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NoCutsPlease
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Eintrag: 08.11.2018

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Terrifier

Herstellungsland:USA (2016)
Standard-Freigabe:FSK keine Jugendfreigabe
Genre:Horror, Thriller

Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,33 (3 Stimmen) Details
inhalt:
Das langerwartete Horror-Highlight von den Festivals! In der Halloween-Nacht treffen die Freundinnen Dawn und Tara in einem Diner auf einen mysteriösen Clown. Was sie noch nicht wissen - es ist Art, der Killerclown, und ein gnadenloser Meister seines Fachs. Die beiden Frauen und alle, die sich ihm in den Weg stellen, durchleben eine Nacht des Horrors, in der Art eine blutrote Spur von Angst und Tod hinterlässt. Kann man diese Nacht überleben?
eine kritik von nocutsplease:

In den vielseitigen Gefilden des Horrorgenres trifft man auf einige Werke, deren Story sich um bitterböse Clowns dreht, die ihrem Publikum statt lockerem Spaß und harmlosem Schabernack eine qualvolle Todesshow servieren. Zu den prominentesten Beispielen zählt neben Es, Clownhouse, Stitches und Clown auch All Hallows' Eve, welcher den 2011 entstandenen Kurzfilm Terrifier in seine Episodenhandlung integriert. Darin macht der Zuschauer Bekanntschaft mit Art the Clown, einer schwarz-weiß maskierten und kostümierten Pantomime mit außerordentlich ausgeprägter Mordlust. Als kreativer Kopf hinter den beiden Titeln fungierte ein gewisser Damien Leone. Fünf Jahre später folgte mit Terrifier der gleichnamige Langfilm, bei dem ebendieser Leone für Regie, Drehbuch, Produktion, Schnitt und Spezialeffekte verantwortlich zeichnete. 


Der rudimentär gehaltene Plot widmet sich zwei jungen Frauen namens Tara und Dawn, die in aufreizenden Verkleidungen Halloween gefeiert haben und auf ihrem Heimweg Art the Clown begegnen, der auf sie zunächst nur wie ein harmloser Spinner wirkt. Als die beiden ihn in einer Pizzeria erneut antreffen, erweist er sich jedoch sehr bald als tödliche Gefahr, in deren Nähe jeder um sein Leben bangen muss. Dass sich der Rest des Storyfragments vornehmlich der Frage widmet, wer nun auf welche Weise stirbt (und wer nicht), dürfte den slashererfahrenen Betrachter kaum überraschen. Somit bietet die minimalistische Geschichte zwar nicht viel Neues, kann jedoch mit ihrem morbiden Humor kontinuierlich unterhalten und bietet dank der aufs Wesentliche fokussierten Erzählweise durchweg eine solide Spannungskurve.


Anders als in All Hallows' Eve wird Art the Clown übrigens nicht mehr von Mike Giannelli, sondern von David Howard Thornton gespielt. Dass dieser Erfahrung als Pantomime besitzt, merkt man in nahezu jeder Szene, in der sein bezauberndes Antlitz mit den spitzen Reißzähnen zu sehen ist. Da Art kein einziges Wort spricht, sondern sämtliche Aktionen und Situationen lediglich mit Gestik und Mimik kommentiert, bildet er dank seiner Vielzahl an Gesichtsausdrücken und (vorgetäuschten) Emotionen das darstellerische Highlight. Jenna Kanell (The Bye Bye Man) verkörpert den dunkelhaarigen Vamp Tara, während Catherine Corcoran die Rolle ihrer blonden (und reichlich verblödeten) Freundin Dawn übernimmt. Des Weiteren wirken Samantha Scaffidi (The Networker) als Taras studierende Schwester Victoria und Matt McAllister in der Funktion eines glatzköpfigen Kammerjägers mit. Ansonsten beteiligen sich noch ein paar weitere Statisten, die allerdings genauso wenig prominent wie der Rest des Casts sind. Immerhin werden sämtliche Handlungsfiguren trotz ihrer Eindimensionalität zumindest soweit charakterisiert, dass der Zuschauer ihnen gegenüber Sympathie oder Abneigung empfinden kann. Erwartungsgemäß sucht man dramaturgische Tiefe dabei natürlich vergebens, aber die braucht es an dieser Stelle auch gar nicht.


