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dicker Hund
Level 13
XP 2.732
Eintrag: 11.12.2018

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Dellamorte Dellamore

Herstellungsland:Italien, Frankreich, Deutschland (1994)
Standard-Freigabe:FSK 18
Genre:Horror, Erotik/Sex, Komödie,
Liebe/Romantik
Alternativtitel:Cemetery Man
Zombie Graveyard
Of Death and Love
Of Death, of Love
Demons '95

Bewertung unserer Besucher:
Note: 8,42 (62 Stimmen) Details
inhalt:
Francesco Dellamorte ist ein junger Friedhofswärter, der zusammen mit seinem Assistenten Gnaghi für Ruhe und Ordnung auf dem Friedhof sorgt. Die Ruhe hat der Friedhof auch bitter nötig, denn es geschehen dort unheimliche Dinge: innerhalb von sieben Tagen nach der Beerdigung steigen die Toten als menschenfressende Zombies aus ihren kalten und dunklen Gräbern. Eigentlich nimmt Francesco die Sache sehr gelassen hin, da er und der etwas schwachsinnige Gnaghi im Laufe der Zeit bei der Jagd auf die berechenbaren Untoten schon eine gewisse Routine entwickelt haben. Doch als dann eines Tages seine einzige große Liebe als gieriger Zombie zurückkehrt und er gezwungen ist, sie zu erschießen, verliert Francesco völlig die Orientierung.
eine kritik von dicker hund:

Michele Soavi ("The Church", "Aquarius") drehte mit "DellaMorte DellaMore" einen extravaganten Fun-Splatter mit Zombies, bevor er sich mit dem Niedergang der italienischen Filmindustrie in das Reich der TV-Produktionen verabschiedete.

Es geht um den Friedhofswächter Francesco (Rupert Everett), der sich melancholisch, nachdenklich und zynisch zugleich gibt. Sein frecher Wortwitz bildet zusammen mit seinen sarkastischen Bemerkungen das Epizentrum des galligen Humors (6/10), der nicht immer gleich offensichtlich, jedoch wiederholt etwa in Gestalt von Situationskomik zum Lachen einlädt. So trocken und zündend wie der "Cemetary Man" (Alternativtitel) scherzt kaum jemand anderes.

"Verschwinde! Ich habe keine Zeit für die Lebenden."

An seiner Seite sabbert Gnaghi, eine drollige, kultige Figur mit Buckel, Übergewicht und sprachlichen Einschränkungen:

"In seinem Ausweis steht unter besondere Kennzeichen: Alle."

Zu diesem Team tritt nunmehr in verschiedenen Rollen das Silikonwunder Anna Falchi hinzu. Ihre Identität bleibt ein Rätsel, der teilweise schön freizügig bebilderte Sex (4/10) mit ihr auch. Dieser wirkt durch seinen nekrophilen Touch abseitig und gewissermaßen unwirklich. Letzteres gilt gleichsam für die hier nicht näher verratene Wandlung des Protagonisten, die zunehmend schockierende Züge annimmt (Horror 6/10), zumal das Verhalten der anfänglichen Sympathiefigur sich bis zum absurden Schluss kaum zu einem schlüssigen Persönlichkeitsbild zusammenfügen mag. 

Auf dem Weg dorthin sprudeln Reminiszenzen an des Regisseurs Lehrer Dario Argento, insbesondere an "Profondo Rosso", wenn man nur die im Intro vollzogene Darstellung der Artefakte oder die mehrfach zu hörende Bezeichnung des Wiederkehrerentsorgers als "Ingenieur" beachtet. Die Kamera nimmt ihre Aufgabe gerade vor dem Hintergrund des offensichtlichen Vorbildes dankbar war, so dass ihre ungestüm-verspielten Aktivitäten einfach Freude bereiten. Sie veredelt die oftmals allzu karg geratenen Sets und kaschiert nach Kräften einige misslungene Spezialeffekte, wobei sie bei Totalausfällen wie den "Irrlichtern" allerdings chancenlos ist. Viel kompetenter wurden die Ableben simuliert, die bisweilen auf drastischen Biss- und Schussverletzungen beruhen (Gewalt 7/10). Der Score ertönt dazu so nachdrücklich, wie der Erzählstil aufs Tempo drückt. Vor allem das Maintheme dürfte in Erinnerung bleiben.

All das macht diese große Filmperle zu etwas besonderem (8/10 Punkten). Wäre der Plot nicht gar so konfus oder wenigstens das Finale ein wenig schlüssiger, würde das Ergebnis sogar noch höher ausfallen. Doch auch so weiß "DellaMorte DellaMore" zu gefallen. Oftmals sieht er aus wie eine harmloser ausgefallene Variante des zwei Jahre zuvor entstandenen "Braindead", die einen großen Wert auf ihre italienische Herkunft und die Tradition der großen Werke ihres Heimatlandes legt und ungeschnitten die rote Freigabe der FSK überstanden hat. Definitiv Soavis beste Arbeit!

