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Insanity667
Level 11
XP 1.620
Eintrag: 07.11.2018

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The Inhabitant

(Originaltitel: El habitante)
Herstellungsland:Mexiko (2017)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Horror

Bewertung unserer Besucher:
Note: 6,33 (3 Stimmen) Details
inhalt:
Die Schwestern Maria, Camila und Ana brechen mitten in der Nacht in das Haus eines korrupten Senators ein und nehmen ihn und seine Frau gefangen. Die drei haben es auf Erpressungsgeld abgesehen. Doch ihr Raubzug wird plötzlich von seltsamen Geräuschen aus dem Keller gestört. Als Camila nachsieht, findet sie hinter einer verschlossenen Tür die Tochter der Familie an ein Bett gefesselt vor. Die Mädchen missachten die nachdrücklichen Warnungen der Eltern und befreien das anscheinend schwer misshandelte Kind. Sie ahnen nicht, welche Kräfte sie damit freisetzen.
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von insanity667:

Was braucht es für einen guten Genremix, der nicht nur publikumswirksam angeprisen wird, als ob es sich um den heiligen Gral der Genremixes schlechthin handelt, sondern der auch fesselt, unterhält, Spaß macht und im Gedächtnis bleibt? Vielleicht Talent, ein hohes Budget, gute Schauspieler, eine mitreißende Story oder gute Effekte? Eigentlich egal, denn all diejenigen, die jetzt hoffen, in diesem Review eine Antwort auf diese Frage zu finden, können jetzt aufhören weiterzulesen. Allen anderen stelle ich jetzt den mexikanischen Homeinvasion-Familiendrama-Vaterkomplex-Glaubensfindungs-Selbstjustiz-Weltuntergangs-Exorzistenhorror "The Inhabitant" von Guillermo Amoedo, Co-Autor von "The Green Inferno", "Knock Knock" und "The Stranger" (soviel also zum Thema "von den Machern von...", vermutlich hat er nur die Drehbuchseiten nummeriert...), aus dem Jahre 2017 vor! 

 

Die drei Geschwister Camila, Maria und Ana planen, in das Haus eines Senators einzubrechen und diesen und seine Ehefrau um Geld zu erpressen, welches der älteren drogensüchtigen Schwester Camila helfen soll, sich von der mexikanischen Mafia freizukaufen. Alles läuft nach Plan, bis Maria im Keller des Hauses die scheinbar schwer mishandelte Tochter der Familie findet. Die verbrecherischen Gören sehen plötzlich nicht nur eine weitere Möglichkeit, mehr Kapital aus dieser grausigen Entdeckung zu schlagen, sondern schwingen sich, für das reine Gewissen natürlich, selbst zu edlen Retterinnen der gebeutelten Tamara auf und befreien diese. Unglücklicherweise hat es einen guten Grund, warum das Mädchen bei Wasser und Brot im Gewölbe gefesselt und geknebelt war, sie ist nämlich besessen und ihre Eltern haben auch schon den Priester bzw. Kardinal, passenderweise Papstanwärter, direkt aus Rom geordert...

 

Das Drehbuch hierzu stammt von Regisseur Guillermo Amoedo selbst, der offensichtlich eine Mischung aus Homeinvasion-Thriller, Drama und übernatürlichen Horror im Sinn hatte. So lässt sich "The Inhabitant" eigentlich recht gut in 3 Handlungsblöcke einteilen, worin eigentlich auch schon die große Schwäche des Streifens besteht. Zuerst kommt das Eindringen in das Anwesen, die Erpressung, das verbale Katz und Maus-Spiel, welches zeitweise in übles Gezicke ausartet, dann muss ein katastrophaler Familienzwist inklusive Vergangenheitsbewältigung und der dämonische Einfluss eines vermeintlich in Not harrenden Mädchens überwunden werden, und im letzten Drittel darf man einem elend in die Länge gezogenen, stinkelangweiligen Exorzismus nach Art des Hauses beiwohnen. Die Übergänge von Thema zu Thema sind dabei nicht nur nicht fließend oder in irgendeiner Form erzählerisch anspruchsvoll  miteinander verwoben, nein, es fühlt sich teilweise sogar so an, als würde man 3 verschiedene Kurzfilme mit den selben Schauspielern hintereinander sehen. Richtig schlimm ist auch die merkwürdige Opfer/Täter-Rollenverschiebung, die nicht nur einmal stattfindet und oftmals peinlich unglaubhaft anmutet. Irgendiwie ist hier jeder mal der "Böse" und mal der "Gute". Die Inspiration dazu lässt sich auch ohne die dick gedruckten Werbebuchstaben an einer Hand abzählen: "Der Exorzist" und "Don't Breathe", beides Filme, die unterschiedlicher nicht sein könnten, aber dennoch Meisterwerke ihrer Zeit darstellen. Was hier allerdings herausgekommen ist, kann sich in keinster Weise auch nur mit einem von beiden Vorbildern messen... Schade eigentlich, denn das Potenzial ist erkennbar, wenn auch nur selten und weit, weit am Rande. Die meiste Zeit fragt man sich aber einfach nur, was "The Inhabitant" eigentlich sein will...

