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TheRealAsh
Level 9
XP 1.075
Eintrag: 04.11.2018

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Mandy

Herstellungsland:USA (2018)
Standard-Freigabe:FSK keine Jugendfreigabe
Genre:Action, Horror, Thriller

Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,67 (3 Stimmen) Details
inhalt:
Shadow Mountains, 1983: Der friedliebende Einzelgänger Red Miller kocht vor Wut und Trauer. Hilflos musste er mitansehen, wie seine große Liebe Mandy verbrannt wurde. Jeremiah Sand, der charismatische Führer der religiösen Sekte "Children of the New Dawn", hatte sie sich geschnappt und eiskalt in Flammen gesteckt - nur weil Mandy ihm nicht gefügig war. Red hat nun nichts mehr zu verlieren. Mit einer eigenhändig geschmiedeten Kriegsaxt in der Hand und einer Teufelsdroge in den Adern, die ihm übermenschliche Kräfte verleiht, macht er sich auf den Weg in einen blutigen Albtraum. Von wahnsinnigem Rachedurst getrieben, wird Red nicht eher ruhen, bis er Jeremiah und seine Jünger zur Strecke gebracht hat.
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von therealash:

Leider kenne ich das Filmdebüt von Panos Cosmatos unter dem verheißungsvollen Titel Beyond the Black Rainbow noch nicht, da dieser bisher nicht in Deutschland veröffentlicht wurde. Der Soundtrack von Sinoia Caves rotiert bei mir allerdings schon seit langer Zeit auf dem Carpenter-Synthie-Sound-verwöhnten Plattenteller. Ich habe jedoch die VHS-Nostalgie-Dokumentation Rewind This! gesehen, bei der Cosmatos unter anderen als Produzent (mit einem gewissen John Carpenter) mitgewirkt hat. Außerdem kenne ich den Vater von Panos unter dem Namen George P. Cosmatos, der sich ins kollektive Filmbewusste mit Rambo II - Der Auftrag eingeschrieben hat, aber auch mit Sylvester Stallones Ultraikonenrolle Marion Cobretti aus Die City-Cobra, dem weitgehend missachteten Leviathan und natürlich dem klassischen Neo-Western Tombstone, in dem sich Wyatt Earp und Doc Holliday über ihre Ansichten ernsthaft austauschen. Außerdem ist dieser väterliche Einfluss auf Mandy wahrscheinlich nicht zu leugnen und nicht ganz unwichtig. Doch dazu später mehr.

Kommen wir also zu Mandy. Wir befinden uns im Jahr 1983 an einem Ort mit dem schönen Namen Crystal Lake (eine gewisse Familie Voorhees lässt schön grüßen und das nicht nur an einem Freitag der 13.). Red Miller und Mandy Bloom sind ein gesetzteres Pärchen, das sich in einer recht netten Holzhütteneinbauwohnung im Wald niedergelassen hat. Für die Butter auf dem Brötchen sorgt der etwas mürrisch wirkende Holzfäller Red Miller, während seine Freundin Mandy Bloom sich dem künstlerischen Leben zwischen Malerei und Literatur verschrieben hat (und nebenbei an der Tanke jobbt). Als der depressive Sektenguru Jeremiah Sand der "Children of the New Dawn" sich in Mandy zufällig verguckt, beginnt der Anfang vom Ende. Mandy wird entführt, verbrannt und Red sinnt verständlicherweise auf Rache.

Soweit eine recht knappe Zusammenfassung der Haupthandlung. Optisch ist Mandy über jeden Zweifel erhaben und ein guter Hang zum musikalischen Heavy Metal ist dem Film auch nicht abzusprechen, in dem die animierten Einwürfe für mich die Comic-Anthologie Schwermetall (Métal Hurlant) heraufbeschwört und auch zitiert. Auf die schöne Verfilmung Heavy Metal aus dem Jahr 1981 sei kurz verwiesen. Den Kamerakameraden sei noch gesagt, dass für das optisch herausragende Ergebnis von Mandy eine Arri Alexa mit dem Panavision-Anamorphformat verwendet wurde, unter der Aufsicht von Benjamin Loeb.