Der inszenatorische Stil bildet eine weitere Stärke des Films, denn der sympathische Retrostil fällt bereits während der Opening Credits ins Auge. Die Kameraarbeit übernahm George Steuber (All Hallows' Eve), dessen Resultate sich gemessen an den Dimensionen eines B-Movies wirklich sehen lassen können. Anstatt unruhigem Dauergewackel und hektischen Schnitten wird man mit einer stabilen Optik belohnt, welche das Geschehen so gut wie immer aus einer vorteilhaften und übersichtlichem Perspektive zeigt. Somit kommt der heruntergekommene Stadtteil, in dem sich der Großteil der Handlung abspielt, mitsamt seiner unheimlichen Räumlichkeiten wirkungsvoll zur Geltung. Aus grafischer Sicht geht es ordentlich zur Sache, denn Art darf sich mit allerlei Hieb- und Stichwaffen, einer Säge sowie einem Schießeisen detailliert austoben. Hierfür setzte man ausschließlich auf traditionelle Handwerkskunst in Form von reichlich Kunstblut und kreativen Make-Up-Effekten. Das Ergebnis sieht in der ungekürzten Fassung so deftig aus, dass die rigorose Freigabeverweigerung durch die FSK gegen selbige durchaus nachvollziehbar wirkt, auch wenn sie per se natürlich nicht gutzuheißen ist. Des Weiteren ist ebenfalls eine würzige Portion Nacktheit enthalten, allerdings haben bezüglich erotischer Techtelmechtel andere Genrekollegen klar die Nase vorn. Die seitens Paul Wiley (Frankenstein vs. The Mummy) komponierte Musik umfasst zum einen jenes synthetische Dröhnen, das insbesondere zeitgenössische Actionthriller immer häufiger begleitet, stimmt zwischendurch aber auch lauschige Melodien in nostalgischer Manier an.


Fazit: Terrifier bietet so ziemlich alles, was man von einem gelungenen Retroslasher erwartet: Minimale Story, maximale Unterhaltung, einen gewissenlosen Schurken, zweckdienliche Charaktere, handgemachte Effekte, deftige Härten, ein spürbares Maß an Spannung und ein bisschen nackte Haut. Wer bereits mit All Hallows' Eve etwas anfangen konnte, dürfte angesichts der dargebotenen Horrorkost sehr zufrieden sein. 

8/10
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Kommentare

08.11.2018 08:52 Uhr - dicker Hund
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Ich kenne zwar nicht "All Hallows' Eve", aber die anderen von Dir erwähnten Clownerien. Der hier wird mir im Gedächtnis bleiben, wofür neben Deinem feinen Review noch der eingängige Titel hilfreich sein dürfte.

Edith: Eindimensionalität

08.11.2018 11:04 Uhr - Kaiser Soze
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Schönes Review, ich würde mir den Film "normalerweise" vermerken, aber was mich sehr stört: Tiberius Film

Klar, ist noch ne andere Hausnummer, als vllt Great Movies, aber dennoch - ein guter Film von Tiberius Film? Ich habe meine Zweifel!

Falls ich den Film iwann mal günstig, ungeschnitten und mit deutschem Ton in die Hände bekomme, überlege ich es mir vllt nochmal.

08.11.2018 11:36 Uhr - NoCutsPlease
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Danke euch! :)

Bluthund:
Der Buchstabendreher wurde eliminiert.
Dieser Film dürfte sich auf jeden Fall für dich lohnen.
Und was Details zu "All Hallows' Eve" angeht, empfehle ich dir die beiden Reviews von Angertainment und Frank the Tank.

Kaiser:
Die 8/10 Punkte sind wohlgemerkt nicht mit einer 8/10 für eine teure Mainstreamproduktion oder einen auf Story und starke Charaktere setzenden Thriller vergleichbar.
Tiberius stehe ich eher wegen der häufigen Cutware kritisch gegenüber, aber weniger wegen der Titelauswahl.
"Carnage Park", "Clown" und "Deathgasm" kamen doch auch von Tiberius und waren allesamt ordentlich bis gut.

08.11.2018 14:16 Uhr - Ghostfacelooker
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Sie alle können flie...ähm falscher Clown. Aber der hier kommt auf meinen nächsten visuellen Zirkusbesuch. Gekonnt und wortgewandt mit einem subtil sarkastischem Unterton in der B-Note Mr. No C. Please^^^^^^^^

08.11.2018 18:28 Uhr - NoCutsPlease
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Thanks Mr. Ghost F. Looker!
Den Unterton im Text hast du gut herausgelesen. Ich hoffe, dass dir der Film mindestens so gut wie mir gefallen wird. Nebenbei hoffe ich natürlich auch, dass die deutsche Synchro nicht vermasselt wird.