Etwas besser sieht es da schon mit den darstellerischen Leistungen aus, die vor allem durch das Spiel von Flavio Medina ("The Perfect Dictatorship", "The Good Girls") als gebrochener, vom Schicksal gebeutelter aber dennoch zielstrebiger und teilweise korrupter Senator José Sánchez-Lermontov und Vanesa Restrepo ("El Recluso" TV) als Camile, Anführerin der "Gang", die ihr ganz eigenes düsteres Päckchen zu tragen hat, das durchwachsene Storykonstrukt noch in das Mittelmaß hieven. Auch María Evoli ("We Are The Flesh") als Maria und Fernando Becerril ("Die Legende des Zorro", "Get the Gringo") als Kardinal Pedro machen ihre Sache ganz gut. Was jedoch recht schnell negativ auffällt ist die Rolle der besessenen Tamara, gespielt von Natasha Cubria. Man kann sicherlich keine Reagan erwarten und auch dem Mädchen keinen direkten Vorwurf machen, aber letztendlich gehört ein bisschen mehr dazu, als nur mit gesenktem Kopf grimmig nach oben zu schielen, um einen solchen Part glaubhaft und unheimlich genug rüberzubringen.

Handwerklich bewegt sich "The Inhabitant", dank der äußerst ansprechenden Kameraarbeit von Erwin Jaquez ("Das Versprechen", "LuTo"), auf durchgehend solidem Niveau. Das große Herrenhaus als alleiniger Handlungsort gibt einiges an Stimmung und Atmosphäre her, was durch gekonnte Spielereien mit Perspektiven und effektvollem Einsatz von Filtern und Tiefenschärfeneinstellungen noch unterstrichen wird. Dazu gibt es eine wohl dosierte Menge an überwiegend handgemachten (!) Matschereien mit jeder Menge Blut und Kotze, schließlich sind wir ja beim Exorzismus nicht zimperlich, und einigen gelungenen Gruselszenen. Auch die musikalische Untermalung von Manuel Riveiro ("The Green Inferno") geht absolut in Ordnung!

 

Fazit:

Kruder Genremix, der nicht viel Neues zu bieten hat und dessen Reiz einzig und allein aus entliehenen (um nicht zu sagen geklauten) Komplettbausätzen seiner großen Vorbilder besteht. Storymäßig also eher dünner, wenig überraschender Standard. Die handwerklich solide Umsetzung, recht brauchbare Darsteller und ein paar Highlights in Sachen exorzistischer Schauwerte retten diesen gut gemeinten, aber dennoch irgendwie missglückten Versuch, spannendes Horrorkino zu erzeugen, gerade noch in den blassen Durchschnitt.

5/10 Punkte! 

 

Und was lernen wir daraus? Moderne Horrorfilme, die sich selbst mit anderen großen Erfolgen oder Klassikern bewerben oder vergleichen und eine tolle Mischung aus diesen fremden Federn, mit denen man sich auch hier zu schmücken versucht hat, versprechen, sind meistens Schrott! Gegenbeispiele zu meiner 'steilen' These bitte in die Kommentare!

5/10
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Kommentare

07.11.2018 16:51 Uhr - sonyericssohn
1x
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Hm, dann überleg ich mir ne Sichtung nochmal. War schon vom Trailer ned so angetan...
Danke fürs informieren ! ;-)

07.11.2018 17:41 Uhr - dicker Hund
2x
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Bin noch nicht vollends abgeschreckt, habe meine Erwartungshaltung aber angepasst.