Gut, die Story hört sich wirklich recht knapp an. Und das ist sie auch. Aber es gibt in dieser kurzen Plotline (Mann rächt von Sekte ermordete Freundin) auf jeden Fall drei Hauptstränge. Da ist zum einen Red, der Holzfäller, der die zweite Hälfte als Rächer bestreitet. Zum anderen ist da Mandy, die Künstlerin, von der die erste Hälfte mehr bestritten wird und die sich als widerständiges Entführungsopfer zeigt, die Mötley Crüe und Black Sabbath den Carpenters und narzistischen Countrybarden unbedingt vorzieht. Wo wir bei Countrybarde sind. Dieser ist Jeremiah Sand, hauptberuflich Sektenguru, der den dritten Erzählstrang anführt. Ihn kann man als depressiv-überheblichen Charakter beschreiben, der sich mit seiner Gang und ein paar weiteren Figuren das "Horn von Abraxas" blasen lässt. Über die teuflischen Motorrad-Quad-Rocker "Black Skulls" mit Hang zur Clive-Barker-Mythologie mit viel zu viel LSD intus braucht man wenig zu sagen, denn sie empfangen ihre Opfer gerne im dunklen Wald.

Diese ganze Sektengeschichte kommt stellenweise natürlich schwer Charles-Manson-mäßig rüber. Dieser gar nicht so lange verstorbene Sektenführer mit der Swastika auf der Stirn hat sich in die US-amerikanische Geschichte und auch die Filmgeschichte nachhaltig negativ eingeschrieben. Manson machte selbst ja ebenfalls dämliche musikalische Versuche und reiht sich damit in die künstlerischen Ambitionen eines anderen Monsters des 20. Jahrhunderts ein.

Mandy bildet mit seiner grundehrlichen Einstellung zum Heavy Metal einen guten Gegenpol zu dieser verschrobenen Love-and-Peace-and-Hippie-Mentalität, die mit ihrer düsteren Seite ja unter anderem schon bei Wes Craven in The Last House on the Left gehaltvoll destruiert wurde. Wie man wissen sollte, sind es nicht immer jene Hüter des Lichts, sondern die Wächter der dunklen Seite, die das Gleichgewicht aufrecht erhalten. Gerade bei der Musik sieht man das gut.

Der Heavy-Metal-Modus ist dabei nicht so aufdringlich, wie uns die Vermarktung weismachen möchte, sondern mehr in seiner Ikonographie enthalten. So erinnerte mich Jeremiah durchaus an einen jungen Tom Warrior (Celtic Frost), der als Urbild des Metal-Mongers verstanden werden muss, der die Hexenverbrennung gleich selbst leitet. Hexenverbrennung? Vielleicht ist dies eher das Opfer, das Mandy uns allen bringt: ein wahres Metal-Opfer.

Die Schauspieler nicht zu vergessen: Nicolas Cage kennt der anspruchsvolle Filmliebhaber aus Leaving Las Vegas, aber natürlich auch von John Woos Face/Off oder dem von mir durchaus geschätzten Ghost Rider. Ich mag Cage, egal was er filmisch stellenweise öfter mal verbricht, in Mandy kommt er wieder mal richtig gut. Auch Andrea Riseborough (Alles, was wir geben mussten, Birdman oder (Die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit)) kann rundheraus überzeugen, wie die weiteren Darsteller Linus Roache, Ned Dennehy, Olwen Fouéré und der übrige Cast.

Musikalisch bietet Mandy wirklich die Spitzenklasse. Mit sunn o))) - Produzent Randall Dunn und -Gitarrist Stephen O'Malley gibt es schon mal eine gute Drone-Metal-Hintergrundlage, welcher der viel zu früh aus dem Leben gegangene Jóhann Jóhannsson seine kompositorische Finesse eingeschrieben hat, was den Soundtrack eher zu einer versierten Drone-Platte macht, die mit dem typischen Jóhannsson-Sound der Marke Sicario oder Arrival nachhaltig punktet. Hervorragend und herauszuheben sei auch der Eingangssong "Starless" von King Crimson.