08.11.2018 19:38 Uhr - DriesVanHegen
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Reiht sich ja in die bisherige, positive Berichterstattung ein :)
Muss wohl auch mal zu mir kommen.

08.11.2018 19:58 Uhr - Insanity667
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Nein... Clowns/Pantomime gehen bei mir irgendwie gar nicht! "Es" war schon immer die absolute Schmerzgrenze... Mit Puppen ist das teilweise genau so! :) Macht aber nix, die Lektüre war trotzdem wieder mal toll! Vielen Dank!

08.11.2018 20:54 Uhr - NoCutsPlease
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Merci beaucoup!
Schön, dass ihr mit am Start seid!

Driesknödel:
Mir war gar nicht bewusst, dass der Film so häufig positiv wegkommt, allerdings habe ich das Internet auch nicht gezielt nach anderen Reviews durchsucht.

Don Giallo:
Schade, aber ich kann eben nicht immer deinen Sichtungsgeschmack treffen. :)
Umso erfreulicher, dass du trotzdem in den Kommentaren vorbeischaust.
Wobei ich allerdings gerade etwas verwundert bin, denn unter einem hiesigen Review zu "All Hallows' Eve" hattest du ja geschrieben, dass dieser nach einem Film für dich klingt.

08.11.2018 22:22 Uhr - Insanity667
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08.11.2018 20:54 Uhr schrieb NoCutsPlease
Wobei ich allerdings gerade etwas verwundert bin, denn unter einem hiesigen Review zu "All Hallows' Eve" hattest du ja geschrieben, dass dieser nach einem Film für dich klingt.


Hmmm zum einen war da der Clown, bis auf die 3. Story, eher nur eine Randfigur, zum anderen fand ich "All Hallows' Eve" dann auch insgesamt nicht so dolle mit diesem ganzen Alienquatsch und was weiß ich, was da noch war... Ich glaube das Episodenkonzept hat mich damals mehr interessiert/gelockt, als der Clown mich tatsächlich abgeschreckt hat. ^^ Hat aber trotzdem nicht gezündet... soll vorkommen! :)

09.11.2018 13:26 Uhr - NoCutsPlease
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Kommt vor, halb so wild. :)
Alienquatsch gibt es bei "Terrifier" nicht, aber wenn dich Clowns so abschrecken und hier auch kein Episodenkonzept angewandt wird, solltest du besser auf den Film verzichten.
Es ist aber dennoch interessant, wie jeder Horrorfan so seine No-Gos hat. :D

09.11.2018 15:49 Uhr - Insanity667
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Ja, dabei ist es nicht mal so schlimm, wenn ein Clown mal der Böse (oder das ultimative Böse schlechthin) ist, im Gegenteil. Das Konzept was unschuldig reines (ähnlich beim Weihnachtsmann, Osterhasen etc.) zur tödlichen Gefahr zu machen, ist schon interessant und spannend wenn es gut umgesetzt ist. ABER! Meistens wird das dann gleich wieder zu sehr überstrapaziert ("Clown", "Clowntown", "Stiches - Böser Clown", "Clown im Klo", "Clown im Weltraum" blablabla) dass es anstrengend wird... Und ich persönlich finde Clowns weder lustig noch furchterregend sondern einfach nur tierisch nervtötend... ^^

09.11.2018 21:02 Uhr - NoCutsPlease
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Ich kann schon verstehen, dass man sich von einer Thematik übersättigt fühlt und diese dann als nervig empfindet.
Dass es sich bei dem Killer um eine clowneske Gestalt handelt, ist hier im Gegensatz zu "Stitches" oder "Clown" übrigens nicht sooo storyentscheidend.
Andererseits würde der sadistisch angehauchte Humor nicht so gut funktionieren, wenn der mordende Bösewicht z.B. ein zweieinhalb Zentner schwerer Stiernacken mit der One-Size-Mimik eines Steven Seagal wäre oder eine starre Maske wie Jason tragen würde.
Aber wie gesagt, falls einem bereits das Grundkonzept solch unangenehme Emotionen beschert, sollte man dem Film besser fernbleiben.

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