Werbesprüche der Marke "von den Machern von" schrecken mich sowieso ab. Sie verschandeln das Cover und sprechen Bände über den geistigen Mangel an Differenzierung des Reklameboten.

07.11.2018 18:13 Uhr - TheRealAsh
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Und was lernen wir daraus? Moderne Horrorfilme, die sich selbst mit anderen großen Erfolgen oder Klassikern bewerben oder vergleichen und eine tolle Mischung aus diesen fremden Federn, mit denen man sich auch hier zu schmücken versucht hat, versprechen, sind meistens Schrott! Gegenbeispiele zu meiner 'steilen' These bitte in die Kommentare!


Ich habs verstanden, Insanity Insanitus ;-) Danke für das Blitzreview, das wird unsere Werbegeber zwar nicht freuen, aber es hilft ja nix, Mist ist Mist. Dachte mir bei der Werbung schon, oh Gott, Exorzist und Don't Breath, never!

Auch beschissen vermutlich: "Wildling" XD

07.11.2018 18:23 Uhr - sonyericssohn
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Wildling is besser ! ;-)

07.11.2018 18:27 Uhr - TheRealAsh
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07.11.2018 18:23 Uhr schrieb sonyericssohn
Wildling is besser ! ;-)


Na dann hau mal eins raus :D. Bin gespannt!

07.11.2018 18:45 Uhr - sonyericssohn
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Langsam, langsam ! Kommt noch :-D

07.11.2018 19:14 Uhr - Insanity667
2x
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Vielen Dank ihr drei!

@Sony
Guck dir lieber nochmal "Wildling", "Veronica" oder "Muse" an, da hast du mehr gekonnt! :)

@Wuffel
Und in diesem Fall waren die "Macher" in die aufgedruckten Werbemagneten wahrscheinlich genau so viel involviert, wie eine Bergziege in den Austernfang...

@Ash
Review ist Review... Presse- und Meinungsfreiheit und so! XD Tut mir ja leid für unsere Werbegeber. :) Aber ich werde dann doch sowieso lieber wieder Filmen Besprechungen widmen, die mir auch Spaß gemacht haben! Und "Wildling" ist tatsächlich um Längen besser! :)

07.11.2018 20:46 Uhr - NoCutsPlease
1x
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Auf den Insanitanten ist einfach Verlass!
Egal wie gut, schlecht oder mittelmäßig ein Film ist, aus deinen Zeilen sprechen stets Fleiß und Freude!
Ein wenig meckern muss ich aber, denn in "keinster" Weise ist genau so ein Unwort wie "einzigster".
Den Titel behalte ich mit nachgelagerter Priorität im Hinterkopf.

08.11.2018 00:55 Uhr - Insanity667
1x
DB-Helfer
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Dankeschön NoWeisePlease! :)

Aber da es so auch im Duden steht, ist es denke ich akzeptabel, oder? ^^

"...da kann ich dir in keinster Weise (umgangssprachlich scherzhaft; überhaupt nicht) zustimmen"
"in keiner/(nicht standardsprachlich, oft scherzhaft) keinster Weise"

Das erlaub' ich mir einfach mal, ansonsten bin ich ja immer brav, aber bei "einzigster" bekomme ich auch Gänsehaut! :)

08.11.2018 07:40 Uhr - NoCutsPlease
2x
DB-Helfer
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Passt schon! :)
Wir sind hier ja auch umgangssprachlich und scherzhaft unterwegs.

08.11.2018 12:39 Uhr - Ghostfacelooker
1x
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Mexikanischer Horror scheint die abgespeckte Version der spanisch meist seltsamen und skurrilen Vorbilder zu sein.

Nebenbei wäre mir dein Wortfauxpas in keinster weise einzigst auch nur aufgefallen, aber vielleicht lese ich auch nur anderst^^^^^^^^^^

08.11.2018 17:37 Uhr - Insanity667
DB-Helfer
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Aber Ghost, "anderster" bitte! Wenn schon, denn schon!

09.11.2018 02:03 Uhr - Ghostfacelooker
1x
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08.11.2018 17:37 Uhr schrieb Insanity667
Aber Ghost, "anderster" bitte! Wenn schon, denn schon!


Ok dann anderster krass^^^^^^

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