8/10
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Kommentare

11.12.2018 10:29 Uhr - JasonXtreme
1x
DB-Helfer
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Abermals treffend gebellt :D Anna Falchi.... rrrrrrr, mehr fällt mir da kaum ein (...obwohl, doch joa^^) spaßiger Film, ungewöhnlich fürs Zombiegenre in jedem Fall

11.12.2018 11:23 Uhr - Mr.Tourette
2x
User-Level von Mr.Tourette 2
Erfahrungspunkte von Mr.Tourette 63
Es braucht mehr solche Zombies wie die Frau Falchi! ;)

Und mehr so Reviews wie von unserem Hündchen! :D

Der Streifen ist treffend vorgestellt, ich hätte vielleicht einen oder zwei Punkte weniger vergeben, aber im Grunde herrscht Einigkeit.

11.12.2018 11:26 Uhr - naSum
1x
User-Level von naSum 12
Erfahrungspunkte von naSum 2.071
Anfänglich stark von dir beschrieben, kriegt er bei mir sogar noch einen Punkt mehr, da gerade das Finale mit emotionaler Sehnsucht in der Atmosphäre, sowie einer nicht konfusen, sondern gelungen verwobenen Traum/Realität Vernetzung die Intensität steigert. Hier wird meiner Meinung nach ein schöner Kontrast gegenübergestellt aus den trockenen Passagen von Francescos zynischer Art und seinem Wunsch nach Liebe, der sich in der erotischen Spannung durch das ganze Werk zieht. Dass hier Abstriche in der Wertung gemacht werden, habe ich bereits einige male mitbekommen, aber ich denke es liegt oftmals daran, dass die Ausdehnung der üblichen Genregrenzen nicht akzeptiert oder wahrgenommen wird.
Gib ihm unter der Prämisse nochmal ne Chance.

11.12.2018 12:20 Uhr - dicker Hund
User-Level von dicker Hund 13
Erfahrungspunkte von dicker Hund 2.732
Besten Dank!

@naSum
Für mich funktioniert das "traumhafte" Ende auch nach der fünften Sichtung nicht. Der Plot ist mir bis dahin zu wach, als dass man sein Finale verschlafen sollte. Atmosphärisch gesehen kann ich Deinen Einwand nachvollziehen, denn in dieser Hinsicht wirkt der Schluss. In erzählerischer Hinsicht finde ich ihn aber unbefriedigend.

11.12.2018 12:53 Uhr - NoCutsPlease
2x
DB-Helfer
User-Level von NoCutsPlease 23
Erfahrungspunkte von NoCutsPlease 11.990
Ambitioniert geschriebene Kritik aus der Hundehütte.
Diesen Film muss ich mir wohl mal ansehen!
Ich bin schon gespannt, wessen Meinung ich mich am Ende anschließen werde.

12.12.2018 05:41 Uhr - dogsoldier
1x
User-Level von dogsoldier 4
Erfahrungspunkte von dogsoldier 287
Wieder einmal eine wunderbare Filmauswahl und erneut ganz stark rezensiert Hündchen!

Trotz einer überschaubaren Regie-Filmografie, zumindest was die nennenswerten Titel angeht, gehört Soavi für mich zu den talentiertesten Italo-Filmemachern überhaupt.

12.12.2018 16:45 Uhr - Dissection78
1x
DB-Co-Admin
User-Level von Dissection78 15
Erfahrungspunkte von Dissection78 3.890
Sehr schön beschrieben. Ein poetisches Horrormärchen, das surreale Elemente mit Gothic-Grusel und Splatter verbindet. Das war zumindest vor vier Jahren mein Fazit. Der muss mal wieder ran ;)

Ich bin im Übrigen gespannt, wie Michele Soavis neue Arbeit, der Fantasyfilm "La Befana vien di notte", ausfällt. Soll ja in etwa zwei Wochen tatsächlich in italienischen Kinos starten. Ich hege die Vermutung, der wird bei uns, wenn überhaupt, nur als Scheiblette serviert.

12.12.2018 18:12 Uhr - Nubret
1x
User-Level von Nubret 9
Erfahrungspunkte von Nubret 1.042
Neulich erst wieder gesehen, immer noch ein toller Film!

Ebenso die Besprechung. Wie gewohnt.


13.12.2018 10:46 Uhr - Insanity667
1x
DB-Helfer
User-Level von Insanity667 11
Erfahrungspunkte von Insanity667 1.641
Ein wirklich genialer Italiener, keine Frage! Da war ich eine Zeit lang, euphorisch wie gerne ich bin, auch mal FAST bei einer 10/10! Sehr gute Buddelarbeit Friedhofsmops, bei deiner 8/10 würde ich mich auch einpendeln, mit Tendenz zur 9! :)

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