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Necron
Level 4
XP 247
Eintrag: 01.11.2018

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Chilling Adventures of Sabrina

Herstellungsland:USA (2018)
Genre:Horror, Drama, Fantasy, Mystery

Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,38 (8 Stimmen) Details
inhalt:
Halb Hexe. Halb Mensch. An ihrem 16. Geburtstag muss sich Sabrina zwischen der Hexenwelt ihrer Familie und der menschlichen Welt ihrer Freunde entscheiden. Zusammen mit ihren Tanten (Miranda Otto, Lucy Davis), ihrem Kater Salem und ihrem Freund Harvey Kinkle (Ross Lynch) stehen Sabrina Schrecken und neue Abenteuer in der geheimnisvollen Stadt Greendale bevor.
eine kritik von necron:

Wichtige Anmerkung vorweg, mit der damaligen Sitcom „Sabrina – Total Verhext!“ hat diese Umsetzung eher nur noch den Namen der Charaktere gemeinsam. Bei „Chilling Adventures of Sabrina“ aus 2018 handelt es sich um eine eher düstere und erwachsene Umsetzung der gleichnamigen Comicvorlage.

Seit kurzem auf NETFLIX in Form von 10 Folgen der ersten Staffel verfügbar, extra passend zum Halloween Thema. Eine einzelne Folge geht dabei i.d.R. zwischen 50-60 Minuten und diese Spieldauer weiß die Serie auch gut zu nutzen. Sabrina, gespielt von Kiernan Shipka (Mad Men) ist Halbsterbliche und Halbhexe und steht somit konstant zwischen den beiden Welten aus ihren sterblichen Freunden an der Highschool und ihrer Hexen Familie und deren dunkler Zirkel. An ihrem sechzehnten Geburtstag soll sie in dem Buch des dunklen Lords (Satan) unterschreiben, worauf Sabrina aber eher keine Lust hat. Denn Satan ist am Ende auch nur ein Mann und dem soll sie sich als selbstbestimmte junge Frau und Hexe unterordnen? Wohl eher nicht…

Von den Kritikern mit Lob überhäuft, aber kann die Serie dem Hype gerecht werden? Also bei den Darstellern hat man mit der noch sehr jungen Kiernan Shipka als Sabrina jedenfalls einen Volltreffer gelandet. Die TV Serie Mad Men kenne ich zwar selber nicht, aber dank Insanity kenne ich die Dame noch aus dem Film „Die Tochter des Teufels“ wo sie mich bereits mit einer starken Performance überzeugen konnte. Jetzt in ihrer eigenen Serie legt sie nochmal gefühlt ein paar Schippen drauf und liefert von verliebter Teenie über zweifelnde Heranwachsende hin zu alles entschlossenen Kämpferin (mit allen Mitteln!) eine 1A Vorstellung ab. Der Fokus der Serie liegt dabei auch immer ganz klar auf ihr als Hauptdarstellerin, was die teils durchwachsene Auswahl der Nebendarsteller gut zu kompensieren weiß. Auf die lange Riege an Nebendarstellern gehe ich hier jetzt nicht mehr gezielt ein, einzig ein Ross Lynch (Austin & Ally) als Sabrinas Freund Harvey sei hier eher negativ erwähnt, dank seinem irgendwie immer gleichen, fragwürdigen Gesichtsausdruck, egal in welcher Lebenslage. Eine Michelle Gomez (Doctor Who) als diabolische Mary Wardwell kann dafür mit herrlich finsterem, verschlagenem Auftreten punkten und hebt das Niveau der Nebendarsteller damit sogleich ungemein. Ansonsten viel Durchschnitt. Meistens aber recht solide oder wahlweise ertragbar.