Thematisch und inhaltlich mag Mandy auf den ersten Blick langweilig und sinnlos erscheinen. Hinter seiner Style-over-Substance-Maskerade verstecken sich allerdings einige Feinheiten, die Cosmatos gut gestrickt hat. Für mich ergibt sich beispielsweise eine Metapher auf Alkoholismus oder generell Drogensucht, was uns die beste Cage-Szene seit langem beschert, in der dieser im bunt tapezierten Badezimmer steht, sich eine Wodka-Flasche aus dem geheimen Versteck holt und in Unterhose mit Tiger-Shirt seinen ganzen Frust über die verlorene Liebe auslässt.

Auch der zweite Teil des Films zeigt diese Metaphorologie, in der Cage als Schnitter zum mythologischen Hephaistos stilisiert wird, der in der vulkanischen Unterwelt seine silberne Streitaxt schmiedet und auch auf seine Kettensäge zurückgreift (ein gewisser Protagonist aus Der Tanz der Teufel lässt grüßen). Hinter all dem wird vielmehr ein Kampf gegen die inneren Dämonen deutlich, der aus einem neuen Hellraiser stammen könnte. Die etwas aufgefrischten Kreaturen stehen den Zenobiten in nichts nach, außer, dass der hiesige Pinhead wirklich viel mehr Pins hat. Ein Quäntchen Cronenberg (Die Brut und/oder eXistenZ) mag auch enthalten sein, oder sogar The Body Snatchers und Invasion vom Mars. Auch all jenen, die etwas mit The Void anfangen konnten, sei Mandy ans Herz gelegt.

Kommen wir zum Anfang zurück. Die Väter haben ja meist einen großen Einfluss auf ihre Söhne. Von den Müttern nicht zu sprechen. Der griechisch-italienisch-stämmige Regisseur George Cosmatos gehört wohl unbestritten zu einem der großen Action-Regisseure seiner Zeit, denen der Anspruch viel zu oft abgesprochen wurde. Dieser Vater von Panos zog sich vom Filmemachen nach dem grandiosen Erfolg von Tombstone und seinem letzten Film Verschwörung im Schatten komplett zurück aus seinem Beruf, da 1997 seine Ehefrau Birgitta Ljungberg, eine bildende Künstlerin, verstarb. Ljunbergs skulpturale Gebilde sind ebenfalls sehr düster und erinnern mit ihren in Höllenschlünden verwobenen Embryonen und Kindergesichtern durchaus an eine übersteigerte Version von Edward Munch. George Cosmatos verstarb nach langer Krankheit schließlich 2005 an Krebs. Die beiden Filme seines Sohnes konnte er nicht mehr erleben.  Ich will hier jetzt gar nicht zu viel hineininterpretieren, sondern nur darauf hinweisen, dass die Grundstory in Mandy von der verstorbenen Geliebten und dem Kampf des oder der Hinterbliebenen mit der Trauer, doch eine biographische Resonanz bei Panos Cosmatos finden.

Dass Mandy mit seinen paar Gewaltspitzen jetzt eine FSK 18 bekommen hat, wohingegen der nicht minder brutale neue Halloween-Teil eine FSK 16 erbeutete, zeigt mal wieder, dass das Unbekannte dem beliebt-beleibten Gremium immer noch unheimlicher ist, als zerquetschte Köpfe, was für mich nicht zuletzt auf Filmmeisterwerke wie Suspiria oder Inferno von Dario Argento verweist. Was man nicht versteht, scheint immer ein Problem, gerade wenn der Filmemacher das direkte Verständnis bewusst entzieht. Aber sei's drum!

