell klaut mal eben das ominöse Band aus dem Sender und nimmt die Recherche in die eigene Hand.

Und wenn ich grade bei den Hollywood- Größen bin, muss selbstverständlich Jack Lemmon genannt werden der die undankbare Aufgabe erhielt, den technischen Leiter der Anlage, Jack Godall darzustellen. Anfangs noch der besonnene Kerl der alles im Griff hat und nur an die Firma denkt. Zeit ist ja bekanntlich Geld… Immer mehr aber wird ihm klar, dass es sich bei dem Werk um eine tickende Zeitbombe handelt !

“Wir müssen um 3 Uhr wieder am Netz sein ! Jede Verzögerung kostet uns Tausende !”

Und das natürlich ohne jegliche Rücksicht auf Verluste. Durch die ruhige Inszenierung lernt man alle wichtigen Leute recht gut kennen. Man erfährt von ihren Gedanken und kann sich ein ziemlich gutes Bild von ihnen machen. Vor allem Jack Lemmon brilliert hier als Technikchef der zuerst an die Firma denkt. Denn was soll den schon geschehen. Doch dieser eine Vorfall lässt ihn umdenken und er erkennt dass Geld der Firma wichtiger ist als die Einwohner der Stadt.

Jane Fonda ist jetzt nicht die erfolgssüchtige Reporterin die über Leichen geht. Dennoch wünscht sie sich von der Chefetage mehr Vertrauen und anspruchsvollere Aufgaben. ...bis jetzt…

Leider sieht man von Michael Douglas als Kameramann relativ wenig. Er ist ein wenig wie ein Geist der nur auftaucht wenn man ned damit rechnet. Aber auf der anderen Seite...doch er bekommt genug Platz. Leider spielt er in meinen Augen sehr auf Koffein. Damit mein ich dass er etwas überzieht in seinem Spiel. Stört manchmal ein wenig.

In einer Nebenrolle ist Wilford Brimley (Harte Ziele) als Techniker Ted Spindler zu sehen. Eine unsympathische Rolle die er hier übernommen hat, denn er schlägt sich auf die falsche Seite. Chef des Werks ist übrigens Richard Herd, der 1984 in der Serie V - Die ausserirdischen Besucher kommen mitwirkte.

Action sucht man in diesem Film vergebens. Effekte ebenfalls. Ausser einer kleinen Verfolgungsjagd per Auto gibt's nichts was den Krawallpapst milde stimmen könnte. Aber Action wäre sowieso fehl am Platz. Denn ganz oben steht einfach die Spannung in das Gefühl dass etwas geschehen könnte.

“Ich kann es fühlen !”

Das Ende könnte für mich etwas netter gestaltet sein. Es ist dieser ungerechte Trott den der Film hier gehen muss. Das drücken der Daumen hätte doch funktionieren müssen. Trotzdem bleibt einem dieser “Jawoll, ich habs doch gewusst !!!” Gedanke im Schädel und bricht einfach dann aus einem heraus.

Das China Syndrom ist ein Film der mit minimalen Einsatz ein Maximum an Spannung erzeugen kann. Der Schritt zum Meisterwerk bleibt ihm aber verwehrt. Obwohl ne Oscar-Nominierung drin war.

Anmerkung am Rande:

Zwölf Tage nach dem Kinostart des Films kam es zu einem schweren Reaktorunfall im Kernkraftwerk Three Mile Island, dessen Hergang verblüffende Parallelen zu dem im Film geschilderten fiktiven Zwischenfall aufwies.

Autsch !

 

ses

8/10
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Kommentare

30.10.2018 17:19 Uhr - NoCutsPlease
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Treffend beschrieben (nur der Verweis auf das Ende spoilert für meinen Geschmack ein bisschen arg).

Spannender und recht nostalgischer Katastrophenstreifen, der gut zu der Ökowelle der späten 70er passt (u.a. Douglas als vollbärtiger Bürgerschreck, hihi).
Der völlige Verzicht auf Filmmusik trägt übrigens gut zum leicht dokumentarischen Charakter bei.

PS: Es war nicht nur eine, sondern ganze vier Oscar-Nominierungen. :)

30.10.2018 17:55 Uhr - sonyericssohn
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Das mit der Oscar-Nominierung habe ich auch nur als Oberbegriff genannt. Die Anzahl wollte ich gar ned verewigen ;-)
Trotzdem danke fürs aufmerksam machen !

30.10.2018 22:10 Uhr - Pratt
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Interessantes Review, toller Film, den ich persönlich noch besser bewerten würde!!! Saubere Arbeit!!!

30.10.2018 22:22 Uhr - sonyericssohn
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Danke Pratt !
Schön mal wieder von dir kommentiert zu werden ;-)

31.10.2018 09:20 Uhr - Dissection78
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Erfahrungspunkte von Dissection78 3.903
Und erneut hast Du ein interessantes Werk gut beschrieben. Den habe ich seit einer Ewigkeit nicht gesehen, aber als spannend in Erinnerung.

Ich finde es sowieso bemerkenswert, dass es das New-Hollywood-Kino der 70er mit ziemlich minimalistischen Mitteln immer wieder hervorragend geschafft hat, realistische Szenarien, die auch die Lebenswirklichkeit von Average Joe bzw. Otto Normalverbraucher betrafen, sozialkritisch-mitreißend und ohne Pathos oder effektheischenden Firlefanz einprägsam darzustellen. Dazu beigetragen hat mMn auch die sparsame Verwendung von Filmmusik. Das ist mir erst letztens mal wieder bei "Die Unbestechlichen", also dem Watergate-Streifen mit Dustin Redford, aufgefallen ("All the President's Men" im Original). Ich kann es irgendwie nicht leiden, wenn wie in zeitgenössischen Hollywood-Blockbustern alles mit orchestralem Schmiermittel zugekleistert wird :)

31.10.2018 12:08 Uhr - sonyericssohn
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Danke Diss !
Es lag vor allem wohl an den grandiosen Darstellern. Allein hier die Mimik eines Jack Lemmon. Da brauchts keine Explosionen aus dem Kaufhaus oder Kameragewusel. Damals hat ein Film einfach funktioniert.

02.11.2018 15:56 Uhr - cecil b
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Interessant und gut besprochen! Da muss ich wohl was nachholen. :)

02.11.2018 17:52 Uhr - sonyericssohn
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Ja, auch du mein Sohn Brutus ! :-D

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