Die Story kann größtenteils überzeugen, mit einem starken Start und Ende, in der Mitte der ein oder andere serientypische Durchhänger. Insgesamt mehr als ordentlich, was auch der Comicvorlage geschuldet sein dürfte. Der Ton der Serie ist dabei ungemein düster und teils trostlos, Humor sucht man oft vergebens, auch wenn es ihn hier und da vereinzelt gibt. Einige teils grausige Gewaltspitzen rechtfertigen der FSK 16 aber sowas von. Selbstopfer, Kannibalismus, Foltern, tote Kinder, hier wird wenn auch immer wohldosiert, sich wenn es drauf ankommt, nicht zurückgehalten. Diese grausigen Ausreißer kommen dann bisweilen auch völlig unerwartet und als Zuschauer wird man das ein oder andere zuerst kaum glauben können und muss es denke ich erst mal einen Moment verarbeiten. Die Musik spielt einem hier zudem öfter mal Streiche, indem diese erst einmal drohend anschwillt, um dann einfach ins Nichts weg zu plätschern. Man weiß somit nie wann der Hammer fallen wird.

Desweitern liefert die Story auch Themen wie Homosexualität, dies leider eher plump präsentiert, so nach dem Motto, es stand halt auf der To do Liste. Mobbing an der Schule und Macho Gehabe wird ebenfalls aufgegriffen und wie die Mädchen sich dann schlussendlich dagegen zur Wehr setzen. Leider wirken alle Themen aus der Welt der Sterblichen eher etwas zu kurz gekommen, trotz der ordentlichen Laufzeit von knapp einer Stunde pro Folge, was daran liegt, dass der Fokus immer mehr auf die Welt der Hexen gelegt wird (sagen wir Pi mal Daumen 1/3 zu 2/3 die Verteilung). Dies ergibt von einem bestimmten Blickpunkt aus durchaus Sinn, aber so oder so leiden die „normal Sterblichen“ Themenkomplexe darunter. Aber einen Tod muss man wohl sterben. Die Hexenwelt wird mit ihren teils moralisch arg farbwürdigen Ritualen sehr harmonisch und detailliert dem Zuschauer Folge für Folge nähergebracht, was einen wohligen Sog zu entfalten weiß. Das Abtauchen in eine so ganz andere Schattenwelt, mit einer gut durchdachten, wie stimmigen Mythologie. Eine ganz klare Triebfeder dieser Serie, zu der bereits erwähnten starken Hauptdarstellerin. Weitere kleine Story Nuancen sind noch indirekte Verbindungen zu einer anderen NETFLIX Serie „Riverdale“. Beide Serien spielen im selben Universum und somit taucht der Name Riverdale auch in der Welt von Sabrina auf. Beide Serien haben nebenbei noch die gleichen Produzenten und basieren jeweils auf Comic Vorlagen aus demselben Verlag.

Bei der Inszenierung wird vermehrt auf kühle Farben gesetzt, gerne mit einer in ihrer roten Jacke extra nochmal hervorgehobenen Sabrina. Ärgerlich ist dabei allerdings das in quasi jeder Folge an gewissen Stellen sehr billig wirkende Unschärfeeffekte eingesetzt werden an den Rändern. Sowas kann man sicherlich mal in einer Traumsequenz machen, als Stilmittel, hier kommt es aber Szenenunabhängig derart penetrant zum Einsatz, dass es fast wehtut. Dafür ziehe ich ganz klar einen Punkt ab und ich hoffe das wird bei Staffel 2 ganz abgestellt. Die Serie ist echt stark, keine Frage, aber sowas geht eigentlich gar nicht. Bei der Musik gibt es solide Kost für zwischendurch (z.B. Atomic von Blondies), hat man aber alles meistens besser platziert schon in gängigen Filmproduktionen gehört.