Also: Mandy bietet definitiv kein geradliniges Revenge-Drama für Cage-Fans oder -Hater, sondern ein esoterisch verwirrtes Gemälde, das auf der einen Seite vom Alkoholismus und der Nüchternheit heimgesucht wird, auf der anderen Seite von der Kreativität und der psychedelischen Weltflucht durch Drogen oder sonstige Fluchtpunkte im Höllenschlund des Überlebenskampfes (Narzissmus vs. Depression, Kreativität vs. Dunkelheit).

Für mich ist Mandy eine rundum visionäre und phantastische Horror-Mär, die zeigt, dass die Guten nicht immer die Guten sind und brennende Hexen oft brennende Kirchen bedingen.

"Da ist ein Schnitter, der heißt Tod, hat die Gewalt vom lieben Gott..."

All hail the New Metal!

10/10
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Kommentare

04.11.2018 17:20 Uhr - Nubret
2x
User-Level von Nubret 7
Erfahrungspunkte von Nubret 771
Ein echtes Brett! Hervorragend!

Den hol ich mir.

04.11.2018 17:23 Uhr - kokoloko
2x
User-Level von kokoloko 9
Erfahrungspunkte von kokoloko 1.191
Wunderbare Kritik zu einem Film, auf den ich ja quasi schon warte, seit Beyond the black rainbow das erste Mal über meine Netzhaut geflimmert ist <3. Konnte leider nicht alles lesen aus Angst vor Spoilern, aber Hut ab und ich zähle die Tage bis zur Ultimate Edition :D

04.11.2018 17:50 Uhr - TheRealAsh
1x
User-Level von TheRealAsh 9
Erfahrungspunkte von TheRealAsh 1.075
Dank euch! Da bin ich gespannt, kokoloko. Leider kenne ich "Beyond..." nicht und kann keinen Vergleich anstellen, aber ich denke, wie ich dich bisher kenne, wird dir der hier sehr gut gefallen. Es ist definitiv kein Film für jeden und Zeit wird der auch brauchen;-)

04.11.2018 18:15 Uhr - CHOLLO
2x
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Erfahrungspunkte von CHOLLO 362
Schön verfasst Ash. Finde ich gut das Cage auch mal wieder eine lohnenswertere Rolle ab bekommen hat. Man erinnere sich doch nur an "Leaving Las Vegas" oder "Bringing out the Dead" was für ein talentierter Schauspieler er doch ist. Von dem jungen Cosmatos kenne ich noch nix, aber die Arbeiten seines Vaters sind mir natürlich ein Begriff.

04.11.2018 18:33 Uhr - sonyericssohn
2x
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Erfahrungspunkte von sonyericssohn 5.240
Yeeeeeeeehaaaaaaw !!!!
Danke Ash !!! Der steht jetzt noch weiter oben als eh schon !

04.11.2018 20:30 Uhr - dicker Hund
2x
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Erfahrungspunkte von dicker Hund 2.363
So ein Review lässt sogar meine Nase aus dem Kissen erheben und gemächliche Witterung aufnehmen.

04.11.2018 21:37 Uhr - Insanity667
2x
DB-Helfer
User-Level von Insanity667 11
Erfahrungspunkte von Insanity667 1.620
Ash... Ash, Ash, Ash... was soll das? Hm? Wie kannst du meine ohnehin schon übergroße Vorfreude auf den 22.11. nur so rücksichtslos, wortgewandt und brillant verfasst auf den absolut unerträglichen Gipfel schießen? Was soll ich denn jetzt noch 3 Wochen lang machen, außer dieses Rezi-Meisterwerk sehnsüchtig immer wieder und wieder aufzusaugen, bis ich das Mediabook in den Händen halte? Hm? Ich verlange eine Erklärung!

04.11.2018 21:38 Uhr - Knochentrocken
2x
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Erfahrungspunkte von Knochentrocken 346
Sehr schön, dann kann ich den endlich ohne schlechtes Gewissen anschauen. Hoffentlich bekommt Cage nun endlich wieder die richtige Kurve!