Was ist noch mit Vergleichen wie „Buffy“ oder „Harry Potter“ die immer gerne im Zusammenhang mit der Serie genannt werden? Nun, also von „Buffy“ hat man grob den Horror des Erwachsens werden übernommen, aber eher direkter und weniger mit den Joss Whedon typischen Metaphern. Die Dialoge sind hier auch viel zu zweckdienlich und lassen eher jeden Sprachwitz, wie den von Joss Whedon, vermissen. Die beiden Hauptdarstellerinnen haben aber sicherlich gewisse Gemeinsamkeiten, sowohl in der jeweils starken Performance und der amivalenten Rolle als, vereinfacht ausgedrückt, Power Frauen, die den Männern zeigen wo es langgeht. Sowohl Buffy, wie auch Sabrina, lassen sich eher ungerne etwas von den dominanten Männern sagen, geschweige denn aufzwingen. Bzgl. Harry Potter kann man die dunkle Akademie der Künste, welche Sabrina als Hexe besuchen muss (Art Hexen Schule), als eine Art finstere Version von Hogwarts begreifen, mit dann wohl einem Voldemort als Schulleiter.

Unter dem Strich kann ich jetzt zwar nicht sicher sagen ob die überschwänglichen Kritiken dieser Serie gerecht werden bzw. die Serie den überschwänglichen Kritiken, aber ein mehr als solider Auftakt ist das hier in jedem Fall schonmal gewesen. Da kann ich relativ entspannt 8/10 schwarze, sprechende Katzen aus dem Zauberhut ziehen. Spannend wird es werden, wie sich dann die nächste Staffel präsentieren wird, hier erwarte ich eine Steigerung, die der Stoff und das solide Fundament der ersten Staffel eigentlich hergeben sollte. Man fiebert mit den Charakteren mit (jedenfalls mit den Meisten) und die Story bietet noch mehr als genug ambivalentes Konfliktpotential.

8/10
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Kommentare

02.11.2018 00:46 Uhr - TheRealAsh
2x
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Bin mit meiner besseren Hälfte auch gerade am schauen, sie begeistert, ich stimme mit dir überein, sehr gut auf den Punkt gebracht. Was mir am meisten fehlt ist ja ein sprechender Salem, aber sabrinas depressiv-abwesenden Blick finde ich schon klasse;-)

02.11.2018 02:28 Uhr - Ghostfacelooker
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Erfahrungspunkte von Ghostfacelooker 4.927
02.11.2018 00:46 Uhr schrieb TheRealAsh
Bin mit meiner besseren Hälfte auch gerade am schauen, sie begeistert, ich stimme mit dir überein, sehr gut auf den Punkt gebracht. Was mir am meisten fehlt ist ja ein sprechender Salem, aber sabrinas depressiv-abwesenden Blick finde ich schon klasse;-)


Echt, Du und Welti schaut euch ein Reboot einer Teeniserie an :)))))))) da rockt die Waldhütte^^^^^

Der Produzent scheint ein neuer Aaron Spelling zu sein, der auch mehrfache Eisen im Feuer hat


02.11.2018 15:46 Uhr - cecil b
1x
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Verdammt gut geschrieben, mir gefällt besonders die pointierte Besprechung der to do List. :)

Sabrina wird für mich aber wohl immer Clarrissa bleiben. ;)

02.11.2018 17:41 Uhr - Necron
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Leute, ich dank euch für das 1A Feedback. :) Schön zu sehen das für den ein oder anderen Sabrina Liebhaber was dabei ist ;)

02.11.2018 23:56 Uhr - Insanity667
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Necron - Total verhext! Schön mal wieder was von dir zu lesen! (Jaja, das sag' gerade ich als Sommerabstinenter Nummer 1) Auf jeden Fall schön vorgestellt und nun bin ich auch neugierig, was dieser Stoff in "düster" und "ernster" hergibt. Ein heißer Kandidat für die kommenden kalten Monate, dank dir! :)

03.11.2018 10:16 Uhr - Necron
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Dito, wir hatten uns wohl beide recht rar gemacht ;)

21.11.2018 19:06 Uhr - Gorno
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Nervt sich niemand ab dem komischen Fokus? In jeder Szene ist der Hintergrund verwackelt :/

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