04.11.2018 21:56 Uhr - TheRealAsh
2x
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Erfahrungspunkte von TheRealAsh 1.075
Jungs, ich sags euch aber nochmal deutlich, der wird sicher nicht jedem gefallen und große Enttäuschungen auslösen, bei Insanity mach ich mir da aber keine Sorgen, eher bei Mr. Bones, aber schau einfach mal rein;-)

Apropos, "Mandy" sollte unbedingt im Kino genossen werden, solange es noch geht, alex_wintermute hat im Forum unter einem Spoiler die ganzen Spielstätten verlinkt, sind viele Städte dabei.

04.11.2018 22:37 Uhr - Intofilms
1x
All hail TheRealAsh! ;)) Den lass' ich mir auf keinen Fall entgehen. Nein, nach der Rezi geht das gar nicht - thanks!

05.11.2018 15:19 Uhr - Lukas
3x
Du schreibst kurz vor Schluss von der "psychedelischen Weltflucht durch Drogen". Sind die 10/10 evtl. auch dadurch entstanden oder haben die sich tatsächlich in nüchternem und frei von Rauschmitteln befindlichem Zustand ergeben? :-P

05.11.2018 18:53 Uhr - Ivan_Danko
1x
User-Level von Ivan_Danko 4
Erfahrungspunkte von Ivan_Danko 299
Ganz ganz tolle Abhandlung! Wunderbar geschrieben und sehr interessant formuliert. Hast mir den Film jetzt auch ganz nach oben gespült. Freu mich drauf und denke, der wird mir gefallen.

05.11.2018 19:27 Uhr - UncleBens
1x
User-Level von UncleBens 4
Erfahrungspunkte von UncleBens 253
Oh das klingt nach einem Meisterwerk. Bin sehr gespannt! Super Rezi. Nicolas Cage ist für mich wohl DER unterschätzte Schauspieler des 21. Jahrhunderts.

05.11.2018 22:16 Uhr - Egill-Skallagrímsson
1x
DB-Helfer
User-Level von Egill-Skallagrímsson 4
Erfahrungspunkte von Egill-Skallagrímsson 227
04.11.2018 21:56 Uhr schrieb TheRealAsh
Jungs, ich sags euch aber nochmal deutlich, der wird sicher nicht jedem gefallen und große Enttäuschungen auslösen, ...


Das unterstreiche ich mal so. Mir hat er überhaupt nicht gefallen.
Als ich den Film auf dem FFF angeschaut habe, hieß es im Vorwort, dass der Film wieder als das "große Comeback" von Nicolas Cage gefeiert wird und zahlreiches positives Feedback erhalten hat. Mir persönlich hat er dann aber überhaupt nicht zugesagt. Die stilistischen psychedelischen Spielereien habe ich als nervig empfunden (auch dank kontinuierlicher Wiederholung), als Konsequenz wurde der Film für mich immer anstrengender. Die in dem Review genannte Bezeichnung "Style over Substance" kann ich vollkommen zustimmen, ohne dass die Feinheiten IMO etwas herauskitzelten. Auch das Zusammentreffen zwischen Protagonist und Fiesling wurde viel zu schnell abgehandelt.
Mandy will unbequem sein und schafft es v.a. auch durch seinen Soundtrack, der zu der Bildgewalt ziemlich an der Psyche nagt. Die Heavy Metal-Optik ist für mich als Metaller natürlich eine feine Sache, hat aber auch nicht viel geholfen. Dazwischen gibt es reichlich stupide Splattereien. Nach der Vorführung war der Applaus übrigens sehr verhalten.
Dennoch ist es ersichtlich, dass der Film bei den bisherigen Kritiken Kultstatus erreichen könnte.

Bitte nicht falsch verstehen: Wenn man die Art von psychedelischer Ästhetik, fern von jedem Mainstream schätzt und einen deftigen Gewaltgrad sehen möchte, ist der Film sicher keine verkehrte Wahl.

Dein Review ist allerdings - wie immer - erste Sahne ;-)


06.11.2018 00:03 Uhr - TheRealAsh
User-Level von TheRealAsh 9
Erfahrungspunkte von TheRealAsh 1.075
05.11.2018 15:19 Uhr schrieb Lukas
Du schreibst kurz vor Schluss von der "psychedelischen Weltflucht durch Drogen". Sind die 10/10 evtl. auch dadurch entstanden oder haben die sich tatsächlich in nüchternem und frei von Rauschmitteln befindlichem Zustand ergeben? :-P


Ich entnehme mal deinem Kommentar, dass er dir nicht gemundet hat:-P
Und nein, ich genieße meine Filme nur nüchtern!

06.11.2018 00:06 Uhr - TheRealAsh
1x
User-Level von TheRealAsh 9
Erfahrungspunkte von TheRealAsh 1.075
05.11.2018 22:16 Uhr schrieb Egill-Skallagrímsson
04.11.2018 21:56 Uhr schrieb TheRealAsh
Jungs, ich sags euch aber nochmal deutlich, der wird sicher nicht jedem gefallen und große Enttäuschungen auslösen, ...


Das unterstreiche ich mal so. Mir hat er überhaupt nicht gefallen.
Als ich den Film auf dem FFF angeschaut habe, hieß es im Vorwort, dass der Film wieder als das "große Comeback" von Nicolas Cage gefeiert wird und zahlreiches positives Feedback erhalten hat. Mir persönlich hat er dann aber überhaupt nicht zugesagt. Die stilistischen psychedelischen Spielereien habe ich als nervig empfunden (auch dank kontinuierlicher Wiederholung), als Konsequenz wurde der Film für mich immer anstrengender. Die in dem Review genannte Bezeichnung "Style over Substance" kann ich vollkommen zustimmen, ohne dass die Feinheiten IMO etwas herauskitzelten. Auch das Zusammentreffen zwischen Protagonist und Fiesling wurde viel zu schnell abgehandelt.
Mandy will unbequem sein und schafft es v.a. auch durch seinen Soundtrack, der zu der Bildgewalt ziemlich an der Psyche nagt. Die Heavy Metal-Optik ist für mich als Metaller natürlich eine feine Sache, hat aber auch nicht viel geholfen. Dazwischen gibt es reichlich stupide Splattereien. Nach der Vorführung war der Applaus übrigens sehr verhalten.
Dennoch ist es ersichtlich, dass der Film bei den bisherigen Kritiken Kultstatus erreichen könnte.

Bitte nicht falsch verstehen: Wenn man die Art von psychedelischer Ästhetik, fern von jedem Mainstream schätzt und einen deftigen Gewaltgrad sehen möchte, ist der Film sicher keine verkehrte Wahl.

Dein Review ist allerdings - wie immer - erste Sahne ;-)



Schön auch mal von dir zu hören hier bei mir. Ich kenne dich ja noch vor meiner angemeldeten Zeit hier, unter anderem gefielen mir deine Rezis zu "Game of Thrones" und vor allem "So finster die Nacht" sehr gut.

Und ja, die Gemüter teilen sich hier sicher total, aber das macht es ja auch interessant;-)


06.11.2018 08:40 Uhr - Lukas
1x
06.11.2018 00:03 Uhr schrieb TheRealAsh
05.11.2018 15:19 Uhr schrieb Lukas
Du schreibst kurz vor Schluss von der "psychedelischen Weltflucht durch Drogen". Sind die 10/10 evtl. auch dadurch entstanden oder haben die sich tatsächlich in nüchternem und frei von Rauschmitteln befindlichem Zustand ergeben? :-P


Ich entnehme mal deinem Kommentar, dass er dir nicht gemundet hat:-P
Und nein, ich genieße meine Filme nur nüchtern!


Tatsächlich habe ich ihn noch nicht gesehen. Aber das meiste, was ich bis jetzt darüber gelesen habe lässt mich in Kombination mit dem Trailer auf ein bestenfalls mediokres Werk schließen. ;-)

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